Iran bricht Versprechen und weist Frauen ab
Die Organisatoren des Beachvolleyball-Turniers in Iran versprachen, niemandem den Zutritt zu verweigern. Nun aber werden Frauen doch abgewiesen. Die Diskriminierung ist eine Blamage für den Weltverband.
Die Organisatoren des Beachvolleyball-Turniers in Iran versprachen, niemandem den Zutritt zu verweigern. Nun aber werden Frauen doch abgewiesen. Die Diskriminierung ist eine Blamage für den Weltverband.
In ihrer Heimat kann ein Leben schon zerstört und die Familie entehrt sein, wenn nur ein Foto von ihnen gemacht wird. Auf dem Kölner Karneval erleben sie jetzt Knutschorgien auf offener Straße oder landen in Schwulenbars. Mit einer Gruppe Flüchtlinge unterwegs im närrischen Treiben.
Steinmeiers Shuttle-Diplomatie in den Nahen Osten ist vor allem eines: ein Drahtseilakt auf unsicherem Terrain. Es gilt, sich weder vor den Karren Irans noch Saudi-Arabiens spannen zu lassen. Ein Gastbeitrag.
Unterstützung für die Syrien-Gespräche und Vermittlung zwischen den Streithähnen Riad und Teheran: Chefdiplomat Steinmeier hat sich für die nächsten Tage viel vorgenommen. Obendrein will er sich in Iran und Saudi-Arabien auch um die Menschenrechte kümmern.
Italien hofft in Iran auf Milliardenumsätze, der Papst auf Dialog mit dem Islam. Präsident Rohani wird zu Beginn seiner Europareise in Rom mit offenen Armen empfangen.
Der Westen hat die Sanktionen gegenüber Iran aufgehoben, das Land kann auf viel Geld auf eingefrorenen Konten zugreifen. Schon kauft es kräftig ein.
Zum ersten Mal seit 14 Jahren fährt ein chinesischer Staatschef nach Teheran. Er festigt die Wirtschaftsbeziehungen der beiden Länder. Und spricht auch über den Terror in der Region.
Frauen dürfen in Iran keine Volleyball-Spiele besuchen. Nun lässt der Welt-Verband dort ein internationales Beachvolleyball-Turnier austragen. Ein historisches Ereignis, sagen die einen. Ein Skandal, sagen andere.
Irans Präsident Hassan Rohani brauchte einen rechtzeitigen Erfolg seiner Atomdiplomatie. Aber nicht nur in Teheran werden Gegner versuchen, das Atomabkommen mit dem Westen zu unterlaufen.
Die Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm und die damit verbundene Aufhebung der Sanktionen gegen Iran ist im Westen begrüßt worden. Nur Israel kritisiert das Abkommen weiter scharf.
Die Handelssanktionen gegen das Land könnten noch am Wochenende fallen, wenn die Internationale Atomenergiebehörde grünes Licht gibt. Autofahrer können dann auf weiter billiges Benzin und die deutsche Industrie auf Großaufträge hoffen.
Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien ist abgekühlt. Riad wähnt sich unabhängiger denn je.Trotzdem dürfte das Bündnis halten – in der Region steht zu viel steht auf dem Spiel.
Iran hat Saudi-Arabien vorgeworfen, seine Botschaft im Jemen mit Kampfflugzeugen angegriffen zu haben. Man werde gegen den Vorfall juristisch vorgehen, kündigt Teheran an.
Die iranische Führung sendet im Konflikt mit Saudi-Arabien widersprüchliche Signale. Der Stellvertreterkrieg im Jemen eskaliert weiter. Die türkische Regierung fordert diplomatische Bemühungen.
Riad erklärt vor den Vereinten Nationen, alle Getöteten hätten „einen fairen Prozess“ gehabt. Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf die saudiarabische Botschaft in Teheran.
Iran hat Masse, Saudi-Arabien aber Technologie. In einem konventionellen Krieg wäre Iran dem Rivalen unterlegen. Das könnte es durch einen asymmetrischen Krieg wettmachen.
Nach Saudi-Arabien haben nun auch Bahrein und Sudan die diplomatischen Beziehungen zu Iran abgebrochen. Die Vereinigten Staaten warnen vor einer weiteren Eskalation der Lage.
