Wanzen im Bett müssen vor Gericht eindeutig belegt werden
Schwarzer Schimmel, modriger Geruch und Bettwanzen im Hotelzimmer sollen einer Familie den Urlaub vermiest haben. Sie klagte gegen den Reiseveranstalter. Das Gericht bat um Beweise.
Schwarzer Schimmel, modriger Geruch und Bettwanzen im Hotelzimmer sollen einer Familie den Urlaub vermiest haben. Sie klagte gegen den Reiseveranstalter. Das Gericht bat um Beweise.
Weil die Türkei im Ersten Weltkrieg an der Seite der Deutschen kämpfte, waren die Zeugen des „Todes in der Wüste“ hauptsächlich Deutsche. Sie haben versucht, ihre Vorgesetzten in Deutschland und die Öffentlichkeit zu alarmieren.
Der Streit um die deutlichen Worte des Bundespräsidenten spitzt sich zu: Seine Rede vom Völkermord an den Armeniern werde die Türkei Joachim Gauck „nicht vergessen und nicht verzeihen“, hieß es aus dem türkischen Außenministerium.
Der Völkermord an den Armeniern war eine Voraussetzung für die Gründung der Republik. Ihn einzugestehen würde für die Türken bedeuten, diese zu beflecken.
Der Bundestag hat am Freitag des Völkermords an den Armeniern gedacht. Dass es tatsächlich ein Genozid war, darüber gab es einen überparteilichen Konsens. Auch die deutlichsten Worte zu der Causa kamen aus dem Parlament.
Noch hundert Jahre nach dem Völkermord an den Armeniern kann zu viel Aufmerksamkeit tödlich sein: Wie die Nachfahren der Opfer in der heutigen Türkei leben.
Der Sorgenkontinent Afrika kann auch anders: Viele deutsche Unternehmen produzieren dort mit großem Erfolg. Aber sie könnten noch mehr tun.
Die Türkei will mit einer Gegenveranstaltung vom Gedenktag zum Völkermord an den Armeniern ablenken. Ein Lehrstück über Chauvinismus, Geschichtsklitterung und Verdrängung.
Die verlustreiche Schlacht von Gallipoli, in der die Osmanische Armee 1915 die Invasion der türkischen Halbinsel durch die Entente-Mächte abwehrte, ist erst islamisiert worden. Nun soll das Gedenken vom Völkermord an den Armeniern ablenken.
Der Historiker Norman Naimark über den Genozid an den Armeniern, die Haltung der Türkei und diplomatische Rücksichtnahme und wieso Deutschland nichts gegen den Völkermord unternommen hat.
Die Diskussion über die Bewertung des Massakers an den Armeniern vor 100 Jahren sorgt für diplomatische Verstimmungen zwischen Österreich und der Türkei. Die Freundschaft sei nun „dauerhaft befleckt“, teilt die Regierung in Ankara mit.
Mehr als 15 Millionen Menschen im Ausland lernen Deutsch. Vor allem in Polen und der Türkei. Aber auch in besonders von der Finanzkrise betroffenen Euroländern.
Mitten in Berlin gibt es zwei Ehrengräber, über die seit Jahren gestritten wird. Für die einen liegen hier „Drahtzieher des Völkermordes“ an den Armeniern, für die anderen Märtyrer. Der Streit zieht sich bis in die deutsche Politik.
Die Bundesregierung will das Massaker an Armeniern nicht „Völkermord“ nennen – auch wenn die meisten Bundestagsabgeordneten das längst anders handhaben.
In türkischen Schulbüchern wird der Völkermord an den Armeniern geleugnet. Stattdessen lernen Zehntklässler, es habe ein „Armenierproblem“ gegeben, das gelöst worden sei.
Viele Armenier erhoffen sich hundert Jahre nach dem Völkermord mehr Aufmerksamkeit für das Schicksal ihres Volkes. Doch manche fürchten, dass die Erinnerung an die Vergangenheit zum Gefängnis wird.
Außenminister Steinmeier warnt davor, den Streit im Bundestag über das Massaker an den Armeniern auf den Begriff „Völkermord“ zu reduzieren. Bisher hatte die Regierung zu den Auseinandersetzungen im Parlament geschwiegen.
Die Bewertung des Mordes an mehr als einer Million Armeniern beschäftigt auch den Bundestag. Die Abgeordneten streiten darum, ob das Wort „Völkermord“ verwendet werden darf.
