Ägyptens neuer Ton
Als erster frei gewählter Herrscher in der Geschichte Ägyptens überrascht Muhammad Mursi sein Volk mit einem freundlichen Ton. Andere verwundert er mit Besuchen in Teheran und Peking.
Als erster frei gewählter Herrscher in der Geschichte Ägyptens überrascht Muhammad Mursi sein Volk mit einem freundlichen Ton. Andere verwundert er mit Besuchen in Teheran und Peking.
In einem Gespräch mit der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars soll sich der künftige ägyptische Präsident Mohammed Mursi dafür ausgesprochen haben, das Friedensabkommen mit Israel zu überprüfen. Ein Mitarbeiter Mursis aber dementiert, dass es überhaupt ein solches Interview gegeben habe.
Der künftige ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat in einer „Botschaft des Friedens“ die Achtung aller internationaler Abkommen angekündigt. Die ägyptische Wahlkommission hatte den 60 Jahre alten Muslimbruder am Sonntag zum Sieger der Stichwahl gegen Ahmed Schafik erklärt.
Zehntausende feiern auf Kairos Tahrir-Platz: Mohammed Mursi ist neuer ägyptischer Präsident. Achtzig Jahre nach ihrer Gründung stellen die Muslimbrüder zum ersten Mal das Staatsoberhaupt im bevölkerungsreichsten arabischen Land. Mursi setzte sich in der Stichwahl gegen Ahmed Schafik durch.
Nach ihrer Wahlniederlage in La Rochelle versucht Ségolène Royal zu retten, was noch zu retten ist - und sei es nur der Vorsitz in der Regionalversammlung. Andere Posten in der künftigen Regierung werden konfliktfreier vergeben.
Die Muslimbrüder in Ägypten haben noch vor Auszählung aller Stimmen ihren Kandidaten Mursi zum Sieger der Präsidentenwahl ausgerufen. Der Oberste Militärrat veröffentlichte derweil eine Verfassungserklärung, die die Befugnisse des Präsidenten deutlich beschränkt.
Falls der Muslimbruder Mohammed Mursi tatsächlich die Stichwahl in Ägypten gewonnen hat, haben die Militärs zwar eine Niederlage erlitten, doch das Heft behalten sie vollständig in der Hand.
Sie sollten am Wochenende ihren Präsidenten wählen. Das Gros der Wahlberechtigten aber blieb bei der Stichwahl zwischen dem Islamisten Mursi und dem Regimepolitiker Schafik den Urnen fern.
Die Militärführung in Ägypten hat ihre Macht vor der Stichwahl um das Präsidentenamt deutlich ausgeweitet. Die Auflösung des Parlaments trifft besonders die Muslimbruderschaft. Deren Kandidat droht mit einer „riesigen Revolution“.
Die Vermutung, das Militär stecke hinter der Suspendierung des ägyptischen Parlaments, hat viel für sich. Ist das schon eine Konterrevolution? Ein kalter Putsch ist es sicherlich.
Das ägyptische Verfassungsgericht hat den Ablauf der Parlamentswahl für ungültig erklärt. Damit muss das Parlament neu gewählt werden. Gleichwohl darf der ehemalige Ministerpräsident Schafik zur Stichwahl um das Präsidentenamt antreten.
Diejenigen Ägypter, die Mubarak stürzten, haben eine schwere Wahl: Soll ein Mann des alten Regimes oder ein Islamist das Land regieren? Der Ärger entlädt sich in Gewalt.
Beim Kampf um das Präsidentenamt in Ägypten sollen bei einer Stichwahl Muhammed Mursi und Ahmed Schafik gegeneinander antreten. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses der ersten Runde kommt es in Kairo zu Protesten und Angriffen.
In Ägypten kämpfen ein Islamist und ein Mann des ehemaligen Mubarak-Regimes um das höchste Staatsamt. In der ersten Runde lag Mursi, der Kandidat der Muslimbruderschaft, vorn. Mubaraks letzter Ministerpräsident Schafik kam auf den zweiten Platz.
Die islamistische Muslimbruderschaft hat ihren Kandidaten Muhammed Mursi zum Sieger der Präsidentenwahl in Ägypten ausgerufen. Bisher ist aber nur die Hälfte der Wahllokale ausgezählt. Ein offizielles Ergebnis wird für kommenden Dienstag erwartet.
An diesem Mittwoch beginnt in Ägypten die Präsidentenwahl. Gute Chancen hat der islamistische Kandidat Abd al Monem Abul Futuh. In eine Stichwahl schaffen dürfte es aber auch der säkulare Gegenkandidat und frühere Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Musa.
