Die Drohnen-Großmacht Türkei
Aserbaidschan verdankt seine Überlegenheit im Karabach-Krieg auch türkischen Drohnen. Das ist kein Zufall: Für die außenpolitischen Ambitionen von Präsident Erdogan hat die Waffenart eine ganz besondere Bedeutung.
Aserbaidschan verdankt seine Überlegenheit im Karabach-Krieg auch türkischen Drohnen. Das ist kein Zufall: Für die außenpolitischen Ambitionen von Präsident Erdogan hat die Waffenart eine ganz besondere Bedeutung.
In der Türkei wurde in den letzten Tagen über zwei Hubschrauber-Geschichten gesprochen: In der einen geht es um einen der schlimmsten Fälle von Folter seit langem – in der anderen um die Gefälligkeit eines Generalstaatsanwalts.
Mehr als zwei Jahre saß die Kölnerin Hozan Cane wegen Terrorvorwürfen in einem türkischen Gefängnis. Nun kommt sie überraschend frei. Auch Canes Tochter wird in der Türkei festgehalten.
Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland ist ein 60 Jahre alter Mann zu zweieinhalb Jahren Gefägnisstrafe verurteilt worden. Er soll Spenden- und Propagandakampagnen zugunsten der PKK organisiert und überwacht haben.
Die Staatsanwaltschaft forderte 15 Jahre Haft für den „Welt“-Reporter Deniz Yücel. Das Gericht verurteilte ihn wegen angeblicher Terrorpropaganda für die PKK. Sein Anwalt will in Berufung gehen.
Die Türkei hatte bereits Mitte Juni die Luft- und Bodenoffensive „Adlerkralle“ und „Tigerkralle“ im Nordirak begonnen. Sie richtet sich gegen die PKK, die in den Kandil-Bergen ihr Hauptquartier hat.
Eigentlich war heute das Urteil im Prozess gegen den „Welt“-Reporter erwartet worden. Doch kurz nach Verhandlungsbeginn verkündeten die Richter, sie wollten zunächst das Abschlussplädoyer der Verteidigung bewerten.
Präsident Erdogan geht gleich doppelt gegen die Kurden vor: Im Irak hat er eine Militäroffensive gegen die PKK begonnen. Innenpolitisch erhöht er den Druck auf die prokurdische HDP – und auf die übrige Opposition.
Bei einem türkischen Militäreinsatz im Irak sind nach Regierungsangaben Stellungen der PKK zerstört worden. Dies solle die Sicherheit des türkischen Volkes gewährleisten.
Der Mord an Olof Palme hat eine Wunde in Schweden gerissen: Nach 34 Jahren haben die Ermittler nun einen Tatverdächtigen präsentiert. Ob ihre Erklärung alle überzeugen kann, ist aber fraglich.
Wer den schwedischen Ministerpräsidenten am 28. Februar 1986 erschoss, ist bis heute ungeklärt. Es gab Spuren zur PKK, zu Rechtsextremisten und nach Südafrika. Nun will ein Staatsanwalt neue Erkenntnisse präsentieren.
Nur wenige Stunden vergingen zwischen der Aufhebung der Immunität von drei türkischen Abgeordneten und deren Festnahme. Ihr Verhalten war dem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ein Dorn im Auge.
Die Schriftstellerin, die in Deutschland im Exil lebt, wird von Terrorvorwürfen entlastet. Andere Angeklagte, darunter die Menschenrechtsanwältin Eren Keskin, werden noch gerichtlich verfolgt.
Wegen Propaganda und Volksverhetzung in Artikeln verlangt der Staatsanwalt in Istanbul eine lange Haftstrafe für Deniz Yücel – obwohl das Verfassungsgericht die Lage anders einschätzt.
Die türkische Justiz setzt ihre Prozesse gegen Journalisten und Publizisten fort. Die Schriftstellerin Asli Erdogan soll in Haft, weil sie Texte schrieb, die abstrakt darlegen, wie Menschen unter Unterdrückung leiden.
Am Frankfurter Flughafen ist der mutmaßliche Verantwortliche der „Arbeiterpartei Kurdistans“ (PKK) für die Mainmetropole festgenommen worden. Die Aktivitäten der Organisation werden in Deutschland als terroristisch eingestuft.
Zerrissene Familien und schlechte Versorgung: Nach der türkischen Invasion herrscht in Nordsyrien Angst und Schrecken. Der Hass auf die Türkei ist groß, vor Russland haben die Menschen jedoch Respekt.
Der türkische Präsident wusste schon immer, wie man Konkurrenten ausschaltet und das Volk für sich gewinnt. Erdogans Prasserei aber fällt immer mehr Menschen auf.
