Was Putins Krieg für die Energiewende bedeutet
Ausgerechnet mit russischem Gas wollte die neue Bundesregierung die Brücke ins Zeitalter der Klimaneutralität bauen. Jetzt ist diese Konstruktion eingestürzt.
Ausgerechnet mit russischem Gas wollte die neue Bundesregierung die Brücke ins Zeitalter der Klimaneutralität bauen. Jetzt ist diese Konstruktion eingestürzt.
Der Kanzler hat Putins Aggression gegen die Ukraine zu einer "Zeitenwende" erklärt. Sie habe Folgen für die Rüstungs-, Außen- und Energiepolitik. Wir dokumentieren die Rede in Auszügen.
FDP-Politiker Pinkwart ruft die Netzagentur zur Überprüfung des Kohleausstiegs auf. Kritiker halten die gleichzeitige Abstellung von Kohle- und Atommeilern angesichts der Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas für fatal.
Indien und Pakistan brauchen Moskau als Waffen- und Energielieferant. Sie fürchten aber amerikanische Sanktionen. Also winden sie sich.
Die Sorgen vor einem schwächeren Wachstum der mitteleuropäischen Staaten werden größer. Denn der Krieg in der Ukraine heizt die Inflation an. Das hat Folgen.
Spanien und Nordafrika könnten bei der Energieversorgung Europas helfen. Das Problem: Bis heute fehlen leistungsstarke Leitungen.
Deutschland fördert 6 Prozent seines Erdgasbedarfs selbst – es waren schon mehr als 20 Prozent. Muss man in Deutschland wieder auf „Fracking“ setzen, um die Abhängigkeit von anderen zu mindern?
Langfristig wäre ein völliger Ausfall russischer Gaslieferung für die EU schwer zu verkraften, aber machbar, sagen Experten. Allein das Füllen der Speicher aber würde 80 Milliarden kosten.
Ein vollständiger Gaslieferstopp Russlands würde die Europäische Union hart treffen. Einen Großteil könnte sie zwar ausgleichen, aber nur zu hohen Kosten. Schon das Füllen der Speicher kostet 80 Milliarden Euro.
Ostsee-Pipeline, Sanktionen und Marktturbulenzen werden zum Risiko: Der Versorger ist eng mit Russland verflochten. Das kann ihm jetzt auf die Füße fallen.
Wenn die Temperaturen milde blieben, könnte eine Knappheit vermieden werden, so der Branchenverband der Speicherunternehmen. Auch beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung rechnet man nicht mit „kalten Wohnungen in Deutschland“. Allerdings könnten die Preise steigen.
Flüssiggas kann die Abhängigkeit von Russland lösen. Doch noch kann es hier nicht aus Schiffen geladen werden.
Nach der Eskalation im Ukraine-Konflikt wählt der Bundeskanzler deutliche Worte. Von vielen Seiten bekommt er prompte Rückendeckung. Doch im Nordosten glauben nicht alle an ein Ende von Nord Stream 2.
Deutschlands Hauptlieferant für Erdgas ist Russland. Bleibt es auch im Konfliktfall dabei? Die Speicher sind nur gering gefüllt – und Minister Habeck will mehr Kontrolle.
Bundeswirtschaftsminister Habeck macht auf seiner Energiewende-Tour Station in Nordrhein-Westfalen. Dort steht ein besonders großer Kraftakt bevor – und das industrielle Herzland der Republik auf dem Spiel.
Die Bundesregierung will die Verbraucher für die hohen Energiekosten entlasten. Im Fokus steht dabei die Abschaffung der EEG-Umlage. Die 3,7 Cent je Kilowattstunde Strom sollen nicht erst Anfang 2023 wegfallen, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sondern schon in diesem Sommer.
Die Bodenschatzkonzerne wollen ihre Klimabilanz polieren. Nun verschifft BHP erstmals Eisenerz mit Gas-Frachtern
Die Autobranche setzt auf Elektroantrieb. In der Lkw-Sparte ist es jedoch deutlich komplizierter. Deswegen baut der Iveco-Chef für Lastwagen auf drei verschiedene Technologien.
