Hier Zauber, dort Realismus
Václav Vorlicek hat „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gedreht – und auch in anderen Filmen subtile Botschaften in Zeiten des Sozialismus untergebracht. Nun ist der tschechische Regisseur gestorben.
Václav Vorlicek hat „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gedreht – und auch in anderen Filmen subtile Botschaften in Zeiten des Sozialismus untergebracht. Nun ist der tschechische Regisseur gestorben.
Vor fünfzig Jahren verbrannte sich Jan Palach in Prag, und in der Sowjetunion erzählte meine Mutter es unter Tränen ihren Schülern. Aber das war verboten – und gefährlich.
Die Eon-Ausgründung Uniper betreibt neben deutschen auch Kohlekraftwerke in Frankreich – und Präsident Macron will aus der Kohle aussteigen. Hohe Zeit für einen Verkauf.
Wenige Regisseure haben Kinder so gut verstanden wie Václav Vorlícek. Jeder kennt seine „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, einen der berühmtesten Märchenfilme. Aber fast niemand kennt ihn.
Broschen, Portemonnaies, Ohrringe und Fliegen – und das alles aus Holz: Diese Nische haben Henrik Roth und seine drei Gründerkollegen für sich entdeckt. In der Weihnachtszeit stehen sie vor einer besonderen Herausforderung.
Auswärtsspiel für Roeland Wiesnekker: Der neue „Prag-Krimi“ der ARD ist eine absurde Komödie voller Spielfreude und sinistrem Humor. Einer der üblichen Donnerstagsfilme ist das nicht.
Der tschechische Regierungschef Andrej Babiš ist in viel Übles verwickelt. Nun soll er auch noch seinen Sohn entführt haben. Ein Misstrauensvotum am Freitag überstand er trotzdem.
China weitet seinen Einfluss in Europa aus, durch Investitionen erzeugt das Land Abhängigkeiten. Das führt dazu, dass Kritik an Peking immer mehr verstummt – Europa hat kein Gegenmittel.
Ein Film, der das zentrale Ereignis wie ein traumatisierendes Tabu umkreist: Arte erinnert mit „Der Verrat von München“ an die Preisgabe der Tschechoslowakei an Hitler vor achtzig Jahren.
Am Prager Ständetheater inszeniert Vera Nemirova Beethovens „Fidelio“ als Drama innerer Freiheit. Ein glanzvolles Ende versagt sie der Oper.
Junggesellenabschiede werden immer beliebter. Für Agenturen sind sie ein gutes Geschäft. Hinsichtlich der Vorlieben von Frauen und Männern stellen sie große Unterschiede fest.
Jaqueline Phillip versuchte mit 19 Jahren zum ersten Mal mit ihrer Freundin aus der DDR zu flüchten. Jeder hat jeden verraten.
Hundert Kirchen, hundert Brunnen und eine überbordende barocke Architektur: Olmütz, einst Königssitz, militärische Festung und Hochburg des Katholizismus, will das Prag Mährens werden. Und die Chancen stehen gut.
Tschechen und Slowaken haben der Niederschlagung des „Prager Frühlings“ vor 50 Jahren gedacht. In Prag störten Demonstranten dabei die Rede des tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš – mit Pfiffen und „Schande“-Rufen.
Fotos des Prager Frühlings unterscheiden oft klar in Recht und Unrecht. Doch so einfach ist die Sache nicht. Ein Kommentar.
Mit dem geheimen Sender „Moldau“ versuchte das DDR-Regime, die politischen Reformbewegungen im Nachbarland zu stoppen. Er zählte zu den am besten gehüteten Geheimnissen.
Tschechen und Slowaken stellten sich vor fünfzig Jahren gewaltfrei der Invasion des Warschauer Paktes entgegen. Für einige Tage waren sie stärker als die Panzer der Okkupationstruppen.
Panzer der Sowjetarmee in den Straßen von Prag: Augenzeugen erinnern sich an die dramatischen Stunden im Jahre 1968.