Unerwartet hat Oppositionsführer Tomislav Nikolic die serbische Präsidentenwahl gewonnen. Er setzte sich im Stichentscheid gegen den bisherigen Amtsinhaber Boris Tadic durch.
Nach der Parlamentswahl in Serbien bleiben die politischen Machtverhältnisse nahezu unverändert. Die Regierungsparteien werden auch in Zukunft weiterregieren können. Bei der gleichzeitig stattfindenden Präsidentenwahl liegt Boris Tadić vorn.
Der Sozialist François Hollande hat die französische Präsidentschaftswahl gegen den Amtsinhaber Nicolas Sarkozy gewonnen. Hollande erzielte etwa 52 Prozent der Stimmen. Sarkozy kündigte seinen Rückzug aus der Politik an.
Vor der Stichwahl befindet sich Frankreich ganz im Griff der Geschichte: Hier treten auch Nation und Revolution gegeneinander an - ein Blick in die unheimliche historische Tiefe.
Beim einzigen direkten Schlagabtausch vor der französischen Stichwahl um das Präsidentenamt haben sich Herausforderer François Hollande und Nicolas Sarkozy nichts geschenkt. Das Verhältnis zu Deutschland in der Euro-Krise wird zum Streitfall.
In Frankreich hat ein letztes großes Schaulaufen vor der Stichwahl zum Präsidenten stattgefunden. Sarkozy gab sich kämpferisch, Hollande zog sich bewusst zurück.
Eine Mehrheit der Wähler fürchtet den Niedergang Frankreichs und hat Angst vor der EU. Mit dieser Stimmung muss der nächste Präsident rechnen, gleichgültig wie er am 6. Mai heißen wird.
Die rechtsextreme Front National will nicht mit dem konservativen Lager verhandeln. Vermutlich wird es in der Stichwahl am 6. Mai keine Empfehlung für Sarkozy geben.
Der Sozialist Hollande hat die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich vor Amtsinhaber Sarkozy gewonnen: Die endgültige Entscheidung fällt jedoch erst in der Stichwahl in zwei Wochen. Überraschend stark war die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen mit rund 18 Prozent.
Am Sonntag beginnt die französische Präsidentenwahl, der Sozialist François Hollande gilt als klarer Favorit. Ökonomen warnen aber vor einem strammen Linkskurs.
Der neue Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) solle auf die schwarz-grüne Koalition zukommen, sagt der Frankfurter CDU-Chef Uwe Becker. Überhaupt sieht er CDU und Grüne in der besseren Position.
CDU und Grüne in Frankfurt signalisieren Bereitschaft zu Zusammenarbeit mit neuem Oberbürgermeister.
Für den neuen Oberbürgermeister stimmten viele Wähler der im ersten Durchgang ausgeschiedenen Kandidaten. Boris Rhein erreichte nur in acht von 44 Stadtteilen eine Mehrheit.
Der Name Peter Feldmann stand zunächst nicht zur Debatte, als sich die SPD einst auf die Suche nach einem Kandidaten für die Frankfurter Oberbürgermeisterwahl machte. So ist sein Sieg auch für die eigene Partei eine Überraschung.
Macky Sall hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Senegal gewonnen. Der 85 Jahre alte Amtsinhaber Wade gratulierte seinem Herausforderer zum Sieg.
Nicht mehr ganz unerwartet und doch eine Sensation: Peter Feldmann ist Oberbürgermeister von Frankfurt. Für die SPD geht von Frankfurt ein Signal für Hessen aus.
Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Frankfurt hat sich SPD-Kandidat Peter Feldmann überraschend und klar durchgesetzt. In Mainz hat in Person von Michael Ebling ebenfalls ein Sozialdemokrat gewonnen.
Es war vor allem die Kultur, die lange als Kitt zwischen unterschiedlichen politischen Milieus gewirkt hat. In der Stichwahl an diesem Sonntag geht es auch um die Zukunft dieses Modells.
Am Sonntag wird in Senegal der Präsident gewählt. Der 85 Jahre alte Amtsinhaber Wade und sein Ziehsohn Sall stehen sich in einer Stichwahl gegenüber. Die Opposition unterstützt Sall - Wade hat die wichtigsten Muslimbruderschaften hinter sich.
Die hessischen Grünen wollen nach wie vor keine Empfehlung für einen Kandidaten bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Frankfurt geben. „Die Grünen funktionieren nicht so“, sagt Landeschef Al-Wazir.