Die EU könnte einen Gas-Lieferstopp aus Russland wohl kurzfristig verkraften. Deutschland aber wäre plötzlich auf die Solidarität der restlichen EU angewiesen.
Der Wirtschaftsminister will wegen der Ukraine-Krise den Bau von Terminals für Flüssiggas an der deutschen Küste fördern. Den Klimaschutz stellt der Grüne dafür hintenan.
Die Sorge ist groß, dass Russland im Falle eines Krieges in der Ukraine die EU von der Gasversorgung abschneidet. Die EU-Kommission arbeitet deshalb mit den Vereinigten Staaten an Alternativen.
Die Fed konkurriert um die Aufmerksamkeit der Investoren: Der Ukraine-Konflikt hat nicht nur Auswirkungen auf den Ölpreis. Anlagenfachleute sagen, welche Wertpapiere jetzt gewinnen oder verlieren könnten.
Die Inflationserwartung bei 23 Prozent, die Währung schwach: Nun drohen der türkischen Wirtschaft auch noch Stromausfälle und Produktionsstopps.
Dreht Moskau den Gashahn zu, muss die Welt vorbereitet sein. Die Lieferländer sollen füreinander einspringen.
Der RWE-Chef warnt: Ein Ausfall russischer Lieferungen lässt sich nur sehr kurze Zeit überbrücken. Wie sehr muss sich Europa um die Erdgasvorräte sorgen?
Energiewende, Ukraine-Konflikt und Atomkraft: Markus Krebber führt Deutschlands größten Stromerzeuger RWE. Im Interview warnt er vor den Folgen, wenn die Politik nicht genug Tempo macht.
Im Konflikt mit Russland um die Ukraine rechnen deutsche Politiker mit Lieferausfällen bei russischem Gas. Fachleute sagen: Europa kann sich Ersatz schaffen. Es könnte allerdings teuer werden.
Wasserstoff ist ein großer Hoffnungsträger für die Energieversorgung der Zukunft. Der Transport in der „riesigen Thermoskanne“ gilt als „Meisterleistung der Ingenieurskunst“. Allerdings wird er in Australien noch so produziert, wie das nicht alle möchten.
Ausgerechnet mit fossiler Energie will die neue Regierung den Weg zur Klimaneutralität ebnen. Das stürzt vor allem die Grünen in Erklärungsnot.
Die beiden Energiekonzerne haben für den Handel mit Wasserstoff eine Zusammenarbeit vereinbart. Geplant sei, dass Novatek „blauen“ Ammoniak und Wasserstoff an RWE liefert.
Die Klimaziele von Paris sind Konsens. Die Bundesregierung hat mit ihrem Vorhaben, bis 2045 klimaneutral zu sein, eine weitere Zielmarke gesetzt. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Für die ist ein gewaltiger Transformationsprozess notwendig, der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen betrifft. Die Zukunft von Energieträgern und Rohstoffen muss treibhausgasneutral sein. Dabei können neben grünem Strom auch alternative Kraft- und Brennstoffe entscheidende Beiträge leisten.
Russlands staatlicher Energieriese Gazprom sieht in Südosteuropa und der Türkei einen wichtigen Absatzmarkt. Mit neuen Leitungen und Lieferverträgen festigt er seine Stellung.
Europa kann sich keine ideologische Ablehnung von Wasserstoff aus Erdgas leisten. An einer Allianz mit Gasländern wie Russland führt kein Weg vorbei. Die Sanktionen müssen nach und nach fallen, fordert Rainer Seele.
Die Gas-Pipeline Nord Stream 2 ist umstritten. Und während Russland versucht, sie noch in Angela Merkels Amtszeit durchzubringen, fließt auffällig wenig Gas nach Deutschland. Ist das Zufall oder eine Demonstration von Stärke?