Was für die Wehrpflicht spricht – und was nicht
Ökonomen sagen, eine Wehrpflicht sei teurer als eine Armee von Berufssoldaten. Politiker wollen sie trotzdem – sie haben noch andere Aspekte als nur die Kostenfrage im Blick.
Ökonomen sagen, eine Wehrpflicht sei teurer als eine Armee von Berufssoldaten. Politiker wollen sie trotzdem – sie haben noch andere Aspekte als nur die Kostenfrage im Blick.
Die Wehrpflicht soll wiederkommen. Das klingt sinnvoll – aber Kindern macht der Gedanke, eingezogen zu werden und Dienst an der Waffe zu verrichten, vor allem Angst.
Franz Josef Strauß führte das Losverfahren für Wehrpflichtige schon in den 1960er-Jahren ein. Nach fünf Jahren wurde es wieder abgeschafft.
Wehrpflicht-Debatte +++ Losverfahren +++ Elektromobilität
Es werde mehr freiwillige Soldaten geben als erwartet, sagt Patrick Sensburg – und dennoch sei eine Wehrpflicht nötig. Denn im Kriegsfall brauche es Reserven.
Der Grünen-Verteidigungspolitiker Niklas Wagener wirbt für ein Pflicht-Gesellschaftsjahr mit Auswahlmöglichkeiten. Es lasse junge Männer und Frauen reifen und dürfe ruhig einiges kosten.
Jetzt entdecken Grüne das Gemeinschaftserlebnis eines „Gesellschaftsjahres“. Doch der Wehrdienst kommt zuerst.
Wehrpflicht +++ Wolffsohn zu Gaza-Abkommen +++ Gastbeitrag Andreas Rödder +++ Titelbild auf dem Kopf
Schon 1960 wurden Wehrpflichtige ausgelost. Aber damals waren die Menschen noch daran gewöhnt, dass sie sich dem Schicksal fügen müssen.
Gerade noch hat Verteidigungsminister Pistorius seine Parteifreundin Möller vor den Fraktionskollegen vorgeführt wegen ihrer Vorschläge zu seinem Wehrdienstgesetz. Jetzt sprechen beide im Bundestag dazu – mit einer erstaunlichen Wendung.
Die Koalition ist mit dem Anspruch angetreten, der Realität ins Auge zu blicken. Aber wo tut sie das? Die Beispiele Wehrpflicht, Rente und Klima zeigen: Sie weicht ihr aus.
Kurz vor seiner Regierungserklärung spricht Merz mit einer SPD-Politikerin. Er dürfte das Bild bewusst erzeugt haben – Siemtje Möller hat gerade die Pläne ihres Parteifreunds Pistorius zum Wehrdienst zerlegt.
Union und SPD konnten sich bislang nicht auf einen Wehrdienst einigen. Dennoch steht der Gesetzentwurf auf der Tagesordnung des Bundestages. Worum es bei dem Streit geht und was die Opposition von der Debatte hält.
Die Koalition ringt um den Wehrdienst. Die Union ist fassungslos über Verteidigungsminister Pistorius. Schon wieder droht eine Krise. Was ist dieses Mal schiefgelaufen?
Dänemark ist Vorbild für den Plan, per Los Wehrpflichtige zu bestimmen. Doch tatsächlich erfolgt der Wehrdienst dort bisher ohne Zwang. Wie funktioniert die Musterungs-Lotterie?
Die Befunde der Militärsoziologie widersprechen der verbreiteten Meinung, dass es dem Land an wehrbereiten jungen Bürgern fehlt. Doch in der öffentlichen Debatte dominieren weiter tradierte Glaubenssätze.
Boris Pistorius fühlt sich durch den Wehrdienst-Kompromiss der Unterhändler düpiert – und stellt im Gegenzug die Vierergruppe bloß. Die Koalition hat sich in eine Sackgasse manövriert.
