Gegen die Kultur des Todes
Es ist das erste Mal, dass der Internationale Strafgerichtshof ein Urteil wegen der Zerstörung von Kulturgütern verhängt hat. Das Völkerstrafrecht zeigt Wirkung.
Es ist das erste Mal, dass der Internationale Strafgerichtshof ein Urteil wegen der Zerstörung von Kulturgütern verhängt hat. Das Völkerstrafrecht zeigt Wirkung.
Die schwersten Luftangriffe auf Aleppo seit Beginn des Bürgerkriegs stoßen auch in Berlin auf Entsetzen. Ungewohnt deutlich fordert die Bundesregierung Russland auf, sich für eine friedliche Lösung des Konflikts einzusetzen. Moskau sieht die Schuld indes bei jemand anderem.
Die Menschen in Madaja, Sabdani, Fua und Kefraja waren sechs Monate von der Außenwelt abgeschnitten. Nun haben erstmals wieder Hilfskonvois die syrischen Städte erreicht. Derweil setzen sich die Schuldzuweisungen von Russen und Amerikanern fort.
Wenige Tage nach Ende der Waffenruhe sind die Kämpfe in Aleppo erbitterter als je zuvor. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon prangert Kriegsverbrechen an, die Vereinigten Staaten machen Russland schwerste Vorwürfe.
Angesichts der heftigen Luftangriffe auf Aleppo kommt der Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. In einer gemeinsamen Erklärung fordern westliche Staaten Russland auf, die diplomatischen Anstrengungen zu intensivieren.
Das Regime des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-Un hat erstmals eine Flugshow für die Öffentlichkeit veranstaltet. Tausende beobachten die Flugmanöver von veralteten Hubschraubern und Kampfflugzeugen aus sowjetischer Produktion.
Nach dem Ende der Waffenruhe in Syrien ist der Krieg mit voller Härte nach Aleppo zurückgekehrt. Eine Flugverbotszone, wie sie Amerika und Deutschland vorschlagen, lehnt Russland aber ab.
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag Röttgen wirft Russland zudem vor, mit seinen Bomben den Krieg in Syrien weiter anzuheizen. Der russische Präsident Putin wünscht sich dagegen bei einem Treffen mit Wirtschaftsminister Gabriel mehr Engagement der Amerikaner.
Vor dem UN-Sicherheitsrat kündigt UN-Generalsekretär Ban Ki-moon an, den verheerenden Luftangriff auf einen Hilfskonvoi in Aleppo energisch zu untersuchen. Daraufhin liefern sich Russland und Amerika einen Schlagabtausch.
Washington pocht auf Geheimdienstinformationen, Moskau bestreitet, dass es überhaupt einen Luftschlag gegen den Hilfskonvoi in Syrien gab. Scharfe Töne von UN-Generalsekretär Ban sorgen für ebensolche Reaktionen.
Nach der Bombardierung eines Hilfskonvois bei Aleppo stellen die UN alle Hilfslieferungen in Syrien ein. Der Kreml dementiert, dass syrische oder russische Flugzeuge an dem Angriff beteiligt gewesen seien.
Mit Sorge blickt die Welt auf die Atomtests in Nordkorea. Amerikas Außenminister Kerry zeigt sich zu Verhandlungen bereit. Stellt dafür jedoch klare Bedingungen.
Nach dem tödlichen Luftangriff in Syrien ist ein offener Streit zwischen Russland und den Vereinigten Staaten ausgebrochen. Auch eine Klärung im UN-Sicherheitsrat konnte dem Konflikt nicht die Schärfe nehmen.
Das russische Außenministerium verlangt von Washington eine Erklärung zu den Luftangriffen in Syrien. Das Pentagon hatte zuvor bestätigt, dass die von den Amerikanern geführte Koalition in der Feuerpause ein Ziel im Osten des Landes unter Beschuss genommen hatte.
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, sieht die Europäische Gemeinschaft an einem kritischen Punkt. Die Situation sei „schwierig und gefährlich“, sagt er im Interview mit der F.A.Z.
Die Vereinten Nationen wollen Nordkorea für dessen neuen Nukleartest bestrafen. Auch der amerikanische Präsident Obama spricht von „ernsthaften Konsequenzen“.
Der neue Atomtest Nordkoreas könnte ein wichtiger Schritt sein auf dem Weg zur Atommacht. Das will im Ausland niemand. Doch die Verhandlungen über das Nuklearprogramm werden von anderen Interessen bestimmt.
