Die Visegrád-Rebellen
Die Bürgermeister von Budapest, Prag, Warschau und Pressburg haben einen „Pakt der freien Städte“ geschlossen. Sie bekennen sich zu Weltoffenheit und Klimaschutz und grenzen sich scharf von ihren Landesregierungen ab.
Die Bürgermeister von Budapest, Prag, Warschau und Pressburg haben einen „Pakt der freien Städte“ geschlossen. Sie bekennen sich zu Weltoffenheit und Klimaschutz und grenzen sich scharf von ihren Landesregierungen ab.
In der tschechischen Hauptstadt Prag versammelten sich wieder Zehntausende, um gegen den Regierungschef Andrej Babiš zu protestieren.Die Demonstranten werfen Babiš vor, den Staat zum eigenen Vorteil missbraucht zu haben.
Erzähler, Lebenskünstler, kulinarischer Kenner: Joseph Wechsberg hatte ein aufregendes Leben zwischen Prag, Wien und Amerika. Er hinterließ Rezepte, die wir originalgetreu nachgekocht haben.
Hunderttausende haben in Prag gegen die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babiš demonstriert. Doch die Lage ist anders als 1989.
Rund 250.000 Menschen demonstrieren in Prag gegen Ministerpräsident Andrej Babiš. Die Abneigung gegen den Milliardär verbindet sie. Doch ein starker Schulterschluss jenseits der Proteste fehlt.
Vor 30 Jahren stürzten tschechische Studenten und ein sanfter Dichter das kommunistische Regime in Prag. Zum Jahrestag wollen Gegner des umstrittenen Ministerpräsidenten Andrej Babiš ebendiesen Geist wieder heraufbeschwören.
Die von der Samtenen Revolution besonders Begeisterten gelten in der Tschechischen Republik und in der Slowakei als „Sonnenmenschen“. Sie blicken auf 30 Jahre mehr oder minder kreative Schmähungen zurück.
Sind Menschen in Tierkostümen angemessene Attraktionen für eine Unesco-Welterbestadt? Die Stadt Prag findet nein und verbietet Straßenkünstlern die Verkleidung. Auch Seifenblasen sind nicht mehr erlaubt – sie sind zu gefährlich.
Peking hat die Städtepartnerschaft mit Prag gekündigt. Dessen Bürgermeister Hřib wollte eine Klausel streichen, die die Ein-China-Politik anerkennt. Doch der Streit ist auch ein innertschechischer.
Die flatterhafte Fabel in den düsteren Sphären Dostojewskis: Mit Rodion Schtschedrins Oper „Lolita“ erlebt das Prager Ständetheater eine Sternstunde des zeitgenössischen Musikschaffens.
In Prag haben die zweitägigen Trauerfeierlichkeiten für Karel Gott begonnen. Fans, viele von ihnen in Tränen, gingen am Sarg des Sängers vorbei und verbeugten sich. Ein tschechischer Politiker sorgte für Kopfschütteln.
In Prag bildete sich eine kilometerlange Schlange vor dem Sophienpalais, wo der Sarg des Schlagerstars aufgebahrt war.
1989 waren Flüchtlinge Helden – 2019 sind sie es nicht mehr. Es nützt nichts, schöne Reden auf Früher zu verfassen, wenn jeder sehen kann, wie Flüchtlinge heute in Europa behandelt werden.
Europa ist nicht das Paradies geworden, von dem viele Bürger geträumt hatten, sondern ungemütlich und voller neuer Unsicherheiten. Doch den Kopf in den Sand zu stecken ist keine taugliche Strategie für die Zukunft – es braucht Mut.
Der tschechische Schlagersänger Karel Gott ist tot. Er starb am Dienstagabend kurz vor Mitternacht im Alter von 80 Jahren. Vor wenigen Wochen hatte er seine Leukämie-Erkrankung öffentlich gemacht.
Dreißig Jahre nach Hans-Dietrich Genschers Auftritt in Prag: Wenn Europas Gräben nicht tiefer werden sollen, müssen sie zugeschüttet werden – von allen Seiten.
Nachdem der Außenminister den freien Weg in die BRD angekündigt hatte, flüchteten noch mehr DDR-Bürger in die deutsche Botschaft in Prag. Zwei ehemalige Flüchtlinge und ein früherer Botschaftsnachbar berichten.
Am 30. September 1989 stand Hans-Dietrich Genscher auf dem Balkon der westdeutschen Botschaft in Prag und erteilte den DDR-Bürgern, die hierher geflüchtet waren, die Genehmigung zur Ausreise in die BRD. Drei Wellen der Ausreise folgten, an deren Ende der Mauerfall am 9. November 1989 stand.
