Leserbriefe vom 8. Juni 2022
Einkaufsliste der Verteidigungsministerin für die Bundeswehr +++ Kirche in der Krise +++ Kirchentag in Stuttgart +++ Frankfurter Anthologie: Karl August Varnhagen von Ense
Einkaufsliste der Verteidigungsministerin für die Bundeswehr +++ Kirche in der Krise +++ Kirchentag in Stuttgart +++ Frankfurter Anthologie: Karl August Varnhagen von Ense
Bei einem ihrer ersten Auftritte als Altkanzlerin sagt Merkel, 2008 hätte die Ukraine der NATO nicht beitreten können. Sie habe gewusst, wie Putin denkt, und eine Eskalation verhindern wollen.
Kanzler Olaf Scholz verspricht bei seinem Besuch im Baltikum, dass Deutschland eine „robuste und kampfbereite Brigade“ in Litauen zu führen bereit sei. Das kommt gut an. Trotzdem wird ihm Zögerlichkeit vorgehalten.
Katholikentag +++ Gastbeitrag von Thorsten Frei +++ Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung +++ Tatort-Kritik +++ Windmühlen-Zeitalter
Ein evangelischer Theologe reflektiert über Krieg und Gewalt. Herausgekommen ist ein engagiertes Plädoyer gegen Gewalt, aber auch gegen radikalen Pazifismus.
Mit einem Sondervermögen sollen die Streitkräfte des Landes modernisiert werden. Entscheidend ist, dass das nur der Beginn ist. Sonst droht der sicherheitspolitische Bankrott.
Die Zweidrittelmehrheit für das 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen der Bundeswehr war satt. Aber große Mehrheiten sind offenkundig schlecht für die Disziplin.
Leistet der Westen Hilfe in Afghanistan, stabilisiert er die Herrschaft der Taliban. Tut er es nicht, kollabieren Staat und Gesellschaft, was neue Flüchtlingsströme auslöst. Die auch Europa erreichen können.
Deutsche Waffen sind auf der ganzen Welt begehrt. Doch die Industrie wird Jahre brauchen, um zu liefern. Schuld daran ist vor allem die Politik.
Der Bundestag hat den Weg frei gemacht für ein hundert Milliarden Euro schweres Paket, mit dem die Streitkräfte ertüchtigt werden soll. Aus der CSU heißt es nun: Das Geld reiche nicht.
Der Bundestag hat der zweiten Wiederbewaffnung Deutschlands zugestimmt. Die Stunde der Wahrheit für die Koalition könnte aber erst noch kommen.
Der Bundestag hat die Grundgesetzänderung beschlossen, die Voraussetzung für das 100-Milliarden-Euro-Paket zur Aufrüstung der Bundeswehr ist. Der Fonds selbst wird per einfachem Gesetz eingerichtet.
Der Bundestag stimmt für das 100-Milliarden-Euro-Paket zur Aufrüstung der Bundeswehr im Zuge des Ukrainekriegs. Zunächst musste dazu das Grundgesetz geändert werden.
So einig sind sie selten: Ampel und Union loben den historischen Tag, an dem sie das Sondervermögen für die Bundeswehr im Grundgesetz verankern. Ein paar Spitzen gibt es dennoch.
Die Frage, was uns unser Gemeinwesen wert ist, stellt sich auch für jeden Deutschen. Wer sich selbst gar nicht festlegen will, kann seine Kinder auch nicht in die Pflicht nehmen.
Der CDU-Vorsitzende zeigt sich offen für ein Pflichtjahr, das bei der Bundeswehr abgeleistet werden kann. Aber nicht nur dort. Die SPD lehnt eine Rückkehr zur Wehrpflicht ab.
Der CDU-Vorsitzende sieht viel Zustimmung für eine Pflicht in der Bevölkerung. Außenministerin Annalena Baerbock spricht von einer „Diskussion aus dem letzten Jahrhundert.“
Die Grundgesetzänderung zum Sondervermögen für die Bundeswehr birgt verfassungsrechtliche Tücken. Die jahrelange Unterfinanzierung der Bundeswehr ist ein strukturelles Problem und kein akuter Notfall.
