Besuch im Vernichtungslager
Der israelische Dokumentarist Chanoch Ze’evi hat einen Film über die Nachkommen von NS-Tätern gedreht. In „Meine Familie, die Nazis und ich“ geht es um Bewältigung, die nie wirklich eine sein kann.
Der israelische Dokumentarist Chanoch Ze’evi hat einen Film über die Nachkommen von NS-Tätern gedreht. In „Meine Familie, die Nazis und ich“ geht es um Bewältigung, die nie wirklich eine sein kann.
Wie konnten Juden nach der Shoa in Deutschland bleiben? Das hat ein amerikanischer Filmregisseur seine Großeltern in Frankfurt gefragt.
Nach der DFB-Delegation besuchen zwei weitere EM-Teilnehmer die Holocaust-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Spieler aus Italien und den Niederlanden zeigen sich tief bewegt.
Ein Konzertabend mit Werken Wagners an der Universität Tel Aviv musste nach Protesten Holocaust-Überlebender abgesagt werden. In ihrer Begründung geht die Universitätsleitung sogar noch einen Schritt weiter.
Ein Zeichen vor der Europameisterschaft: Bundestrainer Löw, Kapitän Lahm und weitere Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes gedenken in der Holocaust-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau den Opfern des Nationalsozialismus.
Hessen hat eine langfristige Zusammenarbeit mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel vereinbart. Die Übereinkunft zielt vor allem auf Schulpartnerschaften.
Michael Degen erzählt im Jüdischen Museum die Geschichte seines Überlebens. Lange hatte er geschwiegen.
Wegen Fehlern bei der Offenlegung von Beweisen hat das UN-Kriegsverbrechertribunal das Verfahren gegen Ratko Mladic vorerst auf unbestimmte Zeit vertagt. Der Prozess gegen den ehemaligen Armeechef der bosnischen Serben ist der Anfang vom Ende des längst mit seiner eigenen Abschaffung beschäftigten Haager Gerichts.
Die Dichterin Judith Herzberg ist in Wiesbaden ein bekannter Gast. Nun ist erstmals eines ihrer Stücke bei den Maifestspielen zu sehen: „Über Leben“
Die Piratenpartei wird überall als etwas besonderes hingestellt - doch kann sie das einlösen? Mailinglisten und Wikis können das Neue nicht sein. Doch was ist es dann?
Die Akteure im Osloer Breivik-Prozess haben ihre Linien gefunden. Dabei teilen Breiviks Anwälte ihr Ziel, den Angeklagten als straffähig darzustellen, ausgerechnet mit den Vertretern der Nebenklage.
Weil er 2008 Thesen eines Holocaustleugners verteidigt hat, soll ein Pirat seit mehr als zwei Jahren aus der Partei ausgeschlossen werden. Das Bundesschiedsgericht wies den Antrag jetzt zurück - wegen eines Formfehlers.
Israel hat den Besitz von Atomwaffen nie zugegeben, schreckt aber damit seine Feinde ab. Auch an der Raketenabwehr wird intensiv gearbeitet.
Seit anderthalb Jahren steht der Frankfurter Dieter Graumann an der Spitze des Zentralrats der Juden. Er lobt die Integrationsleistung der Gemeinden und tadelt Geschäftemacher.
Robert N. Proctor geißelt die Tabakindustrie, Jens Söring schildert seine Erfahrungen mit der amerikanischen Justiz und zwei Bücher widmen sich Computerspiel- und Internetsucht bei Kindern. Dies und mehr in den F.A.Z.-Sachbüchern der Woche.
Nach der öffentlichen Debatte sprechen DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden persönlich über einen Besuch im ehemalige Vernichtungslager Auschwitz. Das Ergebnis stellt beide zufrieden.
Millionen Franzosen haben mit einer Schweigeminute der Opfer der tödlichen Schüsse vor einer jüdischen Schule in Toulouse gedacht. Dort herrscht höchste Terroralarmstufe. Die Fahnder gehen von einem Einzeltäter aus, im Fokus bleibt ein früherer Soldat.
