Wird die Organspende zum Normalfall?
Wenig Menschen sind noch bereit, nach dem Tod Organe zu geben. Soll künftig jeder zum Spender werden, der nicht zeitlebens ausdrücklich widersprochen hat?
Wenig Menschen sind noch bereit, nach dem Tod Organe zu geben. Soll künftig jeder zum Spender werden, der nicht zeitlebens ausdrücklich widersprochen hat?
Sind die Deutschen zu hartherzig? Zu kritisch, wenn Ärzte bei der Organvergabe zuerst an ihre Patienten denken? Fest steht: Die Organspende steckt tief in der Krise. Wie also geht es weiter? Das ist Thema von „Die Debatte“, die wir heute im Livestream präsentieren.
Von Staatsversagen wird in jüngster Zeit schnell gesprochen. Hier könnte das Urteil zutreffen.
Die Niederlande ändern ihr Organspendegesetz und erklären jede volljährige Person zum Organspender, die dem nicht widersprochen hat. Auch in Deutschland wird diese Lösung immer wieder diskutiert.
Die Spenderzahlen gehen immer weiter zurück, in den Kliniken gibt es Konflikte. Was kann dagegen getan werden? Ein Gespräch mit Axel Rahmel von der Deutschen Stiftung Organtransplantation.
Auf einer Rangliste der Organspende-Länder liegt Deutschland abgeschlagen weit hinten. Fachärzte wollen potentiellen Spendern nun ihre Angst nehmen.
Im Bundestag debattieren die Abgeordneten über die Regelung zur Organspende. Verfolgen Sie die Sitzung im Livestream.
Bald ist wieder der Tag der Organspende. Kurz zuvor hat Sozialminister Grüttner eine erfreuliche Botschaft für Kranken, die auf ein Spenderorgan warten.
Die Zahl der Organspender ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Auf ihrem Jahreskongress ruft eine Stiftung Ärzte zu mehr Engagement auf.
Die Zahl der Organspenden ist in Hessen wie in ganz Deutschland rückläufig. Deshalb fordern einige Transplantationsbeauftragte in den Kliniken. Was steckt hinter der Idee?
Die Bereitschaft zur Spende wächst. Trotzdem wurden auch 2015 wieder weniger Organe in Deutschland entnommen als im Vorjahr – weit unter dem Durchschnitt in der Europäischen Union. Schuld daran sind zahlreiche Betrugsfälle.
Die Zahl der Organspenden erreichte 2015 in Spanien einen neuen Rekord. Doch nicht bei allen Transplantationen ging es mit rechten Dingen zu.
Nach mehreren Skandalen bei der Vergabe von Spenderorganen hat eine Kommission alle Transplantationszentren systematisch kontrolliert – und weitere Manipulationen entdeckt. Dennoch zeigen sich die Prüfer zufrieden.
Der Abwärtstrend scheint gestoppt zu sein: Die Bereitschaft der Bundesbürger zur Organspende nimmt einer Umfrage zufolge zu. Nicht nur innere Organe werden benötigt – das zeigt der Fall eines Amerikaners, der ein neues Gesicht transplantiert bekam.
Weil er eigenmächtig entschied, welcher Patient eine Organspende verdiente, stand ein Arzt in Göttingen vor Gericht. Nun wurde er freigesprochen, das Gericht sah die Vorwürfe gegen ihn als nicht erwiesen an.
Am kommenden Mittwoch soll im Prozess um den Organspendeskandal von Göttingen das Urteil fallen. Die Anwälte des angeklagten Aiman O. fordern seinen Freispruch und stützen sich dabei auf das Grundgesetz.
Die Kriterien für die Organspende sind traditionell umstritten. Der Ethikrat spricht sich für den Hirntod als Voraussetzung für die legale Organentnahme aus. Seine Feststellung ist jedoch nicht leicht.