Die Ampel-Parteien und die Union einigen sich auf das Gesetz zur Modernisierung der Truppe und den zugehörigen Wirtschaftsplan. Nun entscheidet der Bundestag.
Bundeskanzler Olaf Scholz verspricht der Ukraine ein Flugabwehrsystem, Raketenwerfer und ein Ortungsradar für feindliche Artillerie. Deutschland müsse sich mit seinen Waffenlieferungen „nicht verstecken“. Oppositionsführer Merz hatte dem Kanzler abermals Zögerlichkeit vorgeworfen.
Am Sonntag sah es noch nach großer Einigkeit in der Verteidigungspolitik aus. Am Mittwoch schlagen Scholz und Merz im Bundestag aufeinander ein, als gäbe es kein Gestern und kein Morgen.
Raketenwerfer gegen russische Truppen und modernste Lenkflugkörper gegen Moskaus Flugzeuge – mit diesen Waffen will Berlin Kiew helfen. Zumindest bei einem System soll es diesmal schnell gehen.
Verteidigungsministerin Lambrecht hat eine riesige Einkaufsliste für die Bundeswehr. Viele Interessen werden bedient. Doch ein Konzept dahinter ist bisher nicht erkennbar.
Fünf von 100 Milliarden: Die Bundeswehr schafft neue Hubschrauber aus den Mitteln des Sondervermögens an. Inzwischen zeichnet sich ab, wie üppig welche Teilstreitkraft bedacht werden soll.
Wenn die Bundeswehr 100 Milliarden Euro bekommt, wollen die Innenminister zumindest zehn Milliarden. Das fordern sie vor ihrer Konferenz in Würzburg vom Bund. Ob der aber zahlt, ist noch offen.
Insbesondere die Union muss darauf achten, dass die Ertüchtigung der Bundeswehr und die neue Wehrhaftigkeit Deutschlands nicht leere Verfassungsformeln bleiben.
Die Grünen wollten Teile der 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr auch für Cybersicherheit und Zivilschutz ausgeben. Die Union hielt dagegen. Nun soll es der Bundeshaushalt richten.
Die Union ist zufrieden, die Grünen sind enttäuscht. Nach der Einigung über das Sondervermögen für die Bundeswehr sind nicht alle glücklich.
Der Niedersachse ist das Gesicht der Union, wenn es um die Details des Sondervermögens geht, das letztlich aus Kreditermächtigungen besteht. Ein Porträt
Über Wochen haben die Ampel-Parteien mit den Unionsparteien um das Sondervermögen für die Bundeswehr gerungen. Nun sind sich beide Seiten einig geworden. In den kommenden Jahren können damit 100 Milliarden Euro zusätzlich in die Streitkräfte fließen.
Verteidigungsministerin Lambrecht hat es bislang versäumt darzulegen, wofür genau sie das Geld aus dem Sondervermögen ausgeben will. Rechnet man einige Posten zusammen, wird klar: 100 Milliarden Euro sind weniger als gedacht.
Scharfe Kritik an der Einigung zwischen Ampelkoalition und Union über das Sondermögen für die Stärkung der Bundeswehr gibt es nur von der Linken. Aber auch die Koalitionspartner setzen unterschiedliche Akzente.
Die Union verhilft der Koalition mit der Einigung über das „Sondervermögen“ aus einer großen Verlegenheit. Was sie dafür bekommt, ist ein Verschiebebahnhof.
Munition, Funkgeräte bis hin zu schweren Transporthubschraubern: Noch in dieser Woche könnte das Gesetz über das Sondervermögen der Bundeswehr abgeschlossen werden. Gleich drei Minister zeigen sich zufrieden über die Einigung.
Die breite Front für eine ertüchtigte Bundeswehr und die Erschließung neuer Energiequellen scheint zu bröckeln. Vor allem Teile der SPD wirken unzufrieden. Kann Olaf Scholz seinen Kurs halten?
Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken spricht im F.A.Z.-Interview über die Uneinigkeit ihrer Partei in Rüstungsfragen, die faschistische Rhetorik Wladimir Putins und ihren Genossen Gerhard Schröder.