C wie Zukunft und Z wie Caffier
Verlieren, um zu bleiben: Lorenz Caffier führt einen schwierigen Wahlkampf im Nordosten. Will er mit der CDU weiter regieren, darf er die SPD nicht überholen.
Verlieren, um zu bleiben: Lorenz Caffier führt einen schwierigen Wahlkampf im Nordosten. Will er mit der CDU weiter regieren, darf er die SPD nicht überholen.
Den Schulpolitikern in Frankfurt ist hoffentlich klar, was auf dem Spiel steht, wenn sich am Erscheinungsbild der Grundschulen nichts ändert. Es muss übrigens nicht gleich die Generalsanierung in Passivhausstandard sein.
Links sind höchstens noch die Erinnerungen: Als die Finanzmärkte entfesselt wurden, entschied sich die rot-grüne Regierung, das Großkapital zu fördern. Wir brauchen bürgerliche Kontrollen, die der Fuck-you-Politik der Finanzwelt etwas entgegensetzen.
Es geschah Ende 1999 während einer vorweihnachtlichen Sitzung des rot-grünen Bundeskabinetts im alten Staatsratsgebäude der ehemaligen DDR. (Der kleine Staat war unter anderem aufgrund seines chronischen Kapitalmangels in der Geschichte ...
Sein ganzes Leben hat Eugen Ruge für eine Buch geprobt: Sein spätes Debüt „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ blickt vom Innersten der DDR auf das ganze deutsche Jahrhundert.
Der Weg Zum Höft ist schwer zu finden. Dabei hatte der Mathematiker die Lage seines Hauses am Telefon mit derselben Exaktheit beschrieben, mit der er auch später im Gespräch seine verwickelte Familiengeschichte darlegen wird.
ler. WIESBADEN. Der hessische Landtag hat den Bau der Berliner Mauer vor 50 Jahren einmütig verurteilt und der Opfer der deutschen Teilung gedacht. "Für den Mauerbau und das Unrecht in der DDR gibt es keine Rechtfertigung - keine ...
Für Janine Wissler war der Mauerbau „ein nicht zu rechtfertigendes Verbrechen“. Die Linken-Politikerin ist aber für einen „Systemwechsel“, den Abschied vom Kapitalismus und die Verstaatlichung der großen Energiekonzerne.
Die Welterbe-Stadt Quedlinburg braucht dringend Hilfe, denn die Stadt ist pleite. Erste Abrisse im Harzvorland sind Alarmsignale.
Die Reste der Mauer "künden vom Triumph der Freiheit", heißt es im Leitartikel von Berthold Kohler "Auferstanden aus Ruinen" (F.A.Z. vom 13. August). Unabhängig von der Bewertung der DDR angesichts ihrer Verbrechen und Unzulänglichkeiten ...
Der Deutsche Olympische Sportbund sieht kein Grundproblem - aber schon an der Basis beginnt das Übel: Den Vereinen sind Kinder abhandengekommen. Und jungen Spitzensportlern nimmt das Turbo-Abitur G8 den Schwung.
Wer sich schlecht benehmen will, ist kaum daran zu hindern. Das lässt sich in Berlin, wo das Wegschauen zu lange als Zeichen der Toleranz galt, geradezu exemplarisch studieren: Es ist eine Art Diktatur des Lumpenproletariats entstanden.
Der ausführliche Rückblick auf den von 1963 bis 1989 praktizierten Freikauf politischer Häftlinge der DDR durch die Bundesregierung von Jan Philipp Wölbern (F.A.Z. vom 4. August) ist sehr verdienstvoll.
In ihren Erzählungen "Aus allen Himmeln" (2004) hatte die 1958 geborene Angelika Klüssendorf, die ihre Jugend in Leipzig verbrachte, eigentümlich lakonisch von Verwahrlosung, Alkoholismus, Gewalt und Missbrauch erzählt.
Literatur als Überlebensmittel: Angelika Klüssendorf erzählt die harte Geschichte eines starken Mädchens. Auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis hat der Roman es bereits geschafft.
Das Berliner Keramik-Museum widmet sich der unterschätzten Irdenware. Diese braucht sich nicht zu verstecken. Sie hat ihre eigene Szene und ihre eigene Stilgeschichte. Doch die Preise bleiben erfreulich erschwinglich.
Keine "Ehrenpension" für Wolf-Witwe - Die Witwe von Markus Wolf, dem verstorbenen Leiter der DDR-Auslandsspionage, kann keine Entschädigungsrente beanspruchen. Neben seiner regulären Rente bezog Wolf seit 1983 eine "Ehrenpension für Kämpfer gegen den Faschismus".
mk. BERLIN, 14. August. Politiker aller Parteien haben bei der Feier zum 50. Jahrestag des Mauerbaus am Samstag in Berlin die Opfer der Teilung gewürdigt. Sie benannten die Verbrechen des SED-Regimes, ermutigten zu Freiheitsstreben ...