Die amerikanische Erdbebenwarte hat Erdstöße in der Nähe eines nordkoreanischen Testgeländes registriert. Das Regime in Pjöngjang vermeldet einen „erfolgreichen Atomwaffentest“. Auch Südkoreas Regierung hält einen Nukleartest für die wahrscheinlichste Ursache.
Laut einem UN-Bericht hat Syriens Machthaber Giftgas eingesetzt. Großbritannien und Frankreich werfen Assad nun „Kriegsverbrechen“ vor. Doch Russland liest den Bericht anders.
Syrien und die IS-Terrormiliz haben in den vergangenen zwei Jahren mehrfach Chemiewaffen eingesetzt. Das hat eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen nun eindeutig festgestellt. Eine Strafe ist trotzdem unwahrscheinlich.
Soldaten der Vereinten Nationen sollen zugesehen haben, wie im Südsudan Hunderte Frauen vergewaltigt worden sind. Die Uno untersucht die Vorwürfe, ihr Chef ist besorgt.
4000 weitere Blauhelmsoldaten sollen für ein Ende der Kämpfe im Bürgerkriegsland sorgen. Bislang war der Erfolg der Mission bescheiden.
Auf einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates warnt Russland die Ukraine vor „Sabotage und Terrorismus“. Kiew wiederum befürchtet „schlechte Absichten“ von 40.000 russischen Soldaten jenseits der Grenze.
Eine hartnäckige Rezession, zu hohe Geldentwertung, eine gelähmte Übergangsregierung.Das fünftgrößte Land der Erde steckt in der Krise. Der Frust über Olympia ist groß. Ein Kommentar.
Trotz Verboten feuert das Regime in Nordkorea abermals eine ballistische Rakete auf das offene Meer. Sie landet wenige hundert Kilometer vor der japanischen Küste. Die dortige Regierung reagiert empört.
Wir dürfen das Feld nicht den großen Vereinfachern überlassen, die für alles einen Sündenbock, aber für nichts eine Lösung haben. Deshalb brauchen wir ein Europa, in dem demokratische Klarheit herrscht: Es muss klar sein, wer für was verantwortlich ist. Das geht nicht ohne eine echte EU-Regierung, die von den Bürgern abgewählt werden kann.
Unzureichend geplant, die Folgen komplett unterschätzt: So bewertet eine britische Untersuchungskommission den Irak-Einsatz Großbritanniens. Tony Blair hatte dem damaligen amerikanischen Präsidenten Bush trotzdem die Gefolgschaft versprochen.
Die Mitgliedswahlen für den UN-Sicherheitsrat verlaufen meist unspektakulär, ohne Gegenkandidaten oder mit vorab gesicherten Mehrheiten. Das war diesmal anders - und hat Konsequenzen.
Die Übereinkunft von Havanna beendet den Krieg zwischen der kolumbianischen Regierung und den Farc. Doch einem dauerhaften Frieden steht noch einiges im Weg.
Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die kolumbianische Regierung und die Farc-Rebellen auf „eine Einstellung der Feindseligkeiten“ verständigt. Weiter verhandelt wird trotzdem.
Das kommunistische Regime hat sich offenbar einer UN-Resolution widersetzt und zwei ballistische Raketen getestet. Einer der Tests verlief möglicher Weise erfolgreich.
Mit allen Mitteln versucht das syrische Regime den Widerstand im belagerten Daraja zu brechen. Vor allem die Zivilbevölkerung leidet an der Blockade, denn im umkämpften Gebiet herrschen Hunger und Energieknappheit.
Ohne Vertreter der Israelis oder Palästinenser beginnt in Paris eine neue Nahostkonferenz. Frankreichs Präsident warnt, die aktuelle Lage der Region würden Terroristen zwangsläufig ausnutzen.
Bereits im April war das nordkoreanische Militär mit drei Raketentests gescheitert, doch Kim Jong Un setzt das Militär offenbar weiter unter Druck. Die getestete Rakete könnte theoretisch den amerikanischen Militärstützpunkt Guam erreichen.
Saudi-Arabiens Außenminister Adel al Jubeir rät im Interview mit der F.A.Z. dazu, Imame in Deutschland zu kontrollieren. Für die Instabilität im Nahen Osten sieht er einen klaren Hauptverantwortlichen.
Um den Zwist mit der Türkei nicht noch weiter anzuheizen, hat Amerika seinen Soldaten das Tragen kurdischer Abzeichen untersagt. Zuvor hatten Fotos die Türken erzürnt. Die Offensiven gegen den IS gehen unterdessen weiter – und gefährden hunderttausende Zivilisten.