Konterrevolutionäre, Hochverräter und ein besoffener Soldat aus Polen: Ein Gespräch in der Sauna über unsere Erinnerungen an den heißen tschechoslowakischen Sommer 1968.
Vor 50 Jahren beginnt in Prag ein einzigartiges Experiment - ein „Sozialismus mit menschlichem Gesicht“. Gallionsfigur ist Alexander Dubcek, der am 5. Januar 1968 Chef der Kommunistischen Partei in der damaligen Tschechoslowakei wird. Doch der Kreml in Moskau ist nicht bereit, soviel Freiheit zu tolerieren und beendet den Prager Frühling abrupt.
Es ging um Befreiung von doktrinärer Bevormundung. Die Hoffnung auf Reformierbarkeit des Sowjetsozialismus wurde aber niedergewalzt.
Der Prager Frühling 1968 begann als zaghafte Reform von oben und wurde als revolutionäre Massenbewegung zu einer Herausforderung für den von der Sowjetunion geführten Ostblock.
Am Beginn des Dreißigjährigen Kriegs steht wie ein Symbol der berühmte Prager Fenstersturz: Ein bisher noch nie auf Deutsch zu lesendes Zeitzeugnis erzählt dessen wahre Geschichte.
Was mein Weg von Prag nach Berlin und meine vielen Jahrzehnte in Deutschland mich gelehrt haben – die Dankesrede zur Verleihung des Italo-Svevo-Preises.
Unglücklich ohne ihn, und mit ihm erst recht: Jaroslav Hašek, der Autor des „braven Soldaten Švejk“, und die Dichterin Jarmila Mayerová hätten das Traumpaar der tschechischen Literatur sein können.
Vor 400 Jahren stürzten Aufständische in Prag die Statthalter des Königs aus einem Fenster der Prager Burg. Damit begann der 30-jährige Krieg, der alles übertraf, was man vorher kannte. Ein Interview.
Glaubenssätze wanken, Allianzen bröckeln: Kann es sein, dass das apokalyptische Weltgefühl von heute viel mit der Unheilserwartung im Dreißigjährigen Krieg zu tun hat? Es begann vor 400 Jahren.
Seit Monaten wird über eine Verstrickung der Slowakei in die Entführung des vietnamesischen Geschäftsmanns Xuan Thanh Trinh in Berlin spekuliert. Mittlerweile ist sich Bratislava der eigenen Unschuld nicht mehr sicher.
Sie gilt als Wahrzeichen der tschechischen Hauptstadt Prag und gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Europa: Die Karlsbrücke. Kaiser Karl der IV. ließ sie erschaffen, heute ist sie eine beliebte Fotokulisse für Menschen aus aller Welt.
In Berlin steht ein Mann vor Gericht, der in die Verschleppung des vietnamesischen Funktionärs verwickelt sein soll. Immer mehr Einzelheiten kommen nun ans Licht – doch viele Fragen sind noch ungeklärt.
Robert Lebecks Fotos erzählen in Wolfsburg andere Geschichten von 1968. Seine Bilder zeigen unscheinbare Momente – aber auch weltbewegende Ereignisse.
Unschöne Szenen in Wien: Abgeordnete verschiedener Nationalitäten geraten aneinander. Der Auslöser sind Beleidigungen und ein Stück Zucker.
Wohnungen in europäischen Metropolen sind begehrt. Doch nicht immer lohnt sich der Kauf. Ein Blick auf die Favoriten der Deutschen.
Die Türkei suchte Salih Muslim über Interpol als „Terroristen“. Nun gibt es Spekulationen über Auftragsvergabe für Wiederaufbau Syriens
Die Rechtsaußen-Fraktion im Europaparlament hält einen Kongress in Prag ab. Der Tagungsort ist kein Zufall, sondern ein Signal: In Tschechien rechnen die EU-Gegner mit großem Zustimmungspotenzial für radikale Ansichten.
Man muss es verstehen, wenn Warschau, Prag und Budapest nicht der deutschen Flüchtlingspolitik folgen wollen. Aber sie müssen europäische Beschlüsse befolgen.