Alles eine Frage der Sprache
Der amerikanische Außenminister John Kerry warb vor dem transatlantischen Syrien-Rat für die Politik Washingtons. Der Kontrast zum heftigen Streit vor dem Irak-Krieg war allen bewusst.
Der amerikanische Außenminister John Kerry warb vor dem transatlantischen Syrien-Rat für die Politik Washingtons. Der Kontrast zum heftigen Streit vor dem Irak-Krieg war allen bewusst.
Jetzt schlägt die Stunde von Chemikern und Waffeninspekteuren. Drei Labore prüfen die Proben des vermuteten Sarin-Angriffs in Damaskus. Eines davon ist in Deutschland.
Nach dem Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin in Moskau bemüht sich der amerikanische Präsident Obama, den Streit über Militärschläge in Syrien herunterzuspielen.
Beim G-20-Gipfel haben sich Putin und Obama nun doch persönlich getroffen - aber keine Einigkeit in der Syrien-Frage erzielt. Bundeskanzlerin Merkel will den Internationalen Strafgerichtshof wegen des Giftgasangriffs einschalten.
Auf der Agenda des G-20-Gipfels in Sankt Petersburg stehen eigentlich vor allem Wirtschaftsthemen - aber der Syrien-Konflikt überschattet alles. Immerhin: Die Präsidenten Putin und Obama haben darüber ein „informelles Gespräch“ vereinbart.
FRANKFURT, 4. September. Assad nach Den Haag - wer fordert das nicht? Der Internationale Strafgerichtshof ist zu einem Symbol für Gerechtigkeit geworden.
M.L./sat. MOSKAU/BERLIN, 4. September. Einen Tag vor dem G-20-Gipfel in Sankt Petersburg hat Russlands Präsident Wladimir Putin sich in der Frage einer ...
Russlands Präsident Putin beharrt auf einer Entscheidung im UN-Sicherheitsrat über einen Militärschlag gegen Syrien. Eine Zustimmung Russland schließt er erstmals nicht mehr aus. Die Beweise werde man sich aber „sehr genau ansehen“.
SPD-Herausforderer Peer Steinbrück hat Angela Merkel in der letzten Bundestagsdebatte vor der Wahl vorgeworfen, Deutschland „unter Wert“ zu verkaufen. Die CDU-Kanzlerin warf der Opposition mit Blick auf die Euro-Krise Unzuverlässigkeit vor.
Die syrische Opposition hatte auf ein schnelleres militärisches Eingreifen des Westens gehofft. Bundestagspräsident Lammert spricht von einer „historischen Korrektur“ in der Frage, wer über Krieg und Frieden zu entscheiden habe.
Nach Obamas Verzicht auf einen kurzfristigen Militärschlag gegen Syrien appelliert der deutsche Außenminister an Russland, nun im UN-Sicherheitsrat eine „konstruktive Haltung einzunehmen“. Auch in Frankreich wird nun ein Votum im Parlament gefordert.
Der amerikanische Präsident Obama will militärisch gegen den syrischen Präsidenten Assad vorgehen, aber auf eine Genehmigung des Kongresses warten. Luftschläge seien militärisch „jetzt genauso wirksam wie nächste Woche oder in einem Monat“.
Die letzten UN-Inspekteure haben Syrien verlassen. Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnet die Vorwürfe gegen Syriens Machthaber als „völligen Unfug“. Washington solle seine „Beweise“ für den Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Armee offenlegen.
In der Rhetorik zurückhaltend, in der Sache nach freilich deutlich, formuliert Bundeskanzlerin Merkel ihre ablehnende Haltung gegen ein mögliches militärisches Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen das Assad-Regime.
M.L. MOSKAU, 30. August. Russland wird im UN-Sicherheitsrat weiter jede Resolution zu Syrien blockieren, in der ein Einsatz von Gewalt auch nur als Möglichkeit ...
Australien unterstützt einen Militärschlag gegen Syrien. Am Sonntag übernimmt es den Vorsitz des UN-Sicherheitsrats.
Präsident Obama hat noch keine Entscheidung getroffen, „ob und wie“ Amerika militärisch in Syrien eingreifen werde. In Großbritannien wird das Parlament heute nicht endgültig über einen möglichen Angriff abstimmen.
