Im Dienst der Macht
Die Türkei beschwichtigt: Auch Frankreich und Belgien hätten nach Terroranschlägen ja den Ausnahmezustand ausgerufen. Das stimmt zwar, ist aber doch nicht vergleichbar.
Die Türkei beschwichtigt: Auch Frankreich und Belgien hätten nach Terroranschlägen ja den Ausnahmezustand ausgerufen. Das stimmt zwar, ist aber doch nicht vergleichbar.
Bisher konnte die Türkei mit einer florierenden Wirtschaft und hohen Auslandsinvestitionen glänzen. Die Sorge vor weiteren überharten Reaktionen von Präsdent Erdogan ist groß. Es droht der große Abzug von Investorengeldern aus den Aktien- und Anleihenmärkten.
Angesichts der Entwicklungen in der Türkei will der CSU-Chef die EU-Beitrittsverhandlungen abbrechen. Für AfD-Vize Gauland ist die Türkei ein „eurasisches Land mit osmanischer Tradition“, das in Europa „nichts verloren“ habe.
Am übernächsten Sonntag wollen Tausende Unterstützer des türkischen Staatspräsidenten in Köln auf die Straßen gehen. Für die Polizei bedeutet das den Ausnahmezustand in der Domstadt.
Der Putsch als göttliches Geschenk: Was Petry von Erdogan lernen könnte.
Der Abschuss eines russischen Kampfjets an der syrischen Grenze durch die Türkei sorgte im November für eine Eiszeit zwischen Ankara und Moskau. Jetzt sind zwei türkische Piloten festgenommen worden.
Der Unmut über die Entwicklungen in der Türkei wird in der EU immer lauter. Auch Bundestagspräsident Lammert zeigt sich besorgt. CSU-Europapolitiker Weber fordert, die Beitrittsgespräche zu beenden.
In der Türkei nehmen jeden Tag die Repressionen zu. Wohin führen die Entwicklungen? Darüber wurde bei Maybrit Illner heftig gestritten. Fast wäre es sogar zum Abbruch der Diskussion gekommen.
Der Ausnahmezustand ist zum neuen Normalzustand in der Türkei geworden. Das Regime kämpft mit allen Mitteln der Einschüchterung gegen Erdogans Gegner – und glaubt damit tatsächlich die Demokratie zu retten.
Seit dem gescheiterten Putschversuch wurden in der Türkei Zehntausende festgenommen, entlassen oder suspendiert. Wer sind diese Menschen? Eine Übersicht.
Nach dem harten Durchgreifen der türkischen Führung wächst die Unsicherheit über Geschäfte mit dem Militärfonds und Kredite europäischer Förderbanken. Hochschulen sind vom Ausreiseverbot für Wissenschaftler entsetzt.
Was nach dem Putschversuch in der Türkei neu ist: Rocker aus Hessen treten als politische Akteure auf. In der Szene brodelt es seit Monaten, nun haben die „Bahoz“ den „Osmanen“ den Kampf angesagt.
Verrückte Börse: An der Wall Street meldet der Dow Jones den neunten Tag in Folge Kursgewinne. In Europa aber machen Anleger Kasse, die Lufthansa-Aktie ist nach einer Prognosesenkung im Sinkflug, die türkische Börse wegen des Ausnahmezustands unter Druck.
Erdogan hat, was er angestrebt hat: Alle Macht in seinen Händen. Wer ihn bisher noch kontrolliert hat, ist endgültig ausgeschaltet. Das Ende der Stabilität der Türkei steht bevor. Eine Analyse.
Die Türkei durchlebe gerade einen Zivilputsch, sagt Savaş Genç, Türkei-Experte und früher Professor an der Fatih-Universität in Istanbul im Interview. Wenn die Lage weiter eskaliere, halte er einen zweiten Putschversuch für möglich.
Die Türkei beschließt den Ausnahmezustand, die CSU will ein neues Steuerkonzept präsentieren und in Ansbach entscheiden Richter über die Übernahme von Kita-Kosten.
Seit der Nacht auf Donnerstag gilt in der Türkei der Ausnahmezustand. Außenminister Steinmeier und der österreichische Außenminister Kurz zeigen sich besorgt, führende türkische Politiker spielen die Entscheidung hingegen herunter.
