Wie wird ein Troll zum Terroristen?
Reise durch den Sumpf radikaler Online-Räume: Die Extremismusforscherin Julia Ebner hat für ihr Buch „Radikalisierungsmaschinen“ nicht nur Daten analysiert. Sie war auch selbst in Foren und Chats. Ein Interview.
Reise durch den Sumpf radikaler Online-Räume: Die Extremismusforscherin Julia Ebner hat für ihr Buch „Radikalisierungsmaschinen“ nicht nur Daten analysiert. Sie war auch selbst in Foren und Chats. Ein Interview.
Boris Johnson und kein Halten mehr: Der narzisstische, offenbar zum Größenwahn neigende Premierminister in London – charakterlich ein Spielertyp – stürzt sein Land noch tiefer in die Brexit-Krise. Wie konnte es bloß so weit kommen?
In Russland finden am Sonntag Regional- und Kommunalwahlen statt. Die Proteststimmung könnte sich in der Hauptstadt in Wahlschlappen der regierungstreuen Kandidaten niederschlagen.
Unter dem neuen Premierminister werden die britischen Konservativen zur „Brexit Party“. Wohin gehen ihre fünf Millionen Wähler, die beim Referendum 2016 in der Europäischen Union bleiben wollten?
Tabubruch in der hessischen Provinz: Ein führender NPD-Funktionär wird ohne Gegenstimmen zum Ortsvorsteher gewählt. Das Entsetzen ist groß.
Die Umweltpolitik dieser Wochen erinnert an das Prinzip des Einarmigen Banditen in der Spielhalle. Plastiktüten, Inlandsflüge, Ölheizungen – alles mal sofort, mal in zehn Jahren oder irgendwann wahlweise verbieten oder begrenzen oder abwracken. Zusammen passt da nichts mehr.
Die Politik des Präsidenten nimmt den Türken nicht nur ihre Freiheiten, sie zieht ihnen auch noch den letzten Kurusch aus der Tasche: Was Erdogans „fortgeschrittene Demokratie“ sein Land kosten kann.
China als „systemischen Rivalen“ der EU: Ist das angesichts der wirtschaftlichen Abhängigkeit sinnvoll? Für Macron jedenfalls ist der Umgang der Exportnation ein Exempel auf neue Formen europäischer Kooperation.
Die Demonstranten in Hongkong haben auch während des China-Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Proteste fortgesetzt. Tausende demonstrierten vorwiegend friedlich für mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Einige Demonstranten errichteten eine brennende Barrikade auf der Straße.
Nach dem Unterhaus stimmt auch die zweite britische Parlamentskammer einer Verschiebung des EU-Austrittsdatums zu. Nun fehlt nur noch ein Schritt, um den Weg für das Gesetz frei zu machen.
Auf einmal wollen fast alle Parteien bürgerlich sein. Doch wo kämen wir da hin?
Der frühere Chef der Kaffeehauskette Starbucks verzichtet auf eine Kandidatur für die Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten. Er wolle als unabhängiger Kandidat nicht eine Wiederwahl von Donald Trump begünstigen.
Zu neun Jahren und acht Monaten Haftstrafe wurde Canan Kaftancioglu verurteilt. Die Vorwürfe waren unter anderem Beleidigung des Staatspräsidenten Tayyip Erdogan sowie Terrorpropaganda und das Schüren von Hass.
Die deutsche Parteien- und Fraktionsfinanzierung lebt von der klugen Selbstbeschränkung. Wer sich aber ungerechtfertigt bedient, gefährdet unsere Ordnung in gleichem Maße wie die, die sie von rechts und links außen angreifen. Ein Gastbeitrag.
Eine knappe Woche lang ist Papst Franziskus in Südost-Afrika unterwegs – und setzt sich dabei auch für einen nachhaltigen Frieden in dem ehemaligen Bürgerkriegsland Moçambique ein.
In Berlin treiben mehrere Clan-Familien ihr Unwesen. Innensenator Andreas Geisel will etwas dagegen tun. Im Interview erklärt er, was dabei die größte Herausforderung ist.
Wenn selbst vollbetreute Menschen mit geistigen Behinderungen an der Europawahl teilnehmen dürfen, könne der Ausschluss politisch oftmals sehr engagierter 16- oder 17‑Jähriger nicht verfassungsgemäß sein, heißt es dieser Tage häufig. Das ist ein Irrtum.
