Im Krieg
Der erste Gefallene der Bundeswehr seit fast zwei Jahren führt vor Augen, dass die deutschen Streitkräfte am Hindukusch weiterhin in einem Krieg stehen. Daran ändert auch der angekündigte Abzug nichts.
Der erste Gefallene der Bundeswehr seit fast zwei Jahren führt vor Augen, dass die deutschen Streitkräfte am Hindukusch weiterhin in einem Krieg stehen. Daran ändert auch der angekündigte Abzug nichts.
Der im Norden Afghanistans getötete Bundeswehrsoldat gehörte der Eliteeinheit „Kommando Spezialkräfte“ an. Das bestätigte Verteidigungsminister De Maizière. Ein weiterer deutscher Soldat wurde beim Beschuss durch Aufständische verwundet.
In der Debatte um die Beschaffung bewaffneter, unbemannter Flugsysteme hat sich Außenminister Guido Westerwelle eingeschaltet. Er fordert, die Diskussion zu vertagen.
Im Norden Afghanistans wurde auf deutsche Isaf-Soldaten am Donnerstagmorgen ein Sprengstoffanschlag verübt. Der Vorfall ereignete sich westlich von Kundus. Ein Fahrzeug wurde leicht beschädigt.
Die afghanische Armee will in den nächsten zwei Monaten die Führung aller Einsätze im Land von der Schutztruppe Isaf übernehmen. „Die Nationalarmee ist bereit“, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kabul mit.
Die Vereinigten Staaten sind offenbar zur Lieferung von Kampfdrohnen an Deutschland bereit. Verteidigungsminister de Maizière sagte, er rechne im Mai mit einer Antwort Washingtons auf eine deutsche Anfrage.
Eckhard Münsterberg hat schon vielen Herren gedient und in vieler Herren Ländern gearbeitet. Er hat für sie gekämpft und geschossen. Sein Handwerk ist der Krieg. Münsterberg ist Söldner. Ein Söldner aus Deutschland.
In Mali beginnt an diesem Montag der Ausbildungseinsatz der Bundeswehr. In Berlin wies der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Arnold, Befürchtungen zurück, das Land könne ein zweites Afghanistan werden.
Dutzende Soldaten heuern in ihrer Freizeit bei Sicherheitsfirmen an: Sie schützen Handelsschiffe vor Piraten. Das ist verboten, aber die Bundeswehr schaut nicht so genau hin, und die Branche boomt.
Nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung arbeiten dutzende Bundeswehrsoldaten und Polizisten in ihrer Freizeit illegal für militärische Sicherheitsunternehmen in Kriegsgebieten. Verteidigungspolitiker äußern sich entsetzt.
In einem Beitrag für die F.A.Z. hat sich der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Ausstattung der Bundeswehr mit Drohnen ausgesprochen. Die Zukunft der militärischen Luftfahrt sei unbemannt, schreibt Andreas Schockenhoff.
Bewaffnete Drohnen werden nicht nur von den Amerikanern eingesetzt, sondern sollen auch bei der Bundeswehr genutzt werden - so will es der Verteidigungsminister. Doch vieles ist unklar - und eine Debatte im Bundestagswahlkampf kann die Regierung nicht gebrauchen.
Verteidigungsminister de Maizière und Außenminister Westerwelle haben die Planungen der Bundesregierung für die Zeit nach dem Ende der Isaf-Mission vorgestellt. Deutsche Soldaten sollen nur noch ausbilden.
Das Verteidigungsministeriums hat bestätigt, sich 2012 und 2013 in Israel über eine Bewaffnung von „Heron“-Drohnen informiert zu haben. Die Flugzeuge werden unbewaffnet bereits in Afghanistan eingesetzt.
Seit Monaten wird darüber diskutiert, ob die Bundeswehr mit Kampfdrohnen ausgerüstet werden soll. Das Parlament soll darüber nun erst nach der Bundestagswahl entscheiden. Das sagte Verteidigungsminister de Maizière.
Thomas de Maizière gilt als braver Knappe der Kanzlerin. Nun will er zeigen, dass er auf eigenen Beinen steht.
Verteidigungsminister de Maizière hat eine Verlängerung der EU-Mission in Mali angekündigt. Der Minister sprach zudem von einer künftigen UN-Mission, für die eine Truppenstärke von bis zu 10.000 Mann gewünscht sei.
