Altenstadt will Zeichen gegen rechte Szene setzen
Die Wetterau-Gemeinde Altenstadt will ein Zeichen gegen die rechte Szene setzen.
Die Wetterau-Gemeinde Altenstadt will ein Zeichen gegen die rechte Szene setzen.
Auf einer Sonderkonferenz in Berlin haben sich die Innenminister von Bund und Ländern auf die Voraussetzungen für ein neuerliches NPD-Verbotsverfahren verständigt. Sie beschlossen, die V-Leute in der NPD-Führung zum 2. April „abzuschalten“.
Um einen Triumph für die NPD zu vermeiden, will Innenminister Friedrich die Entscheidung über einen Verbotsantrag vertagen. Eine Wartezeit von sechs Monaten gilt als Mindestfrist nach einem - zumindest partiellen - Abbruch der Kontakte zu Informanten der Verfassungsschutzämter.
Joachim Gauck ist der elfte Bundespräsident Deutschlands. Der 72 Jahre alte Theologe erhielt in der Bundesversammlung im ersten Wahlgang 991 von 1228 gültigen Stimmen. Gegenkandidatin Beate Klarsfeld bekam drei Stimmen mehr als die Linke Wahlleute entsandt hatte.
Die Innenminister des Bundes und der Länder sind bereit, die Zusammenarbeit mit Geheimdienst-Informanten in der Führung der NPD auszusetzen. Damit wäre eine wichtige Hürde für ein neuerliches Verbotsverfahren beseitigt.
Die Innenminister der von CDU und CSU geführten Bundesländer sind bereit, die von ihnen geführten V-Leute in der Führung der NPD abzuschalten. Damit wäre eine wichtige Hürde für ein neuerliches Verbotsverfahren beseitigt.
Auch in Sachsen gibt es nun einen Untersuchungssausschuss zur rechtsextremistischen Terrorzelle NSU. Doch ob das Gremium sinnvoll ist, wird bezweifelt: es muss auch der NPD Akteneinsicht gewären.
Nicht alle Helfer der rechtsextremistischen Terrorzelle NSU müssen mit einer Anklage rechnen - sie profitieren von Verjährung. Bei den Waffenbeschaffern spielt das keine Rolle: gegen sie wird wegen Beihilfe zum Mord ermittelt.
Der Bundesgerichtshof hat das Hausrecht von Hotelbetreibern gestärkt: Unliebsame Gäste haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Beherbergung, sofern eine Buchung noch nicht bestätigt ist. Geklagt hatte der frühere NPD-Vorsitzende Voigt.
Die Kandidatin der Linkspartei für die Bundespräsidentenwahl, Beate Klarsfeld, hat sich in Berlin den Fragen der Presse gestellt. Die 73 Jahre alte „Nazi-Jägerin“, die in Frankreich lebt, sprach sich für ein NPD-Verbot aus.
Der mutmaßliche NSU-Helfer Carsten S., der zeitweise Funktionär der NPD war, hat gestanden, der Zwickauer Zelle ihre wichtigste Tatwaffe beschafft zu haben. Er soll aber nicht gewusst haben, dass die Gruppe Straftaten plante.
Die Extremismustheorie dient ihren Anhängern doch nur zur Befriedigung antikommunistischer Gelüste! Und beim Engagement gegen Neonazis ist sie sogar schädlich, wie die Beispiele Limbach-Oberfrohna und Berlin zeigen.
Mit Carsten S. ist bereits der fünfte mutmaßliche Helfer der Zwickauer Terrorzelle verhaftet worden. Die Ermittler gewinnen immer mehr Einblick in die Verwicklung der Helfer in die Morde des NSU.
Spezialkräfte der Polizei haben einen 31 Jahren alten Mann festgenommen, der die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ unterstützt haben soll. Er war in Thüringen zeitweise Funktionär der Jugendorganisation der NPD.
Auch Abgeordnete, die in parlamentarischen Kontrollgremien sitzen, werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Vielleicht gerade deshalb.
Die Bundesanwaltschaft ist überzeugt, dass Beate Zschäpe die Neonazi-Terrororganisation NSU mitbegründet und sich „bis zum Ende an ihr beteiligt“ hat. Zschäpes Anwälte hatten aufgrund mangelnder Beweise ihre Freilassung beantragt.
