Der unvollständige Abschied
Die ausländischen Truppen planen ihren Rückzug aus Afghanistan. Nach einem kräftezehrenden Einsatz nicht nur der Bundeswehr sind die Taliban zwar geschwächt - vollständig vertrieben sind sie aber nicht.
Die ausländischen Truppen planen ihren Rückzug aus Afghanistan. Nach einem kräftezehrenden Einsatz nicht nur der Bundeswehr sind die Taliban zwar geschwächt - vollständig vertrieben sind sie aber nicht.
Erklärtes Ziel der deutschen Soldaten in der Türkei ist es, ihre Patriot-Abwehrbatterien gar nicht einzusetzen. Käme aber doch eine Rakete aus Syrien, blieben der Bundeswehr kaum fünf Minuten.
Der französische Verteidigungsminister respektiert den Beitrag der Bundesregierung im Mali-Konflikt. Nun sei eine deutsche Beteiligung an der EU-Ausbildungsmission entscheidend. Tschadische Einheiten besetzten derweil Kidal.
Die französische Luftwaffe greift weiter mutmaßliche Stellungen der malischen Dschihadisten in Nordwesten des Landes an. An der Grenze zu Algerien wurde einer der Anführer der islamistischen Ansar al Dine festgenommen.
Der Bundestag hat den Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan mit großer Mehrheit um weitere 13 Monate verlängert. Die Linksfraktion stimmte geschlossen gegen den Einsatz.
Die Bundeswehr muss sich erst daran gewöhnen, dass sie noch eine weitere Schlacht zu führen und zu bestehen hat: die auf dem Arbeitsmarkt um ihren Nachwuchs.
Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus, bezeichnet die Bundeswehr als "tief verunsichert". Grund seien die Auslandseinsätze und der Umbau der Streitkräfte. Bei vielen Soldaten sei die „Grenze der Belastbarkeit erreicht, teilweise bereits überschritten.“
Die Bundesregierung erwägt, die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen auszustatten. Neu ist diese Absicht nicht. Aus den Reihen der Opposition werden die Pläne kritisiert.
Kann uns die Lieblingswaffe eines Friedensnobelpreisträgers kriegslüstern machen? Mancher deutsche Politiker hält das für möglich.
Fünf Bundeswehrsoldaten der Patriot-Einheiten werden in der Hafenstadt Iskenderun von türkischen Ultranationalisten angegriffen. Einem der Deutschen wird ein Sack mit weißem Pulver über den Kopf gezogen. Ein Missverständnis?
In Kahramanmaras, wo die baldige Ankunft der Nato-Abwehrraketen erwartet wird, freut man sich darüber, dass die Bündnissolidarität der Türkei gewürdigt wird - noch mehr aber über wirtschaftlichen Aufschwung.
Nach zwei Wochen auf See sind die „Patriot“-Luftabwehrsysteme der Bundeswehr im Hafen von Iskenderun in der Türkei eingetroffen. Sie werden rund 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt stationiert und sollen Ende Januar einsatzbereit sein.
Verteidigungsminister De Maizière hat sich gegen Forderungen ausgesprochen, Deutschland müsse den französisch-afrikanischen Einsatz in Mali intensiver unterstützen.
Das Engagement der Bundesregierung in der Mali-Krise reicht nicht aus. Dieser Meinung sind jedenfalls einige Abgeordnete von CDU, SPD und Grünen. „Die Bundesregierung setzt auf eine Minimallösung“, sagte etwa SPD-Verteidigungspolitiker Arnold der Sonntagszeitung.
In der Nacht zum Freitag sind zwei Transportflugzeuge der Luftwaffe nach Westafrika aufgebrochen. Sie sollen Soldaten der Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas nach Mali bringen.
Der französische Präsident François Hollande ist laut F.A.Z. „vollauf zufrieden“ mit der von Deutschland zugesagten Entsendung von zwei Transportflugzeugen der Luftwaffe für den Mali-Einsatz. Unterdessen liefern sich französische Bodentruppen Straßenkämpfe mit Islamisten im Norden des Landes.
Frankreich will seinen Einsatz in Mali verstärken: Verteidigungsminister Le Drian plant nach einem Medienbericht, die Zahl von derzeit 750 auf 2500 Soldaten zu erhöhen. Die französische Luftwaffe intensivierte unterdessen ihre Angriffe auf Ziele im Norden. Der UN-Sicherheitsrat billigte den Militäreinsatz.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière bezeichnet im F.A.Z.-Gespräch das französische Eingreifen in Mali als „konsequent und richtig“. Zugleich spricht er über die Lage in Afghanistan und die Grenzen von Interventionen.