Gemeinsam mit seiner Frau packte Rolf Mahlke damals das Nötigste und fuhr in die damalige Tschechoslowakei. In Prag wurden vor 30 Jahren DDR-Flüchtlingen freies Geleit in den Westen versichert. Dort wird zum Jubiläum den der Ausreise der Flüchtlinge ein „Fest der Freiheit“ veranstaltet.
Es ist ein Krieg der Erinnerungen: Um die Prager Statue des Sowjetmarschalls Iwan Konew entbrannte eine heftige Kontroverse. Auch russische und tschechische Diplomaten mischen mit.
Als F.A.Z.-Korrespondentin berichtete unsere Autorin 1989 aus Osteuropa: Hier erinnert sie sich an die bemerkenswert gute bulgarische Auslandspropaganda, die schwarze Liste Rumäniens – und die Telefonleitungen in Prag.
Im Zug von Berlin nach Prag fühlt man sich wie in einer tschechischen Kneipe. Der Speisewagen ist eine kleine Welt in einer großen. Und die Fäden laufen bei Herrn Peterka zusammen.
Die Schlüsselfrage wurde verwischt: Ohne den Vergleich mit anderen osteuropäischen Ländern kommt die Debatte um Revolution und Protestkulturen von 1989 nicht voran. Ein Gastbeitrag.
Zahnbürsten kommen bei den Nilpferden im Prager Zoo zwar nicht zum Einsatz, aber die regelmäßige Reinigung mit dem Wasserschlauch scheinen die Tiere regerecht zu genießen.
An der Roboter-Bar in Prag werden die Drinks über einen Touchscreen bestellt. Dabei stehen 16 Cocktails zur Auswahl. Die Maschine schafft bis zu 80 Cocktails pro Stunde.
Die vier mittelosteuropäischen Länder verbuchen es als persönlichen Erfolg, dass weder Manfred Weber noch Frans Timmermans EU-Kommissionspräsident wird. Ungarns umstrittener Premier Viktor Orbán spricht gar von einem „wichtigen Sieg“.
Wollt ihr Jan Hus oder die Jungfrau Maria? Die tschechische Hauptstadt Prag hat eine lange Tradition im Errichten und Niederreißen von Denkmälern. In einer gespaltenen Gesellschaft trifft das Politiker so gut wie Heilige. Ein Gastbeitrag.
Er hat 250.000 Menschen in Prag gegen Regierungschef Babiš mobilisiert: Mikulaš Mlinář. Im Interview mit FAZ.NET erzählt der 26-jährige Student, warum er in der Organisation „Millionen Momente für die Demokratie“ mitwirkt und was ihr Ziel ist.
250.000 Tschechen haben am Sonntag in Prag den Rücktritt des Regierungschefs Andrej Babis gefordert. Es war die größte Demo seit der Samtenen Revolution 1989 in Prag.
In Prag fordern rund 250.000 Menschen den Rücktritt von Regierungschef Andrej Babis. Es ist die größte Massendemonstration in Tschechien seit dem Ende des Kommunismus vor 30 Jahren. Babis steht im Verdacht, als Unternehmer unrechtmäßig von EU-Subventionen profitiert zu haben.
Es ist die größte Demonstration des Landes seit 1989. Etwa 300.000 Menschen sind in Prag auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Regierungschef Andrej Babiš und Korruption im Land zu setzen.
Diktatoren ringen mit ihren Darstellungen in Filmen. Peter Demetz zeigt an fünf Beispielen des zwanzigsten Jahrhunderts, zu welchen Verwerfungen das führen konnte.
Nur in einem solchen Biotop konnten Wissenschaft, Sammlerwesen und Kunsthandel zum gegenseitigen Nutzen verschmelzen: Rom zeigt den Werdegang des weltberühmten Archäologen und Sammlers Ludwig Pollak.
An diesem Mittwoch wird die Leipziger Buchmesse eröffnet. Tschechien ist Gastland und bringt mehr als sechzig Autoren mit. Es sind Grenzgänger zwischen Geschichte und Gegenwart, Wirklichkeit und Phantasie.
Vor achtzig Jahren marschierte die Wehrmacht in der tschechoslowakischen Hauptstadt ein. Am gleichen Tag vor zwanzig Jahren trat Tschechien der Nato bei. Was verbindet beide Ereignisse?
Wer sich von Eva Hotovcová Prag zeigen lässt, der sieht bald überall Gespenster: Ein Spaziergang mit dem Spukbären, einer Adeligen mit Schuhtick und anderen Schauergestalten.