Auf dem Kurzvideoportal Tiktok zeigt sich die Ablehnung vieler junger Menschen gegen eine mögliche Reaktivierung der Wehrpflicht. Manche reagieren mit Belustigung auf die Debatte, andere mit Wut.
Union und SPD sind uneins über ein mögliches Losverfahren beim künftigen Wehrdienst. Für Streit sorgt die Rolle von Verteidigungsminister Pistorius. Dieser verteidigt das Vorgehen der Sozialdemokraten.
In Brüssel beraten die Verteidigungsminister von EU und NATO, die SPD lässt eine Einigung beim Wehrdienst in letzter Minute platzen und das Bundesverwaltungsgericht beschäftigt sich mit dem Rundfunkbeitrag. Der F.A.Z.-Frühdenker.
Wie bekommt die Bundeswehr die Soldaten, die sie braucht? Es geht nicht nur um die schiere Zahl – sondern auch um die Auswahl.
In Andernach entstand 1956 die erste Kaserne der Bundeswehr. Damals wie heute kam die Bedrohung aus Russland. Auch die Aufgabe blieb gleich: Verteidigung durch Abschreckung.
Der Verteidigungsminister kritisiert jene in der Union, die ihm bei der Wehrpflicht näher stehen als eigene Parteigenossen. Einer davon malte ein besonders drolliges Bild.
Söder kritisiert die Wehrdienstpläne von Pistorius als „Wischiwaschi“. Unterstützung erhält er vom Wehrbeauftragten Otte. Das vertieft die Kluft zum Koalitionspartner SPD.
Bei der Reform des Wehrdienstes kommt es nicht so sehr darauf an, irgendeinen „Mechanismus“ für die Wehrpflicht einzubauen. Wichtiger ist es, die Strukturen für die Einberufung von mehr Rekruten zu schaffen.
Unionspolitiker glauben nicht, dass der freiwillige Wehrdienst ausreicht – und fordern einen klaren Weg zur Wehrpflicht. Die erste Lesung im Bundestag zum Gesetzentwurf wird nun verschoben.
Für das Grundgesetz war das Gewissen als Grund für eine Kriegsdienstverweigerung eine wichtige Markierung der jungen Demokratie. Umso auffälliger ist die Abwesenheit des Begriffs in heutigen Diskussionen.
Wehrpflicht +++ Landesverfassungen und das Konnexitätsprinzip +++ Missa Papae Marcelli +++ Musikkritik +++ Stromverbrauch
Es ist nicht mehr zeitgemäß, Frauen für den Dienst an der Waffe aus der Pflicht zu nehmen. Grundsätze von Gleichberechtigung und Gleichbehandlung gelten immer und überall.
Debatte um die Wehrpflicht +++ Sommerlager auf Zypern +++ Trumps Appeasement-Politik +++ Korrektur
Im Moment wird über die Wiedereinführung der Wehrpflicht diskutiert. Ich habe 46 Jahre Erfahrung als Reserveoffizier der Bundeswehr. Was habe ich dabei gelernt? Die Erfahrungen eines Soldaten ohne Krieg.
Bundeskanzler Friedrich Merz will eine Debatte über eine Wehrpflicht für Frauen. Einige Länder kennen die schon – und halten für Deutschland so manche Lehren bereit.
Zu der Debatte um die Wehrpflicht +++ Benehmen im Zug
Warum soll die Wehrpflicht nicht für Frauen gelten? Die Bundeswehr sollte sich darauf vorbereiten.
Der Bundeskanzler bezeichnet die Aussetzung der Wehrpflicht als Fehler. Er erwägt, trotz rechtlicher Hürden künftig auch Frauen zum Dienst an der Waffe zu verpflichten.
Das Bundeskabinett verabschiedet ein Gesetz zum neuen Wehrdienst. Das täuscht nicht über Differenzen zwischen den Koalitionspartnern hinweg. Der Kanzler verspricht: Wenn es nicht reicht, gibt es Änderungen.