Waffen, Raketen, Trommeln – so feierte Russland den 9. Mai
In Moskau nutzte Präsident Putin den Gedenktag, um den Krieg in der Ukraine zu rechtfertigen. In Polen musste der russische Botschafter einstecken. Der 9. Mai in Bildern.
In Moskau nutzte Präsident Putin den Gedenktag, um den Krieg in der Ukraine zu rechtfertigen. In Polen musste der russische Botschafter einstecken. Der 9. Mai in Bildern.
Eigentlich wollte der russische Präsident bis zum 9. Mai Erfolge präsentieren. Doch seine Mission in der Ukraine ist faktisch gescheitert, sagt der Militäranalyst Franz-Stefan Gady. Warum Putin die Siegesfeiern trotzdem für seine Zwecke instrumentalisiert, erklärt die Osteuropaexpertin Katja Makhotina.
Imperium, Helden und Siege – seit Putins Amtsantritt wurde in Russland patriotisch-kriegerisch aufgerüstet. Staat und Kirche arbeiten zusammen an einer manipulativen Geschichtspolitik. Ein Gastbeitrag.
Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace kritisiert Putin und seine Generäle harsch – und höhnisch. Er nennt sie in ihren glitzernden Uniformen „absurd“.
Der russische Präsident sprach am Montag auf dem Roten Platz in Moskau, wo er den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg beiwohnte und eine Militärparade abnahm. In seiner Rede zum „Tag des Sieges“ stellte er abermals den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine in Zusammenhang mit der Bekämpfung des Nationalsozialismus.
Mit großer Spannung hatte die Welt Putins Rede zum Weltkriegsgedenken erwartet. Doch der flüchtet sich weitgehend in alte Vorwürfe. Wegen des schlechten Wetters musste sogar die Flugschau abgesagt werden.
Der Tag des Sieges am 9. Mai war lange vor allem den Opfern gewidmet. Präsident Putin hat die Feier zur Legitimierung seiner imperialen Ansprüche umgedeutet. Dabei ist der Diktator dem völkischen Wahn des Faschismus sehr nahe. Ein Gastbeitrag.
Irrsinn am 9. Mai: Nur wenige Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verfolgt eine der großen Siegermächte eine Kriegspolitik, die Menschen wieder nach ihrem „Blut“ beurteilt.
Umdenken in der SPD: Auch der Co-Vorsitzende Lars Klingbeil gibt jetzt zu, dass man früher hätte sehen können, was Putin treibt. Daraus will er Konsequenzen auch für andere Staaten ziehen.
Russland hält seine traditionelle Militärparade in Moskau ab. Die CDU ist der große Gewinner bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Und Olaf Scholz empfängt Emmanuel Macron. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Wladimir Putin nutzt die Erinnerung an den Sieg von 1945, um seinen Angriffskrieg in der Ukraine zu legitimieren. Von Rückschlägen sollen die Russen wenig mitbekommen.
Die Bestätigung des Ministerpräsidenten hatte sich lange abgezeichnet. Nur bedeutet sein Erfolg wohl auch das Ende der beliebten Jamaika-Koalition. Mit wem koaliert die CDU?
Der Bundeskanzler Olaf Scholz verteidigt die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine und erneuert sein Versprechen an die Deutschen, Schaden von ihnen fernzuhalten.
Am 9. Mai gedenkt Russland des Sieges über die Nazis. Der symbolträchtige Tag wird in diesem Jahr mit besonderer Spannung erwartet. Geschieht etwas Besonderes?
Luiz Inácio Lula da Silva will wieder Präsident Brasiliens werden. In seiner Regierungszeit blühte die Wirtschaft – und die Korruption. Für den russischen Überfall auf die Ukraine macht er Selenskyj mitverantwortlich.
Last und Schatz der gemeinsamen Erfahrung: Im Osten Deutschlands fühlen sich die Menschen Russland näher – das zeigen wissenschaftliche Studien und das Handeln mehrerer Landespolitiker. Doch nun hat ein neues Kapitel begonnen.
Am „Tag des Sieges“ am 9. Mai zeigt sich jedes Jahr, wie unterschiedlich Letten und russische Minderheit Vergangenheit und Gegenwart sehen. Was passiert nun angesichts des Kriegs in der Ukraine?
Russlands Angriff auf die Ukraine rückt das Deutsch-Russische Museum in Berlin in den Blick. In dessen Kuratorium sitzen Putin-Freunde, die den Vernichtungskriegs stützen. Das von Kulturstaatsministerin Roth geförderte Museum distanziert sich nur schwach. Ein Gastbeitrag.
