Islamverträge in Niedersachsen vor dem Aus
Die Situation in der Türkei und die Bespitzelungen von Gülen-Anhängern lassen das Vertrauen in den Islamverband Ditib schwinden. Die Regierung in Hannover sieht Kosten und Nutzen nicht im Verhältnis.
Die Situation in der Türkei und die Bespitzelungen von Gülen-Anhängern lassen das Vertrauen in den Islamverband Ditib schwinden. Die Regierung in Hannover sieht Kosten und Nutzen nicht im Verhältnis.
Vor einem Monat wurde der russische Botschafter Andrej Karlow in Ankara erschossen. Jetzt haben die türkischen Behörden zwei mögliche Komplizen des Attentäters in Haft genommen. Sie sollen der Gülen-Bewegung angehören.
Das von Erdogan angestrebte Präsidialsystem ist im Parlament in die entscheidende Runde gegangen. Der Präsident der türkischen Anwaltskammer warnt nun eindringlich vor dem bevorstehenden Systemwechsel. Den hält er für „Selbstmord“.
Russland und die Türkei planen im kasachischen Astana Gespräche über die Waffenruhe in Syrien. Zu dem Treffen werden offenbar auch syrische Rebellengruppen anreisen. Außenminister Steinmeier wünscht sich einen anderen Gesprächsrahmen.
In der ersten Wahlrunde haben nun alle 18 Artikel der Verfassungsreform die nötige Mehrheit im Parlament erhalten. Das von Erdogan angestrebte Präsidialsystem muss allerdings noch in weiteren Abstimmungen bestätigt werden.
Die Türkei hat weitere Schritte auf dem möglichen Weg zu einem Präsidialsystem genommen. Das Parlament in Ankara billigte drei weitere Artikel einer Verfassungsreform – ein Referendum rückt immer näher.
Die Türkei setzt Verbände ihrer Leopard-Panzer im Syrien-Krieg ein. Für den Exportschlager der deutschen Rüstungsindustrie ist es die bisher intensivste Bewährungsprobe mit ersten Verlusten. Das hat vor allen zwei Gründe.
Das dürfte dem türkischen Präsidenten Erdogan nicht gefallen: Justizminister Maas hat den Regierungskritiker Can Dündar für eine Festrede auf dem Neujahrsempfang in seinem Ministerium eingeladen.
Eigentlich sollte der Lira-Absturz für die türkische Regierung ein Weckruf sein, das Land als Wirtschaftsstandort wieder attraktiver zu machen. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Erst gibt die Ditib zu, dass einige Imame Anhänger von Fetullah Gülen ausspähten, dann folgt aber kurz darauf das Dementi. Dabei ist der Fall eigentlich relativ klar.
Die „Mordkommission Istanbul“ hat zu kämpfen: Auch an der neuen Folge „Ein Dorf unter Verdacht“ gehen die aktuellen Ereignisse in der Türkei nicht spurlos vorbei.
Im Rahmen des Flüchtlingspakts hat die EU schon viele Millionen in Hilfsprojekte investiert. Gleichzeitig gehen die Abschiebungen in die Türkei weiter – unter anderem von der griechischen Insel Lesbos, wo Tausende Flüchtlinge unter dem Wintereinbruch leiden.
Erstmals seit 43 Jahren wird in Genf ab heute wieder über eine Wiedervereinigung Zyperns verhandelt. Ob die Gespräche erfolgreich sind, wird aber vor allem an anderer Stelle entschieden, sagt der Zypern-Experte Hubert Faustmann im Interview.
Die Krise an den türkischen Finanzmärkten verschärft sich weiter. Am Mittwoch fiel der Kurs der Landeswährung Lira abermals auf ein Rekordtief, während die Renditen der Staatsanleihen schier unaufhörlich steigen.
Das Parlament in Ankara setzt sich selbst schachmatt. Der Präsident erhält unbegrenzte Macht. Erdogans Plan zum Staatsumbau vollzieht sich – auf gespenstische Weise.
Erdogan greift nach aller Macht im Staat. Das Präsidialsystem schreckt Investoren aus dem Ausland ab. Sie bringen ihr Geld in Sicherheit. Eine Zinserhöhung ist möglich.
Nach außen zeigt sich Erdogan als starker Führer. Doch sein Land steckt in einer Krise. Über die große Unsicherheit, die in der Türkei herrscht, können seine markige Worte nicht hinwegtäuschen.
