Der Frust und die Fragen
Die Chemnitzer Bürgermeisterin sucht nach der Tötung eines Deutschen und den Krawallen in der Stadt den Dialog mit den Bürgern. Doch sie und Sachsens Innenminister Wöller bekommen vor allem eines zu spüren: Unmut.
Die Chemnitzer Bürgermeisterin sucht nach der Tötung eines Deutschen und den Krawallen in der Stadt den Dialog mit den Bürgern. Doch sie und Sachsens Innenminister Wöller bekommen vor allem eines zu spüren: Unmut.
In Köthen stirbt ein Mann nach einem Streit mit zwei Asylbewerbern. Die Stadt gerät in Aufregung – doch eine Eskalation wie in Chemnitz bleibt aus. Was macht die Politik, um die Hoheit zu behalten?
Der Nationalspieler trifft doppelt und verhilft seinem Klub zum ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga. Doch Hannover spielt lange Zeit gut mit. Am Ende fehlt 96 nur ein Tor zum Remis.
Vor einer für Sonntag angemeldeten Demonstration Rechtsextremer haben Köthener Bürger Teile der Demonstrationsstrecke mit Friedensbotschaften bemalt. In Chemnitz wurden am Freitag nach einem Aufzug 15 Männer festgenommen.
Eine Woche nach dem Todesfall eines 22-Jährigen in Köthen wird die Stadt wohl auch am Wochenende nicht zur Ruhe kommen. Wieder rufen rechte Gruppierungen zu Protesten auf. Zudem sollen auch Gegendemonstrationen stattfinden.
Wenn eine Stadt in Aufruhr gerät, kann Kunst keine Wunder vollbringen, aber die Zivilgesellschaft stärken. Ein Interview mit Frédéric Bußmann, Direktor der Kunstsammlungen in Chemnitz.
In Köthen schließen sich Rechtsextreme dem „Trauermarsch“ der AfD an – und auch sonst hat die Partei viele Berührungspunkte mit Verfassungsgegnern und rechtsextremistischen Organisationen.
Maik Walpurgis ist neuer Trainer des Zweitligaklubs Dynamo Dresden. Mit ihm sollen die ambitionierten Ziele der Sachsen endlich erreicht werden.
Die Bundesspitze der AfD müsse angesichts von Demonstrationen in Köthen ihr Verhältnis zu Rechtsextremen klären, sagt der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
Am Montagabend demonstriert die AfD in Köthen. Mit dabei ist deren ehemaliger Landesvorsitzender von Sachsen-Anhalt. Gegenüber FAZ.NET sagt er, dass die Partei von Köthen profitieren werde.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat die Stadt Köthen besucht und an einer Trauerandacht teilgenommen. Zahlreiche Bürger waren zusammengekommen, um still des jungen Mannes zu gedenken, der am Samstag nach einem Streit mit zwei Afghanen gestorben war.
Die Abschiebung des tatverdächtigen Afghanen war erst vor wenigen Tagen genehmigt worden. Was genau geschah, ist immer noch nicht klar. Die Bundesregierung verurteilt zudem die Sprechchöre während des Trauermarsches.
Nach dem Tod eines 22-jährigen Deutschen in Köthen forderte der Innenminister von Sachsen-Anhalt Holger Stahlknecht (CDU) dazu auf, im Internet kursierenden Gerüchten über den Tathergang keinen Glauben zu schenken.
Es soll kein „zweites Chemnitz“ werden: In Sachsen-Anhalt starb ein junger Mann an Herzversagen. Dem vorausgegangen war ein Streit mit zwei Afghanen. Rechte Gruppierungen versammelten sich zu einem „Trauermarsch“.
Mitglieder der SPD berichten der F.A.S., dass sie vor einer Woche in Chemnitz von 15 bis 20 Rechtsradikalen gehetzt und geschlagen wurden. Sachsens Ministerpräsident wusste von dem Vorfall – spricht aber nicht von „Mob“ und „Hetzjagden“.
Das Jüdische Forum für Demokratie bemängelt den Umgang von Polizei und Staatsanwaltschaft mit der Attacke auf ein jüdisches Restaurant in Chemnitz. Die Öffentlichkeit habe zu spät von dem Vorfall erfahren.
Zücken die Täter heute schneller das Messer als früher? Diese heikle Frage wird auch in der Politik zur Zeit heiß diskutiert. Die Daten darüber sind jedoch fragwürdig.
Die Öffentlichkeit kennt ihn als „Hutbürger“, weil er Journalisten am Rande einer Pegida-Demonstration anging. Nun kehrt er zurück in seinen Job – zunächst außerhalb des LKA. Was danach mit ihm geschehen soll, ist noch unklar.