Franziskus’ Rede vom „Völkermord“ an den Armeniern hat nun auch den türkischen Präsidenten auf den Plan gerufen. Erdogan „warnt und rügt“ den Papst für seine Aussage. Und auch mit Deutschland droht ein Konflikt.
Der Kurs der türkischen Lira fällt weiter und hat abermals ein Rekordtief erreicht. Wirtschaft und Notenbank stehen unter Druck. Die Politik ist dagegen eher weniger hilfreich.
Papst Franziskus verurteilt den Völkermord an den Armeniern – und Ankara reagiert zornig. Die Türkei bestellt den Gesandten des Vatikan ein und holt den Botschafter des Landes am Heiligen Stuhl vorerst zurück. Das Kirchenoberhaupt schüre „Feindschaft und Hass“.
Papst Franziskus hat mit seinen Worten zum Völkermord an den Armeniern recht. Auch die Heroisierung Stalins in Russland und seiner monströsen Verbrechen sind bis heute ein Quell der Spannungen in Osteuropa.
Franziskus bezeichnet die Massaker an den Armeniern als ersten Genozid des 20. Jahrhunderts und stellte sie in eine Reihe mit dem Holocaust und Stalins Verbrechen in der Ukraine. Die Reaktion aus Ankara ist schroff: Der Papst schüre Hass und Feindschaft.
Sein Weg in die Moderne folgt einem anderen Kurs: Mit Koranunterricht, Moscheebau, Alkoholverboten und Osmanen-Nostalgie untergräbt der türkische Staatspräsident Erdogan den Kemalismus.
Die türkische Regierung zerschlägt die unabhängigen Medien des Landes. Wer den Präsidenten und seine Leute kritisiert, wird verfolgt. Deshalb sitze auch ich im Gefängnis. Hidayet Karaca, der Leiter einer internationalen Mediengruppe, berichtet.
Jede türkische Universität soll eine eigene Moschee bekommen. Das gefällt nicht allen Studenten, viele stellen sich sogar quer – mit viel Humor.
Wenige Tage nach dem Durchbruch im Streit über das iranische Atomprogramm haben der türkische Präsident und der iranische Präsident Hassan Rohani in Teheran vereinbart, den Handel zwischen den beiden Ländern zu verstärken.
Mehr als 60 türkische Offiziere sind bald wieder auf freiem Fuß. Sie saßen wegen eines angeblichen Putschversuchs in Haft, wurden in einem neu aufgenommenen Verfahren aber entlastet. Erdogan-Kritiker sprachen von einer Hexenjagd.
Twitter und Youtube in der Türkei sind wieder erreichbar. Die Dienste waren am vergangenen Wochenende gesperrt worden.
Er stand so dicht vor der Verwirklichung seines Traums. Doch als Atakan Yigitoglu seinen ersten Profivertrag bei Hertha unterschreiben wollte, war dieser plötzlich weg – und sein Berater auch.
Auf dem Weg zum Flughafen wird der Bus von Fenerbahce Istanbul beschossen. Der Fahrer wird verletzt. Daraufhin kündigt der Klub an, bis zur Aufklärung nicht mehr zu spielen. Nun zieht die Fußball-Liga Konsequenzen.
Zum zweiten Mal sperren türkische Behörden den Zugang zu Twitter und Youtube. Es geht um ein Foto, das die Behörden nicht im Netz sehen wollen. Nur Facebook entgeht der Sperre schnell.
Zwei Jahre nach der Eröffnung des Flughafens Kassel wurden die Prognosen deutlich nach unten korrigiert. Der Geschäftsreiseverkehr aber legt zu.
Das Kopftuch zeugt von der Unterdrückung der Frau, da sind sich viele sicher. Für die vielschichtigen Motive der Trägerinnen bleibt da kein Platz. Was für eine Anmaßung!
Armenien hat es nicht leicht: Wenn kein Gipfel im Weg steht, versperrt eine Grenze den Durchgang zur schwierigen Nachbarschaft. Immerhin sind die Klöster nach Jahren der Sowjetherrschaft wieder geöffnet.
Eine tödlich endende Geiselnahme, dann ein Überfall auf das Istanbuler Polizeipräsidium: Die Türkei kommt nicht zur Ruhe – im Gegenteil.