„Schäuble hat die SPD gegen sich aufgebracht“
Die Koalitionsparteien sind in der Griechenland-Debatte weiter uneins. Vizekanzler Gabriel beschwert sich nun über das Vorgehen des Finanzministers Schäuble.
Die Koalitionsparteien sind in der Griechenland-Debatte weiter uneins. Vizekanzler Gabriel beschwert sich nun über das Vorgehen des Finanzministers Schäuble.
60 Abgeordnete der Union stimmen mit „Nein“, der SPD-Vorsitzende hingegen lobt die Europapolitik der Kanzlerin über den grünen Klee. Das hat auch mit Finanzminister Schäuble zu tun.
Nach einer zum Teil hitzigen Debatte hat sich der Bundestag mehrheitlich für die Aufnahme von Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland ausgesprochen. Gegen den Antrag der Regierung stimmten 119 Abgeordnete, darunter 60 aus der Union.
Kanzlerin Merkel bittet die Abgeordneten im Bundestag in „voller Überzeugung“ darum, der Aufnahme von Verhandlungen über ein weiteres Hilfspaket für Griechenland zuzustimmen. Ebenso wie Finanzminister Schäuble spricht sie von „einem letzten Versuch“. Die Debatte im Überblick.
Während die Kanzlerin in Brüssel verhandelte, schoss der Vizekanzler daheim quer: Gabriel wollte die SPD in der Griechenland-Debatte profilieren – das ging schief.
Für seinen Kurs in der Griechenland-Debatte erhält Parteichef Sigmar Gabriel Prügel von der SPD-Basis. Im Internet ist die Kritik am Vorsitzenden besonders sichtbar.
Die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit dem französischen Konzern Nexter wird zeigen, wohin sich die Rüstungspolitik bewegt. Industrie und Regierung haben begriffen, dass eine Europäisierung notwendig ist.
Am Wochenende sind in China mehr als 100 Bürgerrechtsanwälte, Mitarbeiter von Kanzleien und Aktivisten vorübergehend festgenommen worden. Einige sind noch immer inhaftiert. Den Anwälten wird die Gründung einer „größeren kriminellen Vereinigung“ vorgeworfen.
Wolfgang Schäubles Strategiepapier über einen „Grexit auf Zeit“ führt bei der SPD zu einer heftigen Kontroverse. Vizekanzler Gabriel steht in der Kritik. Die Partei „Die Linke“ bezeichnet den Finanzminister gar schon als „Totengräber der Eurozone“. So weit gehen die Genossen noch nicht.
Sigmar Gabriel sei ein Brückenbauer – was sonst? So springt der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz seinem Vorsitzenden bei. Sigmar Gabriel hatte in der Griechenlanddebatte einmal mehr die Parteilinke gegen sich aufgebracht.
Der SPD-Vorsitzende legt sich wieder einmal mit der Parteilinken an. Diesmal geht es um Griechenland. Der Ton Sigmar Gabriels verstört manche in der Partei. Die harte Gangart des Vizekanzlers in der Grexit-Debatte ist nicht ohne Risiko. Ein Kommentar.
Nach dem Referendum in Griechenland formuliert Vizekanzler Sigmar Gabriel wesentlich schärfer als Kanzlerin Angela Merkel. Doch in der Sache herrscht Einigkeit: Jetzt ist erst einmal Alexis Tsipras am Zug.
Nach dem Nein-Votum der Griechen sieht Kanzlerin Merkel vorerst keine Basis für ein neues Hilfsprogramm. Vielmehr gibt es in der Koalition große Zweifel, ob Athen in der Euro-Zone verbleiben kann. Der Rücktritt von Finanzminister Varoufakis könne aber eine Chance sein, sagt der CDU-Abgeordnete Bosbach.
Neue Enthüllungen von Wikileaks sollen belegen, dass der amerikanische Geheimdienst NSA offenbar auch weite Teile der Bundesregierung ausgespäht hat. Bundeswirtschaftsminister Gabriel entwickelt dazu eine ganz eigene Haltung.
Dämpfer für Alexis Tsipras: Kanzlerin Angela Merkel lehnt trotz des neuen Vorstoßes aus Athen Verhandlungen mit der griechischen Regierung vor dem Referendum weiterhin ab. Die Opposition dagegen fordert in der Bundestagsdebatte einen Kompromiss.
Auch wenn die Euro-Zone dank Tsipras vor dem Zerfall steht – das Berliner Regierungsbündnis hält zusammen. Das zumindest wollten Angela Merkel und Sigmar Gabriel mit zwei Auftritten zeigen. Doch ist ihnen das gelungen?
Saudi-Arabien darf laut einem Bericht Patrouillenboote von Deutschland kaufen. Die Bundesregierung sieht keinen Grund für Kritik: Mit den Booten seien Menschenrechtsverletzungen nicht möglich. An Qatar soll ein Kampfpanzer geliefert werden – zu Erprobungszwecken.
