Vertraute Feinde
In der AfD braut sich was zusammen: Der Flügelstreit eskaliert. Ostdeutsche Landespolitiker fordern eine konservativere Ausrichtung und werfen der Führung Feigheit vor.
In der AfD braut sich was zusammen: Der Flügelstreit eskaliert. Ostdeutsche Landespolitiker fordern eine konservativere Ausrichtung und werfen der Führung Feigheit vor.
Der Streit in der AfD um die „Erfurter Resolution“ setzt sich fort: Nun meldet sich Parteichef Bernd Lucke kritisch zu Wort. Unterstützung erhält er von Hans-Olaf Henkel, der das Papier in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als „grotesken Versuch, die AfD zu spalten“ bezeichnet.
Der verglichen mit Thüringen und Sachsen recht knappe Einzug der AfD in die Hamburger Bürgerschaft sorgt für neuen Streit in der Partei. Der Liberale Hans-Olaf Henkel sieht sich in seiner Pegida-Kritik bestätigt. Der Nationalkonservative Alexander Gauland keilt noch am Wahlabend zurück.
Der Parteitag in Bremen hat Nachwehen: Die AfD-Protagonisten Frauke Petry und Alexander Gauland widersprechen vehement der Einschätzung Bernd Luckes, der bisherige Parteivorstand habe „stümperhaft“ gearbeitet.
Manche in der AfD werten den Anschlag von Paris als Rechtfertigung für Islamkritik. Doch im Westen will die Partei bei Europa-Themen bleiben - allen voran ihr Vorsitzender Bernd Lucke, der einer Pauschalkritik an Muslimen nicht zustimmen will.
In der AfD geht es wüst zu. Die drei Vorsitzenden werfen sich schlimmste Vorwürfe an die Köpfe. Nicht nur die Zukunft von Bernd Lucke ist ungewiss. Wie zerstritten der Parteivorstand ist, dokumentieren E-Mails, die der F.A.Z. vorliegen.
Im eskalierten Führungsstreit der AfD-Spitze ist eine weitere interne E-Mail aufgetaucht. Darin fordert der stellvertetende Parteivorsitzende Hans-Olaf Henkel Parteisprecher Konrad Adam dazu auf, „von der Bühne abzutreten“.
Im Führungsstreit bei der AfD stellt sich Hans-Olaf Henkel an die Seite von Bernd Lucke. Seine Konkurrenten wollen Luckes Ambitionen auf den alleinigen Parteivorsitz dagegen durchkreuzen und unterstellen ihm „Gutsherrenart“.
Nicht nur Parteichef Bernd Lucke äußert Verständnis für Pegida. Längst bekennen sich weite Teile der AfD-Basis offen zu ihrer Sympathie für das islamkritische Bündnis. Manche gehören sogar zu den Organisatoren.
Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Bernd Lucke, hält die „Pegida“-Demos gegen die vermeintliche Islamisierung des Abendlandes für richtig. Die Menschen machten sich „berechtigte Sorgen“.
Der Streit in der AfD-Spitze um Hans-Olaf Henkel spitzt sich zu. Alexander Gauland, stellvertetender Parteisprecher, stellt öffentlich den Verbleib seines Amtskollegen in der AfD infrage. Und sieht den Patriotismus als Markenkern der Alternative.
In der Debatte über Rechtspopulisten und Querulanten in der AfD hat sich nach Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel nun auch der Co-Vorsitzende Konrad Adam zu Wort gemeldet. Er rügt die Rednerliste eines umstrittenen „Alternativen Wissenskongresses“.
Die AfD-Führung spricht mittlerweile offen über ihre Problemmitglieder. Ein Brief des Parteigranden Hans-Olaf Henkel zeigt den Grad der Ernüchterung. Vor Monaten klang der Mann noch ganz anders.
Unvernünftige, Unanständige, Intolerante - der stellvertretende AfD-Sprecher Hans-Olaf Henkel hat viele ideologisch fixierte Mitglieder in seiner Partei ausgemacht. Auf Wählerstimmen will er verzichten - zugunsten eines Markenkerns.
Die AfD ist in Umfragen so beliebt wie noch nie. Ihre Wahltriumphe verdankt sie der Skepsis gegenüber dem Kapitalismus. Vom liberalen Anspruch der Parteiführung ist wenig geblieben.
Mitten im Landtagswahlkampf attackiert der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland führende Parteifreunde wegen ihrer Kritik an Russland und Putin. Der Ärger des früheren CDU-Politikers ist so groß, dass er fast seine Partei alleine gelassen hätte.
