Wenn der Vatikan einen Kardinal anklagt
Wegen eines Immobiliendeals in London müssen sich nun zehn Personen vor Gericht verantworten. Unter ihnen sind ein Kardinal und ranghohe Mitarbeiter des Staatssekretariats.
Wegen eines Immobiliendeals in London müssen sich nun zehn Personen vor Gericht verantworten. Unter ihnen sind ein Kardinal und ranghohe Mitarbeiter des Staatssekretariats.
Pius XII. ist wegen seines Verhaltens angesichts des Holocausts der umstrittenste Papst des 20. Jahrhunderts. Im März 2020 hat Papst Franziskus die Akten des Pontifikats freigegeben. Jetzt zogen Historiker eine erste Zwischenbilanz.
Er hat es wieder getan: eine Breitseite gegen „selbsternannte Wahrheitshüter“ abgefeuert. Aber der Papst agiert per Schrotflinte, mit ungenauer Zieltechnik.
Der Gesandte des Papstes geißelt den deutschen „Synodalen Weg“ als Alleingang. Nur der Pontifex könne als „Hirte und Lehrer aller Christen“ sprechen, sagt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.
Nachdem „Ratzingers Weinberg“ vor zwei Jahren abgeräumt wurde, wachsen mit dem Segen von Papst Franziskus nun neue Rebstöcke in den Gärten von Castel Gandolfo. Verantwortlich für den „Papstwein“ ist ein prominenter Önologe.
Jahr für Jahr bittet der Papst die Katholiken um Spenden für wohltätige Zwecke. Doch das Geld wird schon seit Jahren zweckentfremdet. Amerikanische Gläubige wollen darum den Peterspfennig boykottieren.
Amerikanische Bischöfe wollen Präsident Joe Biden die Kommunion verweigern, weil er politisch nichts gegen Abtreibung unternimmt. Jetzt greift der Vatikan ein – jedenfalls ein bisschen.
Das Kirchenoberhaupt müsse sich „bei indigenen Kanadiern auf kanadischem Boden entschuldigen“, so der Premierminister. Zuvor waren 751 Gräber bei einem früheren Internat gefunden worden, das von der katholischen Kirche betrieben wurde.
Für Frickler und Lehrer: Die Universität Münster bietet den neuen Studiengang „Digitale Musikpraxis“ an. Jetzt kann auch der Hip-Hop-DJ zum Musiklehrer werden.
In Köln ist das Vertrauensverhältnis zwischen Erzbistum und Erzbischof zerrüttet. Ein externer Moderator muss einspringen. Nicht wenige hoffen, dass ein Spruch aus Rom die Angelegenheit schon vorher erledigt.
Spur der Steine +++ Adenauer bei Papst Pius XII +++ Reform der Öffentlich-Rechtlichen +++ Flüchtlingswellen
Schlechte Aussichten für zurückgetretene Päpste: Was Benedikt XVI. anstellte, empfand Dante als eine Scheußlichkeit.
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki kam am Wochenende mit seinem wichtigsten Beratungsgremium zusammen. Teilnehmern zufolge haben dem Erzbischof viele Mitglieder deutlich gemacht, das Vertrauen in ihn verloren zu haben.
Amerikas katholische Bischöfe kritisieren, dass sich Präsident Biden beim Thema Schwangerschaftsabbruch an die geltende Rechtslage hält. Bald könnte er von der Kommunion verbannt werden.
Zumindest ein hoffnungsvolles Zeichen gab es zu Beginn des Gipfeltreffens von Biden und Putin in Genf: Der russische Präsident, der schon den Papst und die britische Königin warten ließ, kam pünktlich.
Papst Franziskus macht in dem Brief, mit dem er den Rücktritt des Münchner Erzbischofs ablehnte, merkwürdige Aussagen zur Methodik der Schuldermittlung in der Missbrauchskrise.
Nach der Vorstellung des Kölner Missbrauchsgutachtens boten der Hamburger Erzbischof Heße und der Kölner Weihbischof Schwaderlapp dem Papst ihren Amtsverzicht an. Doch der ließ die Frist für die Annahme verstreichen.
