Erster Bürger der Nation
Richard von Weizsäcker sah sich über weite Strecken seines politischen Wirkens als Versöhner von Geist, Macht und Nation. Als Staatsoberhaupt erkannte er an, dass kollektives Schicksal auch kollektive Schuld bedeutet.
Richard von Weizsäcker sah sich über weite Strecken seines politischen Wirkens als Versöhner von Geist, Macht und Nation. Als Staatsoberhaupt erkannte er an, dass kollektives Schicksal auch kollektive Schuld bedeutet.
Richard von Weizsäcker verkörperte die „alte“ Bundesrepublik, wie sie sich am liebsten sah – aber auch, wie sie mit sich haderte. Er pflegte die Erinnerung an die Barbarei in deutschem Namen und damit die Verpflichtung für die Zukunft.
Welche Folgen hat die Einwanderung für unser Land? Diese Frage stellen sich unzählige Ökonomen. Klar ist, dass die Migration Deutschland verändert hat. Aber wie?
Er traf Husni Mubarak, klingelte bei Margot Honecker und lief schon als Junge mit Helmut Kohl durch die Nachrichten: Marc Steinbrecher, Bürgermeister von Steinfeld, ist noch nicht am Ende seiner Reise.
Dass der frühere Direktor des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung, ein Anhänger Helmut Kohls, ausgerechnet von der Linken gefragt wurde, ob er als ihr Kandidat für den 2009 zu wählenden Landtag zur Verfügung stehen würde, mutet merkwürdig an.
Willy Brandt, Ostpolitik-Veteran und Bundeskanzler von 1969 bis 1974, machte im „zweiten Kalten Krieg“ den Versuch, einen Kontakt mit dem im März 1985 ins Amt gewählten KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow aufzunehmen. Bereits am 27. Mai kam es zu einem Treffen in Moskau.
Neujahrsansprachen von Angela Merkel sind gewöhnlich grauenhaft. Dieses Mal ist alles anders: Die Kanzlerin macht kräftig Politik. Nötigt die AfD. Und löscht mit einem Schlag die Opposition im Bundestag aus.
Neujahrsansprachen sind nicht nur rhetorische Fünf-Minuten-Terrinen zum Jahreswechsel. Als kultische Rituale sind sie auch kleine Spiegel der bundesdeutschen Geschichte - und ihrer Kanzler.
In seine Amtszeit als Präsident fiel die Deutsche Einheit. Zum 90. Geburtstag war er noch mit dem Fallschirm abgesprungen, nun liegt der Vater von George W. Bush im Krankenhaus.
25 Jahre nach seiner historischen Rede vor der Ruine der Frauenkirche nimmt der Altkanzler in Dresden an einer Feierstunde teil. Im Rollstuhl sitzend dankt er Weggefährten und Zeitzeugen. Und bekommt dafür viel Applaus.
Kanzlerbiograph Henning Köhler ist nicht unkritisch, und doch macht er sich in hohem Maße die Perspektive Helmut Kohls zu eigen, auch in den Bewertungen und Werturteilen („richtige Richtung“, „größte Leistung“, „Verwilderung der Sitten“), nicht zuletzt über Kohls Kritiker und Widersacher.
Bundeskanzlerin Merkel und ihre CDU sind auf dem Parteitag einander so innig verbunden wie nie. Da stellt sich prompt die Frage, wie die Partei wohl ohne sie aussähe.
Nicht nur von „seiner“ Strauß-Zeit erzählt Wilhelm Knittel, auch von den Bonner Jahren nach der Wiedervereinigung. Er schlägt die Brücke von damals - als Günther Krause 1991 das Verkehrsressort übernahm - zu heute: „Ich bin ein Anhänger einer Pkw-Maut.“ Und: Krause „hätte sie am liebsten eingeführt“.
In seiner „Strategie-Idee“ empfiehlt Werner Weidenfeld eine deutliche verbesserte Erklärung der Besonderheiten der Europäischen Union. Es geht ihm um das Abstecken des Weges und des Ziels des europäische Integrationsprozesses.
Der Bischof von Mainz, Kardinal Lehmann, tritt 2016 in den Ruhestand. Im Interview spricht er über die Ökumene, das Zweite Vatikanische Konzil und die Lehren aus dem Fall Tebartz-van Elst.
Wenn Führungsleute von Parteien sich befehden, kann das zerstörerisch sein. Die Piraten haben es vorgeführt. Wie es bei der AfD ausgeht, ist noch ungewiss. Bei der CDU ging es damals gut.
Helmut Kohl hat mit seinem neuen Buch „Aus Sorge um Europa“ einen Appell zum Handeln verfasst. Wir müssen das Schicksal Europas mit Verstand und Leidenschaft in die Hand nehmen. Ein Gastbeitrag von Viktor Orbán.
Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl hat sich im Rechtsstreit mit seinem ehemaligen „Ghostwriter“ durchgesetzt. Heribert Schwan darf nicht mehr aus vertraulichen Interviews zitieren. Einfangen lassen sich die Äußerungen aber nicht mehr.
Der frühere Ghostwriter Kohls darf nicht mehr aus vertraulichen Interviews zitieren. Heribert Schwans Buch kann nicht mehr vertrieben werden. Und Kohls Anwalt kündigt nach dem Urteil eine deftige Klage an.
Erst greift der frühere sowjetische Staatschef Gorbatschow den Westen an. Dann hält er nach Gesprächen mit Merkel und Kohl eine Versöhnungsrede. Und rät zur rhetorischen Abrüstung in der Ukraine-Krise.
25 Jahre nach dem Fall der Mauer: Wir sehen das neue Europa mit alten Augen. Peter Gauweiler spricht im F.A.S.-Interview darüber, wie sich am 9. November in der deutschen Geschichte Freude und Schmerz mischen.
Wolf Biermanns Auftritt vor dem Bundestag und die Regierungsbildung in Thüringen haben gezeigt: Wir haben die DDR aus der Geschichte gelöscht, deshalb werden wir ihre Schatten und Gespenster nicht los.
Die Fehler der deutschen Einheit sind mannigfaltig. Einer heißt Helmut Kohl, ein anderer Europa und auch das ist nur die halbe Wahrheit.
Bei der Vorstellung von Helmut Kohls neuem Buch beschwor dessen Gattin gestern die Geheimnislosigkeit des Geschehens. Tatsächlich aber flüsterte Maike Kohl-Richter unentwegt auf ihren Mann ein.
Unter großem Medienrummel hat der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl in Frankfurt sein neues Buch vorgestellt. In einem sehr persönlichen Appell setzte er sich für eine weitere Einigung in Europa ein.
An diesem Montag stellt der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl sein Buch „Aus Sorge um Europa“ vor. Wesentliche Prinzipien der Wettbewerbsfähigkeit seien bei der Euro-Einführung verletzt worden. Ein Auszug.
Der Altkanzler erteilt Ratschläge für die Russland-Politik. Aber was hätte Helmut Kohl denn mit einem Wladimir Putin gemacht, der sich am Territorium anderer Staaten vergreift?
Der Westen hätte sich in der Ukraine-Krise klüger verhalten können, schreibt der Altkanzler laut einem Bericht der F.A.S. in seinem neuen Buch. Er warnt davor, „alles zu verspielen, was wir schon einmal erreicht hatten“.
Altkanzler Helmut Kohl macht in seinem neuen Buch die rot-grüne Regierung für die Schuldenkrise in Europa verantwortlich. Er kreidet ihr zwei schwere Fehler an. Den Euro verteidigt er dagegen in einem exklusiven Vorabdruck in der F.A.S. als „feste Klammer für Europa“.
Durfte Helmut Kohls ehemaliger Ghostwriter Zitate aus Gesprächen mit dem Kanzler der Einheit veröffentlichen? Das Landgericht in Köln lässt erkennen: Kohls Unterlassungsansprüche könnten bestehen.
Wer folgt auf Angela Merkel? Die strebsame Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gilt manchem schon als natürliche Nachfolgerin. Das gefällt bei weitem nicht jedem.
Brandts Worte an die Jubelnden in Berlin am Tag nach dem Mauerfall sind legendär: Nun wachse zusammen, was zusammengehöre. Das Problem: Brandt hat das dort damals gar nicht gesagt.
Die Anwälte des Altkanzlers gehen nun doch weiter juristisch gegen das Buch des früheren Kohl-Biografen Heribert Schwan vor. Sie haben Antrag auf Unterlassung von 115 Zitaten gestellt.
Altkanzler Helmut Kohl hat seinen Widerstand gegen das Buch von Heribert Schwan aufgegeben. Jetzt kann es jeder selbst lesen. „Die Kohl-Protokolle“ haben das Zeug zum Bestseller.
Altkanzler Helmut Kohl hat seine Beschwerde gegen die Verbreitung eines umstrittenen Buches über ihn zurückgezogen. Damit kann das Werk mit drastischen Äußerungen über Kohls Weggefährten ungehindert verkauft werden.
In einem Jahr mit drei großen Krisenherden und Kriegen wird an diesem Freitag in Oslo der Träger des Friedensnobelpreises 2014 benannt. Der Jury lagen diesmal 278 Vorschläge für die wichtigste politische Auszeichnung vor - soviel wie nie zuvor.