Selbst der Schatten ist bedenklich
Was die „neue Türkei“ unmittelbar nach den Wahlen vom 24. Juni tatsächlich erlebte, zeigt, dass die Realität schlimmer sein kann als jeder Albtraum – ein Tagebuch.
Was die „neue Türkei“ unmittelbar nach den Wahlen vom 24. Juni tatsächlich erlebte, zeigt, dass die Realität schlimmer sein kann als jeder Albtraum – ein Tagebuch.
Der CSU-Minister Gerd Müller verteidigt den Unionskompromiss zur Asypolitik – geht im Interview aber auch hart mit ihr ins Gericht. Schuld sieht er aber auch in Brüssel.
Kommt die Herrschaft der Ingenieure? Eine Arte-Doku malt eine düstere, von Ideologen des „Silicon Valley“ geschaffene Zukunft – und bescheinigt den Zuckerbergs dieser Welt maßlose Selbstüberschätzung.
Es sind turbulente Tage: Rücktritt, kein Rücktritt – Koalitionsbruch, dann doch Kompromiss. Sogar Horst Seehofer darf weitermachen. Derweil wird die Macht der Abgeordneten deutlich.
Noch ist Malgorzata Gersdorf Präsidentin des Obersten Gerichtshofs in Polen. Am Dienstag soll sie vorzeitig in Rente gehen. Im Interview berichtet sie von Repressionen des Staates gegenüber Bürgern und Gerichten.
Die Eidgenossen und ihr hassgeliebter Rundfunk: Die Schweiz entwirft ein neues Gesetz und streitet über Grenzbeträge, Kommunikationspflichten und Programmaufträge. Die „Vernehmlassung“ hat begonnen.
Sie ist Zapotekin, sie ist links, sie rappt: Die Mexikanerin Mare Advertencia Lirika im Gespräch über Katholizismus, Sexismus, Hip-Hop, das Trump-Amerika und die Zustände in ihrem Land, das an diesem Sonntag wählt.
Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hält sich für ganz schlau: Er will seine Kritiker mit ihren eigenen Waffen schlagen.
Bühnenausstatter Baselitz ließ sich nur mit Mühe davon abbringen, dass bei diesem „Parsifal“ alles dunkel sein müsse. Auch Kirill Petrenko kann nichts mehr retten. Die Opernfestspiele in München blamieren sich.
Der Sieg der Linken Alexandria Ocasio-Cortez bei der demokratischen Vorwahl in einem New Yorker Bezirk hat das Establishment überrascht. Er offenbart die Konflikte der Demokraten – und eine Chance.
Langsam dämmert dem Westen, dass er es sich mit der Idealisierung der Globalisierung zu leicht gemacht hat. Es wird Zeit für eine europäische Öffentlichkeit, die sich mit dem Ausgreifen Chinas bewusst auseinandersetzt.
Lange war es still um Barack Obama. Nun nimmt er bei einer Spendenveranstaltung seine Partei in die Pflicht – und zeigt sich vor der Präsidentenwahl 2020 optimistisch. Die Kritik an Trump versteckt er gekonnt zwischen den Zeilen.
Offiziere in Nazideutschland und amerikanische Ehrenbürger: Die Mondpioniere um Wernher von Braun stehen für militärische Schuld, aber auch für technischen Fortschritt. Der letzte von ihnen ist vor wenigen Wochen gestorben.
Der Wirtschaftsprofessor Joachim Starbatty findet die Kanzlerin schlecht. Darum gibt er jetzt eine Plakette zurück – und erntet Widerspruch.
Vielleicht hat die Mannschaft die Köpfe auch deswegen nicht freibekommen, weil sie nicht nur spielerisch keine Fehler machen wollte, sondern auch nach den inzwischen übermächtigen Maßstäben politischer Korrektheit agiert hat.
Energieverschwendung, falsche Schwerpunkte und beklagenswerte Vorstellungen – es gibt Wichtigeres als die Nationalmannschaft. Was sonst noch wichtig wird am Freitag, lesen Sie hier im FAZ.NET-Sprinter.
Der EU-Gipfel in Brüssel kommt nicht voran: Italien verhindert eine Abschlusserklärung – und verlangt mehr Hilfen in der Asylpolitik. Aus Österreich kommt eine deutliche Warnung an Horst Seehofer.