Alice Schwarzer, Jürgen Habermas und die anderen Kritiker der Waffenhilfe für die Ukraine haben den absoluten Charakter von Putins Feindschaft nicht verstanden. Deshalb setzen sie falsche Hoffnung in Kompromisse.
Bevor Russland am Montag den Sieg im Zweiten Weltkrieg feiert, sollen die Ukrainer besonders vorsichtig sein, mahnt Präsident Selenskyj. In Odessa gilt eine Ausgangssperre. Die Einladung an Olaf Scholz steht, und die USA liefern weitere Waffen.
Bei Benedict Cumberbatch werden viele schwach. Im Interview spricht der 45-jährige Weltstar über seinen feministischen Erziehungsstil, den Rausch vor der Kamera – und das Reptiliengehirn von Wladimir Putin.
Bundeskanzler Olaf Scholz hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen des Angriffskrieges auf die Ukraine schärfer als bisher verurteilt. Putin dürfe und werde den Krieg nicht gewinnen, sonst drohe „internationale Regellosigkeit“, sagte der Kanzler in einer Rede in Hamburg. Am 8. Mai will er sich in einer Fernsehansprache an die Bürger wenden.
Ursula von der Leyen sieht das Konjunkturpaket der EU-Kommission in der Pandemie als Vorbild für den Wiederaufbau der Ukraine. Sie eröffnet eine Debatte, die notwendig ist.
Putin fordert. Putin klagt an. Manchmal begnadigt er auch. Putin verzeiht aber nicht und er bittet auch nicht um Entschuldigung. Was steckt also hinter seinem Telefonat mit Israels Ministerpräsident Bennett?
Olaf Scholz nennt den russischen Überfall auf die Ukraine eine Zäsur. Waffenlieferungen verteidigt er – denn Putin dürfe diesen Krieg nicht gewinnen. Der Bundeskanzler plant außerdem eine zeitnahe Fernsehansprache.
Der Schatten von Gerhard Schröders Russland-Kontakten liegt weiter über der SPD. Dort muss die Aufarbeitung auch den Verdacht ausräumen, dass klebrige pekuniäre Interessen eine Rolle spielten.
Moskau könnte alles daran setzen, das belagerte Stahlwerk in Mariupol bis zum symbolträchtigen 9. Mai zu erobern. In Odessa fürchtet man sich vor einer Landungsoperation. Österreich warnt die Bundesregierung vor einem Gasembargo.
Nach der Ausladung des Bundespräsidenten wollte auch Bundeskanzler Scholz nicht nach Kiew reisen. Nun haben Steinmeier und Selenskyj telefoniert – und die wochenlangen Spannungen überwunden.
Auch Hitler habe jüdisches Blut gehabt: Mit dieser Aussage hat Russlands Außenminister für Empörung gesorgt. Nun soll Präsident Putin darüber mit dem israelischen Ministerpräsidenten gesprochen haben.
Die Angaben zum Stahlwerk Asowstal in Mariupol sind widersprüchlich. Moskau behauptet, das Werk werde nur belagert. Die ukrainischen Verteidiger sprechen dagegen von „blutigen Kämpfen“.
Papst Franziskus will unbedingt nach Moskau reisen, um Putin zu einer Beendigung des Krieges zu bewegen. Aber der zeigt kein großes Interesse an einem Treffen.
Der belarussische Machthaber Alexandr Lukaschenko ist der engste Verbündete von Wladimir Putin. Dennoch wendet er sich gegen den Einsatz von Nuklearwaffen in der Ukraine – und stellt fest, dass sich der Krieg dort in die Länge zieht.
Tucker Carlson ist der Starmoderator von Fox News. Als solcher redet er Despoten das Wort und greift die Demokratie an. Und Rupert Murdoch lässt ihn machen.
Deutschland bekommt sein erstes Flüssiggasterminal, Kanzler Scholz den nächsten Offenen Brief. In Großbritannien wird gewählt und Eintracht Frankfurt steht kurz vor dem Einzug ins Finale der Europa League. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Es gehe den US-Geheimdiensten aber nicht gezielt ums Töten der Offiziere, heißt es aus Washington. Das Schicksal der Menschen im belagerten Stahlwerk in Mariupol ist weiter ungewiss, und die Russen greifen Eisenbahnlinien an, um den Nachschub mit Waffen zu stören.