Irakische Kurden sollen über Unabhängigkeit abstimmen
Teheran und Ankara wollen einen unabhängigen Kurdenstaat verhindern. Doch genau den strebt Massud Barzani an. Der Kurdenführer will ein Referendum über die Loslösung Kurdistans vom Irak.
Teheran und Ankara wollen einen unabhängigen Kurdenstaat verhindern. Doch genau den strebt Massud Barzani an. Der Kurdenführer will ein Referendum über die Loslösung Kurdistans vom Irak.
Fotos in den sozialen Medien belasten das türkische Militär schwer. In den kurdischen Gebieten sollen sie selbst Jugendliche getötet haben. Doch die Beweisführung ist kompliziert.
Der neue Außenminister Sigmar Gabriel hat den Chef der türkischen HDP zu einem Kongress nach Berlin eingeladen. Brisant ist: Der pro-kurdische Demirtas sitzt wegen Terrorvorwürfen im Gefängnis.
132 Tage verbrachte die Schriftstellerin Asli Erdogan in einem Frauengefängnis in Istanbul. Kurz vor Jahresende wurde sie entlassen. Ein Interview über den Alltag in der Haft.
Im Februar diesen Jahres schoß ein 41 Jahre alter Mann zweimal auf sein Opfer. Der Angeklagte sagte nun, dass es sich um einen „Denkzettel“ ohne Tötungsabsicht handelte.
Die Zahl der Asylbewerber aus der Türkei in Deutschland ist stark gestiegen, vor allem Kurden reisen ein. Einen Zusammenhang zu verstärkten Repressionen nach dem gescheiterten Putschversuch sieht die Bundesregierung aber nicht.
Wegen des Verdachts der Spionage hat die Bundesanwaltschaft einen Türken festnehmen lassen. Er sollte offenbar zwei ranghohe Kurden in Bremen und Brüssel töten.
Der Konflikt zwischen Türken und Kurden greift immer mehr auf die Hochschulen über. Der Verfassungsschutz sagt, die Hemmschwelle sinke.
Die PKK-Splittergruppe „Freiheitsfalken Kurdistans“ hat sich des Anschlags in Istanbul bezichtigt. Ihr Ziel waren Polizisten, 38 Menschen wurden getötet. Präsident Erdogan kündigt eine entschlossene Reaktion an.
Dem Journalisten Erol Önderoglu drohen vierzehn Jahre Haft. Er soll „Terrorpropaganda“ betrieben haben. Ein Gespräch über das Ausmaß der Zensur und die Auswanderung Intellektueller.
Das Verhältnis von Türken und Kurden in Deutschland ist ein Spiegelbild der Situation in der Türkei. Die Stimmung ist angespannt.
Wie konnte es kommen, dass sich Recep Tayyip Erdogan zum Sultan der Türkei aufschwingt? Arte zeichnet den Weg eines Mannes nach, dem schon früh alles zuzutrauen war.
Für ihre Abschlussarbeit als Fotostudentin reiste Miriam Stanke zu den legendären Munzur-Quellen. Ihre Bilder zeigen Menschen, meist Aleviten, die die Kraft zum politischen Widerstand aus ihrer Landschaft ziehen.
Deniz Naki war Jugend-Nationalspieler. Nun drohen ihm fünf Jahre Haft, weil der Fußballprofi die Kurdenpolitik Erdogans kritisierte. Das hat ihm schon früher Ärger eingebracht.
In Köln haben rund 7000 Kurden gegen die Festnahmen prokurdischer Politiker und Journalisten demonstriert. In der Türkei löste die Polizei unterdessen Proteste mit Tränengas und Wasserwerfern auf.
Idris Baluken ist einer der am Freitag in der Türkei verhafteten Politiker der prokurdischen HDP. Seine Warnungen, dass das Land zur Diktatur verkomme, blieben bislang ungehört. Wann und ob er wieder auftaucht, bleibt ungewiss.
Angesichts der Vorgänge in der Türkei reagieren Politiker hierzulande mit teils heftiger Kritik auf das Vorgehen von Präsident Erdogan. In mehreren deutschen Städten kommt es zu Protesten. Der EU-Parlamentspräsident sucht hingegen das Gespräch.
Nur wenige Stunden nach der Festnahme prokurdischer Oppositionspolitiker ist im Südosten der Türkei eine Autobombe explodiert. Ministerpräsident Binali Yildirim macht die PKK verantwortlich.
