Merkel und die Staatsräson
Warum hat die frühere Bundeskanzlerin den Begriff Staatsräson verwendet? Und welche konkreten politischen Folgen hatte das in den Beziehungen Deutschlands zu Israel?
Warum hat die frühere Bundeskanzlerin den Begriff Staatsräson verwendet? Und welche konkreten politischen Folgen hatte das in den Beziehungen Deutschlands zu Israel?
Weder Eisbecher und Sahnetorte für entscheidende Politiker noch gute Argumente halfen: Vor 75 Jahren entschied sich der Bundestag für Bonn als Hauptstadt der jungen Bundesrepublik und damit gegen Frankfurt.
Das Palais Schaumburg war die Schaltzentrale der Bundeskanzler von Adenauer bis Schmidt. Aber seit Jahren ist die Bonner Villa ein Sanierungsfall – und seit kurzem nicht mehr zweiter Dienstsitz des Kanzlers.
Der Zusammenbruch der DDR ist Lehrstück und Mahnung zugleich. Als Sozialstaat geriet sie vor 1989 geriet sie auf die abschüssige Bahn, die sich ergibt, wenn die Zusagen sozialer Sicherheit und die Erfordernisse der wirtschaftlichen Effizienz zu weit voneinander abgekoppelt werden.
Richard Freudenberg war mehr als nur Leiter eines Traditionsunternehmens. Er saß als Parteiloser im ersten deutschen Bundestag. Seine Themen sind heute wieder aktuell: Rüstungspolitik und Wahlrechtsreform.
Moral ist eine schöne Sache. Aber in der internationalen Politik und Wirtschaft tritt sie oft hinter anderen Interessen zurück. Frank Bösch hat eine „andere Geschichte“ Deutschlands verfasst.
Im Streit um den Bundeshaushalt stürzten die Liberalen einst Ludwig Erhard. Die Parallelen zu heute sind frappierend.
Vor 25 Jahren, am 1. Juli 1999, tagte der Bundestag ein letztes Mal in Bonn. Dann nahmen Regierung und Parlament ihren Sitz in Berlin – so, wie es schon 1949 beschlossen worden war. Das Provisorium hatte ausgedient. Ein Gastbeitrag.
Finanzminister Lindner verzockt unsere Rente am Aktienmarkt, lautet häufig der Vorwurf gegen die geplante Aktienrente. Falsch. Wir haben fast nichts angespart, was sich verzocken ließe.
Der Fall Maximilian Krah +++ Wahlkampfauftakt Bündnis Sahra Wagenknecht +++ Plädoyer für den Bindestrich
Bundespräsident Steinmeier fordert die Bürger auf, die Errungenschaften von Freiheit und Demokratie zu verteidigen. „Es kommen raue, härtere Jahre auf uns zu.“
Eine sozialdemokratische Frauenrechtlerin, eine konservative Katholikin, ein christlicher Gewerkschafter, ein sozialdemokratischer Professor und ein Liberaler, der vielen als demokratischer Nationalist galt: Fünf Biographien.
Zwei in vielerlei Hinsicht erschöpfende Bände. Alles, was man jemals über den ehemaligen Verteidigungsminister und Bundestagspräsidenten wissen möchte.
1949 sollte eine neue Hymne das Selbstverständnis der DDR spiegeln, die Bundesrepublik entschied sich für die alte. Nach 1989 blieb die Diskussion über eine gesamtdeutsche Hymne aus – und damit über ein ganz neues Selbstverständnis. Ein Gastbeitrag.
Zigarettenrauchzeichen ergeben noch keine Erfolgsgeschichte: Zwei Bonner Tagungen über das Bonner Grundgesetz und die Bonner Republik.
Ascona und die vorgelagerten Brissago-Inseln waren einst die Zufluchtsorte von exzentrischen Adligen, anarchischen Künstlern und versponnenen Utopisten. Was ist von ihrem Geist im Tessin geblieben?
In den 1960er Jahren wollten die Amerikaner ihre Verbündeten über eine multilaterale Streitmacht in die nuklearen Planungen einbeziehen. Der Plan scheiterte – sehr zur Enttäuschung der Bundesregierung.
