Einwanderung macht Ungleichheiten nur sichtbarer
Die Flüchtlingskrise hat der Migrationsforschung enormen Bedeutungszuwachs verschafft. Sie ist jetzt eine politische Stimme, die Fehleinschätzungen der Politik korrigieren will.
Die Flüchtlingskrise hat der Migrationsforschung enormen Bedeutungszuwachs verschafft. Sie ist jetzt eine politische Stimme, die Fehleinschätzungen der Politik korrigieren will.
Die globalen Migrationsbewegungen sind eine Herausforderung für die Bürgerschaft. Ein „Wertekonsens“ reicht nicht aus.
Die Historikerin Hedwig Richter wirft der Migrationsforschung Ignoranz und eine geschönte Sicht auf die Wirklichkeit vor. Doch komplexe Befunde zur Integration lassen sich nicht zu einer einfachen Realität verdichten. Eine Replik.
Schon vor 8000 Jahren kamen Fremde über die Balkan-Route nach Europa. Demographische Gründe waren wohl Ursache ihrer Migration - und die dauerte Jahrhunderte an. Sicher ist aber: Sie brachten die Zukunft mit.
Da hilft keine Mauer: Immer mehr Chinesen verlassen ihre Heimat und wandern in die Vereinigten Staaten ein – sowohl legal als auch illegal. Dabei überholen sie mittlerweile sogar die Mexikaner.
Die EU will nordafrikanische Länder mit finanziellen Anreizen dazu bringen, Flüchtlinge zurückzunehmen. Wer nicht kooperiert, soll laut einem neuen Plan bestraft werden.
Viele Migrationsforscher üben sich in wohlfeiler Kritik und realitätsfernen Postulaten. Forschung verstehen sie als Lobbyarbeit, abweichende Befunde werden ignoriert. Ein Gastbeitrag.
Seit der großen Finanzkrise wächst der Weltgüterhandel viel langsamer als vorher und nur noch unwesentlich schneller als die Weltproduktion. Ökonomen haben zwei Thesen, warum das so ist.
Im Jahr 2015 waren drei Viertel der Asylantragssteller männlich, zwei Drittel waren jünger als 33 Jahre alt. Das geht aus Befragungen des Bundesamts für Migration hervor.
Grenzsicherung soll Migranten abhalten. Doch selbst an der amerikanisch-mexikanischen Grenze funktioniert das nicht richtig. Machen Kontrollen überhaupt Sinn?
In der nächsten Woche beginnt die Europäische Schriftstellerkonferenz. Ein Vorgespräch mit Frank-Walter Steinmeier und zwei Schriftstellerinnen über Europas Pflichten, Fallstricke der Sprache und Syriens Hoffnung.
Die Studie „Migration und Integration“ kommt zur rechten Zeit. Denn was die Wissenschaftler über die Einwanderung nach Deutschland herausgefunden haben, könnte manche Überfremdungsangst dämpfen.
Der Soziologe Ruud Koopmans kritisiert, dass sich muslimische Migranten zu wenig anpassen würden. Multikulti hält er für fatal, Merkels Türkei-Politik ebenso. In Deutschland wird er bislang kaum gehört – und er ahnt, warum.
Renzi propagiert einen Einwanderungspakt ähnlich dem Abkommen mit der Türkei und will dafür erstmals gemeinsame Eurobonds. Die Bundesregierung lehnt den Vorschlag ab.
Polen fühlt sich als Mitglied der EU frei und stark - es will die Union deshalb sowohl im Inneren als auch in den Beziehungen nach außen stärken. Was das bedeutet, was die EU sein soll und was nicht, wo mehr und wo weniger Gemeinsamkeiten nötig sind, schreibt Polens Außenminister.
Der Weg über die Türkei ist für Flüchtlinge versperrt. Damit sie nun nicht über das Mittelmeer kommen, regt Innenminister Thomas de Maizière ein Abkommen mit den Staaten auf der anderen Seite des Meeres an.
In Hannover sind die ersten 32 syrischen Flüchtlinge angekommen, die aufgrund des EU-Türkei-Paktes in Deutschland aufgenommen werden. In Griechenland stockt derweil die Abschiebung von Migranten – weil viele nun dort Asylanträge stellen.
