Wilhelminismus in Grün
In den vergangenen zwölf Monaten dominierte in den Medien die kraftstrotzende Rhetorik des durchgreifenden Politikers. Das gefällt neuerdings sogar den Grünen. Und das beste daran: Jan Josef Liefers sagt Danke!
In den vergangenen zwölf Monaten dominierte in den Medien die kraftstrotzende Rhetorik des durchgreifenden Politikers. Das gefällt neuerdings sogar den Grünen. Und das beste daran: Jan Josef Liefers sagt Danke!
Ausgangsbeschränkungen ab einer Inzidenz von 100, Schulschließungen ab 165 und einheitliche Regeln für den Einzelhandel: Die „Bundesnotbremse“ ist beschlossen. 8000 Menschen demonstrieren nahe der Abstimmung gegen die Corona-Maßnahmen.
Der Historiker Volker Reinhardt über das Management der Pest im Mittelalter, die Abrechnung mit den Regierenden und was sich daraus für die Epidemie von 2021 lernen lässt.
In Berlin hat es im vergangenen Jahr rund tausend antisemitische Vorfälle gegeben. Fast jeder fünfte hing mit der Pandemie zusammen. Vor allem auf Demonstrationen wurden antisemitische Inhalte propagiert.
Hedwig Richter ist ein Star der Geschichtswissenschaft. Ein neuer Ton macht ihre Bücher über deutsche Demokratie und Kaiserreich zu Bestsellern. Er stößt aber auch auf fachliche Kritik. Ein Porträt.
Insgesamt dürfen am Samstag nur 2000 Menschen in Wiesbaden demonstrieren: Das hat die hessischen Landeshauptstadt angeordnet. Wegen dadurch notwendiger Kontrollen werden Behinderungen auch auf den Autobahnen erwartet.
Sein Auftritt bei der „Querdenker“-Demonstration in Kassel hat für viel Unmut bei der CDU gesorgt: Nun tritt der Frankfurter Martin Heipertz aus der Partei aus und kommt so einem Ausschlussverfahren zuvor.
Attila Hildmann ist vor der Justiz in die Türkei geflohen. Dort lässt er seinem Antisemitismus nun freien Lauf. Vorher nutzte er noch Codewörter, die auch bei manchen Querdenkern und Corona-Leugnern beliebt sind.
Der Berliner Verfassungsschutz beobachtet künftig die „Querdenken“-Bewegung. Dieser gehe es darum, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu destabilisieren, begründete Innensenator Geisel den Schritt.
Seit einem Jahr entscheidet das Frankfurter Verwaltungsgericht über Klagen zu Corona-Regeln. Präsident Rainald Gerster erklärt im Interview, warum Gefühl und praktiziertes Recht manchmal nicht zusammenpassen.
Die Frankfurter „Querdenker-Versammlung“ ist vorbei. Rund 500 Teilnehmer waren in den Rebstockpark gekommen. Es gab auch eine Festnahme.
Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen warnt vor gefährlichen Verschiebungen bei den Corona-Protesten. Bis zu zehn Prozent der Teilnehmer seien Rechtsextreme, sagt Herbert Reul.
Die Eskalation beim Aufmarsch der Querdenker in Stuttgart kam nicht überraschend. Die Landesregierung hätte die Demonstration gerne verhindert – und kritisiert die Behörden in Stuttgart.
Trotz Verbots hätten Menschen vor dem Haus des niedersächsischen Ministerpräsidenten protestieren wollen. Den Menschen sei es nur darum gegangen, „eine Drohkulisse“ gegen Weil aufzubauen.
Beim Protestzug der „Querdenken“-Initiative in Stuttgart halten viele der 10.000 Teilnehmer die Auflagen nicht ein. Ein Journalist wird attackiert.
Seit Anfang März bekommen Hörer des WDR-Senders 1Live immer wieder kurze Botschaften aus der „Querdenker“-Szene eingespielt. Die Bundesnetzagentur vermutet einen Piratensender hinter den Vorfällen und ermittelt.
Es sei „Saisonstart“, heißt es in einem Video, mit dem die „Querdenker“-Szene zu einer Großdemonstration aufruft. Offenbar wollen die Initiatoren auch die Gründung der Bewegung vor einem Jahr auf der Wasen-Festwiese feiern.
