Knochensägen-Moderne
Muhammad Bin Salman galt als Revolutionär, manchen gar als moderner Traumprinz. Doch er stößt jeden in den Treibsand, der dem Thron zu nahe kommt.
Muhammad Bin Salman galt als Revolutionär, manchen gar als moderner Traumprinz. Doch er stößt jeden in den Treibsand, der dem Thron zu nahe kommt.
Im Umgang mit den angeschlagenen Sozialdemokraten ziehen Unionspolitiker nun die Samthandschuhe über – aus Sorge vor einem Aus der Koalition. Doch die schwarz-rote Liebe könnte schon bald wieder erkalten.
Die Veranstalter sprechen gar von einer halben Million Teilnehmer. Ihre Forderung: Großbritannien soll über ein finales Abkommen zum EU-Austritt abstimmen dürfen. Auch Londons Bürgermeister ist dabei.
Eine „große Koalition“ ist künftig etwas anderes als heute. Der Begriff muss neu definiert werden – genau wie wahrscheinlich auch die Rolle der Grünen. Ein Kommentar
Die Leseforschung hat herausgefunden, dass Texte auf Papier besser im Gedächtnis haftenbleiben und viele Schüler gern mit Büchern lernen. Die Bildungspolitik scheint das aber wenig zu interessieren.
Was Orbán, Erdogan und Kaczynski mit demokratischen Mitteln politisch ins Werk setzen, hat im Ergebnis mit Demokratie nichts mehr zu tun. Daher führt auch der historisch ohnehin belastete Begriff „illiberale Demokratie“ in die Irre. Doch wie davon sprechen, wenn Staatsformen mit Absicht manipuliert werden?
Unter wirtschaftlichem Druck lässt Erdogan Pastor Brunson frei. Ob ihn Trump dafür belohnt? Die „unabhängige“ Justiz der Türkei weiß jedenfalls schon, wen sie die Rechnung zahlen lässt.
Die baden-württembergische Landtagspräsidentin Muhterem Aras im Interview über die Chancen der AfD bei den Landtagswahlen, eine Leitkultur in Deutschland und die deutsche Identität.
Am Russlandtag vergangenen Mittwoch waren sich Mecklenburg-Vorpommern und Russland gefühlt ganz nah – über das Fest der beiden Länder regt sich inzwischen fast niemand mehr auf.
In Bayern will die CSU mit den Freien Wählern über ein neues Bündnis verhandeln. Die Grünen sind enttäuscht und werfen den Christsozialen Mutlosigkeit vor. Das will Markus Söder nicht auf sich sitzen lassen.
Vor vier Jahren waren die Deutschen zufriedener als heute. Ihr Missmut aber wirkt angelernt – im eigenen Umfeld stimmt’s für die meisten.
Der Erfolg des Rechtspopulismus berührt das Geschäft der Historikerinnen und Historiker. Darum hat sich die Mitgliederversammlung ihres Verbandes unter Einhaltung demokratischer Spielregeln zur Lage der Demokratie geäußert.
Was Intoleranz angeht, ist die Publizistik in Polen anderen Ländern voraus. Wer „falsche“ Ansichten äußert oder Witze über die Regierung macht, wird entlassen.
Viele im Westen träumen von einer Öffnung Chinas. Doch das ist eine Illusion. Mit totaler Kontrolle beanspruchen die Digitalkommunisten in Peking die Macht über die Privatwirtschaft. Ein Essay.
Staatspräsident Xi tourt durch Afrika. Der Kontinent braucht Geld – und China ein Experimentierfeld für den globalen Führungsanspruch.
Philipp Amthor ist der jüngste Abgeordnete der Union im Bundestag. Darauf will sich der ambitionierte CDU-Mann, der manchmal wie ein altkluger Schüler wirkt, aber nicht reduzieren lassen.
Auch die AfD übt jetzt Globalisierungskritik. Alexander Gauland sieht darin sogar den Sinn von Populismus. Seine Sympathie für das Volk speist sich aber aus der Verachtung für die Demokratie.