Flüchtlinge zahlen zig Tausende von Euro an Schlepper. Dabei könnte das Geld an anderer Stelle sehr viel besser angelegt werden. Ein Gastbeitrag.
Flüchtlingskrise und Islam: In diesem Jahr drängen politische Auseinandersetzungen ins Private wie lange nicht mehr. Gut so!
Das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei ist bei Maybrit Illner umstritten. Von „Erpressung“ und einem „schäbigen Deal“ ist die Rede. Verteidigungsministerin von der Leyen widerspricht.
Der Psychotherapeut Wielant Machleidt über Migranten, die bei uns ein weiteres Mal die Pubertät durchleben, über die Gefahren unbehandelter Traumata und die Frage, ob man Fremdenhass therapieren kann.
In Deutschland gehen die Flüchtlingszahlen leicht zurück, eine kurze Verschnaufpause. Grund dafür könnte die Balkanroute sein. Der Frontex-Chef geht aber davon aus, dass der Effekt nur kurzfristig ist.
In den Elendsvierteln von Casablanca schlagen arbeitslose Jugendliche die Zeit tot oder verfallen den Drogen. Wer etwas werden will, macht sich nach Deutschland auf.
Mehrere Tausend minderjährige Flüchtlinge in Deutschland sind nach Angaben des Bundeskriminalamts nicht auffindbar. Flüchtlingskinder seien durch die Umstände „sehr leichte Opfer“ für Kriminelle, warnt der Kinderschutzbund.
Die Vereinigten Staaten können ihr Versprechen, dass jeder nach oben kommen kann, immer seltener einlösen. Die Folge ist, dass in der unteren Schicht Einheimische und Migranten um Arbeit, gute Löhne und Sozialhilfe kämpfen. Präsidentschaftsbewerber Trump nutzt das aus.
Juristen streiten über die Verfassungsmäßigkeit von Angela Merkels Flüchtlingspolitik. Der Versuch, notwendige Klarheit herzustellen, wird aber von politischer Seite durch immer neue Unklarheiten und Unschärfen erschwert.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im F.A.Z.-Gespräch über die Flüchtlingskrise, den Trend zur Renationalisierung in Europa und zu den Entwicklungen im Nahen Osten.
Die Migration wurde im 19. Jahrhundert zu einem Massenphänomen. Mit der Eisenbahn und dem Dampfschiff konnten plötzlich Hunderttausende über weite Strecken transportiert werden. Ein Essay aus dem Jahr 2016.
Die Zahl der Zugewanderten im vergangenen Jahr hat alle Erwartungen weit übertroffen. Doch schon vorher kam unter dem Strich fast eine halbe Million Migranten - aus anderen Ländern.
Fast 1,1 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr als Flüchtlinge und Asylsuchende nach Deutschland gekommen. Damit wurden alle Prognosen übertroffen. Ein Überblick über die Zahlen der aktuellen Asylstatistik und des Migrationsberichts.
Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton ist besorgt über die angeblich geplante Abschiebung hunderter Einwandererfamilien aus Lateinamerika. Eine Steilvorlage für den Republikaner Donald Trump.
Auch die Liberalen müssen über Grenzen nachdenken. Sonst tun es nur die Autokraten. Plädoyer für eine begrenzte Einwanderung.
Deutschland hat in diesem Jahr bislang fast doppelt so viele Asylbewerber abgeschoben wie im Vorjahr, sagt das Innenministerium. Doch manche Bundesländer halten die Zahlen für zu gering. Ein regelrechter Wettstreit ist entbrannt, wer mehr Abschiebungen verzeichnen kann.
Sind die Syrer auch Opfer der Erderwärmung geworden? Obama und Prinz Charles behaupten das - und drängen schon deshalb auf ein ehrgeiziges Klimaabkommen in Paris. Was ist dran am Sicherheitsproblem Klimawandel?
Wird Amerika, wie Donald Trump es will, bald keine Muslime mehr ins Land lassen? Für Flüchtlinge war der Atlantik jedenfalls noch nie so tief wie heute.
Deutschland gibt Milliarden für Flüchtlinge aus. Das belebt das Geschäft vieler Firmen und wirkt damit wie ein Konjunkturprogramm. Doch ist das zum jetzigen Zeitpunkt wirklich sinnvoll?