Die CDU will nicht mit der AfD koalieren. Die Konkurrenz von rechts reagiert. Und legt die Latte für eine Zusammenarbeit mit der Union denkbar hoch.
Schon vor Schließung der Wahllokale gab sich Bernd Lucke siegesbewusst: „Wir sind eine aufstrebende Kraft und keine Klientelpartei.“ Durch das Wahlergebnis sieht sich der AfD-Vorsitzende bestätigt. Mit Kräften wie dem Front National will er keine gemeinsame Sache machen, das könnte noch Streit geben.
Die Liste der Sabotageakte gegen AfD-Mitglieder und ihre Büros ist lang. Doch manche in der AfD können in den Anfeindungen durch Linksextreme auch einen Vorteil sehen.
„Rotlackierte Nazis“ gegen „Rassisten“: Während einer Kundgebung der „Alternative für Deutschland“ in Frankfurt sind Linksautonome und Parteisympathisanten aneinandergeraten. Der AfD-Spitzenkandidat ging nach wenigen Minuten von der Bühne.
Das Darlehen über 640.000 Euro, das der AfD zu günstigen Bedingungen angeboten wurde, stammt von ihrem Vorstandsmitglied Henkel. Das bestätigte dieser – und erhöhte sein Angebot auf eine Million Euro.
Die „Alternative für Deutschland“ soll das Angebot für einen zinsgünstigen Kredit über 640.000 Euro angenommen haben. Handelt es sich dabei um eine verschleierte Parteispende?
Auf dem Parteitag in Erfurt spielt die Kritik am Euro nur eine Nebenrolle. Parteisprecher Lucke arbeitet sich in seiner Rede an anderen Themen ab, bei denen die Koalition versagt habe. Er will auch mehr Freihandel, aber die Parteibasis folgt ihm dabei nicht.
Jetzt können sich die Spitzenkandidaten von Kleinparteien schon einmal Wohnungen in Brüssel suchen: Neben AfD-Sprecher Bernd Lucke dürften auch die Piratin Julia Reda und der NPD-Mann Udo Voigt ins Europaparlament kommen.
Vor 500 Mitgliedern warnt der eurokritische AfD-Gründer Lucke vor einer „undemokratischen“ EU. Die AfD nominiert ihn zum Spitzenkandidaten. Auf Platz zwei wählen die Delegierten Hans-Olaf Henkel.
Lange wurde spekuliert, jetzt macht er es doch: Der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel ist der Alternative für Deutschland beigetreten. Er könnte für die Partei bei der Europawahl kandidieren.
„Das Volk ist schizophren, wenn es um den Euro geht“, glaubt Hans-Olaf Henkel: „Und an der Spitze stehen dabei die Politiker und die Medien.“
Was für ein Bild: Hans-Olaf Henkel in Anzug und Schlips im Biergarten. Gegenüber dem Hanseaten sitzt ein bayerisches Urviech.
Der frühere Industrielobbyist und AfD-Unterstützer Hans-Olaf Henkel rechnet in seinem neuen Buch „Die Euro-Lügner“ mit Politik, Medien und Wirtschaft ab. Seinen Nachfolger als Präsident des BDI hält er für eine Fehlbesetzung: „Mich nervt die kritiklose Begleitung der Bundesregierung“.
Zum Bericht über „Modell Hundt“ und „Modell Henkel“ „Die Macht der Sozialpartnerschaft“ (F.A.Z. vom 22. Juni): In der Würdigung von Dieter Hundts Amtszeit als ...
Aus der ersten Reihe der Sozialpolitik hat sich Ursula Engelen-Kefer bereits 2006 und nicht freiwillig verabschiedet. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ...
BERLIN, 21. Juni. Die Tarifrunde 1995 war ein Lehrstück für die Eigenarten der Sozialen Marktwirtschaft. Nach turbulenten Wochen vereinbarten IG Metall und ...
Von Ralph BollmannSollte Ulrich Grillo in den vergangenen fünf Monaten an seinem neuen Nebenjob gezweifelt haben, am kommenden Dienstag weiß er wieder, warum
Von Ralph BollmannMit dem italienischen Politiker, den sie in Deutschland wahlweise den „Clown“ oder den „Komiker“ nennen, hat Ulrich Grillo nur den Namen
mk. BERLIN, 1. Februar. Hans-Olaf Henkel, der frühere Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), hat sich am Freitag für den ...