In ihrem Streit über die Asylpolitik gibt es von CDU und CSU mal Annäherungssignale, mal Zeichen der Härte. Die Bundestagsdebatte bietet beides. Ein verwirrendes Schauspiel, bei dem ein Hauptprotagonist fehlt.
Erdogan hält sich für unbesiegbar. Wirtschaftlich aber geht in dem Land nichts ohne Europa. Nicht nur die EU-Hilfen sind existenziell für die Türkei.
Es gibt nichts schönzureden: Ein F.A.Z.-Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier über den Konflikt in der Koalition und dessen Folgen, den relativierenden Umgang mit der deutschen Geschichte – und über seinen Besuch in einer Gedenkstätte in Weißrussland.
Beim EU-Gipfel in Brüssel geht es für Angela Merkel um viel. Doch vor dem Beginn des Treffens zur Asylpolitik machen zwei Regierungschefs noch einmal klar, wo ihre roten Linien sind. Ein erstes Konzept gibt es unterdessen.
Hoffnung auf dem Weg des Rechts? Der zu lebenslanger Haft verurteilte türkische Journalist Mehmet Altan ist aus dem Gefängnis entlassen worden. An diesem Donnerstag beginnt der Prozess gegen Deniz Yücel.
Eine Inszenierung und die Folgen: Der russische Journalist Arkadi Babtschenko erzählt, was bei seiner vorgetäuschten Ermordung falsch lief und warum er seine Familie in den Westen bringen will.
Recep Tayyip Erdogan hat einen meisterhaften Wahlkampf geführt. Die Wünsche und Träume der Menschen zu berücksichtigen, hatte er gar nicht nötig.
An der John-F.-Kennedy-Schule ist laut einem Zeitungsbericht ein jüdischer Schüler antisemitisch beleidigt und gemobbt worden. „Ausmaß und Ernsthaftigkeit“ des Vorfalls sollen zunächst unterschätzt worden sein.
Die Siegesfeiern von Erdogan-Wählern in Deutschland haben viele Politiker alarmiert. Sie sehen ein Demokratiedefizit bei vielen Einwanderern. Manche schlagen eine Doppelstrategie vor.
Die EU gibt grünes Licht für Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien und Albanien. Doch der Weg zur EU-Mitgliedschaft ist noch weit – und der Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien geht in die nächste Runde.
Im Handelsstreit mit Amerika versuchte China, Trump zu schmeicheln und mit Zugeständnissen zu umgarnen. Doch diese Rechnung ging nicht auf. Jetzt werden nationalistische Töne laut.
Mit deutlichen Worten mischt sich der Bundespräsident in den Asylstreit der Union ein. Innenminister Seehofer legt derweil weiter nach: Merkels Verhalten mache ihn „ratlos“.
Was sind Trumps Nahostpläne, wo sind die Grenzen der Freundschaft, was kann Literatur im postfaktischen Zeitalter? Der israelische Schriftsteller David Grossman im Gespräch.
Nach dem überraschend deutlichen Sieg Erdogans in der Türkei honorieren Anleger die Stabilität. Doch der DIHK warnt: Es müsse Rechtssicherheit und eine unabhängige Zentralbank geben.
Der israelische Siedlungsbau ist das größte Hindernis für eine Zweistaatenlösung – und eine strategische Sackgasse für Israel. Wer verstehen will, was aus diesem Megaprojekt wird, muss die Geschichte der Besiedlung im Westjordanland und die Perspektiven der Akteure kennen.
Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland ist angespannt. Außenminister Heiko Maas erinnert an ein Zeugnis von Amerikas überwältigender Menschlichkeit.
Warum ist der türkische Präsident Erdogan bei Deutsch-Türken so populär? Sevim Dağdelen, Vorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag, sieht einen Grund in der Arbeit von Lobbyorganisationen.
Die Erdogan-Begeisterung unter Türken in Deutschland ist eine Bankrotterklärung. Aber so ist Einwanderung: Die Gründungsideen der Bundesrepublik stehen auf dem Spiel. Ein Kommentar.
59,8 Prozent der wahlberechtigten Türken in Hessen haben bei der Präsidentschaftswahl für Erdogan gestimmt. 24,4 Prozent gaben Muharrem Ince von der linksliberalen CHP ihre Stimme.