Der Journalist Jamal Khashoggi galt als verkappter Muslimbruder und war zuletzt Erdogan-Anhänger. Brachten die Saudis ihn deswegen um?
Die Sorge um die Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn wächst. Doch die Verfahren gegen beide Länder kommen nicht voran – weil einige EU-Staaten den ganz großen Eklat scheuen.
Die Grünen sahen sich schon in einer Koalition mit der CSU, im Wahlergebnis erkennen sie einen „Gestaltungsauftrag“ in Bayern – umso enttäuschter sind sie, dass die CSU lieber mit anderen koalieren will.
Der bayerische Ministerpräsident bekommt in der Vorstandssitzung seiner Partei viel Applaus und soll nach dem Willen der Funktionäre seinen Posten behalten. Namhafte CSU-Politiker raten ihm gar zu einer Machterweiterung.
Berlin ist nicht Weimar, heißt es. Zu Recht? Unheilvolle Tendenzen aus der Weimarer Republik kehren wieder. Man darf sie nicht unterschätzen. Ein Gastbeitrag.
Mit der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gerät Saudi-Arabien international schwer unter Druck. Eine mögliche Folge: Im Nahen Osten verschiebt sich das Machtgleichgewicht.
Im Fernsehen hören wir am Wahlabend andauernd: Das ist ein „historisches“ Ereignis! Doch wie lautet das Ergebnis überhaupt? Das wird bei ARD und ZDF nicht wirklich klar.
Im Fernsehen hören wir am Wahlabend andauernd: Das ist ein „historisches“ Ereignis! Doch wie lautet das Ergebnis überhaupt? Das kommt bei ARD und ZDF nicht wirklich heraus.
Die bayerische Politik war immer besonders – und so wird es auch bleiben. Wenn auch anders, als es den Protagonisten recht sein kann.
Ihr wissenschaftliches Interesse gilt dem friedlichen Zusammenleben auf der Welt. Aleida und Jan Assmann fordern globale Solidarität als Mittel gegen zunehmenden Nationalismus. Dafür haben sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten.
Die AfD wünscht sich „neutrale Schulen“ und „neutrale Lehrer“, die von „politischer Indoktrination“ absehen. Was die Partei aber nicht verstehen will: Zwischen Indoktrination und Neutralität existiert eine große Disparitä́t.
Österreichs Bundeskanzler erklärt im F.A.S.-Gespräch, warum die Rettung im Mittelmeer nicht verbunden sein darf mit einem Ticket nach Mitteleuropa und was er gegen den Zug vieler Migranten nach Europa unternehmen will.
Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Romer hat eine geniale Idee, wie man das Leid von Flüchtlingen lindern könnte. Kritiker nennen sie elitär und undemokratisch, vielversprechend ist sie trotzdem.
Mit seiner „Resolution zur gegenwärtigen Gefährdungen der Demokratie“ setzt der deutsche Historikertag die befriedende Wirkung der Unterscheidung von Politik und Wissenschaft aufs Spiel.
Hat der Souverän die Orientierung verloren oder die CSU die Bodenhaftung? Bei der Landtagswahl steht für den Freistaat mehr auf dem Spiel als der Bedeutungsverlust einer Staatspartei. Denn Bayern ist längst nicht mehr das, was es nie war.
Der bayerische Kabarettist Bruno Jonas spricht im Interview über Seehofer und Söder, Hetze und Haltung, CSU und AfD und den Hang der Bayern zum großen Drama.
Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, hat sich von einer Demonstration linker Gruppen distanziert. Dafür wird sie in ihrer Partei heftig kritisiert – sogar vom Ko-Vorsitzenden Dietmar Bartsch.
Wie man beim Brandmarken eines Brandstifters in die Bredouille geraten kann.
Die Schriftstellerin Maryse Condé gewinnt den alternativen Literaturnobelpreis. Das gab die Jury unter Vorsitz der schwedischen Journalistin Ann Palsson am Freitag bekannt.