Wo die Trompeten blasen
Dort liegt im Zürcher Schauspiel „Amerika“: Frank Castorf macht aus Franz Kafkas feinem Roman einen Volksbühnenjahrmarkt. Ein Vorgeschmack auf das, was uns in Bayreuth erwartet?
Dort liegt im Zürcher Schauspiel „Amerika“: Frank Castorf macht aus Franz Kafkas feinem Roman einen Volksbühnenjahrmarkt. Ein Vorgeschmack auf das, was uns in Bayreuth erwartet?
Von der großspurigen Ankündigung, eine europäische Piratenpartei zu gründen, bleibt auf dem Treffen des internationalen Dachverbandes in Prag nicht viel übrig.
Prag lehnt Berlins liebstes Kind, den Fiskalpakt, ab und baut sein Kernkraftwerk an der Grenze zu Deutschland aus. Doch die Beziehungen sind natürlich so gut wie nie.
Anlässlich des Besuchs der Bundeskanzlerin in Prag hat der tschechische Ministerpräsident Nečas zugesichert, sich an den Fiskalpakt halten zu wollen - auch ohne Unterschrift.
Tonkunst: Ein Prager Großstadtroman von Jaroslav Rudis lässt die Stadt der Romantiktouristen ganz anders klingen - lauter, ehrlicher und schöner.
Roelant Saverys Blumenstillleben gehören zu den ältesten ihrer Art: Koller versteigert bei seinen Frühjahrsauktionen in Zürich eines dieser seltenen Exemplare.
Im Präsidentschaftswahlkampf taucht Frankreich tief ein in das Doppelleben eines Mannes, dem es beinahe das höchste Amt anvertraut hätte. Dominique Strauss-Kahn muss aussagen, weil er Sexorgien organisiert haben soll.
Während ihre Freunde im Klassenraum saßen, stand Isolda Dychauk, die derzeit als Gretchen in „Faust“ zu sehen ist, vor der Kamera. Und irgendwann merkte sie, dass sie nicht mehr viel gemeinsam hatten. Wie es ist, beim Filmen erwachsen zu werden.
Der große alte Mann des Exils: Der Verleger Josef Škvorecký, ein unermüdlicher Unterstützer des tschechischen Widerstands und Literat von Rang, ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
Das letzte Buch, das Václav Havel konzipierte, erscheint in Deutschland: eine hinreißende Textauswahl aus den „Briefen an Olga“, ergänzt um bislang unveröffentlichte Fotos Erich Lessings.
Letztes Geleit durch Prag für Václav Havel: Mit dem Katafalk, der einst für das Begräbnis von Tomás Masaryk verwendet worden war.
In Prag beginnen die Trauerzeremonien für Václav Havel. Das Volk strömt auf die Straßen. Und sogar sein alter Gegenspieler Klaus findet Worte der Würdigung.
Sein dramatisches Werk ist ein Manifest des Zweifels. Als Autor und Politiker aber kämpfte er gegen die Herrschaft der Lüge und der Ideologie: Zum Tod Václav Havels.
Václav Havel kämpfte gegen das sozialistische System, für die Begründung einer „Bürgergesellschaft“, gegen den Zerfall der Tschechoslowakei. Als Politiker war ihm nicht immer Erfolg beschieden. Doch als moralische Autorität blieb er unübertroffen.
Der frühere tschechische Präsident, Schriftsteller und Dissident Václav Havel ist im Alter von 75 Jahren in der Nähe von Prag gestorben. Das gab sein Büro am Sonntag bekannt.
Der tschechische Ministerpräsident Necas hat die Beteiligung seines Landes am Euro-Rettungsplan in Frage gestellt. Den beim EU-Gipfel beschlossenen Plan unterschreibe er nicht blanko.
Hat der Kunsthändler und Sammler Heinz Berggruen sein Leben gefälscht? Eine Biographie behauptet, er sei ein Betrüger. Eine Kampagne versucht nun, ein bewegtes Leben zu skandalisieren.
Die Bombenanschläge auf Ikea-Filialen in Dresden und in mehreren europäischen Ländern sind aufgeklärt. Zwei bereits im Oktober in Polen festgenommene Männer haben der Polizei die Taten gestanden.
Wir treffen Rebekka Bakken auf einer Terrasse am Wörthersee. Dort ist und isst die Sängerin einmal im Jahr, in einer Art Wellness-Hotel, wo sie Körper und Seele stärkt.
Auf dem Rasen kann die Ukraine schon mithalten. Noch lernen will das Land, wie man ein guter Gastgeber für ein Fußballturnier wird - und zwar von den Deutschen.
Spricht man vom Teufel: Umberto Eco hat die größte aller Verschwörungstheorien in ein Buch gepackt. Aber ist „Der Friedhof in Prag“ ein Roman?
Jiří Kolář war einer der wichtigsten tschechischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Auf dem Kunstmarkt ist sein Œuvre allerdings kaum geläufig. Die Galerie Schüppenhauer in Köln ändert das nun mit einer Einzelschau.
Der Schriftsteller Steve Sem-Sandberg hat einen Roman über das Leben im Getto und die Schoa geschrieben, in dem er historische Quellen mit Ausgedachtem mischt.
Laurent Binets Roman „HHhH“ über das Attentat auf den SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich tritt anspruchsvoll auf, setzt aber in Wahrheit ganz auf Einfühlung und Subjektivität.
Im Norden Böhmens kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Tschechen und Roma. Beschwerden der Bürger wurden lange ignoriert - nun lenken zwei brutale Gewalttaten die Aufmerksamkeit auf die Region.
Vor mehr als vierhundert Jahren dachte sich Johannes Kepler auf den Mond: Sein Text, der nun erstmals vollständig auf Deutsch vorliegt, ist ein wissenschaftlich- literarisches Spiel, das für sich einzunehmen versteht.
Umberto Ecos neuer Roman erscheint am Dienstag. Er macht Italien ein giftiges Geschenk. Zu Hause in Mailand erzählt er, warum Verschwörungen so leichtes Spiel haben.