Was gegen schlimme Bilder spricht
Der Film „Rottet die Bestien aus!“ von Raoul Peck erzählt die Verbrechensgeschichte des Westens. Dabei schert er sich nicht um die Unterschiede zwischen Kolonialismus und Judenvernichtung.
Der Film „Rottet die Bestien aus!“ von Raoul Peck erzählt die Verbrechensgeschichte des Westens. Dabei schert er sich nicht um die Unterschiede zwischen Kolonialismus und Judenvernichtung.
Der Schauspieler Michael Degen ist dem NS-Terror in Berliner Verstecken entkommen. Jahrzehntelang konnte er darüber nicht sprechen: Was ihn am Leben hielt – und ihn heute mehr denn je sorgenvoll in die Zukunft blicken lässt.
Die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher hat in Berlin Blumen vor einem Haus niedergelegt, in dem einst ihre Freundin Ruth Nelly Abraham wohnte. Die beiden hatten sich im KZ Theresienstadt kennen gelernt. Auerbacher sprach am Vortag zum Holocaust-Gedenktag in Bundestag.
Margot Friedländer, 100 Jahre alt und Überlebende des Holocaust, erinnerte am Donnerstag im EU-Parlament in Brüssel an die Verbrechen der Judenverfolgung. Ihre Mutter und ihr Bruder wurden im Konzentrationslager Auschwitz von den Nationalsozialisten ermordet.
In den Lagern für „displaced persons“ blühte nach dem Zweiten Weltkrieg eine erstaunliche Zeitungskultur. Sie legte den Grundstein für spätere Holocaust-Studien.
Im Mai 2021 löste der Historiker Dirk Moses eine Debatte zur deutschen Erinnerung an den Holocaust aus. Jetzt liegt ein Sammelband zur Kontroverse vor, der ausschließlich Beiträge seiner Kritiker enthält.
In einer Gedenkstunde im Bundestag ruft die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher zur Erinnerung und Versöhnung auf.
Inge Auerbacher hat den Holocaust überlebt, sie gehört zu den wenigen und kann davon berichten, auch heute noch, mit 87 Jahren.
In London ist es zu einer schweren Gewalttat auf zwei jüdische Männer gekommen. Eine Überwachungskamera zeichnete den antisemitischen Vorfall auf. Der Angreifer wurde bereits verhaftet.
Bei einer Gedenkstunde für die NS-Opfer in der Frankfurter Paulskirche erinnert Oberbürgermeister Peter Feldmann an die Zeitzeugin Trude Simonsohn, die Anfang Januar gestorben ist. Auch an anderen Orten wurde der Opfer des Holocaust gedacht.
Niemand, der nicht da gewesen sei, kann verstehen, wie es war: Auf Anregung von Prinz Charles wurden Porträts von sieben Holocaust-Überlebenden angefertigt, die heute in England leben.
Vor 77 Jahren wurde Eva Szepesi von der Roten Armee aus dem Konzentrationslager Auschwitz befreit. Lange dachte sie, als einzige ihrer Familie das Grauen überlebt zu haben. Bis jetzt.
In einer Gedenkstunde wendet sich die Bundestagspräsidentin dagegen, aus falsch verstandener Toleranz nachgiebig gegen Antisemitismus zu sein. Die Holocaust-Überlebende Auerbacher wünscht sich die „Versöhnung aller Menschen“.
Nach einer Umfrage des Jüdischen Weltkongresses denkt jeder fünfte Deutsche antisemitisch. Unter den Jungen liegt der Anteil sogar noch deutlich höher. Das hängt auch mit den vielen Verschwörungstheorien über die Pandemie zusammen.
Ausgerechnet bei TikTok, wo sonst hibbelige Teenager Tänze aufführen, informiert die Gedenkstätte Neuengamme über die Shoa. Kann das gutgehen?
Die Generalversammlung in New York hat die von Israel und Deutschland verfasste Resolution ohne Abstimmung angenommen und sich auf eine klare Definition der Leugnung des Holocausts geeinigt.
Wenn Palästinenser auf die Schoa angesprochen werden, bringen sie oft die Nakba zur Sprache, die Vertreibungen im Zusammenhang mit der Staatsgründung Israels. Für einen israelischen Holocaustforscher und einen palästinensischen Politikwissenschaftler war das der Anstoß, ein Konzept des Dialogs über die nationalen Traumata zu entwickeln.
