Das heikle Verhältnis der Deutschen zu ihrer Armee
Die CDU will eine Wehrpflicht, die SPD eine Freiwilligenarmee. Ein Blick zurück zeigt: Die heutigen Gegensätze gab es schon bei der Gründung der Bundeswehr vor 70 Jahren.
Die CDU will eine Wehrpflicht, die SPD eine Freiwilligenarmee. Ein Blick zurück zeigt: Die heutigen Gegensätze gab es schon bei der Gründung der Bundeswehr vor 70 Jahren.
Mehr Geld, eine verpflichtende Musterung und die Möglichkeit, im zweiten Schritt die Wehrpflicht zu aktivieren: Was im beschlossenen Entwurf der Wehrdienstreform steht.
Das Kabinett tagt im Verteidigungsministerium und berät über das neue Wehrdienstgesetz, Kanzler Merz reist nach Moldau, und in Venedig starten die Filmfestspiele. Der F.A.Z. Newsletter.
Die Union will am liebsten sofort eine Wehrpflicht, die SPD setzt auf Freiwilligkeit. Der Konflikt eskalierte kurz, dann zog einer den Kürzeren.
Die schwarz-rote Koalition meint, für die Zeitenwende bei der Wehrpflicht noch Zeit zu haben. Doch die hat Deutschland nicht.
Vor dem Hintergrund der politischen Lage wird in Deutschland über eine Wiedereinsetzung der Wehrpflicht diskutiert. In anderen Nato-Ländern gilt diese bereits.
So lautete eine Prüfungsaufgabe zur Aufnahme an der Henri-Nannen-Schule für Journalismus 2025. Aus den vielen eingereichten Texten dokumentieren wir eine Auswahl, die zeigt, wozu die Generation Z bereit ist – und wozu nicht.
Der Wehrdienst soll attraktiver werden. Wenn Wehrdienstleistende künftig aber bezahlt werden wie Zeitsoldaten, könnte das einer Wiedereinsetzung der Wehrpflicht sogar im Weg stehen.
Der Ministerpräsident will investieren, nicht nur in die Rüstungsindustrie. Und er fordert eine ergebnisoffene Debatte über die Wehrpflicht.
Johannes Zerger ist 64 und lehnt eine Wehrpflicht ab, Arthur Kießling ist 22 und befürwortet sie. Hier streiten sie über Putin, Generationengerechtigkeit – und die Folgen für die Wirtschaft.
Allein in der ersten Hälfte des Jahres hat es mehr als 1300 Anträge gegeben. Einer Umfrage zufolge steht aber eine Mehrheit der Deutschen hinter der Einführung einer Wehrpflicht.
Noch ist die Wehrpflicht ausgesetzt. Doch Vereine für Verweigerer haben schon jetzt mehr Zulauf. Wie begründen Kriegsdienstgegner ihr Engagement?
Der Bundeskanzler verteidigt in der Generaldebatte die Schuldenpolitik der Ampel, die Zeit für eine Zoll-Einigung mit den USA verrinnt, und Frankfurt braucht nach dem Streit über die Drogenpolitik eine neue Regierungsmehrheit. Der F.A.Z. Frühdenker.
Auch Pistorius weiß nicht, ob es künftig genügend Freiwillige für die Bundeswehr geben wird. Einen höheren Sold haben die Soldaten in jedem Fall verdient.
Dänemark rüstet auf und führt die Wehrpflicht für Frauen ein. Darüber, wer eingezogen wird, entscheidet eine Lotterie.
Kriterien, aber keine Zielmarken: Die Union zweifelt am Wehrdienstmodell von Pistorius. Es werde der Bedrohungslage nicht gerecht.
Im Kriegsfall müssen militärische und zivile Abwehr eng zusammenarbeiten. Die Führungsakademie der Bundeswehr hat sich intensiv mit dieser Gesamtverteidigung beschäftigt. Das Ergebnis ist ernüchternd.
Ausstellung im Wien-Museum +++ Wehrpflicht +++ Alfred Brendel +++ Politische Kommunikation +++ Titelbild vom 21. Juni
Die Wehrpflicht könnte zurückkehren, das hat Verteidigungsminister Boris Pistorius klargemacht. Doch was bedeutet das für die Wirtschaft und deren Suche nach Beschäftigten?
„Kann Trump die Eskalation in Nahost stoppen?“, fragt Maischberger. Guttenberg benutzt nebulöse Sprachbilder, Nouripour warnt vor einer Verhaftungswelle in Iran. Die Bauministerin erklärt, warum sie als Millionärin nicht angefeindet wird.
Die AfD versteht sich als patriotische Partei. Aber in der Wehrpflichtdebatte merkt man: Viele ihrer Mitglieder kämpfen lieber für sich als für Deutschland.
Wer den Wert des Soldatenberufs steigern will, sollte nicht Diktatoren nach dem Munde reden, sondern vorleben, dass es sich für dieses Land einzutreten lohnt.
Schweden will vorbereitet sein, wenn die Krise kommt – und ist beim Zivilschutz Vorbild für Deutschland. Warum das so ist, erklärt der zuständige Minister während eines Besuchs in Hamburg.
Treffen im Oval Office +++ Vertriebene +++ Sudentendeutscher Tag +++ Friedenstauben +++ Debatte um Wehrpflicht
Eigentlich könnte die Partei die Regierung bei dem Thema vor sich hertreiben. Aber sie hadert selbst damit. Manche werden ungeduldig.
Henning Otte, Wehrbeauftragter des Bundestages, will das Wehrpflichtgesetz noch in diesem Jahr – und schon jetzt mit der Vorbereitung auf Einberufungen beginnen.
Deutschland ehrt Veteranen erstmals mit einem Gedenktag. Das hätte schon viel früher geschehen müssen. Auch deshalb muss die Wehrpflicht-Debatte an Fahrt aufnehmen.
Zwei weitere Mitglieder der K-Pop-Band „BTS“ sind aus dem in Südkorea verpflichtenden Militärdienst entlassen worden. Millionen Fans hoffen nun auf ein Comeback der Band.
In der SPD war Verteidigungsminister Pistorius mit seinem Wehrpflichtmodell gegen eine Wand gelaufen. Nun nimmt die Debatte wieder Fahrt auf.
Erleben wir gerade den „letzten Sommer in Frieden“? Nicole Deitelhoff, Leiterin des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung, über berechtigte Sorgen, hybride Konflikte und zu idealistische Boomer.
Zunächst reiche ein freiwilliger Wehrdienst. Langfristig stoße man dabei aber an die „Grenzen der Freiwilligkeit“, sagt der Kommandeur der Heimatschutzdivision Andreas Henne.
Wie die Alten die Jungen an die Waffe fordern, ist kein guter Stil. Wer die Gen Z in die (Wehr-)Pflicht nehmen will, muss sie dafür gewinnen – nicht zwingen. Das geht nur auf Augenhöhe, im Sinne des Gemeinwohls.
Im Ernstfall müssen junge Menschen Deutschland mit der Waffe verteidigen. Unsere Autorin hat drei von ihnen gefragt, wie sie zur Wehrpflicht und zur Bundeswehr stehen – und ob sie bereit wären, ihr Leben für das Land zu opfern.
Südafrikas Präsident Ramaphosa besucht Donald Trump. Der Bundestag wählt einen neuen Wehrbeauftragten. Und: Anekdoten aus dem Waldstadion, das 100 Jahre alt wird. Der F.A.Z. Frühdenker.
Die Schweiz und Estland machen es Deutschland vor: Eine künftige Wehrpflicht sollte echt republikanisch sein und alle Lebensalter und Gesellschaftssphären erfassen.