Die grünen Seiten des goldenen Prag
Die Gärten der tschechischen Hauptstadt sind echte Schätze. Und gut gehütet. Nicht jeder findet sie. Unser Autor hat die grünen Oasen entdeckt.
Die Gärten der tschechischen Hauptstadt sind echte Schätze. Und gut gehütet. Nicht jeder findet sie. Unser Autor hat die grünen Oasen entdeckt.
Sein Lieblingscafé ist nun eine Katine, an seinem Wohnort steht ein Hotel, doch die Brücke aus dem „Process“ gibt es noch: ein Spaziergang durch Prag auf Kafkas Spuren.
Kafka, Rilke, Smetana: Für viele Künstler wurde das Schloss Loučeň in Böhmen zu einem inspirierenden Zufluchtsort. Nach vielen Jahren des Verfalls strahlt es heute wieder diese Kraft aus.
Die in Prag mitregierende Piratenpartei hat bei Regional- und Senatswahlen eine schwere Niederlage erlitten. Das Präsidium trat geschlossen zurück. Wahlsieger ist die rechtspopulistische ANO des Miliardärs Andrej Babiš.
Mehrfach zum Tode verurteilt worden und trotzdem überlebt: Ein Leben lang kämpfte der Schriftsteller Ivan Klíma gegen Vereinnahmung. Dabei wollte er immer nur schreiben.
Sein Roman „Feiglinge“, der die letzten Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs in einer tschechischen Kleinstadt beschreibt, machte ihn berühmt und zum Dissidenten: Zum hundertsten Geburtstag des großen Autors Josef Škvorecký.
Auch am Dienstag kämpfen in Polen, der Tschechischen Republik, Rumänien und Österreich zahlreiche Menschen gegen die Überschwemmungen. Jetzt bedrohen die Wassermassen auch Regionen in Deutschland.
Starker Regen setzt ganze Landstriche in der Tschechischen Republik, Polen und Österreich unter Wasser. Mehrere Menschen sterben. Auch im Osten Deutschlands werden die Pegelstände steigen.
Wie reagieren Deutschlands Nachbarstaaten auf die Debatte über Zurückweisungen? In Warschau und Prag hat sie bisher keine großen Wellen geschlagen. Österreichs Innenminister zieht jedoch eine klare Linie.
Nicht die geringste geistige Verbindung? Kafkas Beziehung zu München war schwierig. Dabei fand hier eine von zwei seiner öffentlichen Lesungen statt.
Mitte Juli hatte die tschechische Regierung Südkorea den Auftrag für eine neues Kernkraftwerk in Aussicht gestellt. Dagegen klagen jetzt die Verlierer.
Die Proteste der Arbeitnehmer sind verpufft: Der Figurenhersteller Schleich gibt den Stammsitz in Schwäbisch Gmünd auf und zieht nach Prag und München. Einzig die Logistik bleibt am alten Standort.
Die Menschen auf dem Schlepper-Lkw waren gesundheitlich in schlechtem Zustand. Für eine Frau kam jede Hilfe zu spät – sie starb noch auf der Autobahn.
In der Kunst ist nichts unmöglich: Der schon zu Lebzeiten legendäre tschechische Filmregisseur Jan Švankmajer wird neunzig Jahre alt.
Der tschechische Dirigent Jakub Hrůša musiziert auf drei Kontinenten. Jetzt plant er etwas Großes: die Zusammenführung der Tschechischen Philharmonie mit den Bamberger Symphonikern in Prag. Ein Gespräch
Was passiert, wenn man eine Nacht am Grab von Eduard Mörike verbringt? Man schreibt eine Dankesrede, die eigentlich eher eine Erzählung ist. Auch die Geister von Hermann Hesse, Franz Kafka und anderen spuken darin herum.
Im September 1923 kam Franz Kafka in die deutsche Hauptstadt, um mit seiner späten Liebe Dora Diamant ein neues Leben zu beginnen. Er blieb nur ein halbes Jahr, dann zwang ihn seine Krankheit zur Abreise.