Wenn der Fan seinem Idol auflauert: Ein Band zeigt Aufnahmen, die der im November verstorbene Fotograf Konrad Rufus Müller von Konrad Adenauer gemacht hat.
Wie sie wurden, was sie wurden: Das Leben von Rechtsextremisten in der Bundesrepublik in der Zeit nach 1945. Einige wichtige Namen fehlen allerdings.
Wie gut haben Sie die Nachrichten am heutigen Freitag verfolgt? Beantworten Sie fünf Fragen und vergleichen Sie Ihr Wissen mit anderen Lesern.
Nach der Ausmusterung kommt das Abwracken: Die als Pannenflieger bekannt gewordene Regierungsmaschine soll dem neuen Eigentümer Lufthansa Technik als Ersatzteillager dienen.
Alle Bundesregierungen setzten über Jahrzehnte auf enge Verbindungen zu autoritären Regimen. Die Konkurrenz mit der DDR und die Abgrenzung gegenüber Ost-Berlin förderten dies. Ein Gastbeitrag.
Trumps Äußerungen zur NATO +++ Antiamerikanismus in Europa +++ Beitrag von Karl Kaiser und Joachim Krause
Kein deutscher Kanzler strebte nach eigenen Atomwaffen. Dennoch wurde der zivilen Nutzung der Atomenergie mit großem Misstrauen begegnet – nicht zum Schaden Deutschlands. Ein Gastbeitrag.
Mit seinem Auftritt als Bismarck wollte Söder sich selbst als eisernen Kanzler inszenieren. Unfreiwillig hat er aber etwas anderes gezeigt: Eindrucksvolle Politiker sind in Deutschland, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur in Verkleidung zu haben.
Über Parteiverbote wird in der Bundesrepublik nicht erst seit AfD und NPD diskutiert. Zwei Mal schon hat das Bundesverfassungsgericht eingegriffen. Wie kam es dazu?
Die SPD ist nicht zum ersten Mal in schwerem Fahrwasser. Vor 20 Jahren war es der Parteivorsitzende Franz Müntefering, der den Kanzler versuchte zu stützen. Doch die Abwahl Schröders konnte er nicht verhindern.
Der französische Präsident Macron hat eine fulminante Rede im Bundestag gehalten. Sein Auftritt enthielt eine Botschaft an deutsche Politiker: Sie müssen leidenschaftlicher werden.
Honoré Daumier sah sich als politischen Künstler und schuf Ikonen der Karikatur. 4200 seiner Graphiken und 36 Skulpturen bereichern nun als Schenkung das Städel, das eine Auswahl der besten Werke zeigt.
Nach dem Beitritt der jungen Bundesrepublik zur NATO 1955 und der Wiedervereinigung 1990 muss die Bundeswehr heute zum dritten Mal neu gegründet werden. Die Nationale Volksarmee der DDR ist hingegen unwiderruflich Geschichte.
Nicht für den Sieg der Ukraine, sondern die Einhegung des Kriegs: Die deutsche Politik läuft Gefahr, aus der verkündeten Zeitenwende ein leeres Wort zu machen. Ein Gastbeitrag.
1949 war Frankfurt noch immer eine Trümmerlandschaft. Immerhin das Goethehaus wurde zügig wieder aufgebaut. Doch dann erfuhr die Stadt eine grandiose Niederlage.
Die Ausblicke auf das neue Jahr stimmen nicht zuversichtlich. So war es auch schon vor 70 Jahren. Dann kam immerhin das „Wunder von Bern“.
Nicht einmal bei der Konrad-Adenauer-Stiftung will die Altkanzlerin mehr mitmachen. Wie entschlossen sie ist, sich von den Parteifreunden abzuwenden, wurde schon im Oktober 2021 klar.
Er hatte sich nie um politische Ämter gedrängt, und doch war der Zentrumspolitiker Wilhelm Marx eine verdienstvolle Persönlichkeit der Weimarer Republik. Der viermalige Reichskanzler lebte und handelte nach einer Maxime, die aktueller nicht sein könnte: Ethische Politik sei stets die richtige. Ein Gastbeitrag.
Wie Macht die Menschen verändert, verraten seine Politikerporträts: Der Kanzlerfotograf Konrad Rufus Müller ist im Alter von 83 Jahren gestorben.