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Der israelische Präsident Herzog sucht Ministerpräsident Netanjahu am Sonntagabend im Krankenhaus auf. Er dringt auf eine Einigung im Streit über die Justizreform. Gegner und Befürworter gehen auf die Straße.
Der Jurist Aharon Barak hat das System richterlicher Kontrolle aufgebaut, das Israels Regierung nun demontieren will. Für die Anhänger der Justizreform ist er eine Hassfigur. Ein Porträt.
Bald ist es so weit: In Israel soll ein Kernelement der umstrittenen Justizreform behandelt werden. Tausende Menschen demonstrieren seit Wochen dagegen auf Israels Straßen – nun muss der Ministerpräsident kurzfristig ins Krankenhaus.
Am Sonntag berät das israelische Parlament über die Justizreform, in der Nähe campieren Demonstranten. In der Nacht meldete sich Netanjahu zu Wort: Der Ministerpräsident musste operiert werden.
Nach Schätzungen des Senders „Channel 13“ sollen sich am Samstagabend allein in Tel Aviv rund 170.000 Demonstranten versammelt haben. Ein kilometerlanger Protestzug erreicht Jerusalem.
In wenigen Tagen will Israels Regierung ein Kernelement zur Schwächung der Justiz verabschieden. Mehr als 1000 Reservisten der Luftwaffe drohen nun mit Dienstverweigerung und rufen damit den Verteidigungsminister auf den Plan.
Während anhaltenden Proteste gegen die geplante Justizreform kam es zu Ausschreitungen in Tel Aviv. Demonstranten entzündeten Feuer und blockierten wichtige Straßen und Autobahnen. Bereits am Montag soll ein Teil der Justizreform in der Knesset beschlossen werden.
In einer Ansprache an die Nation sagte Israels Ministerpräsident Netanjahu, die Justizreform werde „die Demokratie stärken“. Unterdessen halten die Proteste an. Druck kommt nun auch aus dem Militär.
Er galt als linker Jude und Israelkritiker: Jetzt bekennt der Journalist Fabian Wolff in einem larmoyanten Artikel auf „Zeit online“, seine angeblich jüdische Identität beruhe auf einem Irrtum.
In Washington hebt der israelische Präsident die tiefe Verbundenheit mit den USA hervor. Doch Itzchak Herzog warnt auch vor Antisemitismus: Kritik dürfe „nicht so weit gehen, dass das Existenzrecht des Staates Israel negiert wird.“
Der Vorsitzende des Justizausschusses der Knesset führt Debatten mit Lust am Eklat. Simcha Rothman ist einer der Architekten der Justizreform.
Ungeachtet aller Proteste hat der Justizausschuss der Knesset einen umstrittenen Gesetzentwurf verabschiedet. Der Ausschussvorsitzende Simcha Rothman ist einer der Architekten der Justizreform.
Beim Jerusalem-Besuch von Bildungsministerin Stark-Watzinger wird einem deutschen Abt vor der Klagemauer mitgeteilt, sein Brustkreuz sei „für diesen Ort unangemessen“. Die zuständige Stiftung bittet um Entschuldigung.
Amerika steht „fest“ an der Seite Israels, sagt US-Präsident Biden – trotz der jüngsten Spannungen um die Justizreform. Beim Besuch im Weißen Haus verspricht Israels Präsident Herzog, nach einem Ausweg aus der Krise zu suchen.
Israel folgt dem Beispiel von Donald Trump und erkennt den Anspruch Marokkos auf die Westsahara an. Das widerspricht dem Standpunkt von UN und EU.
Die Abstimmung über eines der Gesetze der umstrittenen Justizreform in Israel rückt näher. Auch der Protest nimmt zu und setzt auf kreative Methoden. Israelische Reservisten drohen mit Dienstverweigerung.
In einem Brief habe Netanjahu den marokkanischen König darüber informiert. Israel werde seine Entscheidung auch der UN übermitteln und plant die Eröffnung eines Konsulats. Seit Jahren nähern sich beide Staaten an.
Aus einem Fahrzeug seien Schüsse abgegeben worden, teilte die israelische Armee mit. Verletzt worden seien auch zwei Mädchen. Nach den Angreifern werde gesucht.
In einer Woche möchte die israelische Regierung ihre umstrittene Justizreform verabschieden. Hunderte Reservisten und Ärzte drohen nun damit, ihre Arbeit niederzulegen, sollte das Gesetz verabschiedet werden.
Eigentlich wollte ein Muslim mit seiner Aktion auf die Verbrennung eines Korans reagieren. Nun sagt er jedoch, wenn heilige Bücher verbrannt würden, gebe es Bürgerkrieg. Man müsse einander respektieren.
In Stockholm dürfen nach dem Koran auch eine Bibel und die Thora verbrannt werden. Prompt kommt Kritik aus Israel.
Die israelische Militäroperation hat Teile Dschenins verwüstet und zugleich die Spannungen unter den Palästinensern aufgedeckt. Als Geste der Versöhnung kam sogar Präsident Mahmud Abbas. Willkommen war er nicht.
Immer öfter werden Christen in Jerusalem attackiert. Der Lateinische Patriarch Pierbattista Pizzaballa läutet die Alarmglocken – und zeigt sich enttäuscht von der israelischen Regierung.
Nach der ersten von drei Parlamentsabstimmung wird weiterhin gegen die Justizreform protestiert. In Tel Aviv setzte die Polizei Wasserwerfer gegen Demonstranten ein. Auch am Flughafen Ben Gurion wurde protestiert.
Bis in die Nacht protestieren Bürger in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem gegen die Regierung. Mehrere Menschen wurden verletzt und fast 80 vorübergehend festgenommen.
Die Protestbewegung organisiert massive Störaktionen, nachdem die Knesset die Justizreform vorangetrieben hat. Ein Minister nennt die Demonstrationen „Terrorismus“.
Die Knesset stimmt in erster Lesung einem Gesetzentwurf zu, der die Möglichkeiten des obersten Gerichts einschränken soll. Kritiker sehen darin einen Angriff auf den Rechtsstaat – und protestieren einmal mehr.
In Vilnius beginnt das zweitägige NATO-Gipfeltreffen. Häusliche Gewalt bleibt hierzulande ein trauriges Kapitel, das vor allem Frauen betrifft. Und: Bürger können beim Aussehen der Euroscheine mitbestimmen. Der F.A.Z. Newsletter.
Der NATO könnte die Ukraine auch dann nicht sofort beitreten, wenn es einen Waffenstillstand gäbe, sagt der amerikanische Präsident. Doch er lockt mit dem israelischen Modell. Was bedeutet das?
US-Präsident Biden trifft vor dem NATO-Gipfel auf König Charles. In Frankreich wird gegen Polizeigewalt demonstriert. Und bei der Krankenhausreform soll eine neue Bund-Länder-Runde Klarheit schaffen. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter.
Wer will noch mal, wer hat noch nicht: Mit den Israel-Vergleichen geht es munter weiter. Zum Beispiel bei der Politologin Muriel Asseburg, die Parallelen zwischen Palästinensern und Ukrainern zieht.
Daniel Cohn-Bendit und Meron Mendel fühlen sich als Juden – auch wenn sie mit der Religion und dem Staat Israel ihre Schwierigkeiten haben. Auf einer Veranstaltung in Frankfurt sagen sie, wie sie damit zurechtkommen.
In Israel gehen wieder Tausende gegen die Justizreform auf die Straße. Zuvor war der Polizeichef Tel Avivs zurückgetreten – weil er der Forderung nach einem härteren Vorgehen nicht nachkommen wollte.
Zum ersten Mal seit 2009 gelingt den Engländern der Einzug ins Endspiel der U21-EM: Mit einem 3:0 bezwingen sie Außenseiter Israel in Batumi. Auch Spanien schafft es mit einem Sieg über die Ukraine ins Finale.
Nach dem Abschluss der israelischen Militäroperation in Dschenin werden aus dem Gazastreifen Raketen abgefeuert. In Dschenin feiern Bewaffnete den eigenen „Sieg“.