Riskantes Sparen an der Spritze
Ein Masern-Ausbruch und politische Versäumnisse: Wie eine Dahlemer Initiative in Flüchtlingsnotunterkünften Lücken schließen will, die von der Politik sträflich übersehen werden.
Ein Masern-Ausbruch und politische Versäumnisse: Wie eine Dahlemer Initiative in Flüchtlingsnotunterkünften Lücken schließen will, die von der Politik sträflich übersehen werden.
Nicht an jedem Muslim in der sächsischen Hauptstadt gehen die Pegida-Proteste spurlos vorbei. Alte Wunden reißen auf.
In einem Artikel für die „New York Times“ schildert Angelina Jolie, Schauspielerin und UNHCR-Sondergesandte, ihren Besuch in Flüchtlingslagern im Irak. Es ist ein Weckruf an die Internationale Gemeinschaft.
Nach der Tötung eines Flüchtlings aus Eritrea wurden vorschnell Rechtsextreme verdächtigt. Das hat die Stimmung in der Nachbarschaft vergiftet, beklagen andere Asylbewerber aus Dresden. Sie wollen weg.
Im Wetteraukreis soll eine Außenstelle die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen entlasten. 600 Menschen können dort ab Herbst unterkommen. Die Bürger in Büdingen signalisieren Willkommenskultur.
Flüchtlinge können bei den Freiwilligen von „Teachers on the road“ Deutsch lernen. Viele sind wissbegierig. Das, was sie von ihrem Schicksal berichten, geht unter die Haut.
Zwei Jahre lang reiste Samuel durch Europa. Auf der Suche nach Arbeit landete der junge Mann erst auf Frankfurts Straßen und dann in einer Studenten-WG. Doch der Abschied naht.
Der Tod eines Asylbewerbers in Dresden scheint aufgeklärt, und wider die Befürchtungen war es wohl keine fremdenfeindliche Tat. Trotzdem bleibt das Schicksal von Khaled I. in der Pegida-Hochburg ein Politikum.
Amerikanische Diplomaten auf offizieller Mission in Kuba - das war vor wenigen Wochen noch undenkbar. In Havanna zeigten sich aber auch alte Konflikte: Es hieß etwa, Amerikas Flüchtlingspolitik fördere Menschenhandel.
Der „Dreißigjährige Krieg der Araber“ hat erst begonnen. Wo sind die Gegenmittel?
Die türkische Hafenstadt Mersin gilt als Zentrum des Menschenschmuggels in Richtung Westeuropa. Wie funktioniert das Geschäft mit der Hoffnung? Eine Spurensuche.
Ob der Mord an Khaled Idriss Bahray in Dresden einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatte, ist noch unklar. Nach dem Tod des Asylbewerbers leben viele Flüchtlinge in Angst.
Der Hafen der südtürkischen Stadt Mersin ist Ausgangspunkt für tausende Flüchtlinge aus Syrien auf ihrem Weg nach Westeuropa. Es gibt starke Anzeichen dafür, dass von dort auch als Flüchtlinge getarnte IS-Terroristen in die EU kommen - mit Hilfe von Schleuserbanden.
Die steigende Zahl der Flüchtlinge bringt die Kommunen in Bedrängnis. Geeigneter Wohnraum ist knapp. Das Vorhaben im westfälischen Schwerte, die ehemalige Außenstelle eines Konzentrationslagers zu nutzen, steht in der Kritik.
Die Polizei in Spanien hat zwei Schleuser wegen des Verdachts auf mehrfachen Totschlag festgenommen. Die beiden Männer aus Kamerun sollen während eines Sturms alle christlichen Flüchtlinge von Bord geworfen haben - angeblich aus Angst, dass diese Unglück bringen könnten.
Unternehmer, Kammern und Verbände in der Region wissen es längst: Ohne Migration in Richtung Deutschland geht, auch wenn „Pegida“ es anders sieht, künftig nicht mehr viel.
Mit Drohungen und Hakenkreuzschmierereien haben Gegner ein Flüchtlingsheim in Dresden verhindert. Mehr und weniger friedliche Initiativen gegen geplante Flüchtlingsunterkünfte gibt es auch in anderen Orten.
94 Flüchtlinge sollten in einem alten Hotel untergebracht werden. Doch nun macht der Eigentümer einen Rückzieher: Er wurde in sozialen Netzwerken bedroht , sein Hotel mit feindlichen Sprüchen beschmiert.