Die Unions-Innenminister fordern schärfere Kontrollen bei jungen Flüchtlingen. Bereits ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr sollen sie Fingerabdrücke abgeben müssen. Das SPD-geführte Bundesjustizministerium gibt sich zurückhaltend.
Was ist bloß los mit den Sachsen? Ministerpräsident Kretschmer holt den Polit-Pensionär Heinz Eggert zurück auf die Bühne: Der frühere Innenminister im Kabinett von Kurt Biedenkopf soll helfen, den Dialog in einem polarisierten Land anzukurbeln – im FAZ.NET-Gespräch erzählt er, wie das funktionieren kann.
Innenminister Seehofer bezeichnet die Migration als „Mutter aller politischen Probleme“ und zeigt Verständnis für die Chemnitzer Demonstranten. Seehofers Aussagen stoßen nicht nur beim Koalitionspartner auf scharfe Kritik.
Die sächsische Integrationsministerin versucht, das Phänomen „Pegida“ zu erklären. Als gebürtige Sächsin führt sie eine späte Reaktion auf die Nachwendezeit an und gibt erhellende Antworten – vor allem für Westdeutsche.
Die AfD Sachsen-Anhalt muss sich mit pikanten Nachrichten und Fotos auseinandersetzen: Ein Chat des früheren Landesvorsitzenden Poggenburg wurde veröffentlicht. Der hat einen Verdacht, wer dahinter stecken könnte.
Zehntausende Menschen werden in Chemnitz zum #wirsindmehr-Konzert erwartet. Die Veranstaltung soll ein Zeichen gegen rechts setzen – für viele Kritiker ist das nicht genug.
Die CDU in Sachsen hat nicht genug Kraft, AfD-Sympathisanten zur Ruhe zu bringen – und sie hat nicht den Mut, diese aus der Partei hinauszuwerfen. Denn die tragische Wahrheit ist: Sie braucht sie.
RB Leipzig kommt zu einem glücklichen Punktgewinn gegen Fortuna Düsseldorf. Der Aufsteiger ist in Sachsen die stärkere Mannschaft.
Fast zehntausend Menschen kämpfen in Chemnitz auf Demonstrationen um die Deutungshoheit über die Ereignisse der letzten Tage. Zwischenzeitlich droht das Chaos auszubrechen. Doch dann singt Björn Höcke den Rechten ein Schlummerlied.
Ein Hilferuf der Polizeidirektion Chemnitz nach Verstärkung lief ins Leere, schreibt die „Welt am Sonntag“. Das sächsische Inneministerium und die Bundespolizei weisen den Vorwurf zurück.
Unterstützungskommandos, Reiterstaffeln, Wassserwerfer und Sonderwagen. Sachsens Polizeipräsident Jürgen Georgie ruft Polizeieinheiten aus dem ganzen Land zur Hilfe. Er rechnet mit Straftaten.
Viele Chemnitzer verstehen ihre Stadt nicht mehr. Doch wer nach Lösungen fragt, wird ausgelacht – das sei Aufgabe der Politik, nicht der Bürger. Für heute sind weitere Demos angekündigt.
Ausschreitungen wie in Chemnitz sind aus Sicht von Petra Köpping überall möglich: Rechtsextreme seien dazu aus ganz Deutschland angereist. Sie räumt aber Fehler der sächsischen Politik ein und fordert mehr ziviles Engagement.
Viele Ostdeutsche leiden bis heute an Kränkungen der Nachwendezeit. Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping ist überzeugt: Nur eines kann das weitverbreitete Misstrauen in den Staat lindern.
Bei den Demonstrationen in Chemnitz rechnet die Polizei am Wochenende mit mehr als zehntausend Teilnehmern. Um die Einsatzkräfte wenigstens etwas zu entlasten, wird deswegen nun das Fußballspiel zwischen Dresden und dem HSV verlegt.
Zahlreiche Berliner haben auf einer Mahnwache vor der sächsischen Landesvertretung die Sachsen und die sächsische Regierung aufgefordert, den Ausschreitungen in Chemnitz ein Ende zu bereiten. Der Organisator fand deutliche Worte.
Nach den Geschehnissen in Chemnitz hat es Alexander Gauland als „normal“ bezeichnet, dass Menschen nach Tötungen „ausrasten“. Doch das gilt offenbar nur für ganz spezielle Fälle. Andere kommen ungeschoren davon.
Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, attestiert Sachsen ein chronisches Problem mit Rechtsextremismus. Im tschechischen Fernsehen äußert sich Präsident Zeman derweil zu den Ausschreitungen in Chemnitz.