Präsident Erdogan holt zum nächsten Schlag gegen seine Kritiker aus: In der Nacht sind bei Razzien führende Politiker der HDP festgenommen worden. Sie ist die drittgrößte Partei im türkischen Parlament und die wichtigste politische Vertretung der Kurden.
2005 machte die AKP-Regierung den mutigsten Schritt zur Beendigung der Auseinandersetzungen zwischen Staat und PKK. Doch dann waren die Kurden Erdogan im Weg. Wie der Präsident den Ausgleich zunichte macht.
Der Kampf gegen den IS im Irak macht Fortschritte. Begonnen hat nun auch das Ringen um die Nachkriegsordnung. Kurden, Sunniten und Schiiten wollen Rechnungen begleichen.
Die Terrormiliz IS hat offenbar Tausende Menschen nach Mossul getrieben, um sie als menschliche Schutzschilde einzusetzen. Wer sich widersetzt, wird getötet.
Unter dem Verweis auf den Ausnahmezustand werden in der Türkei Dutzende Bürgermeister abgesetzt. Kritiker werden so mundtot gemacht.
Die Türkei setzt im Irak auf kurdische Peschmerga-Kämpfer – auch gegen kurdische Freischärler aus Syrien. So will sie die einen Kurden gegen die anderen ausspielen.
Eint das gemeinsame Ziel die Allianz, die den „Islamischen Staat“ aus dem Irak vertreiben will? Es geht offenbar nicht darum, wann Mossul eingenommen wird, sondern wie. Vor allem eine Gruppe fürchtet die Anti-IS-Koalition.
Die türkische Armee geht weiter gegen Kurden im Norden Syriens vor. Bis zu 200 Kämpfer sollen dabei ums Leben gekommen sein.
Die Rückeroberung soll deutlich machen: Der Feldzug des „Islamischen Staats“ im Irak ist gescheitert. Doch Iraker, Kurden und Türken als Verbündete trauen sich gegenseitig kaum, und tausende Islamisten haben sich in Mossul verschanzt.
Die Hochburg der Terrormiliz IS in Syrien soll bald fallen - allerdings ohne Beteiligung kurdischer Milizen. Die Türkei will die Stadt Raqqa nur mit Amerika zurückerobern.
Nach der Absetzung kurdischer Bürgermeister erschüttert Gewalt die Südosttürkei. PKK-Führer Öcalan bietet Gespräche an, doch daran scheint in Ankara niemand interessiert. Der Konflikt hat eine neue Eskalationsstufe erreicht.
Nach dem türkischen Feldzug im Norden Syriens rückt nun auch Raqqa ins Interesse Ankaras. Erdogan will gemeinsam mit den Amerikanern den „Islamischen Staat“ aus dessen Hochburg vertreiben – und beweisen, dass die Türken bessere Partner als die Kurden sind.
Im Kampf gegen den Islamischen Staat möchte die Türkei nun mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten. Unterdessen wies die syrische Armee den Vorwurf zurück, im Kampf um Aleppo Chlorgas eingesetzt zu haben.
Vier Wochen nach der Pro-Erdogan-Kundgebung demonstrieren 30.000 Kurden im Kölner Zentrum lautstark gegen Erdogans Politik. Trotz Befürchtungen im Vorfeld verläuft die Veranstaltung friedlich.
Sie sollen Flaschen geworfen und Straßen blockiert haben. In Grevenbroich hat die Polizei dutzende Menschen in Gewahrsam genommen, als eine kurdische Demonstration aus dem Ruder lief.
Der türkische Präsident wirft den Kurden in Nordsyrien vor, sich nicht an Zusagen zum Rückzug gehalten zu haben. Unterdessen wurden abermals Tausende Sicherheitskräfte entlassen.
Im Norden Syriens kämpft die Türkei gegen kurdische Milizen. Diese sollen zuletzt herbe Verluste erlitten haben. Doch laut einem Sprecher waren die Milizen zum Zeitpunkt der Kämpfe gar nicht in der Region.
Nach der Eskalation im Norden von Syrien sollen sich Türkei und kurdische Rebellen auf eine Waffenruhe geeinigt haben. Damit reagiert Erdogan auf den Druck von Obama. Der IS verkündete den Tod seines Sprechers al-Adnani.