Türkei wirft Amerika Friedensgefährdung vor
Mit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels hat sich Amerika wenig Freunde gemacht. Die Türkei erhebt nun neue schwere Vorwürfe.
Mit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels hat sich Amerika wenig Freunde gemacht. Die Türkei erhebt nun neue schwere Vorwürfe.
Die Bundesregierung bestreitet, dass der Freilassung Deniz Yücels ein „Deal“ vorangegangen sei. Die Linksfraktion im Bundestag ist aber weiter skeptisch.
Einen Deal zur Freilassung des Journalisten Deniz Yücel gab es vermutlich nicht – eine Zusage aus Berlin an die Türkei aber wohl schon. Doch der Weg zu einer Normalisierung der Beziehungen ist noch weit.
Die Türkei hat nach Angaben der Bundesregierung einen weiteren Deutschen aus dem Gefängnis entlassen. Doch die Person kann das Land nicht verlassen – wegen einer Ausreisesperre.
Der Sicherheitsrat hat sich nicht auf die Forderung nach einer Feuerpause in Syrien verständigen können. Veto-Macht Russland verlangte Änderungen an dem Entwurf.
Die Abstimmung im niederländischen Parlament wird das Verhältnis zwischen Den Haag und der Türkei weiter verschlechtern. Der Massenmord an Armeniern 1915 war Völkermord, sagen die Abgeordneten.
Auf einmal nennt der deutsche Außenminister die Türkei doch wieder einen großartigen Rechtsstaat: Deniz Yücel ist aus der Haft freigekommen, doch welchen Preis zahlt die Bundesregierung dafür an Erdogan?
Immer weniger Regierungen setzten sich für Menschenrechte ein, heißt es im neuen Amnesty-Bericht. Außer der polnischen und der türkischen Regierung wird auch der amerikanische Präsident als Negativ-Beispiel genannt.
Syrien versinkt seit Jahren in Krieg und Gewalt – und ein Ende ist nicht in Sicht. Das liegt auch an den vielen verschiedenen Beteiligten und Interessen. Ein Überblick.
Der Dauerbeschuss nimmt kein Ende, trifft Kliniken und Wohnhäuser. Rund 400.000 Menschen sind in dem Inferno gefangen. Rufe nach einer Feuerpause verhallen bisher.
Der Krieg in Syrien tobt weiter, die Lage ist unübersichtlich. Innerhalb von 48 Stunden starben über 250 Menschen bei Angriffen auf die Rebellen-Hochburg Ost-Ghuta. Das Chaos spielt dem Assad-Regime in die Hände.
Die Lage in Syrien spitzt sich zu: Türkische Streitkräfte bombardieren die Region Afrin. In Ost-Ghuta waren die Angriffe von Assads Truppen so heftig, dass Unicef mit einer ungewöhnlichen Mitteilung an die Öffentlichkeit ging.
Syrien ist schon länger kein Staat mehr. Dort kann sich inzwischen jeder mit militärischer Macht genau den Teil einverleiben, den er will.
Im vergangenen Jahr sind knapp 205.000 Flüchtlinge und Migranten illegal in die EU eingereist – deutlich weniger als noch im Jahr zuvor. Wenig überraschend: Besonders groß war der Rückgang auf der östlichen Mittelmeerroute über die Türkei nach Griechenland.
Der türkische Präsident Erdogan will keine kurdische Teilautonomie an der Landesgrenze dulden. Die Kurden befürchten nun, dass sie von Assads Schutzmacht Russland zum Abschuss freigegeben worden sind.
Die syrischen Kurden verhandeln mit Damaskus über militärische Hilfe für die Region Afrin. Ankara gefällt diese Entwicklung nicht – Außenminister Cavusoglu droht mit einer entschlossenen Reaktion seines Landes.
Die Kurden in Afrin haben Damaskus um Hilfe gegen die türkischen Streitkräfte gebeten. Damaskus reagiert und schickt Kämpfer in die Region. Doch Assads Unterstützung hat ihren Preis.
