Sieg der Taliban
In Afghanistan ist die Lehre dieselbe wie in vielen anderen Interventionen des Westens. Sie ist bitter.
In Afghanistan ist die Lehre dieselbe wie in vielen anderen Interventionen des Westens. Sie ist bitter.
Es ist ein erster Schritt in Richtung Frieden in Afghanistan. Die Vereinigten Staaten stellen einen Komplettabzug ihrer Truppen binnen 14 Monaten in Aussicht. Außenminister Pompeo warnt die Taliban jedoch, von einer Niederlage Amerikas zu sprechen.
Alle amerikanischen Soldaten sollen binnen 14 Monaten Afghanistan verlassen. Die radikalislamischen Taliban verpflichten sich hingegen, Friedensgespräche mit der Regierung in Kabul aufzunehmen und keine Terroristen mehr zu decken.
Der Krieg in Afghanistan ist der längste in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Nun steht ein Abkommen mit den Taliban bevor. Präsident Trump kündigt an, seinen Außenminister Pompeo zur Unterzeichnungszeremonie nach Doha zu schicken.
Am Samstag will Washington ein Abkommen mit den Taliban schließen, das den Abzug einleiten soll – wenn die vereinbarte „Woche der reduzierten Gewalt“ hält. Er würde die Soldaten nach 19 Jahren gerne „nach Hause bringen“, sagt Trump in Neu-Delhi.
Die „Woche der reduzierten Gewalt“ in Afghanistan ist mit großen Hoffnungen verbunden. Amerikaner und Taliban meinen es dieses Mal offenbar ernst.
In Afghanistan soll es erst einmal sieben Tage lang eine „Gewaltreduzierung“ geben. Dann könnte ein Abkommen zwischen Washington und den Taliban unterschrieben werden. Und dann?
Ab Samstag soll die Gewalt am Hindukusch deutlich abnehmen. Gelingt das, könnten die Vereinigten Staaten und die radikalen Islamisten am 29. Februar ein Abkommen unterzeichnen.
Ein Kämpfer in der Uniform der afghanischen Armee hat in einem Militärlager das Feuer auf eine amerikanische Einheit und einheimische Soldaten eröffnet. Ob es sich um eine sogenannte Insider-Attacke oder um einen Unfall handelte, war zunächst unklar.
Ein Flugzeug stürzt in Afghanistan in der Provinz Ghazni über Gebiet ab, das von den Taliban kontrolliert wird. Die Taliban behaupten, es abgeschossen zu haben. Das amerikanische Verteidigungsministerium widerspricht.
Die radikal-islamische Miliz erklärte, sie habe die Maschine abgeschossen. Diese Darstellung wurde jedoch von der amerikanischen Regierung zurückgewiesen. Dafür gebe es bisher keine Hinweise, verlautete aus Washington.
Die Taliban rechnen mit einer Vereinbarung zwischen ihnen und Washington in aller Kürze. Ihre militärischen Aktivitäten wollen sie schon vorher reduzieren.
Das Angebot der Islamisten soll offenbar den Weg ebnen für neue Verhandlungen mit Washington.
Vor 40 Jahren marschierte die Sowjetunion in Afghanistan ein – und stürzte das Land ins Chaos. Aber auch für Moskau war die Intervention ein Fehlschlag. Was lässt sich daraus lernen?
Nahe der Grenze zu Usbekistan hätten Terroristen eine Militärbasis angegriffen, heißt es aus dem afghanischen Verteidigungsministerium. Die Taliban reklamieren den Anschlag für sich. Sie hätten den Stützpunkt „gekapert“.
Laut vorläufigem Ergebnis der unabhängigen Wahlkommission kommt der 70 Jahre alte Politiker mit 50,64 Prozent der Stimmen auf eine knappe absolute Mehrheit. Sein Hauptkontrahent will das Ergebnis nicht anerkennen.
Bei ihrem Besuch in Afghanistan drängt die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf direkte Verhandlungen zwischen den Taliban und der Regierung im Land. Doch genau das haben die Taliban bisher abgelehnt.