Nach einer Woche in Köln reisen Anders Arborelius und Hans van den Hende wieder ab. Ihre Erkenntnisse über etwaige Fehler Kardinal Woelkis werden sie nun dem Papst vorlegen.
„Wir waren wie die Studenten“: Die erste Auslandsreise des ersten Bundeskanzlers führte nach Rom. Für den Italien-Freund Konrad Adenauer wurde es ein unvergessliches Erlebnis.
Die Päpste des Kulturfernsehens verlieren an Deutungsmacht, auch wenn sie laut sind. Wie man es richtig macht, zeigt ausgerechnet das Kinderprogramm.
Franziskus nimmt das Rücktrittsgesuch von Kardinal Marx nicht an. Die Absage verbindet der Papst mit viel Lob. Eine Betroffeneninitiative zeigt sich enttäuscht: Von einem radikalen Neuanfang sei damit nicht viel geblieben.
Papst Franziskus lehnt einen Rücktritt von Reinhard Kardinal Marx ab: Dieser soll sein Amt als Erzbischof von München und Freising fortführen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche antwortete auf ein Bittschreiben von Kardinal Marx, das vergangene Woche veröffentlicht wurde.
Kardinal Marx wollte die Kirche mit seinem Amtsverzicht aufrütteln. In Rom hält man davon allerdings nicht viel. Von Reformen noch weniger.
Nach seinem Rücktrittsgesuch soll der Erzbischof von München und Freising weiter im Amt bleiben. Das schrieb Papst Franziskus Kardinal Marx in einem Brief.
Endlich machen sich Abgesandte des Vatikans ein eigenes Bild der Lage im Erzbistum Köln. Doch welche Schlüsse er daraus zieht, entscheidet der Papst allein.
Schon vor der Apostolischen Visitation, die an diesem Montag beginnt, stand der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki heftig in der Kritik. Das Rücktrittsgesuch von Kardinal Marx hat das noch einmal verschärft – doch Woelki gibt sich gelassen.
Reinhard Kardinal Marx bietet Papst Franziskus seinen Rücktritt an. Er wolle „Mitverantwortung“ für das „systemisches Versagen“ der Kirche beim Thema Missbrauch übernehmen. Aber was folgt daraus?
Reinhard Marx geht mit der Heuchelei von seinesgleichen hart ins Gericht: Nach der Unheilsgeschichte von sexueller Gewalt und Vertuschung darf es kein Zurück geben. Doch wie der Kirche ein Neuanfang gelingen kann, ist offen.
„Mitverantwortung übernehmen“: Nachdem er Papst Franziskus um die Entbindung von seinem Bischofsamt gebeten hat, erklärt der Münchner Kardinal Reinhard Marx, dass der Umfang des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche nicht nur eine juristische, sondern auch eine institutionelle Verantwortung verlange.
Reinhard Kardinal Marx hat dem Papst seinen Rücktritt angeboten. Er sei überzeugt, dass die von Missbrauch Betroffenen ein Zeichen brauchten. Als Aufruf an andere Amtsträger will er seine Entscheidung nicht verstanden wissen.
In einem Schreiben an Papst Franziskus hat der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx seinen Amtsverzicht angeboten. Sein Brief im Wortlaut.
Mit dem Schritt wolle er Mitverantwortung für die Katastrophe des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche übernehmen, schrieb Marx der Erzbischof von München-Freising in einem offenem Brief
Alle versprechen sich viel von der vatikanisch bestellten Visitation des Kölner Erzbistums. Warum eigentlich? Solange der Papst das Recht nicht anwendet, das er sich gibt, ist Optimismus verfrüht.
Die Vertrauenskrise im Erzbistum Köln hat sich zugespitzt, die Gemeinden implodieren. Bringt jetzt die Untersuchung des Vatikans Licht ins Dunkel des Missbrauchsskandals?
Menschen in Belarus werden verfolgt, mundtot gemacht, sind völlig isoliert in Gefängnissen oder bringen sich vor Verzweiflung um. Was muss das Ausland noch wissen, bevor es handelt? Ein Gastbeitrag.
Lange schien es so, als ob sich Papst Franziskus nicht sonderlich für die skandalösen Vorgänge im Erzbistum Köln interessieren würde. Doch jetzt hat auch er offenbar die Geduld mit Kardinal Woelki verloren.