Eine Oberärztin am Berliner Herzzentrum soll Patienten zwischen 2010 und 2012 zu besseren Plätzen auf der Warteliste für Organspenden verholfen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie und weitere Ärzte.
Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist auf Rekord-Tiefstand. Jetzt meldet sich der Gesundheitsminister zu Wort. Das Vertrauen in die Transplantationsmedizin sei aufgrund der Organspendeskandale „stark erschüttert“, sagte Gröhe der F.A.Z.
Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist die Zahl der Organspenden im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Wert seit 1997 gesunken. Nur noch 876 Spender hat die Stiftung Organtransplantation gezählt.
Warum kam es im Sommer 2012 zu dem Transplantationsskandal, der von den Medien aufgedeckt wurde? Ein Buch aus dem Jahr 1996 zeigt: Die Krise war vorhersehbar.
Die Bereitschaft, Organe zu spenden, geht zurück. Das liegt auch daran, dass sie ungerecht verteilt werden. Es müssen jetzt endlich einklagbare Kriterien aufgestellt werden.
In diesem Jahr haben bislang deutlich weniger Menschen Organe gespendet als im Vorjahr. Grund ist anscheinend die Verunsicherung durch den Skandal um Manipulation bei der Organzuteilung.
Der Bundesverband Lebertransplantierte Deutschland will Menschen in Hessen ein Jahr lang in Unternehmen und an zentralen Orten über Organspende aufklären.
Eine weiteres Transplantationszentrum hat gegen die Richtlinien verstoßen: In Münster wurden „systematische Falschangaben“ gemacht. Doch Gesundheitsminister Daniel Bahr sieht keinen Organspendeskandal.
GÖTTINGEN, 19. August. Aiman O. betritt den Gerichtssaal mit einer Geste demonstrativer Zuversicht. Lächelnd winkt er seinen Bekannten hinter der Glasscheibe ...
Im Göttinger Prozess um Organspenden wird rechtlich Neuland betreten. Es geht dabei nicht nur um den Angeklagten Aiman O., sondern vor allem um das deutsche System der Organtransplantation.
Die Situation ist prekär. Ethisch ist sie eigentlich unhaltbar. Jedes Jahr sterben weltweit Tausende von Patienten, die auf eine Niere warten, weil es für sie ...
reb. DÜSSELDORF, 5. Juni. Als Konsequenz aus dem jüngsten Organspendeskandal will der Bundestag noch in diesem Monat eine Novelle des Transplantationsgesetzes ...
Die Transplantationsmedizin ist in der Vertrauenskrise. Sie hat sich selbst überhöht und grundlegende ethische Fragen nicht ausreichend beachtet.
Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als tausend Menschen, weil es zu wenig Spenderorgane gibt. Wie kann man mehr Menschen zur Organspende bewegen? Ein Standpunkt.
Die Transplantationsmedizin ist nach den Organspendeskandalen im Umbruch. Aber geht die Reform weit genug? Insider fordern noch mehr Kontrolle - und noch mehr Staat.
Als Folge des Transplantationsskandals sinkt die Zahl der Spenderorgane und damit der Zahl der Transplantationen. Nun erwägt der Chirurgen-Verband einen Teil der Zentren zu schließen. Über die Hintergründe hat unsere Mitarbeiterin Nicola von Lutterotti mit dem Münchner Chirurgen Karl-Walter Jauch gesprochen.
Timo Boll hat einen, Johannes Kerner auch und Dieter Baumann sowieso: einen Organspendeausweis. Nachdem im vergangenen Jahr der bisher größte ...
Leser und Journalisten recherchierten gemeinsam zum Thema „Organspende: Für und Wider“. Dutzende Argumente wurden ausgewertet. Fazit: Denkt mehr über Würde nach.
In den kommenden Wochen sollen wir entscheiden, ob wir unsere Organe nach dem Tod spenden wollen. Zweifel gibt es viele, auch in Bezug auf den Hirntod. Wie triftig sind die Einwände?