Es gibt viele Wege, auf denen Asylsuchende nach Deutschland gelangen. Diese Wege zeigen jedoch nicht nur die Skrupellosigkeit der Schleuser, sondern auch die Fehler im System.
Der Wintereinbuch im Nahen Osten macht vor allem Flüchtlingen schwer zu schaffen. Im Nordosten des Libanons in der hochgelegenen Bekaa-Ebene ist die Lage sehr dramatisch. Dort leben vor allem Flüchtlinge aus Syrien.
Die CSU will manche Asylbewerber deutlich schneller abschieben, andere umso rascher aufnehmen. Beides, heißt es vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, wird schon gemacht. Deutlich schneller als gedacht.
Die Kirchen haben sich schon von Pegida distanziert. Auch ein Krippenbauer aus dem Rhein-Main-Gebiet setzte ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit – mit einem speziellen Hinweisschild.
Die jüngsten Beinahekatastrophen im Mittelmeer belegen es: Mersin hat sich zu einer wichtigen Operationsbasis für Menschenschmuggler entwickelt. Doch nicht nur das Geschäft mit den Flüchtlingen floriert in der südanatolischen Stadt.
Der syrische Kapitän des Flüchtlingsschiffs „Blue Sky M“ packt aus und berichtet, wie ihn die Schleuser für den Menschenschmuggel anheuerten. Die Schlepper zahlten ihm 15.000 Dollar und boten ihm an, seine gesamte Familie mitzunehmen.
Der Zedernstaat gerät wegen des Konflikts in Syrien immer stärker unter Druck: Eine Million Flüchtlinge sind in den Libanon geflohen. Nun soll der Zustrom begrenzt werden.
Das Geschäft der Schlepperbanden muss extrem lukrativ sein. Wie jetzt bekannt wurde, zahlten Flüchtlinge auf dem jüngst in Italien angekommenen Frachter „Ezadeen“ bis zu 8000 Dollar für ihre Überfahrt.
Stundenlang war der Frachter „Ezadeen“ führerlos mit 450 Flüchtlingen an Bord auf hoher See unterwegs. Am Freitagabend gelang der italienischen Küstenwache die Rettung.
Die AfD und die Pegida-Proteste lassen die Urangst der CSU wieder aufleben, rechts von ihr könnte sich eine Partei dauerhaft etablieren. In der Flüchtlingspolitik macht sie sich nun zunutze, zu jeder These auch die Antithese im Angebot zu haben.
Die Schlepperbanden, die Flüchtlinge über das Meer nach Europa bringen, haben immer weniger Skrupel – und immer ausgefeiltere Methoden. Ihre Strategie lässt auf erkleckliche Gewinnspannen schließen.
Der Kampf gegen das Schleuserunwesen und den Menschenschmuggel ist nicht nur ein Problem Italiens. Wer den großen Flüchtlingsstrom wenigstens eindämmen will, der muss an der Quelle beginnen.
Bundesentwicklungsminister Müller geht auf Distanz zur Kanzlerin und warnt davor, Pegida-Demonstranten auszugrenzen. Gerade in Großstädten betrachteten arme Menschen Flüchtlinge zunehmend als Konkurrenten.
Marode Frachter ohne Besatzung, und überladen mit hunderten Flüchtlingen, treiben seit Tagen auf die italienische Adriaküste zu. Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex sieht durch die „Geisterschiffe“ eine weitere Eskalationsstufe in dem Geschäft der skrupellosen Schleuserbanden.
Die AfD hat mit ihrer Solidaritätsbekundung zu Pegida ihren politischen Kurs zu erkennen gegeben. Er führt direkt ins völkische Lager.
Ein überfüllter, führungsloser Frachter mit Kurs auf Italien: Nur einen Tag, nachdem die Küstenwache so ein Schiff unter Kontrolle gebracht hatte, musste sie schon wieder per Hubschrauber entern.
Zwei Drittel der Deutschen finden, dass die Gefahr durch Islamisierung übertrieben wird. 29 Prozent halten die Pegida-Protestmärsche aber für gerechtfertigt.
Als die griechischen Behörden den Frachter kontrollierten, fanden sie nichts Verdächtiges. Doch an Bord waren 700 zumeist syrische Flüchtlinge, die nun in Italien gelandet sind. Das alles ereignete sich unweit der Stelle, wo die Fähre „Norman Atlantic“ in Brand geraten war.