Die einen veranstalten Werkstattgespräche, die anderen eine Castingshow: Das klingt wie ein Sehnen nach Ohnmacht – Führungsstärke sähe anders aus. Sind die Regierungsparteien tatsächlich so planlos wie sie scheinen?
Die Grünen fordern einen Bürgerfonds nach norwegischem Vorbild, doch der Vergleich hinkt. Ökonomen bezweifeln, dass sich Deutschlands wirtschaftliches und politisches Klima für einen Staatsfonds eignet.
Ob Populismus, Nahost-Konflikt oder Brexit: Die aktuelle Politik prägt auch die deutsch-israelischen Literaturtage, so etwa bei der Schriftstellerin Priya Basil.
Ein Schulgebäude steht seit Jahren leer. Was soll mit ihm geschehen? Die Stadtpolitiker können sich nicht entscheiden. Nun sollen es die Bürger richten. Das wirft aber eine weitere Frage auf.
Vor ihrer Reise nach China erreichen die Bundeskanzlerin Appelle zur Unterstützung der Aktivisten in Hongkong. Doch der Erfolg ist fraglich.
Nach der Schlappe für Premierminister Johnson am Mittwoch im britischen Unterhaus kommentieren britische und europäische Zeitungen die Entwicklungen. Dabei zieht nicht nur der Tory-Vorsitzende Spott auf sich.
Sowjetische Geheimdienstler erforschten vor achtzig Jahren die Meinung der Bevölkerung. Jetzt veröffentlichte Dokumente zeigen eine erstaunliche Weitsicht vieler damals Befragter.
Erst verabschiedete das Unterhaus ein Gesetz, das Boris Johnson verbietet einen No-Deal Brexit zu exekutieren. Danach scheiterte der Premier mit seinem Antrag auf eine Neuwahl. Wie es weitergeht, ist offen.
Der Umzug in die neue Frankfurter Altstadt hat dem Stoltze-Museum offenbar gut getan. Das lässt sich am Publikumszuspruch und einer Vergrößerung der Sammlung erkennen.
Eine Partei, die sich im Laufe der Jahre verbürgerlicht, gilt in Deutschland als Happy-End der Geschichte. Aber wie soll sich die AfD verbürgerlichen, wenn sie nicht Teil einer „bürgerlichen Koalition“ mit der CDU sein darf?
Der Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong hat einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem offenen Brief um Unterstützung gebeten. „Frau Bundeskanzlerin Merkel, Sie sind in der DDR aufgewachsen. Sie haben Erfahrungen aus erster Hand über den Schrecken einer diktatorischen Regierung gemacht“, wird er von der "Bild"-Zeitung zitiert.
Dauernd wird über „Europa“ geredet. Kann man damit auch Gefühle verbinden, positive gar?
Nicht alles, was die AfD sagt, ist falsch. Die Vorschläge ihrer Verteidigungsfachleute zur Zukunft der Bundeswehr strotzen zwar vor Pathos. Andere Forderungen aber sind durchaus sinnvoll. Ein Gastbeitrag.
Bloß nie konkret werden: Die historischen Vergleiche häufen sich, und die meisten sind nicht schmeichelhaft für Boris Johnson. Doch auch der britische Premierminister hat seine Lehren aus der Geschichte gezogen.
21 konservative Abgeordnete werden bei der nächsten Sitzung des britischen Unterhauses als Unabhängige im Parlament sitzen. Damit macht die Regierung von Boris Johnson eine Drohung wahr, die sie vor der gestrigen Abstimmung ausgesprochen hatte.
Nach dem Fraktionswechsel eines Abgeordneten kann sich der britische Premierminister Boris Johnson nicht mehr auf eine Mehrheit im Parlament stützen.
Japan kann auf eine lange Kooperation mit Afrika zurückblicken. Allerdings gilt dort inzwischen China mit seinen enormen Investitionen als einer der wichtigsten Partner. Im Konkurrenzkampf setzt Japan einen speziellen Fokus.
Könnte es sein, dass die Partei, die sich am nationalsten gibt, in Wahrheit eine Spaltung des Landes herbeisehnt? Und damit die Wiedervereinigung mit Füßen tritt?
Thomas de Maizière war als Bundesminister des Innern lange für Sport zuständig. Hier schreibt der Politiker über die Lust am Wettbewerb, die Autorität von Trainern und die Bedeutung von Gemeinschaftserlebnissen.