Im Augenhöhenrausch
Die Hamas versucht sich nach dem Gefangenenaustausch als nationale Führungskraft aller Palästinenser darzustellen. Sie lässt die Fatah von Abbas aber generös mitfeiern.
Die Hamas versucht sich nach dem Gefangenenaustausch als nationale Führungskraft aller Palästinenser darzustellen. Sie lässt die Fatah von Abbas aber generös mitfeiern.
Gilad Schalits erste Schritte in die Freiheit sind unsicher. Die Prozedur seiner Freilassung ist so kompliziert wie die Verhandlungen über den Austausch.
Am Ende waren es die Ägypter, die den Gefangenenaustausch zustande brachten, an dem Vermittler aus der Türkei, Frankreich und Deutschland zuvor gescheitert waren.
Die komplexe Entscheidungsstruktur innerhalb der Hamas und die ägyptische Revolution brachten ihn um den Erfolg seiner Früchte: Der BND-Vermittler Gerhard Conrad bleibt „Mr. Hizbullah“.
Der israelische Soldat Gilad Schalit ist nach seiner Freilassung in seinem Heimatort im Norden Israels eingetroffen. Im Gegenzug übergab Israel 477 palästinensische Gefangene an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.
Der Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas ist angelaufen. In den nächsten Stunden soll der 2006 entführte Soldat Gilad Schalit nach Israel zurückkehren - im Tausch gegen 1027 palästinensische Gefangene.
Nach langer Unterbrechung wollen Israelis und Palästinenser am 26. Oktober wieder indirekte Friedensgespräche führen. Das Nahost-Quartett werde getrennt mit den Verhandlungsführern sprechen, sagte der Sprecher des amerikanischen Außenministeriums.
Hat das Oberste Gericht keine Einwände, wird der israelische Soldat Gilad Schalit am Dienstag im Austausch für 1027 inhaftierte Palästinenser freikommen. 79 Prozent der Israelis befürworten dies.
Vor fünf Jahren hat ein Terrorkommando den jungen Soldaten verschleppt - nun soll er freikommen. In Israel warten nicht nur seine Eltern sehnsüchtig.
Nach mehr als fünf Jahren in der Gewalt der Hamas soll der Soldat Gilad Schalit nach Hause kommen. Dafür zahlt die Regierung Netanjahu einen hohen Preis.
Die Grundlagen des Deals legte ein Deutscher: Gerhard Conrad, Chef des BND-Leitungsstabs, vermittelte bis zuletzt zwischen Hamas und israelischer Regierung.
Der vor mehr als fünf Jahren entführte israelische Soldat Gilad Schalit könnte bald freigelassen werden. Die Hamas kündigte an, dass Israel im Gegenzug tausend palästinensische Gefangene auf freien Fuß gesetzt werden sollen.
Insgesamt 69 Veranstaltungen, im halbstündigen Takt, an allen fünf Tagen: Das Programm am F.A.Z.-Stand auf der Frankfurter Buchmesse
Über Catherine Ashton ist in den vergangenen eineinhalb Jahren so viel Schlechtes gesagt und geschrieben worden wie wahrscheinlich noch nie über einen Brüsseler Politiker. Vor allem die Außenminister der EU-Mitgliedstaaten ließen ...
Zankapfel Ostjerusalem: Gerade hat das Nahost-Quartett Israel und Palästinenser zu neuen Friedensverhandlungen aufgerufen, da genehmigt die israelische Regierung den Bau von 1100 neuen Wohnungen im Ostteil der Stadt.
Bei der Rückkehr nach Ramallah wird Präsident Abbas mit Jubel empfangen, als wäre Palästina schon ein vollwertiger UN-Mitgliedstaat. Die Enttäuschung über das Nahost-Quartett hingegen ist groß.
Nach dem Antrag auf Vollmitgliedschaft eines Staates Palästina bei den UN macht die internationale Gemeinschaft Druck: Das Nahostquartett forderte schnelle Verhandlungen. Bereits an diesem Montag wird sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Antrag der Palästinenser befassen.
Nachdem der palästinensische Präsident Abbas die Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen fordert, reicht Israels Ministerpräsident Netanjahu den Palästinensern die Hand: „Lassen Sie uns hinsetzen. Lassen Sie uns einander zuhören“.
Es wurde damit gerechnet, dass er Israels Bereitschaft für Frieden mit Palästina bekräftigt. Dabei dürfen nach Netanjahus Ansicht jedoch nicht Israels Sicherheitsbedürfnisse aus dem Blick geraten. In Israel wuchs am Freitag die ...
sat./hcr. NEW YORK/RAMALLAH, 23. September. Der palästinensische Präsident Abbas hat am Freitag UN-Generalsekretär Ban Ki-moon den Antrag seines Landes auf Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen mit der Bitte übergeben, diesen umgehend an den Sicherheitsrat weiterzuleiten.