Die französische Nationalversammlung nennt die Gewalt an den Uiguren in China einen Genozid. Die Entscheidung kommt zu einem für China ungünstigen Zeitpunkt – kurz vor den Olympischen Winterspielen.
Integration von Afghanen +++ Gastbeitrag Wolfgang Reinhard +++ Jüdisch-deutsche Verständigung +++ Klammeritis
Als junge Frau wurde die Ungarin Lily Ebert aus Ausschwitz befreit. Nun ist die heute 98 Jahre alte Frau zum 35. Mal Uroma geworden.
Lange dachte man, es wäre eine Putzfrau oder ein Kopfgeldjäger gewesen. Jetzt gibt es Hinweise, dass ein niederländischer Notar das Versteck von Anne Frank und ihrer Familie verraten hat.
Gastbeitrag Michael Hüther +++ Wolfgang Reinhard „Vergessen, verdrängen oder vergegenwärtigen?“
Walter Bingham hat den Holocaust überlebt. Er floh aus NS-Deutschland und kämpfte für die Alliierten. Er gilt als der älteste aktive Journalist der Welt. In seinem Studio hat er uns seine Geschichte erzählt.
Trude Simonsohn ist tot. Frankfurt trauert um die Holocaust-Überlebende und würdigt ihr Wirken als Zeitzeugin. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages, zu denen auch wieder Corona gehört.
Im Alter von 100 Jahren ist die Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn gestorben. Sie überlebte die Schoa und setzte sich viele Jahre als Zeitzeugin für Frieden, Gedenkarbeit und die Jüdische Gemeinde ein.
Viele Deutsche wissen erschreckend wenig über das jüdische Leben in ihrem Land. Ein „Festjahr“ sollte das 2021 ändern. Aber auch dieses Projekt musste der Pandemie Tribut zollen.
Die USA werfen China „Genozid“ an den in Xinjiang lebenden Uiguren vor. Firmen, die in der muslimischen Provinz produzieren lassen, müssen künftig beweisen, dass sie keine Zwangsarbeiter einsetzen.
Der angeblich neue Historikerstreit um die Singularität des Holocaust schreibt Fehler des alten fort. Damals wie heute wird die Debatte von politischen Interessen überlagert. Ein Gastbeitrag.
Weil ein Mann an das Holocaust-Denkmal in Berlin uriniert haben soll, ermittelt nun der Staatsschutz. Anfang November war die Polizei im Zusammenhang mit dem Mahnmal noch selbst in die Schlagzeilen geraten.
Ein zivilgesellschaftliches „Tribunal“ stuft die gewaltsamen Geburtenkontrollen in der Provinz Xinjiang als Genozid an den Uiguren ein. Auch von Deportationen, Folter, Zwangssterilisationen und Vergewaltigungen ist die Rede.
Im Brandenburger „Polizeiruf 110“ kehrt ein hochbetagter Holocaust-Überlebender nach Deutschland zurück. Ihm widerfährt nichts Gutes. Wir indes sehen einen Krimi von besonderem Format.
Misha Defonseca erzählte der Welt eine Geschichte, die sie reich machte: Sie habe als Kind, allein unter Wölfen, den Holocaust überlebt. Es war alles gelogen. Ein Arte-Film fragt: Was trieb sie an?
Der antisemitische Mord an einer wehrlosen Fünfundachtzigjährigen erschütterte Frankreich. Nun ist der Täter in Paris zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
In Wien ist eine neue Gedenkmauer zur Erinnerung an die in der NS-Zeit ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden eingeweiht worden. Eine Gedenktafel erinnert zudem an andere Opfer des Nazi-Regimes.
Die Familie Mosley ist wegen ihrer faschistischen Vergangenheit in Großbritannien berüchtigt. Die Universität Oxford aber hat von den Mosleys Geld angenommen. Das sorgt für heftige Kritik.
Auch Wien hat nun ein Mahnmal, das an die Ermordung von Juden während des NS-Regimes erinnert. Für Bundeskanzler Schallenberg ist es ein „sichtbares Zeichen“, dass Österreich sich – spät – seiner Verantwortung stellt.