In manchen Dörfern von Mecklenburg-Vorpommern ist jeder zweite Bewohner rechtsextrem. Die Übrigen leben in einem Albtraum.
Nach F.A.S.-Informationen war die Anwältin des wegen mutmaßlicher Unterstützung der Zwickauer Terrorzelle inhaftierten ehemaligen NPD-Funktionärs Ralf Wohlleben tiefer als bisher bekannt in die rechtsextremistische Szene verstrickt.
Die Chronologie der Ermittlungen gegen den NSU zeigt, wie knapp die Terroristen mehrfach ihrer Verhaftung entgingen.
Zwei spätere Mitglieder des NSU haben 1996 mit dem heutigen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an einer Demonstration teilgenommen. Nach Informationen der F.A.Z. hatte der Thüringer Verfassungsschutz schon 2001 seine V-Leute nicht im Griff.
Die Polizei hat am Sonntag den Hauptmieter der Zwickauer Wohnung festgenommen, die am 4. November explodiert ist. Er soll den Terroristen durch das Anmieten von zwei Wohnungen geholfen haben.
In Völklingen wird die Kritik an Polizei und Behörden lauter. Aber nur hinter vorgehaltener Hand – aus Angst vor einem Skandal. Warum wurde weggeschaut?
Das Umfeld der Terrorzelle NSU zeichnet sich ab: Es gab weitere Wohnungen in Sachsen, die Tatorte wurden vor den Morden ausgespäht. Nach F.A.S.-Informationen hatte der ehemalige NPD-Funktionär Ralf Wohlleben bis zuletzt engen Kontakt zu der Gruppe.
Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sollen bis zuletzt enge Kontakte zwischen der NPD und der Zwickauer Terrorzelle bestanden haben: Der ehemalige NPD-Funktionär Wohlleben sei „nah an den dreien dran“ gewesen, zitiert die F.A.S. aus Sicherheitskreisen.
Wolfgang Bosbach hat in Sachen NPD-Verbot recht: Der Zug rollt. Fragt sich nur, ob in die richtige Richtung.
Die Innenminister streben ein Verbot der rechtsextremen NPD an - doch ein baldiger Verbotsantrag ist nicht zu erwarten.
Die Innenminister haben vor Beginn ihrer Beratungen über ein neues NPD-Verbotsverfahren abermals vor voreiligen Schritten gewarnt. Spätestens im Frühsommer 2012 soll aber über die Erfolgsaussichten gesprochen werden.
Mit seiner Skepsis gegenüber einem NPD-Verbotsverfahren sieht sich der hessische Innenminister Boris Rhein nach eigener Einschätzung im Kreis seiner Länderkollegen in der Minderheit.
Der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) bleibt in der Frage eines NPD-Verbots skeptisch. Dies sei ein Weg mit vielen Fragezeichen und Risiken.
Die Botschaft ist eindeutig: Deutschland versucht mit aller Rechtsmacht, die Untaten einer rechtsextremistischen Terrorgruppe aufzuklären. Doch auch in der Vergangenheit waren die Behörden nicht „auf dem rechten Auge blind“.
Nach der Festnahme des früheren NPD-Funktionärs Wohlleben sehen Innenpolitiker jetzt bessere Chancen für ein Verbotsverfahren. Derweil einigten sich Justiz- und Innenministerium auf eine zentrale Neonazi-Datei.
Nun wurde im Zusammenhang mit der Neonazi-Mordserie auch ein langjähriger NPD-Funktionär verhaftet. Er könnte der Ideologe hinter den Terroristen gewesen sein.
Vor allem Neonazi-Vereinigungen geraten verstärkt in das Blickfeld von Polizei und Verfassungsschutz. Doch nicht immer sind Rechtsextremen leicht zu erkennen.
Ein Verein aus Pirna zeigt, wie man Rechtsextremismus erfolgreich bekämpfen kann. Doch fühlt sich der Verein dabei von Sachsens Regierung nicht unterstützt.
Der Bundesrat hat der Opfer der Neonazi-Mordserie gedacht. Derweil ist die Debatte über ein Verbot der rechtsextreme NPD in vollem Gange. Eine Mehrheit der Bevölkerung ist dafür.
Im Interview spricht die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer über die rechtsextreme Terrorgefahr. Sie plädiert für ein NPD-Verbot. Die Neonazis seien nicht nur ein ostdeutsches Problem.