Deutschlands Politik ringt weiter um ihren Kurs in der Corona-Krise. Bei Frank Plasberg wird das grundlegende Problem deutlich. Und einer von der CDU verspricht gar Besserung.
Nena freut sich über die Querdenker-Demo in Kassel. Right Said Fred und Ian Brown von den Stone Roses halten Impfungen für einen Schwindel. War die Popmusik aber nicht eigentlich die Kunst des Fortschritts und der Aufklärung? Über eine notwendige Enttäuschung.
Sicherheitsabstände einhalten und Mund-Nasen-Bedeckungen tragen: Diese Auflagen gelten auch für demonstrierende „Querdenker“ am Wochenende in Darmstadt. Die Polizei will durchgreifen.
Der Versuch, die Querdenker-Demonstration in Darmstadt verbieten zu lassen, sind gescheitert. Die Corona-Gegner müssen alerdings ausweichen. In Hanau wurde eine geplante Kundgebung vom Veranstalter abgesagt.
Am Sonntag wollen rund 900 „Querdenker“ in Darmstadt gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Die Stadt hat den geplanten Versammlungsort in den Südosten der Stadt verlegt, um die direkte Nähe zum Impfzentrum zu vermeiden.
20.000 Menschen demonstrierten in Kassel gegen die Corona-Politik. Tausende hielten sich nicht an die Auflagen, trugen keinen Mund-Nasenschutz. Nena findet das offenbar prima.
Nachdem Martin Heipertz bei der umstrittenen „Querdenker“-Demonstration in Kassel gesprochen hat, reagiert die Frankfurter CDU: Sie beantragt ein Parteiausschlussverfahren.
Der „Spiegel“ schreibt, das Gesundheitsministerium habe FFP2-Masken beim „Unternehmen von Jens Spahns Ehemann gekauft“. Das ist ganz schön verdreht.
In Mainz dürfen sich die Menschen wieder über einen Hauch Normalität freuen. Nach der „Querdenker“-Demonstration in Kassel wird Kritik am Polizeieinsatz laut. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Im Februar noch hatte sich Martin Heipertz um eine Frankfurter Bundestagskandidatur für die CDU beworben. Am Samstag ist er nun bei der umstrittenen „Querdenker“-Demonstration in Kassel aufgetreten. Das löst Empörung aus.
Nach der „Querdenken“-Demonstration sieht die Polizeigewerkschaft die Verwaltungsgerichte in der Pflicht. Aber offenbar hat die Polizei selbst den Einsatz nicht ausreichend vorbereitet.
Die „Querdenker“ zieht es wieder auf die Straße, Meldungen über Flugblätter häufen sich – und der Ton ist noch radikaler geworden. Unterschätzen sollte man das nicht, warnen Verbraucherschützer.
„So nicht absehbar“ gewesen ist der Massenauflauf bei der „Querdenker“-Demonstration in Kassel, wie der Verwaltungsgerichtshof meint. Und: Die Stadt hätte Zeit für eine „Anhörungsrüge“ gehabt.
Bei der Demonstration in Kassel ließ die Polizei Verstöße gegen Regeln aus taktischen Gründen zu – und erntet dafür scharfe Kritik. Der Kasseler Oberbürgermeister nimmt die Beamten in Schutz.
Bei Protesten wie am Wochenende in Kassel kann die Polizei eigentlich nur alles falsch machen. Ungleichbehandlung von „Querdenkern“ und Gegendemonstranten geht aber nicht.
20.000 Menschen demonstrierten am Samstag in Kassel gegen die Corona-Politik – viele von ihnen unter Missachtung der Auflagen. Nach Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten steht das Einsatzkonzept in der Kritik.
Auch Bayerns Verfassungsschutz hat die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen im Blick. Teile der „Querdenker“ würden beobachtet, sagt Innenminister Herrmann. Klassische Rechtsextremisten fänden sich aber nur vereinzelt darunter.
Die zum Teil schweren Auseinandersetzungen zwischen „Querdenkern“ und Polizei am Samstag in Dresden haben ein politisches Nachspiel.
Vor knapp einem Jahr hat sich die Initiative als eine von mehreren aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen gebildet, bis heute ist sie schwer einzuordnen. Warum?