Jetzt, nachdem der Journalist Deniz Yücel freigelassen wurde, sei der Moment gekommen, dass das Auswärtige Amt seine Reisehinweise wieder entschärft. Das findet zumindest der türkische Ministerpräsident.
Sigmar Gabriel hat eine Kampagne gestartet, die ihn als Minister im Amt halten soll. Doch in der SPD hat der einstige Vorsitzende kaum noch Unterstützer. Nun setzt er auf öffentlichen Druck.
Deniz Yücel ist zum Glück wieder in Freiheit. Gestern Abend wurde aber deutlich, was der deutschen Außenpolitik zur Zeit fehlt: Stärke und Flexibilität.
Außenminister Gabriel und der türkische Ministerpräsident wollen die Beziehungen zwischen Berlin und Ankara weiter verbessern. Jetzt kann Yildirim sich sogar wieder Auftritte türkischer Politiker in Deutschland vorstellen.
Beim Bau von 1000 Panzern wünscht sich der türkische Ministerpräsident die Hilfe der Bundesregierung. Diese hat notwendige Exportgenehmigungen seit der türkischen Offensive gegen die Kurdenmiliz in Syrien gestoppt.
Die Freilassung von Deniz Yücel hat in Deutschland Erleichterung und Freude ausgelöst. Der Journalist selbst aber spricht auch von Bitterkeit. Und zeigt damit, wie steinig der Weg zu einer Normalisierung der Beziehungen zur Türkei noch ist.
Bessere Beziehungen zur Türkei sind weiterhin eine Illusion. Erdogan droht den Vereinigten Staaten und versucht auch weiterhin die Nato zu schwächen.
Bisher wurde Assad der Einsatz von Giftgas in Syrien unterstellt. Nun zeigt der Finger in Richtung Türkei. Doch das Dementi folgt sofort: „Solche Munition gibt es nicht im Inventar der türkischen Streitkräfte“.
Die Freilassung Deniz Yücels war ein Erfolg für Außenminister Gabriel. Auch der türkische Ministerpräsident äußert sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu dem Fall – und anderen in der Türkei Inhaftierten.
Deniz Yücel ist frei. Doch die Unterdrückung der Pressefreiheit in der Türkei dauert fort. Als der „Welt“-Korrespondent aus der Haft kam, wurden drei türkische Publizisten zu lebenslänglich verurteilt.
Indonesien debattiert über die Todesstrafe für Homosexuelle; vorehelicher Sex soll strafbar werden – das hat Folgen weit über das Land hinaus.
367 Tage in Haft, nun die Rückkehr nach Deutschland: „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel ist in Berlin angekommen. Und meldet sich mit einer Botschaft an seine Unterstützer.
Nach mehr als einem Jahr in U-Haft in der Türkei ist Deniz Yücel wieder auf freiem Fuß. Zuvor hatte ein Gericht in Istanbul den 44-Jährigen in die Freiheit entlassen.
Mit einem Anruf im Auswärtigen Amt am ersten Weihnachtstag 2016 begann der Konflikt um den Journalisten Deniz Yücel. Die Geschichte einer diplomatischen Katastrophe.
Entspannungssignale sollten aber nicht ignoriert werden. Ein vernünftiges Verhältnis zur Türkei ist nach wie vor im deutschen Interesse.
Deniz Yücel ist frei, doch für viele inhaftierte Journalisten in der Türkei hat sich die Lage damit nicht verbessert. Drei von ihnen wurden nun zu lebenslanger Haft verurteilt.
Ausweitung der Kampfzone: Die türkische Regierung bringt nicht nur die Zeitungen, sondern jetzt sogar auch Roboter auf Linie.
Der 44-Jährige war am Mittwoch vor einem Jahr in der Türkei festgenommen worden. Inzwischen bestätige auch das Auswärtige Amt die Freilassung des Welt-Korrespondenten
Die Bundeskanzlerin sieht noch viele Hürden auf dem Weg zu einer Normalisierung der deutsch-türkischen Beziehungen. Der Fall Yücel belaste das Verhältnis zu Ankara weiterhin, sagte Merkel – betonte aber auch die gemeinsamen Interessen.