Für ihn war die Geschichtswissenschaft auch Überredungsarbeit. Diese Aufgabe wird von nun an sein Werk allein leisten müssen. Zum Tod des amerikanischen Historikers Peter Novick.
Risse über Risse: Die Beton-Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin brauchen seit zwei Wochen Manschetten. Die dünnen Öffnungen sind allerdings kein neues Problem.
Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, schlägt vor, dass die Nationalelf während der Fußball-EM die Gedenkstätte Auschwitz besucht. In DFB-Kreisen kommt der öffentliche Aufruf dem Vernehmen nach nicht gut an.
Die Leugnung des Völkermords an den Armeniern wird vorerst nicht bestraft: Es ist keine Zeit mehr vor den Wahlen. DIe Türkei begrüßt die Entscheidung des französischen Verfassungsrats.
Das französische Gesetz, das die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellt, ist verfassungswidrig. Damit kann es nicht in Kraft treten. Die Türkei hatte gegen das Gesetz scharf protestiert.
Ein Teenager, drei Tote, eine Familie unter Schock - und die Frage nach der Schuld: In Niki Steins Krimi-Drama „Vater Mutter Mörder“ gibt es keine mildernden Umstände.
Zur Aufklärung von NS-Verbrechen brauchen wir Wahrheitskommissionen und keine alten Männer, die doch nur schweigen. Die Aufmerksamkeit richtet sich nicht auf ihre Taten, sondern auf ihren Zustand.
Völkermord und seine Leugnung: Es gibt keinen erzwingbaren Anspruch auf fremde Bewusstseinszustände, die nichts weiter offenbaren als die Unzulänglichkeit ihrer Inhaber.
Gesetze wie das zum Völkermord an den Armeniern, das der französische Senat billigte, sind zu Recht umstritten: Der Gesetzgeber sollte historische Urteile Historikern überlassen. In der Gegenwart schaffen sie vor allem politische Konflikte.
Immer, wenn der Völkermord an den Armeniern beim Namen genannt wird, empören sich türkische Politiker lautstark - auch jetzt, nachdem der französische Senat das entsprechende Gesetz angenommen hat. Jenseits der Rhetorik fällt die Reaktion pragmatischer aus.
Frankreich stellt die Leugnung von Völkermord unter Strafe - worunter auch die Tötung tausender Armenier während des Ersten Weltkriegs im Osmanischen Reich zählt. Für die Türkei sei das Gesetz „null und nichtig“, sagt Ministerpräsident Erdogan.
Auch der französische Senat beschließt das Verbot der Leugnung von Völkermorden. Das Gesetz zielt auf die türkische Haltung zum Massenmord an Armeniern. Die Türkei zieht daraufhin den Botschafter aus Paris ab.
Für die türkische Justiz ist der Mord an dem Journalisten Hrant Dink aufgeklärt. Für viele Türken nicht. Sie demonstrieren. Auch in Berlin.
In der Türkei läuft die Empörungsmaschinerie heiß: Frankreich solle sich lieber mit den Massakern im Algerien-Krieg befassen als mit den „Ereignissen von 1915“, sagt Ministerpräsident Erdogan.
Die französische Nationalversammlung hat dem Gesetzentwurf zugestimmt, mit dem die Leugnung eines Völkermordes künftig unter Strafe gestellt wird. Als Reaktion darauf zog die Türkei ihren Botschafter aus Paris ab.
Frankreich will die Leugnung von Völkermorden unter Strafe stellen. Die Türkei fühlt sich im Hinblick auf den Genozid an den Armeniern direkt angesprochen.
An der Gesellschaftsgeschichte gescheitert, in die Führerbeschwörung ausgewichen: Eine Antwort auf Hans-Ulrich Wehlers Polemik gegen mein Buch „Warum die Deutschen? Warum die Juden?"
Erklärt deutscher Neid auf jüdische Aufsteiger den Holocaust? Aus der internationalen Mobilitätsforschung hat der schreibfreudige Historiker Götz Aly keine Kenntnisse abgerufen.