Bei der Explosion eines Fahrzeugs in der israelischen Großstadt Tel Aviv sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Polizei geht nicht von einem politisch motivierten Anschlag aus.
Im Hafen von Lübeck-Travemünde hat die Verschiffung von Elementen der Patriot-Systeme der Bundeswehr für den Einsatz in der Türkei begonnen. Sie sollen auf dem Seeweg in die türkische Stadt Iskenderun gebracht werden.
Die Frau des Verteidigungsministers ist seit kurzem Schirmherrin der Familienbetreuungszentren der Bundeswehr. Im F.A.S.-Interview spricht Martina de Maizière über die Nöte von Soldatenfamilien, über ihren Mann und die Kanzlerin.
Geradlinig, verlässlich, ein Parlamentarier durch und durch und ein Freund der Soldaten: Mit teils sehr persönlichen Würdigungen haben sich Bundeswehr, Parteifreunde und seine Familie von Peter Struck verabschiedet.
Fast jeder Dritte Bundeswehr-Freiwillige scheidet in der sechsmonatigen Probezeit aus der Truppe aus. Beim ohnehin beliebteren Bundesfreiwilligendienst ist die Abbrecherquote nur halb so hoch.
Die Soldaten der deutschen Bundeswehr werden vor ihrer Entsendung nach Afghanistan mit den kulturellen Eigenheiten ihres Stationierungsortes vertraut gemacht. Auf der anderen Seite läuft es ähnlich.
Der frühere Verteidigungsminister und SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck ist tot. Er starb im Alter von 69 Jahren nach einem schweren Herzinfarkt in Berlin. Strucks Tod löste parteiübergreifend Bestürzung aus.
In Kahramanmaras werden bald deutsche Soldaten stationiert. Der Ort hat seit jeher eine bewegte Geschichte, auch im wörtlichen Sinne.
Nach dem unglücklichen Tod einer Kadettin und zwei schwierigen Jahren des Umdenkens und Umstrukturierens ist die Gorch Fock erstmals wieder zu einem Ausbildungstörn in See gestochen. Künftig sollen Militärgeistliche für die Kadetten da sein.
Die Bundeswehr ist noch weit von ihrem Ziel entfernt, eine „Armee im Einsatz“ zu sein. Die Soldaten brauchen dafür umso mehr Wertschätzung aus der Bevölkerung.
Eine Woche vor Weihnachten besucht der Bundespräsident die Truppe in Afghanistan. Joachim Gauck dankt den deutschen Soldaten und lobt die Fortschritte am Hindukusch. Gleichwohl herrschten dort immer noch „kriegsähnliche Zustände“.
Der Bundestag hat mit breiter Mehrheit der Verlegung von bis zu 400 bewaffneten Soldaten zum Schutz der Türkei vor syrischen Raketen zugestimmt. Einsatzort der Bundeswehr wird offenbar die ostanatolische Stadt Kahramanmaras.
Die Bundeswehr verlegt erstmals zwei Tiger-Kampfhubschrauber nach Afghanistan. Zwei weitere Maschinen sollen noch in diesem Jahr folgen.
Nordkorea provoziert die Staatengemeinschaft mit dem Start einer Rakete ins All. Was als Satellitenstart angekündigt ist, wird international als verdeckter Test einer Interkontinentalrakete gesehen.
Die Kämpfer in Mali hält er für gefährlich, dem Regime in Syrien sagt er im Gespräch mit der F.A.S. das Ende voraus. BND-Chef Gerhard Schindler sieht immer mehr Aufgaben für den deutschen Auslandsgeheimdienst. Seine Agenten lobt er für ihren gefährlichen Job.
Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) werden nach dem Abzug der Internationalen Schutztruppe Isaf weiterhin am Hindukusch eingesetzt. Das kündigt BND-Präsident Gerhard Schindler im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) an.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist in seiner Partei beliebt wie sonst nur die Kanzlerin. Liegt es daran, dass er nicht als Politiker in die Politik ging?
Die Nato wird kommende Woche die Verlegung von Patriot-Abwehrbatterien in die Türkei beschließen. Das Bündnis bleibt dabei, dass Abschüsse über syrischem Territorium unmöglich sein werden. Russland, neben Iran der wichtigste Verbündete Assads, kritisiert den geplanten Einsatz.