Bei seinem Thanksgiving-Besuch in Afghanistan gibt sich Donald Trump siegessicher. Beobachter sehen das jedoch anders. Unter welchen Bedingungen wird Amerikas Präsident wieder mit den Taliban verhandeln?
Ob China, Iran, Nordkorea oder jetzt die Taliban: Für Trump sind es immer die anderen, die ein Abkommen brauchen. Doch am Hindukusch sitzen die Terroristen am längeren Hebel.
Während eines unangekündigten Truppenbesuchs in Afghanistan hat der amerikanische Präsident die Wiederaufnahme der Gespräche mit den Taliban verkündet. Zuletzt hatte die radikalislamische Miliz zwei Geiseln freigelassen.
Im August 2016 waren der Amerikaner Kevin King und der Australier Timothy Weeks in Kabul verschleppt worden. Im Rahmen eines Gefangenenaustauschs mit der Regierung haben die Taliban die beiden Professoren nun freigelassen.
Der afghanische Präsident hofft, mit dem Schritt zwei Professoren der Amerikanischen Universität freizubekommen. Ein Erfolg könnte neue Friedensgespräche zwischen Amerika und den Taliban erleichtern.
An den Quellen vorbei: In „Heiliger Zorn“ zimmert sich Catherine Nixey ein Bild von den Christen als Zerstörern der Antike. Mit historischer Genauigkeit kann ihr Werk nicht dienen. Im Gegenteil.
In Afghanistan sind am Freitag mindestens 62 Menschen bei einem Anschlag auf eine Moschee getötet worden. Bisher bekannte sich niemand zu der Tat.
In den nächsten Wochen sollen die Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und den radikalislamischen Taliban weitergeführt werden. Sie sollen dort weitergehen, wo sie im September endeten.
Der amerikanische Afghanistan-Unterhändler und Vertreter der Taliban wollen mit der pakistanischen Führung reden. Da die direkten Gespräche abgebrochen wurden, ist dies der Versuch, andere Länder in den Friedensprozess einzubinden.
Die Geschichte der Juden Afghanistans reicht mehr als 100 Generationen zurück. Doch Krieg, Armut und Verfolgung haben die einst große Gemeinde dem Untergang geweiht. Ein einziger Überlebender hält einsam die Stellung.
Mit offiziellen Ergebnissen wird frühestens in zwei Wochen gerechnet. Trotzdem behauptet Herausforderer Abdullah Abdullah schon jetzt, eine Stichwahl sei überflüssig.
Tausende Soldaten und Polizisten bewachen die Wahllokale im Land. Dennoch werden bei Anschlägen drei Menschen getötet.
Die radikalislamischen Taliban haben angekündigt, Sicherheitskräfte und Wahlzentren anzugreifen. Die Menschen sollten am Wahltag ihre Häuser nicht verlassen, fordern die Aufständischen.
Bei einem Bombenanschlag in Afghanistan, den die Taliban für sich reklamieren, gab es massive Schäden an einem Krankenhaus. Ziel sollte wohl eigentlich ein Geheimdienstgebäude sein, das aber nur leicht beschädigt wurde.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani hat ein Selbstmordattentäter mindestens 24 Menschen getötet. Der Präsident blieb unverletzt. Auch im Zentrum Kabuls gab es eine Explosion.
Die radikal-islamischen Taliban reklamierten die Taten für sich. Ziel seien afghanische Sicherheitskräfte gewesen.
Die Taliban sind nach eigenen Angaben weiterhin gewillt, ein Abkommen mit Amerika zu schließen. Präsident Trump hatte die Gespräche Anfang September abgebrochen. Die Gewalt im Land dauert derweil an.
Erstmals sind die zehn aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten in einer TV-Debatte aufeinander getroffen. Es ging um Amerikas Militäreinsätze – und um Kritik an Ex-Vizepräsident Biden.
Genau 18 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September wurde das afghanische Verteidigungsministerium in Kabul angegriffen. Über Tote und Verletzte ist noch nichts bekannt.