Nicht normal
Die Karlsruher Richter haben den Weg für einen Kriegswaffeneinsatz der Streitkräfte im Innern geebnet. Der Ausnahmefall darf aber nicht neue Normalität werden.
Die Karlsruher Richter haben den Weg für einen Kriegswaffeneinsatz der Streitkräfte im Innern geebnet. Der Ausnahmefall darf aber nicht neue Normalität werden.
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser- Schnarrenberger (FDP) sieht auch nach dem Beschluss der Karlsruher Verfassungsrichter zum Einsatz „militärischer Kampfmittel“ im Inland, etwa um Terrorangriffe abzuwehren, keinen gesetzlichen Handlungsbedarf.
Das ehemalige RAF-Mitglied Inge Viett ist zu einer Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro verurteilt worden. Sie hatte Sabotageakte gegen die Bundeswehr für legitim erklärt.
Zur Abwehr von Terrorangriffen „katastrophischen Ausmaßes“ darf die Bundeswehr künftig im Inland eingesetzt werden. Dem Einsatz militärischer Mittel setzt das Plenum des Bundesverfassungsgerichts dabei enge Grenzen.
Die neueste Ausführung des Leopard-Panzers ist für den Häuserkampf gemacht. Autokraten vor allem im Nahen Osten wollen Hunderte davon. Die Bundesregierung schweigt.
Der neue Verfassungsschutz-Präsident Maaßen will seine Behörde „behutsam“ reformieren. Innenminister Friedrich beauftragte den Vizepräsidenten Alexander Eisvogel mit der Modernisierung des Dienstes.
Oberst Georg Klein soll zum General befördert werden. Klein hatte vor drei Jahren in Afghanistan den Befehl zur Bombardierung von zwei Tanklastzügen in der Nähe von Kundus gegeben.
Politiker von Regierungs- wie Oppositionsparteien haben sich prinzipiell hinter den Kauf von Kampfdrohnen für die Bundeswehr gestellt.
Verteidigungsminister de Maizière ist am Mittwoch zu einem Besuch im Süden Afghanistans eingetroffen. Bei seinem Besuch der amerikanischen Truppen in Kandahar gehe es um einen Informationsaustausch sowie um einen „Dank an die Alliierten“.
Das britische Verteidigungsministerium hat entschieden, weitere 3500 Soldaten für den Schutz der Olympischen Spiele einzusetzen. Unterdessen bemüht sich die Regierung, Bedenken über die Sicherheit des Sportfests zu zerstreuen.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt stellt das Ermittlungsverfahren wegen geöffneter Feldpost von Soldaten aus Afghanistan ein. Womöglich sei eine defekte Sortiermaschine schuld an den Beschädigungen.
Die Verfolgung von Straftaten im Auslandseinsatz soll verbessert werden, doch es fehlt ein effektiver Rechtsschutz für Soldaten.
Die Bundeswehr hat die Verantwortung für den Großteil der nordafghanischen Provinz Kundus an die einheimischen Sicherheitskräfte übergeben. Außenminister Westerwelle sagte: „Wir sind auf Kurs.“
Die Vereinigten Staaten haben Afghanistan in die Gruppe der „wichtigen Nicht-Nato-Verbündeten“ aufgenommen. Damit erhält das Land einfacheren Zugang zu amerikanischen Rüstungsgütern.
Wenn ein Bataillon der afghanischen Armee beim Kampf gegen die Taliban in die Gänge kommen soll, gilt es zunächst innere Widerstände zu überwinden. Es mangelt an Kraftstoff und Ausbildung, an Eignung und vor allem am Zusammenhalt der Ethnien. Wie soll diese Truppe für Sicherheit sorgen?
Zum siebten Mal ist Verteidigungsminister Thomas de Maizière nach Afghanistan gereist. Nach Ansicht des Ministers wird die Rückverlegung ein komplizierter Prozess.
Bundespräsident Joachim Gauck setzt in seinem neuen Amt auf Kontinuität, auch zu seiner eigenen Vergangenheit. Viele Mitarbeiter im Bundespräsidialamt sind schon lange da und dürfen bleiben.
Bundespräsident Gauck lobt die Bundeswehr und spricht von einem gerechten Krieg. Damit provoziert der Pastor die Evangelische Kirche, denn die will einen gerechten Frieden.
Der Wehrbeauftragte Königshaus hat kritisiert, dass die Interessen der Soldaten bei den Entscheidungen zu den Standortschließungen „keine entscheidende Rolle“ gespielt hätten. Offenbar sei es vor allem darum gegangen, Landräte und Bürgermeister zufriedenzustellen.
