Die lästige Frage nach der Loyalität
Für Erdogan oder für die Demokratie? Wer einen deutschen und einen türkischen Pass hat, wird immer öfter aufgefordert, sich zu entscheiden. Mancher ist es inzwischen schon leid.
Für Erdogan oder für die Demokratie? Wer einen deutschen und einen türkischen Pass hat, wird immer öfter aufgefordert, sich zu entscheiden. Mancher ist es inzwischen schon leid.
Europa belügt sich im Umgang mit der Türkei selbst, das hat die Debatte bei Maybrit Illner gezeigt. Selbst eine einfache Frage wollen Konservative und Linke gar nicht erst beantworten.
Erdogans Propaganda hat alle Qualitäten kriegerischer Hetze. Dabei kann er auf seine Minister zählen und auf Presseorgane, die gerne Feindbilder entwerfen: Schlagzeilen von Tobsüchtigen.
Eine Sprache, ein Staat, eine Nation: AKP-Politiker zeigen den ultranationalistischen Wolfsgruß und heizen die Wut der Türken auf Europa an.
Noch ist der Populismus in Europa nicht geschlagen. In der Sendung von Sandra Maischberger wird eines klar: Die EU muss weiter besonnen handeln – nur dann hat sie auch eine Chance gegen Erdogan.
Mark Ruttes Kalkül ging auf. Der Ministerpräsident war Hauptnutznießer der Eskalation mit Ankara über die Auftrittsverbote für türkische Minister. Trotzdem steht er nun vor einer schwierigen Koalitionsbildung.
EU-Spitzenpolitiker verurteilen die Nazi-Vergleiche Ankaras. Am Flüchtlingsabkommen wollen sie aber festhalten. Unterdessen wirft eine deutsche Partei der Bundesregierung in dem Streit Führungsversagen vor.
Aufregung bei Twitter: Tausende Accounts wurden gehackt und verbreiteten unter dem Hashtag #Nazialmanya Propaganda gegen Deutschland und für Erdogan. Borussia Dortmund, ProSieben und und sogar Amnesty International waren betroffen.
Terror, Verhaftungen, Nazi-Vergleiche – so ist die neue Türkei. Ein beliebtes Reiseziel ist ungemütlich geworden. Doch es gibt auch Argumente, die für einen Urlaub in dem Land sprechen.
Im Streit um Werbeauftritte türkischer Politiker attackiert Präsident Erdogan die Niederlande abermals schwer – und lässt keinen Zweifel daran, was die Türken den „Feinden der Türkei“ beim Referendum im April antworten sollen.
Die Zeichen in den Beziehungen zwischen den EU-Staaten und der Türkei stehen weiter auf Sturm. Die Aufforderung, auf Nazi-Vergleiche zu verzichten, schlägt Ankaras Außenministerium in den Wind.
Wie reagieren Türken in Deutschland auf die Politik von Recep Tayyip Erdogan? Bei Frank Plasberg wird deutlich, dass es einigen schon lange nicht mehr um Integration geht.
Nordrhein-Westfalen will Nicht-EU-Ausländern das Wahlrecht geben. Dagegen läuft CDU-Generalsekretär Tauber Sturm - und verweist auf das aktuelle Verhalten der Präsidenten Erdogan und Putin.
Von angeblicher Verantwortungslosigkeit bis zur vorgeworfenen Erdogan-Gefolgschaft ist alles dabei: Zwei Tage vor der Wahl werfen Ministerpräsident Rutte und Herausforderer Wilders mit wüsten Anschuldigungen um sich. Doch nur einer liegt am Ende vorn.
Abermals holt der türkische Präsident gegen Kanzlerin Merkel aus und bezichtigt sie der Unterstützung von 4500 Terrorverdächtigen. Merkel will sich davon jedoch nicht provozieren lassen.
Der Streit mit den Niederlanden könnte Präsident Erdogan bei seinem geplanten Verfassungsreferendum in die Hände spielen. Selbst von der Opposition erhält er Rückenwind. Doch es regt sich auch Widerstand – aus der eigenen Partei.
Tornado-Warnung für die Nato: Wie lange kann sie sich noch auf ein Mitglied verlassen, das eine Brücke zum Westen nach der anderen abbricht?
Was bedeutet die geplante Verfassungsänderung in der Türkei im Einzelnen, und wie wird sie im Land diskutiert? Der Jurist Christian Rumpf über undemokratische Parteien, die Degeneration des Kabinetts und den Weg in die Diktatur.