Die Haarnadel bin ich: Das Muzeum Susch erinnert an die phänomenalen Prager Fotokünstlerinnen Emila Medková und Běla Kolářova.
Wohin mit alten Büchern? In Wien sammelt sie der Buchhändler Thalia ein für den tschechischen Onlinehändler Bookbot. Der hat große Pläne – in Deutschland.
An der ukrainischen 3. Sturmbrigade scheiden sich wegen der Tradition der rechtsextremen „Asow“-Bewegung die Geister. Besuch einer Veranstaltung in Prag.
Der Spielwarenhersteller Schleich verkündet die Aufgabe des Stammsitzes und lässt Arbeitnehmer im Ungewissen. Die Private-Equity-Gesellschaft im Hintergrund schweigt – und bestätigt so viele Vorurteile über die Branche.
In der tschechischen Hauptstadt Prag gibt es niemanden, der nicht über die hohen Preise auf dem Wohnungsmarkt schimpft. Dass mit den Touristen auch Airbnb zurückkommt, macht es nicht leichter.
Im Sommer 1907 besuchte Franz Kafka seinen Onkel Siegfried Löwy in Triesch. Tagsüber badete er, fuhr Motorrad und trank Bier. Seine Abende verbrachte er mit einer jungen Wienerin names Hedwig.
Die „Lidové noviny“ war eine Zeitung intellektueller Auseinandersetzungen. Nun soll sie zumindest in gedruckter Form eingestellt werden.
Nach zehn Jahren Suche hat sich die tschechische Regierung entschieden: Südkoreas KHNP soll die neuen Atomanlagen bauen. Für Frankreichs EdF ist das eine Schlappe.
Nach langem Vorlauf beginnt die tschechische Regierung die energiepolitische Erneuerung des Landes: Zwei neue Atomkraftwerke sollen die Stromversorgung sichern.
Nachdem er wegen Verleumdung vor Gericht stand, verreiste Johnny Depp nach Tschechien. Dort soll er sich verliebt haben: in ein Model, das einen Schönheitssalon in Prag betreibt.
Der mutmaßliche Mörder der kleinen Valeriia aus Döbeln ist in Sachsen angekommen. Der 36-Jährige soll nun in Chemnitz einem Haftrichter vorgeführt werden. Das neun Jahre alte Opfer war auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden.
Topographie des Widerstandes: Bei der Prager Kunstbiennale „Matter of Art“ dokumentieren Künstler Kriegsverbrechen. Kuratoren und Aktivisten erlauben sich jedoch auch Banalitäten und Ignoranz gegenüber Erinnerungsorten.
Tetschen-Bodenbach war für Kafka nur Ziel langweiliger Dienstreisen – bis er und Felice Bauer dort versuchten, ihre Beziehung wiederzubeleben.
Der Eurocity aus Prag ist an einem geöffneten Bahnübergang in einen Bus geprallt. Laut dem slowakischen Verkehrsminister führte „wahrscheinlich“ menschliches Versagen zu dem Unglück mit mehreren Toten.
Der Fernzug von Prag nach Budapest prallte rund 100 Kilometer vor der slowakischen Hauptstadt Bratislava mit einem Bus zusammen. Rettungsdienste melden mindestens fünf Tote und weitere Verletzte.
Die Kunsthalle Prag zeigt mit dem Werk Lucia Moholys Arbeiten einer bis heute kaum bekannten Meisterfotografin. Bedenkenlos bediente sich Walter Gropius an ihren Fotografien.
Eine tschechische Familie macht in Kroatien Urlaub. Der Vater betritt mit seinem Sohn einen Truppenübungsplatz. Die beiden finden dort eine Handgranate, die den Sohn später tötet. So erzählt es die Polizei. Aber wie starb der Sohn wirklich?
Sebastian Guggolz versammelt in einer Anthologie Respekterweise zeitgenössischer Autoren an den Vater der literarischen Moderne.
Seine Syntax und seine Sprechweise verrieten, dass er die Verbindung der Literatur mit dem Leben suchte und jeder Endgültigkeit entgegenwirken wollte: Erinnerungen an Peter Demetz.