Vielerorts wird staatliche Zensur zur Normalität - das beeinflusst auch die Kunst. Documenta-Chefin Annette Kulenkampff im Gespräch über die Planung einer „Weltkunstausstellung“ in Zeiten wie diesen.
Die Lage in der Türkei spitzt sich zu. In Ankara beginnt die Debatte über die von Staatspräsident Erdogan verlangten Verfassungsänderungen. Sicher kann der sich eines Erfolgs aber noch nicht sein.
Das türkische Parlament diskutiert eine grundlegende Verfassungsreform. Sie könnte Präsident Erdogan noch mehr Macht geben. Das sind die wichtigsten Punkte – und die Erfolgsaussichten der Reform.
Die Börse Istanbul steht für das Dilemma des Finanzplatzes Türkei: Seit dem Putschversuch hat der Leitindex gut 8 Prozent verloren, die Wirtschaft schrumpft. Und dann gibt es noch diesen Vorwurf: Hat die Börse „Staatsfeinde“ in ihren Reihen?
Ein halbes Jahr nach dem gescheiterten Militärputsch müssen offenbar weitere 6000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes ihre Posten räumen. Verdächtige Türken, die im Ausland leben, droht der Verlust der Staatsbürgerschaft.
Nach dem versuchten Putsch Mitte Juli sind die ersten Urteile gefällt worden: Zwei Militärs müssen lebenslang ins Gefängnis. Es gibt weitere Festnahmen und Durchsuchungen.
Der Chef der europäischen Grenzschutzagentur Frontex informiert auf der Klausurtagung der bayerischen Regierungspartei über die Abschiebepraxis der EU. Seine Bilanz ist ernüchternd. Ein erster CSU-Politiker fordert Konsequenzen.
Die Detonation einer Autobombe vor einem Justizgebäude in Izmir hat zwei Menschen getötet. Sicherheitskräfte erschossen angeblich auch zwei Attentäter, ein dritter soll noch auf der Flucht sein.
Der türkische Vize-Ministerpräsident Veysi Kaynak geht davon aus, dass es sich bei dem Täter von Istanbul um einen Uiguren handelt. Zur Staatsangehörigkeit des noch flüchtigen Angreifers machte er keine Angaben.
Die türkische Regierung hat zwei führender Mitarbeiter eines großen Medienunternehmens verhaften lassen. Die Gruppe steht geschäftlich auch in einer Beziehung zu Donald Trump.
Als der türkische Modedesigner und Schwulenaktivist Barbaros Sansal aus dem Urlaub zurückkehrte, attackierten ihn Islamisten und Nationalisten. Verraten hatte ihn eine staatliche Institution.
Der türkische Staatspräsident glaubt, dass der Angriff auf den Nachtklub „Reina“ das Land spalten sollte. Doch darauf werde man nicht hereinfallen, sagte Erdogan bei einem Besuch in Ankara.
Seit dem Putschversuch im Sommer ist die Türkei im Ausnahmezustand. Nach dem Anschlag auf einen Istanbuler Nachtklub ist er nun nochmals verlängert worden. Das nutzt vor allem Präsident Erdogan.
Nach dem Anschlag auf den Istanbuler Klub „Reina“ hat die türkische Polizei einen entscheidenden Hinweis auf den mutmaßlichen Angreifer bekommen. Nachbarn wollen auf Fahndungsfotos einen 28 Jahre alten Kirgisen erkannt haben.
Die möglicherweise entscheidenden Friedensverhandlungen im Syrien-Konflikt stehen an. Doch jetzt frieren die Rebellen die Vorgespräche ein. Die Begründung ist nicht neu.
Auf jede türkische Ankündigung zum Kampf gegen Terror folgt ein neuer Anschlag. Die Türkei wirkt hilflos – auch weil viele Medien gleichgeschaltet sind.
Kritiker des „IS“ werden verfolgt, doch der Landesvertreter der Terrororganisation läuft frei herum. Stattdessen wird ein Kantinenwirt verhaftet. Wie konnte es mit der Türkei so weit kommen?
Kein Land wird derzeit so vom Terror heimgesucht wie die Türkei. Das ist auch eine Folge der Politik von Präsident Erdogan.
Seit Jahren ist der Nachtklub „Reina“ ein Treffpunkt der Reichen und Schönen Istanbuls. Er galt schon lange als mögliches Anschlagsziel. Weil das Attentat dennoch nicht verhindert werden konnte, verhärten sich in der Türkei weiter die Fronten.