Gegen Gruppendruck und Bekenntniszwang
Beschlossen und verkündet: Mit einer Federstrichfassung der Weltgeschichte ziehen die deutschen Historikerinnen und Historiker in den Kampf gegen rechts. Zur Kritik der Resolution von Münster.
Beschlossen und verkündet: Mit einer Federstrichfassung der Weltgeschichte ziehen die deutschen Historikerinnen und Historiker in den Kampf gegen rechts. Zur Kritik der Resolution von Münster.
Wer glaubt, Deutschland sei Meister im Fach Selbstbespiegelung, wird jetzt belehrt: Der britische Buchmarkt glänzt derzeit mit bitteren Rückblicken auf den vergehenden Glanz des Empire.
Was werden die Wahlen in Amerika, Bayern und Hessen bewirken? Mehr Trump in Amerika und weniger Volksparteien in Deutschland und Europa? Maybrit Illners Gäste setzen auf vernachlässigte politische Kompetenzen: klare Sprache und besseres Zuhören.
Seit einigen Wochen lockt ein Gerücht noch mehr junge Marokkaner an die Küste im Norden. Von Gratistransporten nach Spanien ist die Rede. Jetzt kam eine Studentin bei der Überfahrt ums Leben – weil Soldaten auf sie schossen.
Die Kultusminister fürchten mit dem Portal der AfD eine Vergiftung des Schulklimas. Ihre Antwort darauf fällt aber schmallippig aus. Deren Präsident dagegen wird deutlich – und gibt Ratschläge für Lehrer.
Vor hundert Jahren war Georgien gerade dabei, einen modernen Rechtsstaat aufzubauen. Nur drei Jahre später kam die Rote Armee. Eine kurze Geschichte der ersten georgischen Republik.
Investigativer Journalismus ist gefährlich. In der arabischen Welt, unter autokratischen Regimen, umso mehr. Für eine Reporterin bedarf es besonderen Mutes. Für den ihren erhält Rana Sabbagh den Raif Badawi Award. Ein Interview.
Eine kleine Gruppe von Parlamentariern aus allen Parteien diskutiert in aller Stille darüber, wie der Bundestag wieder kleiner werden kann. Eine echte Sisyphus-Aufgabe.
Die jährlichen Ausgaben für Erdogans Palast in Ankara belaufen sich auf beinahe 93 Millionen Euro. Auf die Inflationszahlen indes hat der türkische Präsident eine klare Antwort: eine Entlassung im Statistikamt.
Nach Hamburg ist nun auch in Baden-Württemberg eine Meldeplattform für AfD-kritische Lehrer online gegangen. Die Kritik an der AfD wird immer lauter. Der Vorsitzende der Kultusministerkonferenz vergleicht das Vorgehen mit Nazi-Methoden.
In der Anonymität des Internets gehören Beschimpfungen und Beleidigungen zur Tagesordnung. Das wirkt sich auf die freie Meinungsäußerung aus. Was aber wird für die Opfer und gegen die Täter getan?
Die Grünen in Bayern haben lange nach dem „Bayern-Gefühl“ gesucht – nun scheinen sie es gefunden zu haben. In den Umfragen werden ihnen 18 Prozent zugetraut. Doch nicht alles, was glänzt, ist Gold oder grün.
Zwei Sozialdemokraten legen unterschiedliche Rezepte gegen den wachsenden Populismus vor: Islam-Kritiker Sarrazin und Bundespräsident Steinmeier besuchten die Frankfurter Buchmesse.
Äußert sich ein Lehrer im Unterricht abfällig über die AfD, sollen Schüler das bei einem Portal der Partei melden. Die Kritik daran ist scharf – die Justizministerin erkennt darin ein Mittel von Diktaturen.
Autoritäres Denken wird für viele wieder ein Quell der Faszination. Traditionelle Verbündete entfernen sich. Deshalb lautet der historische Auftrag, das geeinte Europa zu bewahren und zu stärken. Ein Gastbeitrag.
Auf der Frankfurter Buchmesse beklagt Bundespräsident Steinmeier die negative Berichterstattung über Deutschland. Das Land sei durch die Medien in ein zu dunkles Licht gerückt worden.
Nicht nur die Demonstrationen im Hambacher Forst zeigen: Minderheiten können etwas bewegen. Ein Deckmantel für Straftaten darf das Versammlungsrecht aber nicht sein.