Die Bundeswehr kann sich von Gauck verstanden und angenommen fühlen wie schon lange nicht mehr. Die „Zivilgesellschaft“ wird sich mit dem, was er von Staatsbürgern mit und ohne Uniform verlangt, schwerer tun.
Mit Hochachtung ist Bundespräsident Gauck am Dienstag den Bundeswehrsoldaten begegnet. Das „freundliche Desinteresse“ der Gesellschaft kritisierte er. Und er sprach über eigene Erfahrungen: die Bundeswehr sei eine „Stütze der Freiheit“.
Bundespräsident Gauck hat die Soldaten der Bundeswehr bei einem Besuch der Hamburger Führungsakademie als „Mut-Bürger in Uniform“ gewürdigt. Militärische Gewalt bezeichnete er als Übel, das aber notwendig sei, um ihrerseits Gewalt zu überwinden.
Die Bundeswehr will ihren Frauenanteil deutlich erhöhen. Ziel sei die Erhöhung der Gesamtquote von neun auf 15 Prozent, sagte Generalinspekteur Wieker.
Die Bundestagsabgeordneten Andreas Schockenhoff und Roderich Kiesewetter beklagen einen Mangel an sicherheitspolitischer Handlungsfähigkeit Europas. Sie fordern eine „Vertiefung der militärischen Integration“.
In den serbisch dominierten Kosovogebieten sind am Freitagmorgen Soldaten der internationalen Schutztruppe Kfor und Demonstranten zusammengestoßen. Dabei wurden zwei Bundeswehrangehörige durch Schüsse leicht verletzt.
Die Piraten haben bei vielen Wahlen gesiegt, aber was kommt danach, wenn der parlamentarische Alltag dräut? Eine Begegnung mit dem Parteivorsitzenden Bernd Schlömer.
Deutschland wird sich ein weiteres Jahr am Nato-geführten Kfor-Einsatz im Kosovo beteiligen. 486 Abgeordnete des Bundestags stimmten in namentlicher Abstimmung für die Verlängerung des Bundeswehrmandats, 70 dagegen.
De Maizière ist sich sicher: Der Abzug aus Afghanistan wird teuer. Doch auch nach 2014 soll die Bundeswehr Aufgaben am Hindukusch übernehmen. Im Gespräch mit der F.A.Z. kritisiert der Minister außerdem das Verhalten Norbert Röttgens: wenn die Bundeskanzlerin um etwas bitte, dann habe man dem zu folgen.
Die Nato erwägt, die Mitspracherechte von Parlamenten bei Auslandseinsätzen einzuschränken. Bundestagsabgeordnete von Opposition und Regierung haben diese Forderung nun scharf kritisiert: die Pläne seien nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Trittin der F.A.Z.
Zwei Wochen nach der Präsidentenwahl in Frankreich treten erste Differenzen zwischen Paris und Berlin offen zutage. Während Frankreichs Präsident Hollande bekräftigt, seine Kampftruppen noch 2012 aus Afghanistan abzuziehen, beharrt Kanzlerin Merkel auf den bisherigen Absprachen.
Die Bundeswehr darf Piraten aus Somalia nun auch bis an Land verfolgen. Mit der Mehrheit der schwarz-gelben Koalition stimmte der Bundestag einer Ausweitung der „Atalanta“-Mission zu. Auch der Kosovo-Einsatz wurde verlängert.
Die SPD-Fraktion will das neue Mandat für den Anti-Piraten-Einsatz vor Somalia im Bundestag ablehnen - obwohl die Parteiführung eine Enthaltung empfohlen hat. Die Differenzen seien nur eine „Geschmacksfrage“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Oppermann.
Angesicht wachsender Spannungen vor der Kommunalwahl in Serbien am 6. Mai sendet die Bundeswehr zusätzliche Soldaten in den serbisch besiedelten Norden des benachbarten Kosovos. Sie sollen neue Gewaltausbrüche verhindern.
Der Konsens über das Anti-Piraterie-Mandat ist gekündigt. Die Erweiterung des Einsatzgebietes um einen zwei Kilometer breiten Küstenstreifen wird von SPD und Grünen scharf kritisiert.
Vor dem Hintergrund sinkender Verteidigungsausgaben fast aller Nato-Länder hat Generalsekretär Rasmussen für mehr gemeinsame Planung in der Nato geworben. Derweil will die Nato fünf riesige unbemannte Flugkörper für die Luftüberwachung erwerben.
Nordkoreas Test einer Langstreckenrakete ist fehlgeschlagen. Pjöngjang bestätigte, dass der Satellit das Weltall nicht erreicht habe. Die Rakete stürzte ins Gelbe Meer. Am Freitag will der UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen.