Weiß ein Spender, was mit ihm geschieht?
Um welchen Preis wird für mehr Organspenden geworben? Die Kritik an der Gleichsetzung von als „hirntot“ Diagnostizierten mit Leichen hat gute Gründe. Ein Gastbeitrag.
Um welchen Preis wird für mehr Organspenden geworben? Die Kritik an der Gleichsetzung von als „hirntot“ Diagnostizierten mit Leichen hat gute Gründe. Ein Gastbeitrag.
In Deutschland gibt es seit Jahren zu wenig Organspender. Doch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung druckt weniger Informationsbroschüren und produziert stattdessen Kurzfilme, die eher werben als informieren.
Widerspruch oder Zustimmung? Zur Regelung der Organspende gibt es konkurrierende Konzepte. Die von Jens Spahn und Karl Lauterbach favorisierte Lösung hat dabei für bestimmte Menschen einen großen Nachteil.
Die Regierung will die Zahl der Organspenden erhöhen, indem sie Krankenhäuser besser ausstattet. Werden auf den Intensivstationen nicht alle möglichen Spender erkannt?
Die Zahl der Organspender in Deutschland ist im Verhältnis zum Bedarf niedrig. Das liegt auch an der selten direkt erteilten Zustimmung durch Organspendeausweise. Ein Gesetz soll das jetzt ändern.
Wird bald jeder in Deutschland Organspender, wenn er nicht widerspricht? Oder geht das zu weit? Die Debatte darüber im Bundestag gerät bemerkenswert ruhig und nachdenklich.
Die Sorgen der Bürger ernst nehmen, das will nicht nur Friedrich Merz. Im Bundestag wird heute über die Organspende diskutiert. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.
Die Kluft zwischen der Bereitschaft zur Organspende und den wenigen Spendern muss kleiner werden. Doch eine Widerspruchsregelung wäre anmaßend. Ein Gastbeitrag.
Nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn die Debatte über Organspenden mit einer Widerspruchslösung angefeuert hatte, sind die Zahlen leicht gestiegen. Dennoch ist die Aufgabenliste der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) lang.
Der Verein „Sportler für Organspende“ kämpft gegen den Tod auf der Warteliste. Franziska Liebhardt ist das Gesicht einer Gruppe, die zurück ins Leben gefunden hat und potentielle Spender motivieren will.
Die Politik will die Organisation der Organspende neu regeln. Drei erfahrene Mediziner sprechen darüber, wie sinnvoll das ist – und warum ihr Berufsstand dringend Vertrauen zurückgewinnen muss.
Deutschland hat zu wenig Organspender. Künftig soll deshalb jeder als Spender gelten, der zu Lebzeiten nicht widerspricht. Dagegen gibt es heftigen Widerstand. Erkenntnisse der Verhaltensforscher legen eine andere Lösung nahe. Ein Gastbeitrag.
Die neu auf den Weg gebrachten Regeln zur Organspende dokumentieren, woran es bislang am meisten fehlte: an Anreizen und richtiger Ressourcenallokation im Krankenhauswesen. Das soll sich endlich ändern.
Wer in Deutschland auf eine Organspende angewiesen ist, wartet oft vergeblich. Die Zahl der Spenden ist seit 2012 kontinuierlich zurückgegangen und hat im Jahr 2017 einen Tiefstand erreicht. Das soll sich jetzt ändern.
Mit mehreren Maßnahmen will das Kabinett die Zahl der Organspenden erhöhen. Die Widerspruchslösung ist zunächst nicht vorgesehen – denn laut Gesundheitsminister Spahn ist nicht die Spendebereitschaft das Hauptproblem.
Wer mehr Organspenden möchte, muss die Spender zu Lebzeiten auswählen und länger künstlich am Leben halten – Stunden, Tage oder Wochen. Wollen die Spendenwilligen das?
In Deutschland gibt es zu wenige Organspenden. Das liegt auch an den Krankenhäusern, denn für viele Kliniken ist eine Transplantation unwirtschaftlich. Das könnte sich jetzt ändern.
Aus reinem Mitgefühl wird niemand zum Organspender. Kann Deutschland die Quote mit einer Widerspruchslösung verbessern?
Weil in Deutschland so wenige Organe entnommen werden, sollen wir alle als Spender zur Verfügung stehen. Sagt Jens Spahn. Was würde sich dadurch ändern?
In Österreich gilt die Widerspruchslösung bei der Organspende schon seit langem. Transplantationsmediziner Stephan Eschertzhuber erklärt, wie das System genau funktioniert.
Die Widerspruchslösung, mit der Gesundheitsminister Spahn die Zahl der Organspender erhöhen will, ist nicht allen geheuer. Doch in 20 EU-Ländern wird sie schon angewendet. Wie legen Bürger dort Widerspruch gegen eine Organspende ein?
Die doppelte Widerspruchslösung bei der Organspende wäre lediglich eine Pflicht zu aktivem Freiheitsgebrauch. Darüber zu entscheiden ist eine Gewissensfrage jedes Abgeordneten. Da kann es keinen Fraktionszwang geben. Ein Gastbeitrag.
Jens Spahn will die Widerspruchslösung bei der Organspende. Zwei Ökonomen erklären, wie stark dieses Instrument wäre – und was man sonst noch tun kann, damit mehr Leute spenden.
Zwang? Manipulation? Der vorgeschlagene Systemwechsel in der Organspende würde zu nichts verpflichten, außer zur Pflicht, sich endlich zu erklären – auch sich selbst zuliebe.
Jens Spahns Vorstoß für eine Widerspruchslösung bei der Organspende spaltet die Union: Die gesundheitspolitische Sprecherin widerspricht dem Minister. Der wiederholt bekanntes.
Jens Spahn macht mit seinem Vorstoß zur Organspende den gerade erst vorgelegten Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums zur Makulatur. Was heißt das für die Zukunft freier Entscheidungen?
Der Gesetzentwurf von Jens Spahn setzt an den richtigen Stellen an. Doch wenn man aus einer freien Entscheidung Zwang macht, sieht man irgendwann den Todkranken nicht mehr als Patient – sondern als Spender.
Gesundheitsminister Spahn will die Widerspruchslösung bei der Organspende zum Normalfall machen. Die SPD reagiert erfreut – scharfe Kritik kommt hingegen von Theologen und Bischöfen.
Sollen die Deutschen stärker gedrängt werden, ihre Organe zu spenden? Gegenüber FAZ.NET erklärt Ärztepräsident Montgomery, wieso das wichtig ist. Und woran es hakt.
Jeden Tag sterben im Schnitt drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein passendes Organ bekommen. Wie ist das Verfahren in Deutschland, welche Alternativen gibt es – und welche Organe kann man überhaupt (nicht) spenden?
Dies stelle zwar einen Eingriff des Staates in die Freiheit des Einzelnen dar, räumt der Bundesgesundheitsminister ein. Doch nur so könne die Organspende zum Normalfall werden.
Im Jahr 2017 erreichte die Zahl der Organspenden einen Tiefpunkt. Gesundheitsminister Spahn sieht das Problem nicht bei der Bereitschaft. Seine geplante Reform soll offenbar in den Kliniken ansetzen.
Jens Spahn, der Gesundheitsminister von der CDU, will uns Bürger jetzt manipulieren und zum Organspenden zwingen. Das sollten wir nicht hinnehmen.
Weil die Zahl der Organspender weiterhin zu niedrig ist, haben sich führende Politiker von Union und SPD für ein neues Verfahren ausgesprochen. Zudem soll die Entnahme von Organen besser bezahlt werden.
Patienten, die in Deutschland auf ein Organ warten, haben es zurzeit besonders schwer. Noch nie wurden so wenige Organe gespendet. Ärzte schlagen schon länger Alarm, jetzt reagiert die Politik und wirft sogar die Einführung der Widerspruchslösung in den Ring.
Seit dem Skandal um die Wartelisten-Manipulation 2012 ist die Zahl der Organspender zurückgegangen. Eine neue Datenbank soll für eine gerechte Verteilung sogen und das Vertrauen wieder herstellen.