Anschlagsserie in Afghanistan
Angreifer haben mehrere Stellungen der afghanischen Streitkräfte attackiert. Sie seien zurückgeschlagen worden. Bundeswehr-Lager sind nicht betroffen. Die Regierung macht die Taliban verantwortlich.
Angreifer haben mehrere Stellungen der afghanischen Streitkräfte attackiert. Sie seien zurückgeschlagen worden. Bundeswehr-Lager sind nicht betroffen. Die Regierung macht die Taliban verantwortlich.
Die Taliban zeigen sich von der Einigung der politischen Elite in Kabul unbeeindruckt. Die neue Offensive der Regierungstruppen werten sie als „Kriegserklärung“.
Acht lange Monate hat der innenpolitische Streit die Politik in Afghanistan gelähmt. Ein Deal der Elite in Kabul macht Hoffnung auf Fortschritte. Ebnet er den Weg für Gespräche mit den Taliban?
Bei dem Angriff auf ein Militärgebäude sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Die Taliban bezeichneten dies als Reaktion auf eine „Kriegserklärung“ Kabuls. Präsident Ghani hatte am Vortag eine Armee-Offensive befohlen.
Selbst wenn Amerikaner und Taliban an ihrer Übereinkunft über den Truppenabzug festhalten: Es ist eine Illusion zu glauben, dass sich Afghanistan in einen freiheitlichen Staat verwandelt.
Die Spannungen in Afghanistan verschärfen sich: Nach Anschlägen mit zahlreichen Toten macht die Regierung die Taliban verantwortlich. Die warnen, sie seien im Falle eines Angriffs bereit zurückzuschlagen.
Zwei Anschläge erschüttern Afghanistan, zahlreiche Menschen sterben – unter ihnen Babys. Das Gewaltniveau im Land ist zuletzt wieder deutlich angestiegen.
Der Krieg in Afghanistan hat Millionen Menschen entwurzelt. Der Familienvater und Schuhputzer Sayed Nawid lebt als Flüchtling im eigenen Land und ist verzweifelt. Nur die Taliban schrecken ihn nicht.
Schon 300 gefangene Taliban hat die Regierung in Kabul auf freien Fuß gesetzt. Sie haben geschworen, nicht mehr an Kämpfen teilzunehmen. Nun kündigen auch die Islamisten einen ersten Schritt an.
Aus einem Auto wurden fünf Geschosse auf den amerikanischen Stützpunkt Bagram in Afghanistan abgefeuert. Zwei Raketen schlugen in einem Wohngebiet ein. Opfer gibt es nicht. Der IS reklamiert die Tat für sich.
Hundert inhaftierte Angehörige der Aufständischen wurden aus einer Haftanstalt nördlich der Hauptstadt entlassen. Sie hätten zuvor „einen Eid geschworen, dass sie nie aufs Schlachtfeld zurückkehren“, heißt es.
Immer neue Machthaber, immer neue Hoffnungen: In der vierteiligen Dokumentation „Afghanistan. Das verwundete Land“ zeigt Arte, wie Afghanistan vom Hippie-Paradies zu einem zerstörten Land wurde.
Die Taliban werden nicht weiter an „fruchtlosen Gesprächen“ über einen Gefangenenaustausch teilnehmen. Sie werfen der afghanischen Regierung Verzögerungen vor. Diese weigert sich, „Mörder unseres Volkes“ freizulassen.
Vor zehn Jahren geriet die Bundeswehr in Afghanistan in einen Hinterhalt der Taliban. Seit diesem Zwischenfall ist eines klar: In dem Land herrscht Krieg.
Die drei Unterhändler sollen den Gefangenenaustausch mit der Regierung beobachten. Dieser war bislang gescheitert. Die Inhaftierten gelten als Druckmittel auf die Islamisten.
Nach wochenlanger Blockade kommt Bewegung in die Bemühungen, den Krieg in Afghanistan zu beenden. Schon in wenigen Tagen wollen die Regierung in Kabul und die Taliban mit dem geplanten Gefangenenaustausch beginnen.
Ein Angreifer hat am Morgen mindestens 150 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, als Geiseln genommen. Sicherheitskräfte hätten ihn getötet, teilt das afghanische Innenministerium mit.