Die Lage nach der Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien verschärft sich: Riad verweist alle iranischen Diplomaten des Landes. Kritiker fordern einen Stopp deutscher Waffenlieferungen.
Eskalation im Nahen Osten. Riad beendet im Streit um seine jüngsten Massenhinrichtungen die diplomatischen Beziehungen zu Teheran. Der saudische Außenminister setzt Irans Diplomaten ein Ultimatum.
Randalierer haben die saudische Botschaft in Teheran gestürmt und Teile des Gebäudes in Brand gesetzt. Nach iranischer Lesart handelte es sich „um eine Gruppe wütender Landsleute“, die gegen die Hinrichtung eines prominenten schiitischen Geistlichen in Riad protestieren.
Nach den Raketentests des Iran wollen die Vereinigten Staaten neue Sanktionen gegen das Land im Nahen Osten durchsetzen. Sollte dies geschehen, droht der iranische Präsident mit Konsequenzen.
Länger als ein Jahr dauerte das Geiseldrama an der amerikanischen Botschaft in Teheran. Nun sollen die damaligen Opfer reichlich entschädigt werden. Das Geld kommt von Firmen, die Sanktionen gegen Iran und andere Länder umgingen.
Das Atmen fällt schwer, die Augen jucken: In Teheran bleiben die Schulen wegen dichten Smogs geschlossen. Auch Chinas Hauptstadt schlägt wegen gefährlich hoher Luftverschmutzung wieder Alarm.
Immer mehr regionale und internationale Akteure greifen in die Kriege gegen Assad und den IS ein. Ein militärischer Sieg ist aber nicht in Sicht. Gibt es einen Ausweg?
Was er hörte, spielte er nach und hat sich das Geigenspiel selbst beigebracht. Inzwischen hat Kiyanoosh eine beachtliche Fangemeinde und einen Produzenten.
Khadijeh Babakhani ist eine Studentin aus Teheran und kennt sich hervorragend mit Safran aus. Das ist bei weitem nicht nur ein Gewürz, sondern auch ein Arzneimittel.
Familie Talari macht Ferien in Golpayegan. Das ist eine kleine, von Bergen umgebene Stadt, die vier Autostunden entfernt von Teheran liegt.
Zum ersten Mal seit der Unterzeichnung des Iran-Abkommens treffen sich Israels Premier und der amerikanische Präsident. Netanjahu will offenbar mit der Zusage von deutlich höheren Militärhilfen aus Washington wieder abreisen.
Marsieh Afcham wird die erste iranische Botschafterin seit fast vier Jahrzehnten. Sie leitet künftig die iranische Vertretung in Malaysia. Dort lobt man die Islamische Republik für das gezeigte „Vertrauen in Frauen“.
Wenn sich Außenpolitiker der Vereinigten Staaten und des Iran nicht mehr ganz so eisig gegenüberstehen, scheinen Vernichtungsparolen längst abgegeriffen. Irans Antiamerikanismus schwächelt zwar, aber er steht noch.
Auch nach dem Atomabkommen mit den Vereinigten Staaten gibt sich Irans Politik unversöhnlich gegenüber dem bisherigen Erzfeind. Auf einen kriegerischen Revolutionsslogan will die Mehrheit der Teheraner Abgeordneten nicht verzichten.
Viele ausländische Regierungen haben in Iran schon für ihre Unternehmen geworben. Nun eröffnet die bayerische Wirtschaft eine Auslandsvertretung. Allerlei Prominenz reist dazu an.
Der Iran habe mit dem Test gegen eine Resolution der Vereinten Nationen verstoßen, kritisieren die Vereinigten Staaten und westliche Verbündete. Sie fordern eine Untersuchungskommission des Sicherheitsrates.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich auf seine Iran-Reise gefreut – obwohl er keine Hoffnung haben konnte, die Konflikte der Region zu lösen.
Bei seinem Besuch in Teheran hat Außenminister Steinmeier die iranische Regierung aufgefordert, ihren Einfluss auf den syrischen Machthaber Assad zu nutzen und ihn zu einer Deeskalation zu drängen. Die iranische Antwort ist verhalten.
Nachdem das Atomabkommen unter Dach und Fach ist, hofft Außenminister Steinmeier auf weitere diplomatische Fortschritte, vor allem in Sachen Syrien. Anschließend besucht er Teherans großen Rivalen.