Sogar die Wahl eines stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion stellt alte Gewissheiten in CDU und CSU kurzfristig in Frage. Selbst Alexander Dobrindt schlüpft in eine ungewohnte Rolle.
Die deutsche Wirtschaft boomt, gleichzeitig wächst die gesellschaftliche Unzufriedenheit. Ein Blick auf die Überzeugungen des Ökonomen Wilhelm Röpke lohnt sich – denn sie sind verblüffend aktuell.
Auf 15.000 Pfund schätzt das Auktionshaus Sotheby’s eine zerfledderte Taschenbuch-Ausgabe von „Lady Chatterley’s Lover“ – weil der Roman Teil eines Gerichtsprozesses war, der Großbritannien 1960 veränderte.
Der verschwundene saudische Journalist Jamal Khashoggi entschied sich für das Exil, um offen Kritik zu üben. Er lehnte den saudischen Kronprinzen ebenso ab, wie er ihn fürchtete.
China wirft dem ehemaligen Präsidenten von Interpol Bestechlichkeit vor. Doch Meng Hongweis Verhaftung könnte auch mit Staatschef Xi Jinping zusammenhängen.
In der rumänischen Verfassung ist die Ehe als geschlechtsneutral zwischen „Ehegatten“ definiert. Die sozialdemokratische Regierung wollte das hin zum traditionellen Familienbild ändern. Doch der Volksentscheid scheiterte deutlich.
Die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin wird oft kritisiert – vor allem wegen fehlender Systematik. Doch Einwanderung muss auf Kontrolle und klaren Regeln basieren. Notwendig ist ein grundlegender Neuanfang. Ein Gastbeitrag.
Eine Mogelpackung ist schon der Name Schacholympiade. Der größte und teuerste Wettbewerb des Schachs ist ein Irrtum.
Der Kampf um die Bestätigung von Brett Kavanaugh und der Fakt, dass er nicht über jeden Zweifel erhaben ist, schaden der amerikanischen Justiz.
Heute wählen die Brasilianer einen neuen Präsidenten. Favorit ist der rechtsradikale Jair Bolsonaro. Für die einen ist er der Retter, für die anderen ein faschistisches Ungeheuer. Doch es steht noch mehr auf dem Spiel.
In der CSU brodelt es, diese Woche entlud sich der Zorn über Horst Seehofer im Parteivorstand. Und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder trifft schon ganz eigene Vorkehrungen.
Der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann wirft dem AfD-Politiker Emil Sänze „völkisches Denken“ vor. Dieser hatte gesagt, die türkischstämmige Parlamentspräsidentin dürfe nicht an Nazi-Verbrechen erinnern.
Die Jahre des Aufschwungs sind vorbei, das Land steckt fest zwischen Frust und Nostalgie. Bei der Wahl des Präsidenten sehnen sich einige nach der Ordnung der Militärdiktatur. Die Wirtschaft hat sich schon entschieden.
Wenn Jair Bolsonaro der nächste brasilianische Präsident werden sollte, wird er den Kultursektor auslöschen, berichtet die Leiterin des Goethe-Instituts in São Paulo in einem Gastbeitrag.
„Wir stehen vor einem Ungetüm“, sagt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, in Bezug auf die AfD. Dem amerikanischen Botschafter wirft sie Gefährdung der Demokratie vor.
Dass die größte Demokratie Südamerikas ihre unheilvolle Vergangenheit nicht aufgearbeitet hat, könnte sich jetzt bei der Wahl rächen: Ausgerechnet der gewaltbereiteste Kandidat wird vielleicht Präsident.
Hat Saudi-Arabien einen Journalisten entführt? Das Verschwinden von Jamal Khashoggi wird zum Politikum.
Warnungen nach dem Zufallsprinzip: In Amerika hat die Katastrophenschutzbehörde FEMA mit den „Presidential Alerts“ ein Warnsystem getestet, das bisher alles andere als flächendeckend funktioniert und zum Lacher der halben Nation wurde.
Bundestagsabgeordnete sind erstaunt über die Doppelrolle einer Beamtin im Amri-Untersuchungsausschuss. Mit seiner Reaktion macht das Innenministerium das Parlament lächerlich.