Die offiziellen Infektionszahlen sind niedrig. Angesichts Zehntausender Rückkehrer aus Iran dürfte Afghanistan aber von einer Infektionswelle erfasst werden. Die Sorge ist so groß, dass nun die Taliban mit der Regierung sprechen.
„Enttäuscht“ sei er über die Unfähigkeit, ihren Streit beizulegen, tadelte Trumps Außenminister Pompeo die beiden großen Rivalen um die Macht in Afghanistan. Danach traf er Anführer der Taliban.
Der siebzehnte Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch startet – allerdings verzögert, wegen Corona. Wie organisiert man einen Kontingentwechsel in Zeiten einer Virus-Bedrohung?
Während des Einsatzes in Afghanistan waren deutsche Soldaten erstmals in der Geschichte der Bundeswehr in heftige Gefechte verwickelt. Während dort junge Männer getötet wurden, tat man sich in der Heimat schwer damit, sie als Gefallene zu bezeichnen.
Die Bundeswehr bleibt für ein weiteres Jahr in Afghanistan. Der Einsatz wird unverändert fortgesetzt. Die Verteidigungsministerin warb zudem für eine Verlängerung des Einsatzes im Irak.
Vor 19 Jahren begann Deutschland sein Engagement in Afghanistan. Von den damaligen Zielen ist kaum etwas übrig geblieben. Angesichts des amerikanischen Abzugs versuchen Diplomaten zu retten, was noch zu retten ist.
Die islamistischen Taliban bestehen auf der Freilassung von 5000 Kämpfern vor Beginn von Friedensverhandlungen. Die afghanische Regierung möchte die Zahl jedoch teilen.
Nach dem Abschluss des Abkommens mit den Taliban hat die amerikanische Armee mit ihrem stufenweisen Truppenabzug aus Afghanistan begonnen. Doch ganz beendet ist der Einsatz nach 18 Jahren nicht.
Die Präsidentenwahl in Afghanistan wurde von Betrugsvorwürfen überschattet. Nun wollen sich die politischen Rivalen Ghani und Abdullah beide in getrennten Zeremonien zum Staatschef erklären.
Frauen in Afghanistan sehen ihre Rechte durch das Friedensabkommen zwischen den Taliban und Amerika nicht gesichert. Viele fürchten, ihre Arbeit wieder aufgeben zu müssen.
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ veröffentlichte am Freitag eine Art Bekennerschreiben. Bei dem Angriff auf eine Versammlung ranghoher Politiker waren am Freitag mindestens 31 Menschen getötet worden.
Die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs darf Handlungen der Taliban, der afghanischen Regierungstruppen und ausländischer Soldaten untersuchen. Die amerikanische Regierung lehnt das ab.
Nach dem Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und den Taliban erklärt Nato-Generalsekretär Stoltenberg, dass ein Abzug westlicher Truppen aus Afghanistan von einer deutlichen Reduzierung der Gewalt abhänge. Der Deal sei „nur ein erster Schritt“.
Das amerikanische Rückzugsabkommen hat die Taliban aufgewertet – sie könnten in Kabul bald wieder an die Macht gelangen. Müssten die Afghanen sich auf eine ebenso grausame Herrschaft einstellen wie vor zwanzig Jahren?
Was unterscheidet die Niederlage in Afghanistan von jenen verlorenen und ebenfalls verlustreichen Kriegen im Irak und in Vietnam? Eine Analyse.
Der Deal zwischen Amerika und den Taliban stößt schon kurz nach der Unterzeichnung auf Hürden. Die Taliban kündigen an, keine ausländischen Truppen anzugreifen – aber ihre „Aktionen gegen die Kräfte der Kabuler Regierung“ würden fortdauern.
Nach dem Afghanistan-Deal ist Trump bemüht, den Eindruck einer Niederlage zu vermeiden. Der afghanische Präsident Ghani und die Taliban ringen derweil schon um die Umsetzung.
Washington geht es vor allem darum, seinen Krieg am Hindukusch zu beenden. Das ist die Botschaft des Deals mit den Taliban. Den Afghanen ruft Amerika zu, sie müssten nun geduldig sein – mehr hat es derzeit nicht zu bieten.
Durch das Abkommen mit den Taliban leiten die Vereinigten Staaten das Ende des längsten Kriegs ihrer Geschichte ein. Sind sie den Aufständischen dafür zu sehr entgegengekommen? Eine Analyse.