Sieg der Hardliner in Afghanistan?
Mit ihrer Entscheidung, die weiterführenden Schulen für Mädchen wieder zu schließen, haben die Taliban die internationale Gemeinschaft vor den Kopf gestoßen. Doch was steckt dahinter?
Mit ihrer Entscheidung, die weiterführenden Schulen für Mädchen wieder zu schließen, haben die Taliban die internationale Gemeinschaft vor den Kopf gestoßen. Doch was steckt dahinter?
Viele hatten Hoffnung auf das Versprechen der Taliban gesetzt, dass von Ende März an auch die weiterführenden Schulen für Mädchen geöffnet würden. Weil das nicht geschah, gibt es nun offenen Protest selbst in Kabul.
China schickt überraschend seinen Außenminister zu einem Besuch nach Afghanistan. Schon länger versucht die Regierung in Peking, gute Beziehungen zu den Taliban aufzubauen.
Erst hieß es, Mädchen in Afghanistan dürften wieder höhere Schulen besuchen. Doch nun wollen die Taliban erst einen islamfesten Plan erarbeiten. Unter Tränen mussten die Mädchen wieder nach Hause gehen.
Mit Beginn des neuen Schuljahrs sollen in Afghanistan Mädchen zum Unterricht an weiterführenden Schulen zugelassen werden. Damit reagieren die Taliban auf eine zentrale Forderung der internationalen Gemeinschaft.
Im Bericht der Wehrbeauftragten wird ein düsteres Bild von der materiellen Einsatzbereitschaft der Streitkräfte gezeichnet. Defizite macht Eva Högl auch bei den Soldaten selbst aus.
Sie ist Frauenrechtlerin und in ihrer Heimat Afghanistan nicht mehr sicher. Nun lebt Hasthi mit ihrer Familie in Deutschland. Die Geschichte einer Verfolgten.
Seit mehr als sechs Monaten herrschen die Taliban in Afghanistan. Es fehlt an fast allem, auch an Trinkwasser und Babynahrung. Zu schweigen von Psychologen, die dem traumatisierten Volk helfen könnten.
Bislang gab es nur wenige und schlecht erkennbare Aufnahmen von ihm – Der Innenminister der afghanischen Taliban-Regierung, Siradschuddin Hakkani, hielt eine Rede in Kabul. Im August rissen die islamistischen Taliban wieder die Macht in Afghanistan an sich.
Es sind Massen, die Afghanistan verlassen wollen – nicht nur wegen der Taliban. Aber dafür braucht es einen Reisepass. Das macht den Leiter der Passbehörde zu einem mächtigen Mann: Die Schlange vor seinem Turm wird täglich länger.
Die Taliban drehen nicht alle Uhren zurück, doch im Land herrscht Stillstand. Dabei wäre es in ihrem Interesse, Macht zu teilen.
Die Staatsbildung in Afghanistan ist nicht gescheitert. Im Gegenteil: Die Taliban haben ihre eigene Staatlichkeit ausgebildet, wie die Großstädter und die lokalen Kriegsherren vor ihnen. Der Westen hat seine Chance in diesem Spiel nicht erkannt. Ein Gastbeitrag.
Der amerikanische Präsident Joe Biden will die Hälfte der eingefrorenen Auslandsreserven Afghanistans für die Opferfamilien vom 11. September zurückhalten. In Kabul sorgt das für Empörung.
Unter den Festgenommen sollen zwei Journalisten sein, berichtet das UN-Flüchtlingshilfswerk. Die Organisation arbeite daran, „die Situation zu lösen“.
Die Not in Afghanistan ist so dramatisch, dass mit Hilfe nicht gewartet werden kann, bis man weiß, wie man mit den Taliban umgehen soll. Ein Gastbeitrag des Geschäftsführers von UNICEF Deutschland.
Nachdem der Privatsender M6 in seinem Magazin „Zone Interdit“ eine Reportage über den radikalen Islam in der Stadt Roubaix sendete, hagelte es Morddrohungen. Doch die französische Öffentlichkeit scheint der notwendigen Debatte müde zu sein.
Ein Moderator und ein Reporter des privaten Fernsehsenders Ariana waren am Montag von Bewaffneten vor dem Tor des Senders abgeholt worden. Inzwischen konnten sie zu ihren Familien zurückkehren.
Seit dem Sommer läuft die Rückholaktion von gefährdeten Afghanen, schleppend zwar, aber stetig. Doch wer es nicht rechtzeitig auf die Listen des Auswärtigen Amtes schaffte, hat wenig Chancen.
Abgesandte der Taliban haben in Oslo Gespräche über die Lage in Afghanistan aufgenommen. Die Einladung durch die norwegische Regierung ist umstritten.
Die EU will mit einer „Minimalpräsenz“ zurück nach Kabul. Die Islamisten, denen jede Form des internationalen Austauschs Legitimität gibt, verbreiten die Nachricht zufrieden. Doch ihren Gegnern begegnen sie mit Härte.
Als die Taliban Kabul eroberten, übergab ein Vater sein Baby einem Soldaten. Die Hoffnung, dass die Eltern ihr Kind wiederfinden würden, war gering. Nun ist es wieder bei seiner Familie – es hatte Afghanistan nie verlassen.
Professor Faisullah Dschalal war bereits vor der Machtübernahme durch die Taliban für seine unverblümte Kritik bekannt. Im November 2021 bezeichnete er einen ihrer Sprecher als „Kalb“ und wurde nun festgenommen.
Die afghanischen Hauptstadt Kabul liegt unter einer Schneedecke. Was einigen Kindern Spaß bereitet, lässt andere Menschen verzweifeln. Sie leiden unter der schweren Wirtschaftskrise im Land und hungern und frieren.
Sich für die Demokratie einzusetzen, ist nach dem Machtwechsel in Afghanistan lebensgefährlich. So auch für den 35 Jahre alten Sayed Mosavi, der es mit seiner Familie nach Kelkheim geschafft hat. Jetzt brauchen sie eine Wohnung.
Die Bundesregierung will besonders bedrohte Afghanen rasch vom Hindukusch evakuieren. Doch die Taliban stellen sich bei Flügen aus Kabul quer.
Faisal hat einen Traum: Studieren und Ingenieur werden. Doch er ist ein Flüchtling aus Afghanistan, und die bekommen in Pakistan keine Arbeitserlaubnis. Eine Reportage aus Rawalpindi.
Als die internationalen Soldaten abzogen, blieb Osman Azimi in Afghanistan zurück und versteckte sich vor den Taliban. Jetzt hat er es doch noch nach Deutschland geschafft. Und als erstes seinen Bart abrasiert.
Diplomaten warnen vor der „größten humanitären Katastrophe unserer Zeit“. Außenministerin Annalena Baerbock will die Situation in Afghanistan mit einem Aktionsplan verbessern.
In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben Frauen für mehr Gerechtigkeit demonstriert. Sie warfen den Taliban außergerichtliche Tötungen vor und forderten mehr Rechte für Frauen.
Mit der Rückkehr der Taliban haben zahlreiche afghanische Sportler ihre Heimat verlassen müssen. Der Exodus nimmt dem Land wichtige Vorbilder – mit weitreichenden Folgen für spätere Generationen.
Reporter und Journalisten haben es schwer in Afghanistan: Die Taliban verhindern durch systematische Schließungen von Medieneinrichtungen eine freie und unabhängige Berichterstattung, wie eine am Montag veröffentlichte Studie zeigt.
Seit der Rückkehr der Taliban hat sich an den afghanischen Unis einiges verändert. Etliche Studenten sind gar nicht erst zurückgekehrt. Und unter denjenigen, die wiederkamen, zweifeln viele an ihrer Entscheidung.
Die Machthaber in Afghanistan verbrennen keine Bücher mehr. Sie lassen den Buchmarkt langsam zugrunde gehen. Zwei Buchhändler aus Kabul wehren sich.
Die radikalislamische Taliban-Regierung in Afghanistan hat angekündigt, wieder Reisepässe auszugeben. Alle „technischen Probleme“ seien gelöst. Sie hatte die Pass-Ausstellung kurz nach der Machtübernahme im August gestoppt.
Ein neuer Bericht von Amnesty International belegt Kriegsverbrechen der Taliban während der Machtübernahme in Afghanistan. Aber auch die Vereinigten Staaten hätten viele zivile Tote zu verantworten.
Bei der Attacke auf ein Auto waren im August sieben Kinder und drei Erwachsene getötet worden. Die US-Streitkräfte hatten geglaubt, dass die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ mit dem Fahrzeug einen Anschlag auf den Kabuler Flughafen plante.