Taliban wollen Gewalt reduzieren
Die Taliban verpflichten sich bei einer Konferenz in Qatar, keine weiteren Zivilisten zu töten und den Frauen im Land grundlegende Rechte zuzugestehen. Rechtlich bindend ist die Vereinbarung aber nicht.
Die Taliban verpflichten sich bei einer Konferenz in Qatar, keine weiteren Zivilisten zu töten und den Frauen im Land grundlegende Rechte zuzugestehen. Rechtlich bindend ist die Vereinbarung aber nicht.
Deutschland versucht sich bei den Afghanistan-Verhandlungen abermals als Vermittler. Der Zeitpunkt scheint aus mehreren Gründen zu passen.
Das lange erwartete Treffen soll am Sonntag beginnen. Weil die Taliban die Regierung in Kabul als Marionette des Westens betrachten, könnten ihre Vertreter als Privatpersonen auftreten.
Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten holt Amerikas Präsident zum Rundumschlag aus: Afghanistan sei eine Ausbildungsstätte für Terroristen und Iran spiele „mit dem Feuer“. Für den Nationalfeiertag am 4. Juli plant Trump indes Gigantisches.
Während im Golfemirat Qatar über eine Beilegung des Konflikts in Afghanistan gesprochen wird, detoniert in Kabul eine Autobombe. Die Taliban stürmen ein Gebäude.
Auf politischer Ebene stehen die Zeichen auf Entspannung. Die Vereinigten Staaten und die Taliban reden über Frieden in Afghanistan. Doch dort geht das Töten umso härter weiter. Die Taliban sind in der Offensive.
Die Vereinigten Staaten verhandeln gerade mit den Taliban über ein Ende des Afghanistan-Konflikts. Doch die Kämpfe gehen weiter. Bei Angriffen der Islamisten wurden mindestens zwanzig Sicherheitskräfte getötet.
In vielen Teilen Afghanistans sind in den vergangenen Tagen Menschen bei Kämpfen ums Leben gekommen. Ein besonders tragischer Fall ereignete sich in der Provinz Kundus.
Die Bundeswehr bleibt noch in Afghanistan. Ebenso bleibt die Frage, weshalb künftig gelingen soll, was bisher nicht gelungen ist.
Immer wieder greifen radikalislamische Kämpfer in Afghanistan Armeeposten an. Nun traf es eine große Anlage im Süden des Landes. Die Armee nennt eine Zahl der täglich getöteten Soldaten.
Die Taliban sind seit Montag im Gespräch mit den Amerikanern. Markus Potzel, Sonderbeauftragter der Bundesregierung, erklärt im Interview, was man davon erwarten kann – und inwieweit Deutschland bereit wäre, sich weiterhin in Afghanistan einzubringen.
Frieden ist für junge Afghanen nach Jahren der Instabilität mit vielen Wünschen verbunden. Der Fotograf Mohammad Ismail hat sie danach gefragt.
Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Bill Weld, will sich laut Medienberichten für die Präsidentschaftskandidatur 2020 bewerben. Denn Trump hätte zu sehr „sein eigenes Interesse im Auge“.
Als 1996 die Taliban an die Macht kamen, bedeutete das auch das Ende des afghanischen Kinos – jedenfalls für einige Jahre. Mariam Ghani im Gespräch über die Fragmente, die übriggeblieben sind, und ihre eigene Familie.
Die Vereinigten Staaten stehen in Afghanistan de facto vor einer Niederlage. Ein Abkommen mit den Taliban böte einen Ausweg – der Weg dorthin ist jedoch voller Unwägbarkeiten.
Patrick Shanahan will sich mit der afghanischen Regierung treffen und über ihre Einbindung in die Friedensgespräche mit den Taliban reden. Auch ein Besuch bei den eigenen Truppen ist für den kommissarischen Amtsinhaber vorgesehen.
Kupfer, Gold, Silber, Zink, Lithium: In Afghanistans Erde stecken riesige Vorkommen begehrter Bodenschätze. Bislang verdienen daran aber meist nur Taliban und Kriminelle. Junge, gut ausgebildete Afghanen wollen das nicht länger hinnehmen – und haben einen Plan entwickelt.
„Vielleicht können wir einen anderen Vertrag aushandeln“, sagte der Präsident in seiner Rede. Er bekräftigte außerdem, dass er die amerikanischen Soldaten aus Syrien abziehen wolle. Auch in Afghanistan sei die Zeit für Friedensbemühungen gekommen.
