Afrikaner handeln zu wenig miteinander
Ein integrierter Binnenmarkt in Afrika birgt Wachstumspotentiale. Ein umfassendes panafrikanisches Freihandelsabkommen soll dies nun vorantreiben. Die Wirklichkeit ist ernüchternder.
Die US-Regierung zeigte lange kaum Interesse an Mali, Burkina Faso und Niger. Dass islamistische Terroristen dort an Einfluss gewinnen, verändert die Lage.
Ein integrierter Binnenmarkt in Afrika birgt Wachstumspotentiale. Ein umfassendes panafrikanisches Freihandelsabkommen soll dies nun vorantreiben. Die Wirklichkeit ist ernüchternder.
Was sonst noch wichtig ist
Die Außenministerin besucht Westafrika. Die Unruhe mit Blick auf die Lage im Sahel ist groß. Baerbock warnt davor, dass Russland und China „Wunden instrumentalisieren“.
Mali, Burkina Faso und Niger wollen mit der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS nichts mehr zu tun haben. Doch der Austritt könnte für die Länder selbst Nachteile bringen.
Der neue Präsident in Liberia heißt Joseph Boakai. In dem kleinen westafrikanischen Land ist ein friedlicher Machtwechsel nach einer geordneten Wahl gelungen.
Die Wahl in Liberia ist recht friedlich und geordnet verlaufen. Damit sticht das kleine Land in der Region hervor. Dem Präsidenten George Weah, einem früheren Fußballstar, droht der Verlust der Macht.
Niger ist für Frankreichs Nuklearindustrie von großer Bedeutung. Der Putsch nährt Sorgen vor Versorgungsengpässen. Und nun?
In Ländern wie Niger sind die Eliten keine westlichen Marionetten. Staatsstreiche haben andere Ursachen. Die Aussichten bleiben düster, Entwicklungshilfe ist nur eine Art internationaler Sozialhilfe. Ein Gastbeitrag.
Frankreich verhandelt über einen geordneten Abzug, während die Machthaber eine Einigung mit ECOWAS suchen. Von einer Militärintervention ist kaum noch die Rede.
Die Putsch-Serie in Frankreichs einstigem „Hinterhof“ offenbart eine neue Geisteshaltung in Paris. Militärische Interventionen sieht Präsident Emmanuel Macron als Falle, in die er nicht treten will.
In Moskau sprechen der türkische und der russische Außenminister über Alternativen zum Getreideabkommen, der nächste Putsch erschüttert Afrika und Hansi Flick nominiert seinen Kader für die Spiele gegen Japan und Frankreich.
Nach dem Putsch in Niger fürchtet die EU, ihren letzten Partner in der Sahelzone zu verlieren. Die Verteidigungs- und Außenminister beraten über Sanktionen. Doch der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS reicht das nicht.
Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas ist nach eigenen Angaben zu einem militärischen Eingreifen im Niger bereit, wenn der Befehl dazu erteilt wird. So weit wollen die Putschisten und das Volk es allerdings nicht kommen lassen.
Die Putschisten in Niger spielen auf Zeit, womit sie ihre Stellung im Staat festigen könnten. Käme es zu einer militärischen Intervention von ECOWAS, stünde die Bundeswehr mittendrin.
Nigers Machthaber Tiani kündigt nach dem Putsch an, für eine Übergangszeit von drei Jahren regieren zu wollen. Zuvor hatte eine Ecowas-Delegation Niamey besucht.
Das Land befinde sich in einer Übergangsphase, sagt der Machthaber General Tiani, und warnt vor einem Angriff auf Niger. Eine westafrikanische Delegation trifft den gefangen gehaltenen Präsidenten.
Die ECOWAS-Staaten drohen Niger mit einer Militärintervention. In der Hauptstadt des Landes melden sich Tausende junge Männer, um der Armee beizutreten.
Die Eingreiftruppen der westafrikanischen Staatengemeinschaft sind laut dem Kommissionschef Abdel-Fatau Musah einsatzbereit. Er teilte am Freitag mit, das Ziel sei die schnellstmögliche Wiederherstellung der verfassungsgemäßen Ordnung.
Die ECOWAS-Eingreiftruppen sind laut dem Sicherheitsbeauftragten Abdel-Fatau Musah jederzeit einsatzbereit. Er teilte am Freitag mit, es werde weiterhin eine "friedliche Lösung" angestrebt .
Ein Datum für eine mögliche Militäraktion stehe bereits fest. Zunächst werde jedoch eine diplomatische Mission in den Niger reisen.
Deutschland hat große Teile der Entwicklungshilfe an Niger eingefroren und fordert eine friedliche Rückkehr zur Demokratie. Eine militärische Intervention der ECOWAS scheint derweil immer unwahrscheinlicher.
Die Entwicklungsministerin reist nach Mauretanien und Nigeria. Vor ihrer Reise sprach sie der ECOWAS eine „entscheidende Rolle“ bei der Suche nach einer friedlichen Lösung „im Niger-Konflikt“ zu.
Die Militärregierung in Niger hat nach eigenen Angaben Beweise gesammelt, die den gestürzten Präsidenten Bazoum des Hochverrats überführen sollen. Sie will damit eine Strafverfolgung auch durch „internationale Instanzen“ herbeiführen.
ECOWAS bemüht sich weiter um Gespräche mit den neuen Machthabern. Sie erlaubten erstmals einem Arzt, die festgehaltene Präsidentenfamilie zu besuchen.
Der Putsch in Niger hat sich angekündigt. Doch in Europa wurde lange nicht wahrgenommen, wie sich in den Sahel-Staaten eine antifranzösische Stimmung ausbreitete.
ECOWAS kündigt eine Bereitschaftstruppe für die Krise in Niger an. Doch nicht alle wollen militärisch vorpreschen.
Mit dem Staatsstreich im Niger ist auch die Staatengemeinschaft ECOWAS in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Den Staatenbund gibt es seit 1975 – mehr als ein Dutzend Staaten sind Mitglied.
Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas macht offenbar Ernst mit ihrer Drohung, militärisch in Niger einzugreifen, falls sich die dortigen Militärmachthaber nicht freiwillig zurückziehen.
Der Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, prescht nach dem ECOWAS-Gipfel mit Äußerungen vor. Es ist jedoch unklar, ob er für die gesamte Staatengruppe spricht.
Mohamed Bazoum befindet sich weiterhin in Gefangenschaft. Unterdessen berät die ECOWAS noch einmal über Reaktionen auf den Putsch in Niger.
Im staatlichen Fernsehen wurde eine Namensliste mit 21 Personen verlesen, die Minister werden sollen. Indessen diskutieren die ECOWAS-Staaten über eine gemeinsame militärische Intervention.
Die Lebensmittelpreise in Niger sind nach dem Putsch deutlich gestiegen. Die Militärjunta signalisiert vor dem Gipfel der ECOWAS-Staatschefs kein Einlenken.
Die ECOWAS-Staaten beraten über die Lage in Niger, ein Deutscher soll für Russland spioniert haben, und „Hypnotic“ startet im Kino. Der F.A.Z. Newsletter.
Der amerikanischen Vize-Außenministerin Nuland wurde ein Treffen mit dem gewählten Präsidenten verwehrt. Die Gespräche mit den Putschisten in Niger nennt sie „ziemlich schwierig“.
Als Vorsitzender der ECOWAS hat der nigerianische Präsident Bola Tinubu die Reaktion der Gemeinschaft auf den Putsch zu verantworten. Nun gerät er deswegen im eigenen Land unter Druck.