Deutschland agiert in der Syrien-Frage vor dem Hintergrund zweier Ereignisse: dem Raushalten aus dem Irakkrieg 2003 und dem Zurückhalten beim Schlag gegen Gaddafi 2011. Nun will man sich nicht wegducken, hat aber auch wenig beizutragen.
Erst forderten Saudi-Arabien und Qatar ein härteres Vorgehen gegen Syrien - nun halten sie sich vornehm zurück und verlangen eine „entschlossene und ernsthafte“ Haltung gegenüber Damaskus.
Großbritannien will dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorlegen, um Zivilisten in Syrien besser zu schützen. Nach Angaben des UN-Sondergesandten für Syrien, Brahimi, gibt es einige Hinweise auf den Einsatz von Giftgas in der Umgebung von Damaskus.
Russland wird im Westen mitverantwortlich für das Morden in Syrien gemacht, ist in den UN isoliert und riskiert, dass das Gremium politisch abgewertet wird. Dennoch bleibt Moskau bei seiner Haltung.
Washington bereitet sich auf begrenzte Luftschläge vor, um Nachahmer abzuschrecken. Ein Sturz Assads oder eine Zerstörung der Chemiewaffen stehen nicht auf der Agenda.
Die kriegsmüde Nato findet zu den Vorfällen in Syrien bislang nur einen Minimalkonsens. Am Mittwoch erst trifft sich der Rat des Bündnisses.
Die Szenarien für einen Angriff auf Syrien werden immer konkreter. Das Weiße Haus machte das Assad-Regime direkt für den Chemiewaffeneinsatz verantwortlich. Syrien kündigte im Angriffsfall „Überraschungen“ an.
Berlin war sich allzu sicher, dass Amerika nicht in den Syrien-Konflikt eingreifen werde. Nun gibt es eine neue Lage - weniger als vier Wochen vor der Wahl.
Die amerikanischen Streitkräfte bereiten sich auf ein Eingreifen in Syrien vor. Den Szenarien der Generäle ist gemeinsam, dass sie viele Nachteile haben.
Syrien wird vorgeworfen, die eigene Bevölkerung zu bekämpfen - gar mit Chemiewaffen. Was darf die Staatengemeinschaft, was dürfen andere Länder tun? Dürfen sie militärisch eingreifen?
Heckenschützen haben nahe Damaskus auf UN-Mitarbeiter geschossen. Die Chemiewaffenkontrolleure sollten einen mutmaßlichen Giftgasangriff untersuchen. Westliche Regierungen beraten derweil weiter über ein Vorgehen gegen das syrische Regime.
Der Westen werde in dieser Woche über einen Militäreinsatz in Syrien entscheiden, kündigt Frankreichs Präsident Hollande an. Die Briten wollen unter Umständen auch ohne UN-Mandat vorgehen. Assad warnt Amerika vor einem zweiten Vietnam.
In syrischen Krankenhäusern sind nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen seit Mittwoch hunderte Personen mit „neurotoxischen Symptomen“ gestorben. Die syrische Führung wies die Vorwürfe zurück.
Nach dem angeblichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien sendet Präsident Obama eine Warnung an Machthaber Assad - und an die Falken in Washington. Das Pentagon entwirft Optionen für ein militärisches Eingreifen.
Der amerikanische Präsident Obama hat sich erstmals zu Berichten über einen Giftgaseinsatz in Syrien geäußert. Russland und Amerika riefen das Assad-Regime auf, mit den UN-Inspekteuren zu kooperieren.
Angesichts der Hinweise auf einen Giftgasangriff der Armee in Damaskus hat Frankreich indirekt mit einem militärischen Eingreifen in Syrien gedroht. UN-Generalsekretär Ban fordert eine sofortige Überprüfung der Vorwürfe.
Auf winziger Fläche tummeln sich in Gibraltar Zehntausende Unternehmen - zum Unwillen des Nachbarn Spanien. Wieder einmal verschärft Madrid die Gangart.
Zehntausende Anhänger des entmachteten Präsidenten Mursi sind nach den Freitagsgebeten in Ägypten auf die Straße gegangen. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das gesamte Land.
Bei einem Autobombenanschlag auf ein Gebäude der Hizbullah in Beirut sind mindestens 24 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Eine sunnitische Gruppe bekannte sich zu der Tat.