Der Staatsstreich sei „vielleicht noch nicht vorbei“, sagt Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Wenige Stunden später trat der Ausnahmezustand in Kraft. Nun kann er weitgehend per Dekret regieren.
Die Grundrechte in der Türkei können in den nächsten drei Monaten eingeschränkt oder ausgesetzt werden. Für Menschen in dem Land kann das unangenehme Folgen haben.
Erdogan schafft tragende Säulen eines rechtsstaatlichen Gemeinwesens ab – und damit klare Verhältnisse.Westliche Wertegemeinschaft? Da kann man nur lachen.
Nach dem Putschversuch sind die türkischen Medien in einer ausweglosen Lage. Sie waren gegen den Umsturz, weil sie für Demokratie eintreten. So verhalfen sie Erdogan zum Machterhalt. Nutzen wird es ihnen nichts: Der Staatspräsident will die freie Presse auslöschen.
Selbst Gegner des türkischen Präsidenten Erdogan warnen: So harmlos, wie sie sich gibt, ist die Bewegung des islamischen Predigers Gülen nicht.
Graue Wölfe, Milli Görüs und Erdogananhänger heben die Fahnen: Dank Telefonmobilisierung und ideologischer Nähe bekommen auch kleine Städte Gelegenheit, sich über den Stand von Integration, Toleranz und Rechtsextremismus ein Bild zu machen.
Nachdem der türkische Präsident 1600 Dekane von Hochschulen zum Rücktritt aufgefordert hat, sollen jetzt Wissenschaftler aus dem Ausland zurückkehren – und vorerst nicht mehr ausreisen dürfen.
Gescheiterter Putsch, Anschläge, Bürgerkrieg im Südosten: Die Türkei steckt in einer gewaltigen Krise. Die Aktienkurse befinden sich seit Jahresbeginn dennoch im Plus. Wieso eigentlich?
Nach dem gescheiterten Putschversuch hat die türkische Luftwaffe erstmals wieder Stellungen der Kurdenrebellen im Irak bombardiert – und dabei 20 PKK-Kämpfer getötet. Präsident Erdogan kündigte außerdem eine „wichtige Entscheidung“ an.
Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat knapp 300.000 Mails der AKP-Partei von Präsident Erdogan veröffentlicht. Unterdessen verhaftet die türkische Polizei offenbar Menschen, die im Internet den Putschversuch befürwortet haben.
Die entscheidende türkische Oppositionspartei will Präsident Erdogan in der Wiedereinführung der Todesstrafe unterstützen. Über eine entsprechende Verfassungsänderung hätten aber andere zu entscheiden.
Ankaras Rachefeldzug gegen Anhänger der Gülen-Bewegung hat Deutschland erreicht. Auch aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich werden Übergriffe gemeldet.
Die „Säuberungen“ in der Türkei gehen weiter: Das Bildungsministerium hat mehr als 15.000 Staatsbedienstete vom Dienst freigestellt. Auch wurden 24 Fernseh- und Radiostationen die Sendelizenz entzogen.
In seinem ersten Interview nach dem Umsturzversuch spricht der türkische Präsident über die Todesstrafe, seinen Feind Fethullah Gülen und die Nacht des Putsches. Auch über das Verhältnis seiner Regierung zu den Medien hat Erdogan etwas zu sagen.
Der türkische Präsident Erdogan hat dem amerikanischen Sender CNN das erste Interview nach dem gescheiterten Putschversuch gegeben. FAZ.NET dokumentiert das Gespräch im amerikanischen Wortlaut.
Gegenüber dem Sender CNN äußert sich Recep Tayyip Erdogan zur Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei.
Im Interview mit dem Sender CNN spricht Recep Tayyip Erdogan über den Prediger Fethullah Gülen. Er fordert die Auslieferung Gülens von den Vereinigten Staaten.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beschreibt gegenüber dem Sender CNN die Nacht des Putschversuches.
26 türkische Generale sitzen nun wegen Putschvorwürfen in Untersuchungshaft. Das harte Vorgehen der Regierung wird von den EU-Staaten stark kritisiert – und könnte nicht nur für die Türkei ernste Folgen haben.