Nach dem Absturz eines Kampfhubschraubers der Bundeswehr im oberbayerischen Ettal am vergangenen Montag war der Flugbetrieb vorübergehend ausgesetzt worden. Der „Tiger“ ist auch im Norden Afghanistans im Einsatz.
Während des Besuchs des amerikanischen Verteidigungsministers Chuck Hagel in Kabul haben die Taliban einen Anschlag verübt. Neun Personen wurden dabei getötet. Hagel habe sich nicht in Gefahr befunden, teilte das Pentagon mit.
Nach Nordkoreas Aufkündigung sämtlicher Nichtangriffs-Abkommen hat Südkorea die jüngsten Drohungen des Regimes in scharfem Ton zurückgewiesen. In China rechnen die meisten Beobachter dennoch nicht mit einem Krieg.
In der Region des früheren Bundeswehr-Standorts Badachschan haben Taliban mindestens 18 zuvor entführte afghanische Soldaten getötet.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière besucht den „OP North“, der bald aufgegeben werden soll. Hier hat sich die Bundeswehr Anerkennung und ein neues Selbstverständnis erworben - und das mit bitteren Verlusten bezahlt.
Verteidigungsminister de Maizière hat bei einem Truppenbesuch in Afghanistan die Auflösung des Außenpostens OP North angekündigt. Der Minister sagte, am Hindukusch habe die Bundeswehr „gelernt zu kämpfen“.
Die türkische Armee hat Vorwürfe zurückgewiesen, die am Patriot-Einsatz beteiligten Bundeswehrsoldaten zu schikanieren. Bestätigt wurde allerdings ein Verbot, auf dem Kasernengelände die deutsche Fahne zu hissen.
Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus fordert Verteidigungsminister Thomas de Maizière dazu auf, sich umgehend um die Missstände beim Bundeswehreinsatz in der Türkei zu kümmern. Auslöser sind auch Berichte über Schikanen gegen deutsche Soldaten.
Der Bundestag hat der Entsendung deutscher Soldaten ins afrikanische Krisenland Mali mit großer Mehrheit zugestimmt. 230 Soldaten sollen insgesamt entsandt werden.
Bei einer Auseinandersetzung auf einem Schnellboot der Deutschen Marine ist ein vorgesetzter Bootsmann thailändischer Herkunft von mehreren Kameraden misshandelt worden. Das Verteidigungsministerium sieht keinen rassistischen Hintergrund.
Die Kritik des Verteidigungsministers an dem Wunsch seiner Soldaten nach Anerkennung ist auf unterschiedliche Reaktionen gestoßen. Vertreter der Opposition äußern Zustimmung und Ablehnung. Die FDP übt Kritik. Die Union schweigt.
Der Verteidigungsminister spricht in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über das Ansehen der Truppe, Liebe in der Ehe und Langeweile im Job. De Maizière kritisiert, Soldaten seien „geradezu süchtig“ nach Anerkennung.
Deutschland muss als drittgrößter Truppensteller damit rechnen, noch viele Jahre mit mindestens tausend Soldaten in Afghanistan zu bleiben.
Bei seinem Besuch der Bundeswehr-Raketenabwehrtruppe in der Türkei hat Verteidigungsminister de Maizière Ankara unbefristete Hilfe zugesichert. Der F.A.S. sagte de Maizière zuvor, er halte die Klage vieler Soldaten, ihre Leistung werde nicht ausreichend anerkannt, für unbegründet.
Horst Köhler war ein beliebter Bundespräsident. Er dehnte die Kompetenzen des Amtes weiter aus als seine Vorgänger und Nachfolger. Bis heute leuchtet sein Rücktritt niemandem wirklich ein.
In Kundus ist ein deutscher Soldat verletzt worden. Die Bundeswehr war offenbar an einem Gefecht zwischen Taliban und afghanischen Polizisten beteiligt, bei dem sechs Menschen getötet wurden.
Die Bundeswehr ist zur Einsatzarmee geworden. Doch die Deutschen zollen ihren Rückkehrern aus dem Kosovo oder Afghanistan oft wenig Anerkennung. Der Verteidigungsminister meint, da könne der Begriff des Veteranen helfen. Ausgerechnet die Grünen beschäftigen sich als Erste mit der Idee.
Jedes Jahr legt der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages einen Bericht vor. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr kommt dabei in der Regel nicht gut weg. Wir zeigen die Punkte, bei denen es hakt.
Nordkorea hat zum dritten Mal einen Atomwaffentest unternommen. Der amerikanische Präsident Barack Obama und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilten ihn als schweren Verstoß gegen geltende Resolutionen.