Parteiübergreifend haben Politiker der Opfer von Mauer und Stacheldraht gedacht. Noch immer aber reüssiert manch ein Politiker aus dem Westen im Osten mit Ergebenheitsadressen an die Erben der SED wie der, die DDR sei kein Unrechtsstaat gewesen. Besonders dann, wenn eine Wahl ansteht.
Der erste Eindruck war: Stille, fast absolute Stille. Der zweite: dass es in der abgesperrten Natur Grenzanlagen gab, die weniger dem „Klassenfeind“ galten als vielmehr den eigenen Leuten, den „Grenzverletzern“.
Aus Sicht der Kommunisten ist der Tag glänzend gewählt. Es ist Sonntag. Kennedy segelt, Adenauer züchtet Rosen. Es wird ein schwüler Sommertag werden. Honecker startet um Mitternacht die Aktion „Rose“. Berlins Ostsektor wird abgeriegelt. Der Bau der Mauer beginnt.
Es ist ein schiefes Bild vom deutschen Spitzensport bis 1989 entstanden. Höchstleistungen von DDR-Athleten werden auf Doping reduziert. Die westdeutsche Vergangenheit erscheint strahlender, als sie gewesen sein dürfte. An der Aufarbeitung mangelt es, hüben mehr als drüben.
Die Mauer war eine Bankrotterklärung, ein Volksgefängnis. Ihre Reste gehören zu den schrecklichsten und zugleich stolzesten Zeugnissen deutscher Geschichte. Sie künden vom Triumph der Freiheit.
Zwei Welten und ein „Eiserner Vorhang“: Eine Ausstellung im Willy-Brandt-Haus in Berlin zeigt die erschütternden Geschichten von DDR-Leistungssportlern, die zu sogenannten „Sportverrätern“ wurden - und die Umstände, die sie zur Flucht trieben.
Die Mauer in Berlin war für die Kunst und die Künstler ein wenig durchlässiger, weil ein Mann mit Diplomatenstatus beherzten Grenzverkehr betrieb: Georg Girardet. Wenn nötig, entwickelte er sogar echte Schmugglerqualitäten.
Längs der Mauer an der einstigen Protokollstrecke Erich Honeckers fährt Michail Gorbatschow im Fond einer Luxuslimousine Reklame für Luxustaschen. Der Taxifahrer in Buenos Aires trommelt erfreut auf sein Lenkrad, als er hört, woher ...
Am 13. August um 0.00 Uhr lässt Erich Honecker die Aktion "Rose" starten. Honecker, 49 Jahre alt, ist ZK-Sekretär für Nationale Sicherheit. Eines Tages wird er Partei- und Staatschef der DDR sein. Er leitet den Einsatz, über den es im Beschluss des DDR-Ministerrats vom 12.
Kein Kartenmangel wie in Bayreuth und weitaus günstiger als Salzburg: Die Opernfestspielen in Bad Hersfeld bringen in diesem Jahr „Die verkaufte Braut“ und Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ auf die Bühne.
Die Linkspartei sieht sich 50 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer heftiger Kritik ausgesetzt. CDU, CSU und FDP kritisierten vor allem Linke-Chefin Lötzsch, das Unrecht herunterzuspielen. Der Sänger Wolf Biermann äußerte: „Es ist dieses verkommene Pack, das uns jahrzehntelang in der DDR unterdrückt hat.“
zu Senator James W. Fulbright und anderen Washingtoner Politikern, die längst westliche Konzessionen an die Sowjetunion bis hin zu einer Schließung der DDR-Grenzen wegen des Flüchtlingsstroms befürworten.
Emissionshäuser profitieren von der Suche nach Sachwerten. Nun wird der erste Fonds auf deutschen Forst aufgelegt. Der Initiator hofft darauf, dass die Kommunen immer mehr Wald verkaufen.
löw. BERLIN, 12. August. Fünfzig Jahre nach dem Bau der Grenzabsperrungen sieht sich die Nachfolgerin der damaligen DDR-Staatspartei SED, die Linkspartei, heftiger Kritik ausgesetzt. Der Vorwurf lautet: Verharmlosung der "Mauer".
Seit den Römern hatte auf diesem Kontinent niemand mehr eine Mauer von solcher Länge gebaut, nicht einmal Hitler. Der "Arbeiter-und-Bauern-Staat" aber richtete sie auf, zwei Monate nur nachdem Ulbricht die Absicht dazu noch bestritten hatte.
Es ist sehr anzuerkennen, dass sich Jan Philipp Wölbern mit seinem Beitrag "Für unsere Republik" (F.A.Z., Ereignisse und Gestalten vom 4. August) so intensiv mit dem Thema "Häftlingsfreikauf" beschäftigt hat.
Während Renate Bauer von ihrer Flucht aus der DDR spricht, hält sie das Bild ihrer Silbermedaille von den Olympischen Spielen 1972 in München in der Hand. Es erzählt eine eigene Geschichte. Das Schwarzweißfoto entstand, nachdem die ...