Die verbalen Attacken und Drohungen der Türkei gegen die Niederlande beunruhigen Europa. Bundeskanzlerin Merkel springt Den Haag bei, SPD-Kanzlerkandidat Schulz wirft der Türkei „parteipolitisch motivierte Propaganda“ vor.
Für Sevim Dagdelen (Fraktion Die Linke) steht fest: Erdogan ist kein Partner, er nutzt den Flüchtlingsdeal zur Erpressung, und die Türkei-Politik bedürfe einer „radikalen Wende“, wozu sie einen Zehn-Punkte-Plan vorlegt.
„Nein zum Faschismus in der Türkei“: Am Samstag haben etwa 300 Männer und Frauen friedlich gegen die Pläne des türkischen Staatspräsidenten Erdogan demonstriert.
Der Streit um Rede-Auftritte türkischer Politiker in Europa eskaliert weiter. Innenminister de Maizière findet klare Worte, Verteidigungsministerin von der Leyen sieht die Schuld am Bosporus. Etliche CDU-Kollegen fordern eine harte Linie.
Der Streit um Rede-Auftritte türkischer Politiker in Europa eskaliert weiter. Verteidigungsministerin von der Leyen sieht die Schuld am Bosporus. Etliche CDU-Kollegen fordern eine harte Linie.
Bei Anne Will trifft Kanzleramtschef Altmaier auf den türkischen Jugendminister. Der tut so, als sei Erdogan ein echter Demokrat und der Nazi-Vorwurf gegen Deutschland und die Niederlande ganz okay. Ein denkwürdiger Abend.
Nach dem Auftrittsverbot für türkische Minister in den Niederlanden steht für Ministerpräsident Rutte außer Frage, sich zu entschuldigen. Erdogans Wortwahl sei „inakzeptabel“.
Vom jüngsten Streit zwischen der Türkei und den Niederlanden haben alle Protagonisten profitiert: Rutte, Wilders und Erdogan. Die Auslandstürken dürften aber die Verlierer sein. Ein Kommentar
Nun sind nicht mehr nur die Deutschen schuld: Ankara wettert gegen die Niederlande – und der in Marokko geborene Bürgermeister Rotterdams wehrt sich. Wie das ganze Land geriet er unversehens in den Mittelpunkt einer von Ankara provozierten Krise.
Der Streit zwischen der Türkei und den Niederlanden wegen abgesagter Wahlkampfauftritte hat sich in den letzten Stunden fast minütlich zugespitzt. Ein Überblick über die Ereignisse des Wochenendes.
Dänemark hat den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Yildirim abgesagt. Die dänische Regierung beobachte „sehr besorgt“ die jüngsten Entwicklungen.
Deutschland müsse entschieden auf Erdogans Angriffe reagieren, fordern Politiker in Berlin parteiübergreifend. Die Integrationsbeauftragte warnt aber davor, den Konflikt weiter eskalieren zu lassen.
Die Türkei hat in Europa ein nachrichtendienstliches Netz gespannt. Das sagt jedenfalls der Grüne Peter Pilz aus Österreich. Wie kommt er zu dieser Annahme?
Nach der Abschiebung der türkischen Familienministerin durch die Niederlande kündigt die Regierung in Ankara Konsequenzen „der schwersten Art und Weise“ an. Die niederländische Regierung verteidigt ihr Vorgehen, will aber deeskalierend vorgehen.
In der aufgeheizten Stimmung in Istanbul ist ein Unbekannter in das niederländische Konsulat eingedrungen und hat die türkische Flagge gehisst. Danach rief er „Gott ist groß“.
Erdogans Minister kämpfen in Deutschland für ihre Verfassungsreform. Sie haben viele Anhänger in Deutschland. Aber es gibt auch Türken, die das ganz anders sehen.
Eskalation in der Nacht: Polizisten hindern Familienministerin Kaya daran, das türkische Konsulat in Rotterdam zu betreten. Als „unerwünschte Ausländerin“ muss sie den Rückzug über die deutsche Grenze antreten. Es kommt zu Unruhen.
Die Niederlande verweigern dem türkischen Außenminister die Landung. Daraufhin soll die Familienministerin Ankaras versucht haben, von Deutschland aus mit dem Auto ins Konsulat in Rotterdam zu gelangen. Offenbar erfolglos.