In New York dringen die Palästinenser auf die Aufnahme als Vollmitglied der UN. Sie verweisen dabei auf Obama, der eine Mitgliedschaft als Folge einer Friedenslösung im Nahen Osten in Aussicht gestellt hat. Doch Washington beharrt darauf: Zuerst muss der Frieden mit Israel kommen, dann die UN-Mitgliedschaft.
Der Konflikt um die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch die Vereinten Nationen schwelt weiter: UN-Chef Bank Ki-moon forderte Israel auf, besonnen und verantwortungsbewusst auf den Vorstoß der Palästinenser zu reagieren.
Vor einem Jahr legte Präsident Obama vor der UN-Vollversammlung sein Bekenntnis zu einem Staat "Palästina" ab; in diesem sucht er verzweifelt einen palästinensischen Antrag im Sicherheitsrat auf UN-Mitgliedschaft zu verhindern.
Palästinenserpräsident Abbas wird die Mitgliedschaft in den UN beantragen - es sei denn, es geschähe ein Wunder. Israels Regierungschef Netanjahu, der Gespräche anbietet, hat bisher nur Raunen vernehmen lassen.
Die Zeitung "Aftenposten" (Oslo) schreibt zur bevorstehenden Abstimmung in der UN-Vollversammlung über die Anerkennung Palästinas als vollwertiger Staat: "Palästina hat in New York nur wenig Chancen auf die Erfüllung des Wunsches, als vollwertiger Staat anerkannt zu werden.
Zu "Isoliert und missverstanden" (F.A.Z. vom 15. September): Gil Yaron hat recht mit seiner Erkenntnis, dass sich weite Teile Europas von Israel abgewandt, um nicht zu sagen, mit diesem Staat gebrochen haben.
GAZA, 20. September. Zwischen knatternden Motorradrikschas und Eselskarren zieht Nader al Masri seine Bahn. "Du musst doch nicht abnehmen, du bist doch schon so dünn", rufen dem drahtigen Palästinenser manchmal Passanten zu.
WASHINGTON, 19. September Selbst wenn Moses, Jesus und Mohammed vom Himmel herabgestiegen wären, hätten sie es nicht vermocht, den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas zu einem Friedensvertrag zu bringen, sagt Aaron David Miller.
Tosender Applaus ist Mahmud Abbas gewiss. Selbst manche arabische Regierung scheint zwar den Antrag für unklug zu halten, in dem der Palästinenserpräsident am Freitag die Aufnahme eines Staats Palästina in die UN verlangen will.
Mahmud Abbas will den UN-Sicherheitsrat auffordern, Palästina als Vollmitglied aufzunehmen. Amerikanische Nahost-Gesandte wollten ihm das ausreden. Israel hofft, dass Staaten wie Deutschland gegen den Antrag stimmen.
Israels Ministerpräsident Netanjahu hat den palästinensischen Präsidenten Abbas dafür kritisiert, bei den UN die Vollmitgliedschaft zu beantragen. Abbas bekräftigte, dass er ein Ende der israelischen Besatzung anstrebe.
Mahmud Abbas war zu Scherzen aufgelegt und sichtlich guter Dinge. Als der palästinensische Präsident sich am Freitagabend an sein Volk wandte, wirkte er nicht wie ein Politiker, der mit dem Rücken zur Wand steht.
Die Palästinenser wollen in die Vereinten Nationen aufgenommen werden, doch was sie täglich erleben, ist alles andere als ein palästinensischer Staat. Nur mit ihren Postboten sind sie jetzt schon auf dem besten Weg in die Staatenwelt.
In Ramallah sind die Telefonrechnungen fällig. Husam Mesleh muss drei Runden durch Ramallah drehen, um sie alle auszutragen. Der Postbote zieht seine hellbraune Weste mit der Aufschrift "Palestine Post" über, rückt sich das Namensschild ...
Die Türkei wird wegen ihres Laizismus von den muslimischen Gruppierungen in Ägypten und Tunesien eher nicht als Vorbild gesehen. Dabei hatte Erdogan sich schon im Vorfeld seines Besuchs darum bemüht, diesen nicht unter ein explizit islamisches Motto zu stellen.
In der Arabellion spielt der türkische Ministerpräsident mit seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP eine gewisse Rolle. Manche nehmen sie zum Vorbild einer „islamischen Demokratie“.