Der SPD-Vorsitzende empfiehlt seiner Partei, anstelle von „Elitendialogen“ sich der Alltagswirklichkeit“ und der arbeitenden Mitte zuzuwenden. In seinem Thesenpapier „Starke Ideen für Deutschland 2025“ plädiert Gabriel für ein patriotisches Selbstverständnis.
Der SPD-Streit über die Vorratsdatenspeicherung endet in einem Kompromiss, der sich seit Tagen andeutete. Nun kabbeln sich der Parteivorsitzende und der Justizminister über das Copyright.
Der Kompromiss zur Vorratsdatenspeicherung steht auf der Kippe. Wichtige SPD-Politiker kritisieren den neuen Gesetzentwurf. Auf dem heutigen Parteikonvent ist ein Ja für die Position von Parteichef Gabriel keinesfalls sicher.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende Ralf Stegner spricht im F.A.Z.-Interview über den Zustand der SPD, die Zeit nach Merkel und den Parteikonvent an diesem Samstag.
Die Opposition spricht von einem „Doppelpass-Spiel“ der Genossen. Dennoch gerät Fraktionschef Oppermann durch die Aussagen des SPD-Vorsitzenden Gabriel im Edathy-Untersuchungsausschuss in die Bredouille. Er selbst weist als Zeuge Widersprüche zurück.
Am Ende der Beweisaufnahme im Edathy-Ausschuss gibt es neue Widersprüche. Sigmar Gabriel offenbart mit seiner Aussage neue Ungereimtheiten. Wann wusste der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann was?
Der ehemalige Innenminister Friedrich hat im Edathy-Untersuchungsausschuss den früheren Staatssekretär Fritsche belastet. Dieser habe ihn von dem Verdacht gegen Edathy berichtet und geraten, die Information weiterzugeben.
Vor dem Parteikonvent am Wochenende warnt Generalsekretärin Yasmin Fahimi Netzpolitiker und Parteilinke, wegen der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung „die Regierungsfähigkeit aufs Spiel zu setzen“. Stellt SPD-Chef Gabriel den Delegierten damit indirekt die Vertrauensfrage?
Der Schuldenstreit mit Griechenland könnte für Sigmar Gabriel die Chance sein, Angela Merkel unter Druck zu setzen. Deshalb hat er seine Meinung zu dem Thema geändert. Mit sozialdemokratischer Politik hat das aber nichts zu tun.
Die SPD suchte neue Themen. Fündig wurde sie bei NSA, BND und Vorratsdatenspeicherung. Sie weckte große Erwartungen, doch nun fordert der Parteivorsitzende Gabriel Pragmatismus. Das Ergebnis dieser Politik könnte er Ende der Woche präsentiert bekommen.
Deutschland und Europa müssten in der Flüchtlingspolitik grundlegend umdenken, sagt der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Besonders bei Flüchtlingen aus Syrien sei die Not offenkundig. Nun seien neue, legale Zugangswege gefragt.
BND, NSA, Pegida: Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat eindrucksvoll bewiesen, dass er immer noch gut für eine heiße Kampagne ist – und das auch als staatestragender Vizekanzler. Aber wozu das Ganze?
Die Äußerung von SPD-Generalsekretärin Fahimi, sie erwarte vom Kanzleramt Klarheit in der BND-Debatte bis zur nächsten Sitzungswoche, soll kein Ultimatum gewesen sein. Parteichef Gabriel interpretiert ihre Worte ganz anders.
Die CSU reagiert verschnupft auf das Ultimatum der SPD-Generalsekretärin an die Kanzlerin: Fahimi betreibe „parteiinterne Opposition“. SPD-Chef Gabriel solle „jetzt den Wirrwarr in seiner Partei beenden“.
Der Berliner Politikbetrieb konnte gerade noch einen schweren Konflikt verhindern. Vorerst: Denn der Umgangston in der Koalition wird zunehmend härter.
Die SPD erwartet eine konkrete Initiative aus der Unionsfraktion, um den Koalitionsstreit wegen der Rolle des Kanzleramts in der NSA-Affäre beizulegen. Die Lösung könnte ein Sonderermittler des Bundestags sein.
Der Streit in der Koalition um die amerikanischen Geheimdienste spitzt sich zu: Unionsfraktionsvize Michael Fuchs warnt die SPD nun sogar vor einer Neuwahl in Deutschland. „Ich weiß nicht, ob Sigmar Gabriel das alles so will.“
Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder facht den Streit in der Regierungskoalition um die Geheimdienstaffäre an. Er unterstützt Sigmar Gabriels Forderung, die Suchlisten der NSA freizugeben. CDU und CSU reagieren mit harschen Worten.
Sigmar Gabriel glaubt, dass er sich wegen der BND-Affäre einen Koalitionskrach leisten kann. In einer Sache irrt er jedoch: Die Amerikaner können auch auf den BND verzichten.