In der Türkei treibt die Wirtschaftskrise die Menschen buchstäblich in den Tod. Währenddessen arbeitet der Palast an einer Gesetzesvorlage, die Haftstrafen für jeden vorsieht, der behauptet, der Wirtschaft gehe es schlecht.
Ab dem Schulalter lernen Türken lediglich auf die eigene Nation zu vertrauen. Und weil der Kampf gegen die kurdische Terrororganisation PKK seit 1984 etwa 40.000 türkischen Soldaten das Leben gekostet hat, gibt es in vielen Familien einen realen Bezugspunkt.
Der türkische Außenminister bezeichnet den Vorschlag Kramp-Karrenbauers für eine Sicherheitszone in Nordsyrien als unrealistisch – und Heiko Maas springt ihm bei. Bei dem Vorstoß handele es sich um eine „theoretische Debatte“.
Kurz nach Präsident Trumps heftig kritisiertem Abzug amerikanischer Truppen aus Syrien will das Pentagon Kampfpanzer dorthin entsenden. Dabei geht es nicht nur um die Terrormiliz IS.
Ibrahim Kalin ist Sprecher und außenpolitischer Berater des türkischen Präsidenten. Im Interview spricht er über die Sichtweise seiner Regierung auf den gegenwärtigen Syrien-Einsatz der Türkei – und bei welchem Thema, Europa angeblich falsch liegt.
Der Krieg in Nordsyrien führt auch in Deutschland zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen türkischen und kurdischen Migranten. Das könnte erst der Anfang sein.
Trump zieht aus Syrien ab und überlässt das Krisenland den Russen. Ob Erdogan seine Ziele erreicht, ist noch nicht klar. Aber zwei Sieger dürften schon feststehen. Von unseren F.A.Z.-Woche-Korrespondenten und -Autoren.
Der Einmarsch der Türkei in Syrien beherrscht die öffentliche und politische Debatte auch in Deutschland. „Wie machtlos ist Europa?“ fragte Maybrit Illner ihre Gäste und erhielt eine nüchterne Bestandsaufnahme der deutschen Außenpolitik.
Präsident Erdogan führt in Syrien einen Feldzug gegen die Kurden. Kritik aus dem Ausland und Sanktionen nimmt er in Kauf. Um seine Macht zu erhalten, muss er die öffentliche Wahrnehmung in der Türkei verbiegen. Wie lange hält das vor?
Der amerikanische Verteidigungsminister Esper begründet die Verlegung nach Süden mit der Gefahr, zwischen die Fronten zu geraten. Kanzlerin Merkel fordert derweil von der Türkei ein umgehendes Ende der Operation.
In der Türkei ist die Begeisterung für den Feldzug in Syrien groß, Kritik wird unterdrückt. Außenpolitisch und militärisch birgt die Operation aber Risiken.
Dem türkischen Präsidenten Erdogan geht es um territoriale Ansprüche und den Kampf gegen die Kurden. Der Politikwissenschaftler Roy Karadag erklärt im Interview, wie der türkische Präsident die syrischen Flüchtlinge dabei zur Waffe macht.
Die türkischen Streitkräfte beginnen mit Tausenden Kämpfern ihre Militäroperation in Nordsyrien. Die kurdische Autonomieregion Rojava ruft die Generalmobilmachung aus.
In einem Telefonat überzeugt Erdogan Trump, sich aus dem Nordosten Syriens zurückzuziehen. Den Kurden dort droht eine Massenvertreibung – und danach will Ankara Flüchtlinge ansiedeln.
Erdogans Militäroperation wird Syrien weiter destabilisieren und zu einer gewaltigen ethnischen „Säuberung“ führen. IS-Kämpfer könnten aus kurdischen Gefängnissen freikommen und sich nach Europa absetzen. Eine Analyse.
Vor einer türkischen Offensive in Nordsyrien haben die Vereinigten Staaten angekündigt, sich aus der Region zurückzuziehen. Man werde die Aktion gegen die Kurden weder „unterstützen noch darin involviert sein“, heißt es.
Abermals sind deutsche Staatsbürger von der türkischen Polizei in Gewahrsam genommen worden. Könnten kritische Facebook-Beiträge Grund für die Festnahmen sein?
Ein Sprengsatz sei explodiert, als ein Dienstwagen der Sondereinsatzpolizei vorbeifuhr. Ein Beamter sei bei der Explosion verletzt worden, berichtet der Oberstaatsanwalt. Die Hintergründe der Tat sind unklar.