Europa bleibt von Amerika abhängig
Dass Europa seine Militärausgaben erhöht, ist gut. Aber der Weg zu strategischer Autonomie ist noch weit – auch künftig werden die USA dreißig Prozent aller Fähigkeiten in der NATO stellen.
Dass Europa seine Militärausgaben erhöht, ist gut. Aber der Weg zu strategischer Autonomie ist noch weit – auch künftig werden die USA dreißig Prozent aller Fähigkeiten in der NATO stellen.
Macrons Staatsbesuch in Großbritannien bringt die Wende in den eisigen Beziehungen. Beide Staaten wollen enger zusammenarbeiten – und verkünden erste Erfolge bei den Planungen für eine Ukraine-Friedenstruppe.
70 Jahre nach dem Nato-Beitritt Deutschlands bekräftigt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Anspruch einer deutschen Führungsrolle im Bündnis.
In Berlin werden 70 Jahre NATO-Beitritt gefeiert. Merz und Pistorius betonen die deutsche Führungsrolle in der transatlantischen Sicherheitspolitik. NATO-Generalsekretär Rutte warnt vor einem Schulterschluss zwischen Russland und China.
Dänemark rüstet auf und führt die Wehrpflicht für Frauen ein. Darüber, wer eingezogen wird, entscheidet eine Lotterie.
Der Bundespräsident bekräftigt in Litauen und Lettland Deutschlands Beitrag zur Sicherheit des Baltikums. An seine frühere Kritik an NATO-Übungen im Osten lässt er sich ungern erinnern.
Das Geld für die humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen wir immer knapper. Der UN-Nothilfekoordinator appelliert an Deutschland seine Unterstützung fortzusetzen.
In den wenigen Wochen im Amt ist Johann Wadephul schon weit gereist – aber zuhause hat er für Irritationen gesorgt. Alle schauen jetzt ganz genau hin. Nicht nur in München.
Im Kosovo konvertieren Muslime zum Katholizismus, und keiner stört sich daran. Wie passt das zum Narrativ eines Religionskriegs, mit dem Serbien 1999 seine Massaker dort rechtfertigen wollte?
Im Kriegsfall müssen militärische und zivile Abwehr eng zusammenarbeiten. Die Führungsakademie der Bundeswehr hat sich intensiv mit dieser Gesamtverteidigung beschäftigt. Das Ergebnis ist ernüchternd.
In Gesprächen über einen Frieden für die Ukraine war Kiew immer in einer schwächeren Position als Moskau. Donald Trumps Politik hat dieses Ungleichgewicht noch verstärkt.
In Donald Trumps zweiter Amtszeit gilt im Kommunikationsteam des Weißen Hauses: mehr Provokation, mehr Häme, mehr Aufmerksamkeit. Darin folgt es dem Beispiel des Präsidenten.
Mehr Geld, mehr Drohnen – und ein kämpferischer Jargon: Die britische Armee will mit automatisierten Einwegwaffen ihre Kampfkraft vervielfachen.
Mit seinem Angriff auf die Atomanlagen hat der unstete amerikanische Präsident Iran und Israel gezwungen, ihren Krieg zu beenden. Und in der Ukraine lobt er Selenskyj und kritisiert Putin. Lernt er dazu?
Die deutsche Nahostpolitik ist gescheitert, sagt der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen. Er fordert im F.A.S.-Gespräch eine strategische Kultur, die stärker deutschen Interessen dient.
Der amerikanische Präsident musste sich erst von dem Schleim erholen, mit dem er auf dem NATO-Gipfel überschüttet wurde.
Der slowakische Ministerpräsident will Punkte beim antiwestlichen Teil seiner Anhänger machen. Mit seinem Verhalten bestärkt er Moskau im Glauben, dem Westen überlegen zu sein.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte weist die Deutung zurück, er habe US-Präsident Trump als „Daddy“ bezeichnet. Es sei ein allgemeines Bild gewesen.
Dass Trump sich zur NATO bekennt, wenn auch lavierend, ist für seine Verhältnisse ein Zugeständnis. Aber man sollte sich nicht täuschen: Den Zweifel an Amerikas Beistandswillen hat er schon gesät.
Die NATO wollte beim Gipfel ihre Einheit unter Beweis stellen. Doch schon der zentrale Beschluss ließ Raum für Interpretation. Und es gibt weitere Bruchstellen.
Die NATO-Mitgliedsstaaten haben sich auf eine deutliche Steigerung ihrer Verteidigungsausgaben geeinigt – bis 2035 auf fünf Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung. Nur Spanien wird weniger aufwenden.
Fünf Prozent für Verteidigung: Der amerikanische Präsident bekommt, was er will. Und die NATO steht vor ihrem größten Umbruch seit dem Kalten Krieg.
Die NATO hat sich darauf geeinigt, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Doch nicht alle legen die Vereinbarung gleich aus.
Die Bundeswehr rechnet im Kriegsfall mit bis zu 1000 verwundeten Soldaten am Tag – plus verletzte Zivilisten und Verbündete. Wie sich das deutsche Gesundheitssystem darauf vorbereiten muss.
Der amerikanische Präsident hat für den NATO-Gipfel an diesem Mittwoch „sehr große Dinge“ angekündigt. Die größte Sorge der Bündnispartner beschwichtigt er dann mit klaren Worten.
Russlands militärische Aggression lässt die NATO aufrüsten: Künftig soll auch die britische Luftwaffe wieder Atomwaffen einsetzen können. Premierminister Starmer spricht vom Beginn einer neuen Ära.
Kein Wort zur NATO-Mitgliedschaft, kein Geld aus Amerika – das ist die schwierige Ausgangslage für den ukrainischen Präsidenten. Immerhin bekommt er noch immer viel Militärhilfe aus Europa.
Der amerikanische Präsident verkündet eine Feuerpause, doch die Raketen fliegen weiter. Hat er einem Ende des Kriegs zwischen Israel und Iran dennoch den Weg bereitet?
Die baltischen Staaten machen dem Westen Mut: Europa sei in nahezu allen Aspekten stärker als Russland, es müsse nur seine Angst ablegen. Sorge bereitet ihnen eine Berliner Personalie.
Im Bundestag erklärt Friedrich Merz seine Sicht auf die Großkrisen in der Welt – und auf die großen Summen, die er ausgeben will.
Südkorea und Japan sind wichtige NATO-Partner im Pazifik. Aber sie brauchen Öl aus dem Nahen Osten – und haben einige Probleme mit Trump.
Europa ist ein Verlierer der neuen Weltordnung. Immerhin wollen sich Amerikas NATO-Verbündete wieder um ihre eigene Verteidigung kümmern. Das müssen sie auch.
Nach einem Kabelbrand fahren keine Züge mehr von Amsterdam zum Flughafen Schiphol. Die Behörden prüfen, ob es sich um einen Sabotageakt handelt.
Italiens linke Opposition mobilisiert gegen die von der NATO geplante Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Sie hat dabei einen Verbündeten in der Regierungskoalition.
Madrid glaubt, seine NATO-Ziele mit deutlich weniger Geld als die Verbündeten erreichen zu können. Einer Ausnahmeregel will der Generalsekretär des Verteidigungsbündnisses aber nicht zugestimmt haben.
Joschka Fischer fordert, Europa müsse eine Militärmacht werden. Der ehemalige Außenminister rät zu einem europäischen Nuklearschirm.