Der angekündigte Abzug amerikanischer Truppen bereitet dem afghanischen Präsidenten Sorge. Nun bietet Ashraf Ghani Donald Trump an, die Kosten für die Stationierung zu senken, denn ein Rückzug könne in einem Blutbad enden.
Bei einem Anschlag auf die afghanische Geheimdienstbasis sind viele Menschen ums Leben gekommen. Wie viele, darüber herrscht Uneinigkeit. Der Provinzrat beschuldigte andere Behörden, das wahre Ausmaß zu verschweigen.
Relotius reloaded: Hanser blamiert sich mit einem kitschigen Roman über die jüdische Nazi-Kollaborateurin Stella Goldschlag. Der Verlag hat dafür sehr viel Geld ausgegeben, doch wer braucht diesen Schund, der nicht mal als Parodie durchginge?
Zivilisten und Sicherheitskräfte werden zu Opfern von Angriffen der Islamisten im Süden und Westen des Landes.
Kriege in Syrien und Afghanistan, ein unberechenbarer Präsident in Amerika, Russlands Machtstreben und der islamistische Terror: Fünf Gefahren, die Deutschland 2019 betreffen werden.
Amerikas Präsident hat die beiden bislang wichtigsten außenpolitischen Entscheidungen seiner Amtszeit getroffen. Er wird an den Folgen der Truppenabzüge aus Syrien und Afghanistan gemessen werden.
Viele Bundeswehrsoldaten leiden nach ihrem Auslandseinsatz unter Posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Krankheit ist kaum heilbar – und die Betroffenen beklagen zu geringe Hilfsangebote.
Offiziell steht noch nicht fest, dass sich die Amerikaner aus Afghanistan zurückziehen. Inoffiziell geht man davon aus. Ohne den Schutz der Amerikaner wäre die Bundeswehr in dem Land ziemlich wehrlos und überfordert.
Der Hauptgrund für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr war nach dem 11. September 2001 die Solidaritätsbekundung mit Amerika. Der Abzug deutscher Soldaten würde deshalb auch den Verlust eines diplomatischen Arguments bedeuten.
Nach der Explosion einer Autobombe stürmten Täter ein Ministerium und eröffneten von dort das Feuer. Erst nach stundenlanger Schießerei brachten Sicherheitskräfte die Lage wieder unter Kontrolle.
Der 37-Jährige war vor 16 Jahren nach Pakistan gereist und hatte sich den Taliban angeschlossen. Spezialkräfte nahmen ihn im Süden Afghanistans fest.
In seiner Jugend fühlte er sich zerrissen – dann fand Thomas K. zum Islam. Wer ist der Mann, der im Februar Spezialkräften in Afghanistan ins Netz ging und nun in Düsseldorf vor Gericht steht?
Bei der Detonation eines Sprengsatzes in der südöstlichen Provinzhauptstadt Ghasni sind drei amerikanische Soldaten getötet sowie drei weitere verletzt worden. Indes findet in Genf die Afghanistan-Konferenz der Vereinten Nationen statt.
Afghanistan kann sich seit Jahren nicht aus dem Strudel der Gewalt befreien. Trotz zahlreicher Bemühungen zu Friedensverhandlungen mit den radikalislamischen Taliban kommt es regelmäßig zu Anschlägen auf Wahllokale, religiöse Feste, Medien oder staatliche Einrichtungen. Auch der Regierungschef sieht kein baldiges Ende der Gewalt.
Das Treffen in dem Golfemirat war das dritte seiner Art, führte jedoch zu keiner Lösung. Die Islamisten hätten auf eine „islamische Regierung“ für das Land bestanden, heißt es.
Der Anschlag hat sich vor einer Schule ereignet, wo Demonstrationen der muslimischen Minderheit Hasara gegen die Taliban protestierten. Auch in deren Heimatprovinz gibt es Gefechte.
Die afghanische Regierung zeigt sich zuversichtlich, eine Grundlage für Friedensgespräche zu finden. An der Konferenz nehmen auch Vertreter der radikalislamischen Taliban teil. Ein Abschlussdokument ist jedoch nicht vorgesehen.
Russland will ein Treffen mit Vertretern der afghanischen Regierung und der radikalislamischen Taliban organisiert haben. Das Außenministerium in Kabul bestätigte die Teilnahme allerdings bisher nicht.